Abschied vom Herbst

So schön doch die letzten Tage draußen waren – langsam geht alles zur Neige und die Gedanken sinnen schon in den dunklen November. Trotzdem will ich euch ein altes Gedicht von meinem Favoriten Heinrich Heine nicht vorenthalten. Es kommen ja auch wieder bessere Zeiten.

(ohne Titel)
Verdrossnen Sinn im kalten Herzen hegend,
Reis ich verdrießlich durch die kalte Welt,
Zu Ende geht der Herbst, ein Nebel hält
Feuchteingehüllt die abgestorbne Gegend.

Die Winde pfeifen, hin und her bewegend
Das rote Laub, das von den Bäumen fällt,
Es seufzt der Wald, es dampft das kahle Feld,
Nun kommt das Schlimmste noch, es regent.

Heinrich Heine

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