An alle, die mir zu meinem Artikel über das Alleinsein geschrieben haben

Vielen Dank für die vielen Kommentare, die mich bereicherten – das ist nicht bloß hübsch geschrieben, das ist so.

Froggy: Danke für deine Posie.

Wolfgang: Danke, dass du mir schreiben”musstest”.

Katzenfreundin: Meine Betrachtungen waren Betrachtungen eines Momentes – da war kein sich Bewusstmachen, kein Denken – es war so etwas wie ein (freilich irgendwie konstruierter) stream of consciousness und kein Reflektieren. Und die “Freiheit, die ich meinte” in diesem Artikel war aus einem selbstkritischen, mich in Frage stellenden, ironisch formulierten Blickwinkel.
Und auch wenn ich nicht über Freiheit reflektieren wollte – dein Zitat tut gut!

Noiram: Ich beneide dich um deinen humorigen Grant über die unerschämten Preise für Einzelzimmer – du bringst es auf den Punkt – es ist nichts wirklich schlimm am Singledasein – alles lässt sich in sich finden, was man außen zu suchen meint.

Sonnenblume: Danke für dein Gedicht – es drückt poetisch das aus, was ich Noiram schrieb.

Barbarella: Hey, da traut sich jemand noch das Wort Liebe benutzen – ich habe da tatsächlich Hemmungen. Komme mir dann vor wie ein romantisches Dummchen.
Ja, Liebe ist es, die wir suchen bis ans Ende der Welt – Freiheit ist dagegen ein Wertchen….

Helena: Den Zynismus eines Oskar Wildes kann ich nur vertragen aus der Liebe zur Sprache, seine Wortspiele, ja!
Aber die dahinter stehende Verachtung für Menschen, die scheinbar nie zufrieden sind, teile ich nicht.
Und meine Ambivalenz entsteht auch nicht aus solch einem “nie mit dem zufrieden sein, was man hat”.
Ich denke, ich bin anders zu lesen, wenn ich von den kleinen großen Werten eines Miteinanders schreibe:
Das die so sehr vergessen, die es leben.
Das die sich nicht wirklich sehnen wagen, die es verloren haben.
Aber auch du hast recht, mich mit diesem Zitat vor Larmoyanz zu bewahren…

Und du, lieber Tolomeo - es ist nicht ein Tag, nicht eine Stunde, in der man sein Leben verändert – es ist ein Prozess, ein Bewusstwerden, ein Spüren von vielem.
Und eine wirkliche Begegnung wird keinen Schwall an Erklärungen produzieren – diese entstehen nur, wenn die natürliche Sachtheit, Achtsamkeit fehlt, dann gibt es Erklärungsnot, die eine Begegnung verhindert….

Ihr habt mir viel gesagt und viel zum Denken gegeben – und da war auch ganz schön viel Wärme drin in euren Beträgen.
DANKE!

3 Reaktionen zu “An alle, die mir zu meinem Artikel über das Alleinsein geschrieben haben”

  1. Ulli

    Diese Poesie und all das Schöne…
    Verdammt mir fehlt sowas.. ich lebe munter, steh mitten drin, liebe Trubel hau sicher über die Strenge komm mal morgenns um fünf nach Hause – weil es so Klasse war- mach tausend Fehler , trete fast in jedes Fettnäpfchen,

    wie kann ich bloß so werden wie ihr…oder lieber nicht?

    Ulli

  2. vivara

    Lieber Uli – lieber nicht.
    Weil´s bist halt du – und 999 Fehler machen “wir” auch.
    Bloß den einen Fehler mag ich nicht machen – nicht sagen, wenn mir was gutgetan hat und das ist dann keine “heile, wir sind alle so poetich und lieb Welt” – iewo!
    Vivara – Ursl

  3. Helena1946

    Hallo Vivara – dass du dich mit Oskar Wilde – im Gegensatz zu mir – ausführlich befasst hast, zeigt mir dein Kommentar zu meinem angeführten Zitat deutlich. Ich habe es dir völlig wertfrei als “kleinesTrostpflaster ” zugedacht im Sinne von “nimm es nicht so tragisch – davon kann jeder von uns Parallelen in seinem Leben finden “. Die Neigung, das was wir haben, nicht so hoch zu schätzen wie das, was wir uns wünschen, halte ich für typisch menschlich, ja sogar für eine Art von “Lebensmotor”. Unbelastet, (da unwissend…) was Oskar Wilde sonst noch alles verbreitet hat , was du als ” menschenverachtend ” empfindest, kann ich besagtes Zitat bestenfalls als eine etwas zynische , aber 100% zutreffende Beobachtung interpretieren.
    Ich empfinde dein Angangement auf ” dieser Schiene ” als besonders wohltuend , weil es nach meinem Empfinden aus ganzem Herzen kommt. Liebe Grüße
    Helena1946