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	<title>50plus-Treff BLOG &#187; 50plus &#8211; na und?!?</title>
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	<description>Neuigkeiten und Informationen rund um den 50plus-Treff</description>
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			<item>
		<title>Über das Leben im &#8220;cyberspace&#8221;.</title>
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		<comments>http://www.50plus-treff.de/blog/uber-das-leben-im-cyberspace/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2007 19:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[50plus - na und?!?]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Also.
Ich bin ich ja auch so eine, die irgendwie im cyberspace lebt.
Pardon, lebte, ich will mich ja verabschieden.
Weil und so.
Also ich kam hierher, weil ich im realen Leben von 50plus las.
In der SZ &#8211; war ein sehr positiver Artikel.
Und dieser internette Garten der Kommunikation und Lüste verhieß zumindest ein unter sich sein.
Da stört keiner unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Also.<br />
Ich bin ich ja auch so eine, die irgendwie im cyberspace lebt.<br />
Pardon, lebte, ich will mich ja verabschieden.<br />
Weil und so.</p>
<p>Also ich kam hierher, weil ich im realen Leben von 50plus las.<br />
In der SZ &#8211; war ein sehr positiver Artikel.<br />
Und dieser internette Garten der Kommunikation und Lüste verhieß zumindest ein unter sich sein.<br />
Da stört keiner unter 40 &#8211; vor allem keine.<br />
Was schon mal was ist, weil so mit 50plus ist man schwuppidiwupp außer Konkurrenz, wenn denn da sich Jüngere tummeln.<br />
Dachte ich &#8211; ehrlich!<br />
Und meine erste Absicht war es &#8211; ich gestehe es frank und frei &#8211; den 50plus Mann zu finden, dem man sein Alter in keinem Winkelchen seines gesamten Ichs anmerkt &#8211; so wie mir auch nicht, logo!!<br />
Das soll jetzt keine Abhandlung werden über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit einen solchenen hier zu finden.<br />
Meine erstrangige Absicht des mich hier Einloggens verblasste bald.<br />
Was nicht etwaigen Enttäuschungen oder einem stirnrunzelnden „so geht das nicht“ entsprang.<br />
Es passierte einfach außerhalb des cyberspace, mit so ein bisschen Nachdenken, Beobachten, vor allem sich selber beobachten, dass der dicke Wunsch nach der großen Liebe aufs Eis rutschte.</p>
<p>Irgendwie war mir danach, Frauen hier zu treffen &#8211; Mann war ja erst mal aufs Eis gelegt.<br />
Frauen, die in meiner Stadt leben.<br />
Die wie ich viel Zeit hätten so am Wochenende.<br />
Mit ihnen etwas zu unternehmen, mit ihnen Zeit zu verbringen erschien mir eine großartige Idee.<br />
Träumte von vergnügten Stunden.<br />
Best of &#8211; von allem.<br />
Kino, Kunst.<br />
Krempel.<br />
Und jenen unvergleichlichen Gesprächen, die mit Frauen meist Kluges und Ironisches bringen.<br />
Und ein bisschen Jazzclub und München bei Nacht war auch so drin in meiner Vorstellung, was sich da so alles unternehmen ließe.<br />
Im Hinterkopf ganz gewisslich aber auch die klitzigkleine Idee, dass man so draußen in der wirklichen Welt bei Kino, Kunst und Krempel auch den treffen könnte, den man nicht da trifft, weil man alleine da nicht hingeht.<br />
Und stattdessen im cyberspace über tausend Drähte kommuniziert.<br />
Das dachte ich und klinkte mich aus der „Männersuche“ aus und schrieb vorwiegend meine launigen oder ach so gedankenvollen Beiträge.<br />
Entdeckte dabei auch die Foren.<br />
Philosophie.<br />
Ha!<br />
Das ist doch meines.<br />
Die Welt der kreativen Gedanken &#8211; vivara tingelte im Philosophischen.<br />
Meine Forumspremiere war dick und bedeutungsgeladen.<br />
Ich befand mich in der Welt der kreativen Gedanken unter zentnerschweren Beiträgen, die nichts miteinander zu tun hatten.<br />
Die allesamt geistreich waren.<br />
Und jeder einzelne für sich den Schreiber vorrangig ins virtuelle Licht stellten.<br />
Wow!<br />
Das waren Beitragskaliber.<br />
Da ließ man denken.<br />
Woher haben diese Leute die ganzen Aphorismen und schlauen Sätze?<br />
Ich bin ja nun schon ziemlich gebildet &#8211; aber so!<br />
Ja, ich gebe es zu &#8211; ich meckere grade irgendwie.<br />
Aber nicht böse meckre ich.<br />
Und gestehe, dass ich schon auch beeindruckt war &#8211; ob des philosphischen Zitat-Niveaus.<br />
Aber da ich lieber am Boden stehe, wo es sich gut anfühlt, fühlte es sich für mich nicht gut an unter Beitragskalibern.<br />
Ich kriegte irgendwie nicht das Gefühl los, dass das jeweilige Thema eigentlich nebensächlich war.<br />
Es war vielmehr ein Stichwort  für einen Monolog einzelner Beitragender.<br />
Was mich dann ja auch so erstaunen machte- so viel Wissen.<br />
Und so wenig Empathie.<br />
Apropos &#8211; Empathie.<br />
Die gibts draußen außerhalb des cyberspace auch nicht sonderlich viel.<br />
Da merkt man sie nur nicht so gleich.<br />
Weil es ja nicht so seitenweise lesbar sichtbar ist.<br />
Aber es gab auch Sternminuten.<br />
Gedichte.<br />
Sätze, die mich freuten.<br />
Wegen des Inhalts.<br />
Wegen der Sprache.<br />
Da gab es Augenzwinkern.<br />
Und bei mir ein Gefühl eines Gleichklangs.<br />
Dahinter ein Name, ein Bild.<br />
Ich hätte diese gerne wirklich kennengelernt.<br />
Deutschland ist nur so verflixt groß.</p>
<p>Und es gab das Stüberl, das ich hier nicht thematisiere.<br />
Das für mich be-merkens-wert war und gut.</p>
<p>Das Leben im Virtuellen &#8211; im cyberspace.<br />
Ich habe es gelebt.<br />
In vielen Gesprächen außerhalb es thematisiert.<br />
In meinem Freundeskreis nur Stirnrunzeln, gar Sorgenfalten erfahren.<br />
Habe es verteidigt.<br />
Den Stirnrunzlern heftigst erläutert, dass das meine Gesprächspartner seien.<br />
Da drinnen in dieser viereckigen Scheibe.<br />
Am Morgen, nachmittags, am Abend.<br />
Dass sie das gar nicht verständen, weil sie ja Gesprächspartner dauernd um sich hätten.<br />
Wir nicht, wir reden geschrieben miteinander.<br />
Habe meinen Computer liebevoll vermenschlicht.<br />
Er sagte mir doch immer was.<br />
Er gab mir die Möglichkeit unter Menschen zu sein, ohne einen Fuß aus dem Haus zu bewegen.<br />
Jedes Schreiben war eine Zuwendung.<br />
Ich konnte meine kritsich-sorgenvollen Freunde nicht davon überzeugen.<br />
Achselzuckend gestand man es mir zu, dass das halt mal &#8211; hoffentlich übergangsweise &#8211; eine eigenartige Richtigkeit für Leute wie meinesgleichen ist.<br />
Dieses Leben im cyberspace.<br />
Und ich blieb trotzig in dieser Welt.<br />
Da war Gefühl.<br />
Und wie!<br />
Enttäuschung, wenn keine Post da war.<br />
Was war ich nicht wütend über Beiträge.<br />
Wie oft war ich verunsichert, weil missverstanden.<br />
Na, wenn das kein Gefühlsleben ist.<br />
Aber.<br />
Ich habe Menschen wirklich getroffen.<br />
Über diesen Umweg.<br />
Und sie bleiben bei mir &#8211; die mit denen es echt war und gut.<br />
Und darum ist die Quintessenz nicht etwa „ein krächzender Tenor“.<br />
Oder gar ein verächtlicher.<br />
Nein.<br />
Das Leben im cyberspace hat einen Sinn.<br />
Wenn man dabei nicht das Leben auf der guten alten Erde vergisst.<br />
Und diese Gefahr habe ich bei mir schon gespürt.<br />
Ob ich ein Einzelfall bin?</p>
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		<item>
		<title>An alle, die mir zu meinem Artikel über das Alleinsein geschrieben haben</title>
		<link>http://www.50plus-treff.de/blog/an-alle-die-mir-zu-meinem-artikel-uber-das-alleinsein-geschrieben-haben/</link>
		<comments>http://www.50plus-treff.de/blog/an-alle-die-mir-zu-meinem-artikel-uber-das-alleinsein-geschrieben-haben/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Oct 2006 19:16:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[50plus - na und?!?]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielen Dank für die vielen Kommentare, die  mich bereicherten &#8211; das ist nicht bloß hübsch geschrieben, das ist  so.
Froggy: Danke für deine  Posie.
Wolfgang: Danke, dass du mir  schreiben&#8221;musstest&#8221;.
Katzenfreundin: Meine Betrachtungen waren Betrachtungen eines Momentes &#8211; da war kein sich Bewusstmachen, kein Denken &#8211; es war so etwas wie ein (freilich irgendwie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vielen Dank für die vielen Kommentare, die  mich bereicherten &#8211; das ist nicht bloß hübsch geschrieben, das ist  so.</strong></p>
<p><strong>Froggy:</strong> Danke für deine  Posie.</p>
<p><strong>Wolfgang:</strong> Danke, dass du mir  schreiben&#8221;musstest&#8221;.</p>
<p><strong>Katzenfreundin:</strong> Meine Betrachtungen waren Betrachtungen eines Momentes &#8211; da war kein sich Bewusstmachen, kein Denken &#8211; es war so etwas wie ein (freilich irgendwie konstruierter) stream of consciousness und kein Reflektieren. Und die &#8220;Freiheit, die ich meinte&#8221; in diesem Artikel war aus einem selbstkritischen, mich in Frage stellenden, ironisch formulierten Blickwinkel.<br />
Und auch wenn ich nicht über Freiheit  reflektieren wollte &#8211; dein Zitat tut gut!</p>
<p><strong>Noiram:</strong> Ich beneide dich um deinen humorigen Grant über die unerschämten Preise für Einzelzimmer &#8211; du bringst es auf den Punkt &#8211; es ist nichts wirklich schlimm am Singledasein &#8211; alles lässt sich in sich finden, was man außen zu suchen meint.</p>
<p><strong>Sonnenblume:</strong> Danke für dein Gedicht &#8211; es drückt  poetisch das aus, was ich Noiram schrieb.</p>
<p><strong>Barbarella:</strong> Hey, da traut sich jemand noch das Wort Liebe benutzen &#8211; ich habe da tatsächlich Hemmungen. Komme mir dann vor wie ein romantisches Dummchen.<br />
Ja, Liebe ist  es, die wir suchen bis ans Ende der Welt &#8211; Freiheit ist dagegen ein  Wertchen&#8230;.</p>
<p><strong>Helena:</strong> Den Zynismus eines Oskar Wildes  kann ich nur vertragen aus der Liebe zur Sprache, seine Wortspiele, ja!<br />
Aber  die dahinter stehende Verachtung für Menschen, die scheinbar nie zufrieden  sind, teile ich nicht.<br />
Und meine Ambivalenz entsteht auch nicht aus solch  einem &#8220;nie mit dem zufrieden sein, was man hat&#8221;.<br />
Ich denke, ich bin anders zu  lesen, wenn ich von den kleinen großen Werten eines Miteinanders  schreibe:<br />
Das die so sehr vergessen, die es leben.<br />
Das die sich nicht  wirklich sehnen wagen, die es verloren haben.<br />
Aber auch du hast recht, mich  mit diesem Zitat vor Larmoyanz zu bewahren&#8230;</p>
<p>Und du, lieber  <strong>Tolomeo </strong>- es ist nicht ein Tag, nicht eine Stunde, in der man sein Leben verändert &#8211; es ist ein Prozess, ein Bewusstwerden, ein Spüren von vielem.<br />
Und eine wirkliche Begegnung wird keinen Schwall an Erklärungen produzieren &#8211; diese entstehen nur, wenn die natürliche Sachtheit, Achtsamkeit fehlt, dann gibt es Erklärungsnot, die eine Begegnung verhindert&#8230;.</p>
<p><strong>Ihr habt mir viel gesagt und viel zum Denken  gegeben &#8211; und da war auch ganz schön viel Wärme drin in euren  Beträgen.<br />
DANKE!</strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Übers Alleinesein, von der Freiheit, alles tun können, was man will und einer ganz bestimmten Sehnsucht&#8230;.</title>
		<link>http://www.50plus-treff.de/blog/ubers-alleinesein-von-der-freiheit-alles-tun-konnen-was-man-will-und-einer-ganz-bestimmten-sehnsucht/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Oct 2006 21:17:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[50plus - na und?!?]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Partnertschaft & Liebe]]></category>

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		<description><![CDATA[Da habe ich nun ach, ein Leben lang Spaghetti, Griesbrei und Braten gekocht, Wäsche gewaschen, Tonnen an Lebensmittel aus dem Supermarkt geschleppt.
Tausende an SchülerInnen mit humoriger List und Tücke Aufsatz  schreiben und englische Vokabeln beigebracht.
Und mich nie gefragt, ob das  alles sein soll, es gab keinen Grund, sich diese Frage zu stellen.
Es war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da habe ich nun ach, ein Leben lang Spaghetti, Griesbrei und Braten gekocht, Wäsche gewaschen, Tonnen an Lebensmittel aus dem Supermarkt geschleppt.<br />
Tausende an SchülerInnen mit humoriger List und Tücke Aufsatz  schreiben und englische Vokabeln beigebracht.<br />
Und mich nie gefragt, ob das  alles sein soll, es gab keinen Grund, sich diese Frage zu stellen.<br />
Es war  einfach in Ordnung.<br />
Die Routine das Alltags war fraglos sinnhaft.</p>
<p>Die  Kinder sind nun aus dem Haus, eilen ab und zu herbei, laden Sorgen ab und  bringen Erinnerung an Jugend.<br />
Alles ganz normal,  eigentlich.<br />
Eigentlich.<br />
Wäre nicht die, die dies schreibt, aus der Bahn  geworfen.<br />
Wäre diese eine Kuchen backende Besuchsmutter.<br />
Dem ist nicht  so.<br />
Sie ist poststudentisch.<br />
Dreht die Musik ab und zu so laut, wie sie es  will.<br />
Sitzt im Kerzenschein dabei und träumt.<br />
Geht um elf Uhr noch aus dem  Haus in die Kneipe- das eigentlich eher selten, fast nie.<br />
Könnte sie aber –  wenn sie wollte!!<br />
Könnte alles, was sie wollte.<br />
Am Flughafen einfach ein  Ticket. kaufen.<br />
Und fliegen, fliegen.<br />
Wohin sie will.<br />
In der Kneipe, in  die sie nicht geht, einen wildfremden Mann ansprechen.<br />
Eine wilde Nacht mit  ihm verbringen.<br />
Und am anderen Morgen diese Freiheit weiterleben.<br />
Diese  Freiheit.<br />
Die am Sonntag abend darin besteht, sich verdammt alleine zu  fühlen.<br />
Übrigens am Montag, Dienstag, Mittwoch abend auch&#8230;.nicht immer  und immer weniger&#8230;..<br />
Aber.<br />
Dagegen gilt es etwas zu tun.<br />
Chatten im  Internet.<br />
Telefonieren mit denjenigen mit der gleichen Menge an  Zeit.<br />
Schreiben von mails an Menschen mit der gleichen  Freiheit.<br />
Depressionsanflug, wenn „keine neuen Nachrichten“.<br />
Wenn der  Anrufbeantworter kalt leer lächelt.<br />
Es gab Zeiten, da freute ich mich über  Post von der Ökokiste, von gmx.<br />
Und hatte ein intensives Telefonverhältnis  mit der Bo &#8211; frost-Tante.<br />
Und will es nicht verschweigen, dass der Tankwart, der freundlich zu mir war, mich zu einem Tränenausbruch bringen hätte können.<br />
Den ich selbstverständlich unterdrückte – wer weint denn schon beim  Tanken!<br />
Es gibt keine vertraute Langeweile eines uralten Ehepaares in meinem  Leben.<br />
Ich bin dem Abenteuer der Freiheit ausgesetzt.</p>
<p>Nicht dass ich das  jetzt nur sarkastisch meine.<br />
Nicht doch.<br />
Die hat schon auch was, diese  Freiheit.<br />
Meine Freundinnen beneiden mich allesamt.<br />
Sehen es von Vorteil, dass mich keinerlei nicht erfüllte Erwartungen des Partners enttäuschen oder zu Trotzfeldzügen animieren.<br />
Fragen mich allen Ernstes, warum ich noch einen  Mann bräuchte.<br />
Verbinden damit Hemden bügeln, verständnisloses Brummeln und  liebloses Schweigen.<br />
Ich habe noch nie Hemden gebügelt und manchmal wäre mir  liebloses Schweigen lieber als die absolute Stille meiner Freiheit.<br />
Und  verständnisloses Brummeln  &#8211; dafür würde ich einen ganzen Tag meines neuen  Lebens opfern.<br />
Mehr aber nicht, nein!</p>
<p>Klinge ich traurig, einsam,  ratlos&#8230;..alles drei bin ich.<br />
Manchmal.</p>
<p>Heute war ein wunderbarer  Herbsttag.<br />
Am See lag Laub und standen Bänke, Bootsstege gab es.<br />
Auf den  Bänken saßen Paare, alte Paare auch.<br />
Auf den Bootsstegen lagen Menschen,  standen Kinder.<br />
Am Tisch neben mir im Cafe saß ein schweigendes altes  Paar.<br />
Wie viele Jahre sie wohl schon miteinander gelebt haben?<br />
Miteinander  geschwiegen haben?<br />
Ihr Schweigen hatte nichts Verwerfliches.<br />
Das Vertrauen  darin schwappte zu mir.<br />
Allesamt Bilder.<br />
Elegische Bilder.<br />
Bilder, die  meinen Sonntagabend besonders hart machen.<br />
Ich hab den blues.</p>
<p>Es gibt  Menschen in meinem Leben.<br />
Menschen, die mich begleiten.<br />
Menschen, die da  sind.<br />
Und es gibt, ich weiß es.<br />
Einen Menschen, der da irgendwo  ist.<br />
Irgendwo im Virtuellen vielleicht.<br />
Jenem Begegnungsort für solche wie  mich.<br />
Wie uns.<br />
Die nicht tanzen gehen, nicht in der Kneipe sitzen.<br />
Und  die ein Leben lang diese Freiheit genießen könnten und diese Sonntag- Montag-  Dienstagabende ausfüllen dürften.<br />
Mit Musik, die sie so laut hören können,  wie sie wollen.<br />
Mit der Option hinfliegen zu können. wo sie wollen.<br />
Ohne  Erwartungsenttäuschung.<br />
Ohne Hemden bügeln zu müssen.</p>
<p>Und ohne die  Vertrautheit im Schweigen.<br />
Und ohne das Kratzen eines Männerkinnes.<br />
Ohne  die sanfte Haut einer Frau.<br />
Ohne albernes Lachen miteinander.<br />
Ohne die  Ernsthaftigkeit eines wesentlichen Streites.<br />
Ohne Versöhnen  hinterher.<br />
Ohne jener Millionen Jahre alten Begegnung zwischen Mann und Frau,  die nichts ersetzt.<br />
Die Hemden bügeln und Reifenwechseln zu einem Füreinander  macht.<br />
Das die so sehr vergessen, die es leben.<br />
Das die sich nicht  wirklich sehnen wagen, die es verloren haben.</p>
<p>Morgen ist Montag.<br />
Und  dann eile ich durch den Alltag und vergesse die Elegie des Sonntagabends.<br />
Und  freue mich über alles, was da so ist.<br />
Und werde abends meine Blusen bügeln  und mir vorstellen, es wären  Hemden&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neues Leben, neue Liebe &#8230;</title>
		<link>http://www.50plus-treff.de/blog/neues-leben-neue-liebede-kapitel-2-kontaktanzeigen-meine-gedanken-beim-lesen-von-texten/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Oct 2006 21:19:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[50plus - na und?!?]]></category>

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		<description><![CDATA[Kapitel 2: &#8220;Kontaktanzeigen &#8211; meine Gedanken beim Lesen von Texten&#8221;
Wie so viele habe ich mich auf den geschriebenen Weg gemacht, um jene neue Liebe in meinem neuen Leben zu finden, um die es auch mit 50plus noch verflixt viel geht.
Es sind meine ganz  persönlichen Gedanken – die, sie so zu outen, mir schon ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kapitel 2: &#8220;Kontaktanzeigen &#8211; meine Gedanken beim Lesen von Texten&#8221;</strong></p>
<p>Wie so viele habe ich mich auf den geschriebenen Weg gemacht, um jene neue Liebe in meinem neuen Leben zu finden, um die es auch mit 50plus noch verflixt viel geht.<br />
Es sind meine ganz  persönlichen Gedanken – die, sie so zu outen, mir schon ein bisschen Probleme  macht.<br />
Warum behalte ich sie dann nicht für mich?<br />
Weil ich mich hier  bewusst zum Schreiben von Gedanken zu uns 50plusern aufgemacht habe.<br />
Weil das  Thema „Suche“ zwar ein sehr persönliches ist, aber ganz und gar keines, das  nicht so irgendwie zentral wäre<br />
Weil meine Suche auf diese Weise Vergangenheit ist, kann ich meine Gedanken dazu – auch wenn sie „damals“ Gegenwart waren“, aus der Distanz ein bisschen (auch über mich) grinsend zu lesen loslassen.<br />
Und wenn meine Irritationen und „Probleme“ gar Ähnlichkeit mit denen haben sollten, die mich hier lesen, dann würde ich mich auf Reaktionen gespannt freuen&#8230;&#8230;.</p>
<p>Eine wichtige Anmerkung ist mir diese:<br />
Wenn Kapitel zwei auf die Texte eingeht, die ich deshalb zitiere, weil sie auch etwas Komisches haben, dann nicht, um mich darüber lustig zu machen, gar zu verspotten – ich spare mich selbstironisch nicht aus und meine doch auch diese Fehler, die es uns auch im weisen Alter von 50plus nicht leicht machen „zu finden“.</p>
<p>Was habe ich zu tun mit Männern, die sich schon im  Such &#8211; Text vertun?<br />
Mit Kuschelbären, die ohne mich nicht fliegen können, mit  anpassungswilligen bösen Buben?<br />
Mit Männern, die sich nach dem Motto „jetzt  aber!“ Anziehpuppen und Ausgehbarbies suchen.<br />
Mit Männern, die mich in eine  Gummibärchenwelt entführen wollen.<br />
Was habe ich zu tun mit Männern, die  Millionäre sind?<br />
Arme, unschuldige,  reiche Männer, ich begegne ihnen mit  Vorurteilen.<br />
Und festgenagelter Ablehnung.<br />
Schließlich kann ich in diesem  riesigen Markt wählen.<br />
Und deshalb schlendre ich hier auf dem Markt der  Kontaktanzeigen.<br />
Und werfe meine Hybris verärgert in den Papierkorb.<br />
Weil  ich feststelle, dass die Altersgrenze 45 ist.<br />
Ich bin Realistin.<br />
Hybride  Realistin.<br />
Deshalb traue ich mich nun auf diesen Markt.<br />
Deshalb muss man  geradezu dahin gehen.<br />
Und sich mit Gleichgesinnten  treffen.<br />
Gleichgesinnten, die nichts anderes wollen als ich.<br />
Jemanden  kennenlernen, sich verlieben, schöne Zeit, ein neues Leben etc.,etc  erfahren.<br />
Gleiche Voraussetzungen.<br />
Das müsste es einfach machen, das  müsste Ehrlichkeit produzieren.<br />
Ehrlichkeit.<br />
Warum dann diese vielen  Zahlen.<br />
Was haben Gewicht, Körpergröße mit Glück zu tun?<br />
Nun, ich möchte  keinen dicken Mann.<br />
Da muss ich schon ehrlich sein.<br />
Aber ich schüttle mich und bilde mir ein, dass mir ein übergewichtiger Mann mit Humor und Ausstrahlung doch lieber wäre als ein öder, nichtssagender mit guter Figur.<br />
Was bin ich  doch weise.<br />
Im Ernst.<br />
Es stimmt.<br />
Aber ich muss dennoch zugeben, dass ich hier auf dem Markt nach denen Ausschau halte, die kein Übergewicht haben und trotzdem nicht öde, sondern ungemein liebevoll, witzig, humorvoll, gebildet sind.<br />
Die suche ich.<br />
Mit dem Kopf.<br />
Ich will genießen mit einem Mann,  der das ebenso will und kann wie ich.<br />
Und deshalb tummle ich mich  hier.<br />
Und treffe auf Männer.<br />
Die ich nicht kenne.<br />
Vielleicht  kennenlernen werde.<br />
Vielleicht will.<br />
Die mich erkennen.<br />
Darauf kommt es  mir schließlich vor allem an.<br />
Zunächst suche ich.<br />
Und finde doch  einige.<br />
Streiche die durch, die Kuschelbären sind.<br />
Und gar eine  Kuschelmaus suchen.<br />
Finde den, der eine Frau Holle sucht, geradezu  frech.<br />
Eine Annonce für „Haushaltsservice“?<br />
Was ist Frau Holle  sonst?<br />
Sie schüttelt die Betten aus.<br />
Mehr weiß ich von ihr  nicht.</p>
<p>„Unbedingte Hingabe in der Erotik.“<br />
Kurz zögere ich.<br />
Ein  Mann (schlechthin natürlich).<br />
Rücksichtsvoll liebevoll.<br />
Und männlich  –schlechthin (was immer das ist).<br />
Das wärs vielleicht.<br />
Verunsichert lehne  ich mich zurück.<br />
Versinke in Vorstellungen.<br />
Und befinde mich plötzlich in  einem dunklen Gewölbe.<br />
An Ketten gefesselt.<br />
Ausgepeitscht.<br />
Scheißkalt,  so nackt.<br />
Und in Wirklichkeit gar nicht erotisch.<br />
Einseitig  lustvoll.<br />
Nein.<br />
Das schon gar nicht.<br />
Ich tauche sofort wieder aus  meinem Gedankenspaziergang auf.<br />
Nicht mit fremden  Männern.<br />
Lustmörder.<br />
Vielleicht.<br />
Und ich das Opfer.<br />
Mein Mama hat  mich davor gewarnt.<br />
Und meine Freundinnen auch.</p>
<p>„Drachen verzweifelt  für Zweikampf gesucht“, lese ich.<br />
Mann, das ist ganz schön missverständlich,  der traut sich was.<br />
Schopenhauer würde ihm zustimmen und ihm abraten überhaupt solch „ein Wesen mit breiten Hüften zu suchen, das nur ein durch Hormone gedanklich verirrter Mann suchen kann“.</p>
<p>Drache&#8230;Zweikampf, wer  sich da wohl dahinter verbirgt?<br />
Vielleicht will er die Frau schlechthin vor  bösen Drachen beschützen.<br />
Ein Held, der mir im Zweikampf mit einem riesigen  Drachen seinen Mut beweist.<br />
Blödsinn.<br />
Es gibt keine Drachen.</p>
<p>„Ich  bin der Achtzehnender, den jede Jägerin über dem Sofa hängen haben  will..“<br />
Welch eine Bildlichkeit!<br />
Wer formuliert so etwas?<br />
Ein  Hirsch.</p>
<p>Die Texte sind eine Sammlung wert.</p>
<p>Wo ist der  Zwischenmann.<br />
Der liebevolle, erotische, starke, gebildete, humorvolle,  junggebliebene Mann?<br />
Mit dem ich nicht unbedingt Golf spielen muss.<br />
In  Abendkleid und in Jeans soll ich mich gleichermaßen wohlfühlen.<br />
Kleidergrößen  werden vorgegeben.<br />
Wer wagt es Kleiderordnungen vorzugeben?<br />
Meine Seele  ist auch in einen Sack gehüllt schön.<br />
Wer redet hier von schöner  Seele.<br />
Die fällt der Kleidergröße 36 und der Körpergröße ab 1.70 zum  Opfer.<br />
Ich gehe in mich.<br />
Wen suche ich eigentlich hier?<br />
Ich  brüte.<br />
Einen Mann.<br />
Das versteht sich von selbst.<br />
Und die Betonung liegt  auf  einen.<br />
Ich bin kein Vamp.<br />
Ich bin katholisch erzogen.<br />
Habe Jahre  im Internat verbracht.<br />
Habe Orgel gespielt und im Kirchenchor  gesungen.<br />
Das lässt sich nicht verleugnen.<br />
Zudem habe ich meine Ethik aus  den drei Bänden Winnetou bezogen.<br />
Treue habe ich daraus gelernt, Freundschaft  sind die größten Werte.<br />
Männerethik habe ich da gelernt.<br />
Verschwiegenheit  und Zusammenhalten, auch wenns denn sein muss am Marterpfahl.<br />
Das hat mich in  so manche Nöte gebracht, als ich als Klassensprecherin im Internat dies  lebte.<br />
Mit zusammengepressten Lippen nicht verriet, wer was angestellt  ha.<br />
Darauf bin ich heute noch stolz.<br />
Deswegen allerdings wurden meine  Wurzeln im Katholizismus stark gelockert, eigentlich ausgerissen.<br />
Heute bin  ich konfessionslos.<br />
Aber innerlich irgendwie durch und durch so etwas wie  katholisch.<br />
So wurde ich eine sinnliche Frau mit der Moralideologie der Bibel  und des Karl May.<br />
Weswegen Treue ein wesentlicher Grundzug in mir ist.<br />
Ich  habe keine Veranlagung zum Vamp.<br />
Deshalb suche ich hier auf diesem  Kontaktanzeigenmarkt einen Mann.<br />
Und verirre mich irgendwie hilflos unter der  Menge an Texten – unendliche viele Regale voller Worte – eine Qual der  Wahl?</p>
<p>to be continued..…</p>
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		<title>50plus &#8211; neues Leben, neue Liebe &#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Sep 2006 12:20:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[50plus - na und?!?]]></category>

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		<description><![CDATA[50plus und ein neues Leben heißt auch, sich noch einmal  verlieben wünschen.
Heißt Wunsch nach Begegnung mit dem Mann, der Frau, mit der man noch einmal dort anfangen kann, wo man vor vielen Jahren schon einmal war.
Die Zeit des Anlächelns, des Zurücklächelns.
Die Zeit, in der die  Begegnung mit dem anderen Geschlecht diese gewissen Gedanken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>50plus und ein neues Leben heißt auch, sich noch einmal  verlieben wünschen.<br />
Heißt Wunsch nach Begegnung mit dem Mann, der Frau, mit der man noch einmal dort anfangen kann, wo man vor vielen Jahren schon einmal war.<br />
Die Zeit des Anlächelns, des Zurücklächelns.<br />
Die Zeit, in der die  Begegnung mit dem anderen Geschlecht diese gewissen Gedanken brachte.<br />
„Wie  der wohl ist, wie sie wohl sich anfühlt und mehr&#8230;..“<br />
Das ist mit 50plus  eigentlich nicht anders.<br />
Und ist eines der etlichen Plus´ mit  50plus.<br />
Dieses jung machende sich jung Fühlen.<br />
Dieses übermütig machende  mögliche Kribbelgefühl.<br />
Das Lippenstift und Wimperntusche eine andere Bedeutung plötzlich gibt als „bloßes“ eine respektable gepflegte, „für ihr Alter“ gut aussehende Frau zu sein.<br />
Da schiebt sich dieses in den Jahren der  Pflicht in Vergessenheit geratene ach so Weibliche wieder in Frau.<br />
Und so  zieht sie los in den Kontaktanzeigenmarkt der Zeitung oder ins  Virtuelle.<br />
Jenem neuen „unbegrenzte Möglichkeiten“ beinhaltende  Begegnungsort.<br />
Und dort schlendert sie und erlebt Grenzenloses und  Grenzen.</p>
<p>Ich habe meine Gedanken als ach so weibliche „Suchende“ auf  etlichen Seiten festgehalten.<br />
Es sind sehr persönliche Gedanken –  meine.<br />
Jede Ähnlichkeit mit eigenen Gedanken ist nicht zufällig.<br />
Und was  Mann aus dieser „Lektüre“ lesend erfahren könnte, sollte (nicht müsste) mit  wohlwollendem Grinsen verstanden werden.<br />
Um Himmelswillen – kein erhobener  Zeigfinger !<br />
Bloß mit Schalk im Auge und mit mich keinesfalls schonender Selbstironie schreibe ich von dem liebenswert-Komischen, den eine wirkliche Begegnung schwer-machenden kleinen Fehlerquellen, die auch mit 50plus nicht zu vermeiden sind.</p>
<p>„Kapitel 1“<br />
Samstag – Zeitungslektüre.<br />
Immer an  der gleichen Stelle.<br />
Am Ende des Wirtschaftsteils.<br />
Am Ende von „Börse und  Finanzen“.<br />
Findet sich das Paradies kontaktwilliger Männer und  Frauen.</p>
<p>Dort schlendere ich herum.<br />
Begegne Männern jeden  Alters.<br />
Gehe sofort denen aus dem Weg, die jünger als 50 und auch denen die  älter als 60 sind<br />
Streife mit dem Finger die viel zu klein gedruckten Spalten  entlang, die Altersweitsichtigkeit plagt mich.<br />
Ich setze die Lesebrille  auf.<br />
Ignoriere den Gedanken, der mir kurz durch den Kopf  schießt.<br />
Lesebrille und auf Freierinnenfüßen, absurd.<br />
Absurd ist das  sowieso.<br />
Und auch nicht.<br />
Die Hemmung sich auf diesem Markt zu tummeln  rührt her aus dem Gefühl von<br />
„Wer hat das denn nötig?“<br />
Ich habe es  nötig.<br />
Ich suche sinnliche Momente, die in Gesprächen, in Unternehmungen, gemeinsamen Denken und Austauschen und vor allem auch in erotischen Funken spürbar sein sollten – sage ich mir.<br />
Und meine mehr.<br />
Ein ganzes  Leben.<br />
Meines.<br />
Das der Restzukunft.<br />
Was- wie lange diese auch immer ist  – ganz schön viel ist.</p>
<p>Deshalb tauche ich ein in die Welt der  Kontaktsuchenden.<br />
Um dort den zu finden, der mit mir alles dies teilen  will.</p>
<p>Den finde ich nicht irgendwo.<br />
Nicht im Supermarkt, nicht am  Arbeitsplatz, nicht in der S-Bahn, nicht in der Kneipe.<br />
Selbst wenn mir da so  mancher zulächelt, ergibt sich kein Kontakt.<br />
Was wäre wenn?<br />
Ich versuche  es mir auszumalen.<br />
„Hallo“, sage ich in der S-Bahn.<br />
„Du lächelst mir zu,  willst du mich kennenlernen?“<br />
Er: „Leider bin ich verheiratet, aber ich würde gerne eine Nacht mit dir verbringen, weißt du, meine Ehe ist nicht so glücklich&#8230;ich habe mir das gerade in Gedanken vorgestellt, wie das wäre mit dir..“<br />
Schnell ziehe ich mich wieder an, denn man sitzt verdammt blöd rum in  der S Bahn – gedanklich ausgezogen.<br />
Oder:<br />
In der Kneipe (scheitert schon irgendwie daran, weil ich nie alleine in die Kneipe gehe, aber ich versuchs mal zu konstruieren) setzt sich ein Mann, der mich schon eine Weile beobachtet, zu mir und sagt:<br />
„Du bist die Traumfrau schlechthin, ich betrachte dich schon eine Weile, wie du das Glas hältst, die Linie deiner Augenbrauen, dein sinnlicher Mund faszinieren mich, meine Hände wollen dein blondes Haar (vielleicht sagt er sogar güldenes Haar!) durchwühlen, willst du mit mir ein weiteres Leben verbringen?&#8221;<br />
Wie kann man da anders reagieren als mit sanftem  Erröten und Senken der Lider.<br />
Was bei mir hieße, ich würde knallrot und  garantiert käme Wimperntusche unter meine Kontaktlinsen.<br />
Was dieser beginnenden himmlischen Romanze eine gar irdische Note gäbe – mir liefen die Tränen wegen des reibenden Wimperntuschkorns – könnte man wohlwollend als Rührung interpretieren.<br />
Tränen der Rührung aus einem Auge!<br />
Kurz darauf liefe auch noch die Nase und würde ich nicht auf der Stelle einen laufenden Wasserhahn finden um die Linsen sauber zu spülen, fände sich unter meinem güldenen Haar ein knallrotes Kaninchenauge.<br />
Es sei denn, mir gelänge es das reibende Korn unter meiner Kontaktlinse durch heftigen Lidschlag rauszuschleudern – kann erfolgreich sein, sieht aber aus, als ob ich einen Dauerblinzelanfall hätte.<br />
Was der Linie meiner Augenbrauen wahrscheinlich  eine clowneske Note gäbe.<br />
Und das hilflos verlegene Lächeln könnte meinen  sinnlichen Mund relativieren.<br />
Da rettet auch das unverändert gebliebene  güldene Haar nichts mehr.<br />
Aber.<br />
Das gibt’s ja sowieso nur im Kino und da  kann man die Szene beliebig wiederholen.<br />
Klappe 23!<br />
Realität ist, ich  sitze mit Lesebrille auf der Nase und studiere Kontaktanzeigen.<br />
Ich bin fünfzig+ und zwar nicht unattraktiv, doch wie alle in meinem Alter darauf angewiesen, über Kontaktanzeigen jemanden kennen zu lernen.<br />
Eine durchaus  sinnvolle (wenn auch nicht bar vieler Komik, weswegen ich dies alles  aufschreibe) Einrichtung.<br />
Dort finden sich Menschen, die sich Texte  ausdenken, um jemanden zu finden.<br />
Hier treffen sich also  Gleichgesinnte.<br />
Da gibt’s nichts vorzumachen.<br />
Er weiß es.<br />
Sie weiß  es.<br />
Man trifft sich mit Grund.<br />
Was weiß ich, wenn ich diese Texte  lese?<br />
Dass es auf Größe ankommt – wie groß er ist, wie ich sein soll, welche  Kleidergröße erwünscht wäre.<br />
Manchmal ist auch eine große Oberweite  gefragt&#8230;<br />
Dass ich weiblich sein soll, aber schlank, zärtlich und  eigenständig, Nähe und Distanz vertrage.<br />
Dass ich charmant ( da denke ich immer an Carolin Reiber) sein soll, selten verlangt man von mir Intelligenz – das wäre mal eine Zahlenangabe: Suche Frau mit IQ von 130.<br />
Selbstverständlich soll ich attraktiv sein – anziehend – was mehr mit Anziehen als mit meinem umwerfenden wit und meiner schönen Seele zu tun hat.<br />
Dass ich erotisch bin und Erotik mag – freilich, mit der richtigen Größe, gut angezogen-attraktiv und im Spagat zwischen Nähe und Distanz , zärtlich und eigenständig.<br />
Und das  ganze ohne Altlasten!<br />
Dass er gerne ins Kino geht, Opern weniger mag, auf den  Berg biket, Biergärten ebenso liebt wie Essen beim Italiener.<br />
Dass er  humorvoll ist und Niveau hat.<br />
Gut situiert, aber gerne der Parität wegen solls ich auch sein, schreiben die Kleinkrämer und tarnen sich mit vernünftig gleichem Kontostand.<br />
Die großzügigen Millionäre, die ihr Geld ins Weib investieren wollten, schicken geschrieben sowas wie einen bodyguard in der Anzeige mit, der aufpasst, dass sie ein Ganzfoto schickt und wie Claudia Schiffer aussieht..<br />
Ganzkörper &#8211; Investment.<br />
Überhaupt klingt das meiste  nach Anlage in ein weiteres Leben.<br />
Tja, da will man ja auch nichts mehr  falsch machen.<br />
Wie verzinsen sich die richtige Körper- und Kleidergöße plus  Freizeitaktivitäten.<br />
Die Formel muss noch erfunden werden.<br />
45 + 38 + Kino und Tennis + Humor und Ni ve au dividiert durch Nähe und Distanz mal Attraktivität und Sinnlichkeit ergibt ein Miteinander, das der Einrichtung eines Lebensraums aus dem Schaufenster direkt übernommen gleicht – alles passt zusammen und harmoniert in stilvoller normierter austauschbarer Einheit.<br />
Kein  wackliger liebenswerter alter Stuhl stört.<br />
Kein abgetretener Teppich  erzählt.<br />
Keine angeschlagene Lieblingstasse hat eine Chance.</p>
<p>Da sind Lächeln am Morgen, Lieben der kleinen oder großen Wursteln am Bauch, zärtliches Berühren einfach so und konstruktives Streiten um die immer verkehrt hängende Klorolle, die falsch aufgedrehte Zahnpastatube (angeblich die Synonyme für die kleinen großen Streitereien) irgendwie fehl am Platz<br />
Stören ein mühselig  konstruiertes Miteinanderambiente.<br />
Das lese ich.<br />
Und bin  entmutigt.<br />
Fühle mich wie die kleine Prinzessin: „ Warum fragen sie immer wie groß, wie alt eine Frau ist, warum fragen sie nicht, wie ihr Lächeln ist, wie ihre Hände streicheln&#8230;..“ wo ist das Sehen mit dem Herzen?</p>
<p>Fortsetzung  folgt&#8230;&#8230;</p>
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		<title>50plus- und so!</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Aug 2006 16:50:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[50plus - na und?!?]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Name ist vivara und ich habe das Bedürfnis, ja, sogar Lust, mich hier als „Redakteurin“ auszutoben.
50plus Gedanken werden es sein, 50plus Beobachtungen, Erfahrungen, Erlebnisse.
Nein, keine Geschicht(ch)en, die ich an Mann und Frau bringen will, weil ich so mitteilsam bin.
Will euch nicht mit geschriebenen Selbstgesprächen quälen und mit subjektiven, ach so persönlichen Erfahrungen langweilen.
Eigentlich will [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Name ist vivara und ich habe das Bedürfnis, ja, sogar Lust, mich hier als „Redakteurin“ auszutoben.</p>
<p>50plus Gedanken werden es sein, 50plus Beobachtungen, Erfahrungen, Erlebnisse.</p>
<p>Nein, keine Geschicht(ch)en, die ich an Mann und Frau bringen will, weil ich so mitteilsam bin.</p>
<p>Will euch nicht mit geschriebenen Selbstgesprächen quälen und mit subjektiven, ach so persönlichen Erfahrungen langweilen.</p>
<p>Eigentlich will ich liebevoll provozieren, ein bisschen grinsend anstoßen, ein klein wenig</p>
<p>weibliche Betrachtungen zu dem einen und ganz besonderen Thema einbringen, es wagen Reaktionen hervorzurufen.</p>
<p>Frech und dennoch solidarisch will ich sein&#8230;..</p>
<p><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p>Also, ich heiße vivara  – das heißt, so heiße ich hier.</p>
<p>Hier ist man pseudonym, anonym – und das in eigentlich ziemlich klarer, offener und sehr persönlicher Sache.</p>
<p><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p>50plus-Treff.</p>
<p>Ein virtueller Garten zum Schlendern, ein virtuelles Cafe zum Plaudern, ein virtueller Treff, um mit 50 Plus nicht alleine zu sein, Freundschaften zu finden und meist und gar – einen Partner.</p>
<p>Den Mann, die Frau für den Rest des Lebens.</p>
<p>Der Rest des Lebens!</p>
<p>Klingt kümmerlich.</p>
<p>Krümel, achtlos verstreute Reste.</p>
<p>Ich spiele Wort und quäle mit Begrifflichkeit.</p>
<p>Daweil bin ich hier in 50plus-Treff, weil es mir nicht als kümmerliche Rest erscheint, was da an Leben vor mir liegt.</p>
<p>Im Gegenteil!</p>
<p>Das Problem ist nicht dieser begrenzte und bewusst auszufüllende Teil des Lebens, der vor einem liegt.</p>
<p>Es sei denn, man zählt Falten, streift sie verzweifelt glatt, cremt sie teuer anti-agend ein und blickt betrübt auf die sich minimierenden Härchen am Kopf und taucht diese in den Farbtopf.</p>
<p>Es sei denn, man kultiviert seine ollen knarzenden Knochen und verfällt in Panik bei der Vorstellung, dass die Zähne eine endliche Angelegenheit sind.</p>
<p>Es sei den, man schaut weg, wenn im Cafe ein alter Mensch sitzt, der man selber keinesfalls sein wird und werden wird&#8230;..</p>
<p>Dann kann das, was da vor einem liegt, schon eine verdammt unlustige Perspektive sein und man müsste eigentlich froh sein, dass das nur mehr ein Rest ist.</p>
<p>Ich freue mich auf diesen „Rest“.</p>
<p><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p>Das Problem – und es ist wohl eines, muss-müsste aber keines sein – müsste!! – ist allenfalls der Großteil des Lebens, den man mit sich bringt.</p>
<p>Die Geschichten, die einen nun ausmachen.</p>
<p>Die einen zu einem überzeugten Menschen werden ließen.</p>
<p>Und da ist es von wesentlicher Rolle, ob man von sich überzeugt ist oder davon, dass man so schon okey ist, wie man ist.</p>
<p>Und da ist es wichtig, ob man davon überzeugt ist, dass das Leben einem auch in den nicht so besonders lustigen Momenten etwas geben konnte.</p>
<p>Das macht einen verflixt bedeutungsvollen Unterschied im Gebrauch dieses Attributs „überzeugt“, das ziemlich beschränkt beschreibend erscheint.</p>
<p>Alle anderen Attribut, die 50plus- Leute beschreiben könnten, habe ich gerade gelöscht – in dem einem Merkmal erscheint mir alles drin, was ein Mensch werden kann.</p>
<p>Na gut, hier sind sie, diesen andeern ziemlich unoriginellen ausgelutschten Attribute &#8211; vorsichtig, verzagt, sicher, unsicher, geistreich, belehrend, frei, verkrampft,  verhärmt, humorvoll, bitter, froh, klug, borniert, eng, weit, verstört, klar – aaaaaaalt oder gär ältlich – huch!&#8230;.ließe sich seitenweise fortsetzen – 50plus ermöglicht eine größere Eigenschaftsskala als 20 oder 30plus.</p>
<p>Klingt trübe, was ich da schreibe, latent problembewusst.</p>
<p>Ach wo!</p>
<p>Ich schreibe nicht nur hübsch formulierte Worte, einen kleinen neckischen Text, ich schreibe Gedanken, die schon mal irgendwann und immer wieder ( aber nicht immer öfter) durch meinen Kopf schießen – die sich nicht als Problem verdichten und nicht hoffnungslos niederschmettern und zu larmoyanten zustimmungs-oder gar leidend &#8211; verschwesternden und verbrüdernden Sätzen führen – Wehe!</p>
<p>Ich schreibe von mir und ich bin 50plus</p>
<p>Und alles, was ich schreibe, ist bestimmt nicht vivara-typisch – kriege ich da Zustimmung?</p>
<p><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p>Ich schreibe, d. h. ich werde, will davon schreiben von einem neuen Leben mit 50plus und von den vielen Träumen, Wünschen, die es da gibt, dem Reichtum „unserer Jahre“ und von der eigentlichen großen Weite und Freiheit, die dieser Rest des Lebens in sich hat.</p>
<p>Und die Unbilden, die jede Weite, Freiheit und jede Phase eines Lebens da so hat, die werde ich einen Teufel tun sie auszuklammern – nur!</p>
<p>Auch diese lassen sich mit Schalk im Auge und einer Tonne Humor betrachten.</p>
<p>Wenn ich im Supermarkt die unverschämt kleingedruckte Inhaltsbeschreibung nicht lesen kann, weil ich eine am Bändchen hängende Lesebrille so altmachend empfinde, dann schmeiße ich sie halt ungelesen in den Einkaufswagen und verdrücke zu Hause ungerührt ein paar der Konservierungsmittel, die ich vermeiden wollte und erfreu mich an Gummibärchen mit künstlichem Farbstoff – letzteres ist schlichtweg erfunden, ich esse überhaupt keine Gummibärchen.</p>
<p>Nein, das ist kein künstlicher Humor, kein künstliches sich Lustigmachen über das Altwerden – es ist schlicht und einfach die Möglichkeit per Grinsen jung zu bleiben.</p>
<p>Denn eines altert nicht.</p>
<p>Die Seele und die lacht gerne und die träumt mit 50plus genauso wie mit 20plus.</p>
<p><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p><!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--></p>
<p>Vivara</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.50plus-treff.de/blog/50plus-und-so/feed/</wfw:commentRss>
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