Die Pavianmännchen im Internet!

 Den Pavianmännchen sagt man nach, dass sie mit einem Weibchen neun Mal nacheinander Sex haben können, dann aber ein anderes Weibchen brauchen. Um später sich wieder mit dem ersten Weibchen zu vergnügen.
Ich möchte hier keinen Aufsatz über das Leben und Lieben der Paviane schreiben, nur hinweisen auf die Ähnlichkeit der Verhaltensweisen der Männer im Internet auf den diversen Seiten.

Im Internet gibt es eine Reihe von Singlebörsen. Sehr zu meinem Erstaunen sind gut 70% der männlichen Singles, verheiratet oder fest gebunden. Vor ein paar Jahren stand das noch nicht offen im Profil, sondern wenn die Frauen Glück hatten, vor dem ersten Treffen, spätestens hinterher oder nie. Inzwischen ist es normal, wenn da einfach verheiratet steht. Auch wenn man so wie ich im Profil immer anmerkt, dass ich mich nicht zur Zweitfrau eigne und dass ich nur Singles bei mir melden sollen, haben die Herren des Internets auch Schwierigkeiten beim Lesen. Denn immer wieder schreiben mich Pavianmännchen an.
Es gibt auch Studien, in denen beschrieben wird, dass wir Menschen nicht monogam sind. Männlein und Weiblein ziehen sich an, um den Fortbestand zu sichern, machen Nestpflege und 50% lassen sich hinterher scheiden. Inzwischen wird nicht einmal mehr geheiratet, wozu auch? Die anderen gehen ins Internet und suchen sich eine Zweit- und Drittfrau.
Wenn man den moralischen Aspekt außer Acht lässt, ist das auch nicht so schlimm. Wenn Frau sowieso nicht heiraten will, eine schöne Zeit genießen und den Haushalt macht eine Andere.

Lernte im Internet einen netten Mann kennen. Verheiratet, drei Kinder, guter Job, seine Frau auch, aber na ja, es läuft halt nicht mehr so zwischen den Beiden. Zuerst schreiben wir uns Seitenlange E-Mails. Dann telefonieren wir. Es gibt viele Berührungspunkte. Wir denken oft gleich, wir empfinden oft gleich und auch sonst verstehen wir uns herrlich. Da wir ja keine Kinder mehr sind und wissen, was Sache ist, wird ein Treffen ausgemacht. Diese Aufregung. Gefalle ich ihm? Wird es funken? Die Nacht vorher verbringe ich schlaflos und am nächsten Tag treffen wir uns im Cafe. Wir kennen uns gleich und da wir ja auch sehr vertraut sind, wird die Unterhaltung nach den ersten schüchternen Minuten sehr angeregt und die Erotik sprüht. Wem verwundert es, dass wir doch auch ganz schnell zur Sache kommen und der darauf folgende Sex, war ernüchternd. Er der vorher noch alle Zeit der Welt hatte, musste nun gleich los, weil….. hörte nie mehr etwas von ihm. Meine E-Mail blieb unbeantwortet.
Fragte mich, was ich denn falsch gemacht hätte. Auch das ist Frauenspezifisch, aber denke noch nicht aufs aufgeben.

Wie heißt es so schön, auch andere Mütter haben schöne Buben.
Das Internet ist doch voll davon. Gleich schreibt mich wieder einer an. Der lebt getrennt von seiner Frau. Viele Briefe, in denen er mit erzählt welchen Rosenkrieg er erlebt. Geduldig höre ich zu, sagen kann ich nicht viel, weil ich die Situation nicht kenne. Wir schreiben uns Gedichte und huldigen dem Schönen. Lesen gemeinsam Bücher um darüber zu diskutieren. Wir treffen uns und die Erotik sprüht wieder. Er sagt mir, dass er noch nie so etwas Schönes erlebt hatte. Wir trafen uns gut alle zwei Wochen einmal, denn er durfte seiner Frau keinen Scheidungsgrund liefern. Immerhin geht es um viel Geld. Er kommt meistens um die Mittagszeit und am frühen Abend muss er nach Hause. Entweder warten die Kinder auf ihm oder er hat noch zu arbeiten. Nach einigen Monaten, nachdem die Scheidung noch immer nicht passiert war, erzählt er, dass er seiner Frau noch einmal eine Chance geben will und dass sie sich versöhnt hätten. Wann diese Versöhnung stattgefunden hat, weiß ich nicht. Nur als ich hartnäckig wurde und doch auch einmal mit ihm eine schönen Nacht verbringe wollte oder ein Wochenende zusammen erleben, da kam es zu seiner Versöhnung.

Dann wurde ich vorsichtiger mit den Pavianmännchen.
Eine E-Mailfreundschaft wollte einer. Warum nicht? dachte ich. Es entstand eine angeregte, fantasievolle Brieffreundschaft. Es werden Träume ausgetauscht, die Vorstellung uns doch einmal zu treffen. Irgendwann einmal. Wir machten das ein ganzes Jahr. Ich war mir sicher, dass ich keinen Ehemann mehr treffen wollte und er konnte sich von seiner Familie nicht trennen. Wegen der Kinder und dem Haus und der Schulden. Halbe Nächte haben wir telefoniert, dreimal täglich sms geschrieben, lange E-Mails und die Sicherheit, wir zwei würden es bestimmt gut haben miteinander.
Nach einem Jahr habe ich mich überreden lassen und wir haben uns getroffen. Nicht nur das. Wir haben uns auch real ineinander verliebt. Ich fühlte mich so wohl in seiner Gegenwart. Wir waren uns nun sehr nahe. In meinem Hinterkopf läuteten zwar die Alarmglocken, aber er verstand es, diese zum Schweigen zu bringen. Noch zwei Jahre, dann wären die Kinder soweit, dann könnte er gehen. So lange müsste ich Geduld haben. Was sind denn zwei Jahre, Wir hatten eine schöne Zeit zwar wenig, aber schön. Dachte ich halt. Wir trafen uns immer in einem zweitklassigen Hotel, denn wir wohnten in verschiedenen Städten. Es war für ihn besser ich fuhr in seine Stadt, denn so hatten wir mehr Zeit füreinander. Dort mietete ich mich ein und er kam am Abend. Seiner Frau erzählte er, ins Kino zu gehen oder sich mit Freunden auf ein Bier zu treffen Wenn er bei der Türe hereinkam, war er richtig ausgehungert. Er stürzte sich ungestüm auf mich und zeigte mir, wie sehr er sich nach mir gesehnt hatte. Das war recht schön für mich so heiß begehrt zu werden, nur ging immer alles so rasend schnell, dass ich nicht auf meine Kosten kam. Das ging so zwei Jahre dahin. Meine Freundinnen warnten mich schon, der lässt sich nie scheiden, der will alles, seine Sicherheit und seinen Spaß. Nein dachte ich, ich weiß es, er liebt mich und ich liebe ihn auch. Er hat es gut verstanden mich bei der Stange zu halten. Erzählte mir, von den ersten Schritten die er Richtung trennen macht. Irgendwann bekam es seine Frau Wind von der Sache. Es wurde ein Familienrat einberufen und ihm wurde ordentlich der Kopf gewaschen und nun kann er es den Kindern nicht mehr antun, sein Leben zu verändern.
Ich wollte das doch gar nicht. Es war sein Wunsch, der irgendwann zu meinem wurde. Ich weiß an der Liebe stirbt man nicht.
Nur ich bin dafür, dass man nicht nur eine Seite für „ 50 Plus“ macht, sondern auch eine Seite für „Singles“ und eine für „Ehemänner“.
Die Pavianmännchen sollen ihre Situation klären und sich im Klaren sein, was sie unter Umständen anrichten können.

Wie denkt ihr da darüber?

 

10 Reaktionen zu “Die Pavianmännchen im Internet!”

  1. Jadore

    Hallo,
    ich hab Deinen Bericht mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen…
    Ich steckte vor gut einem Jahr in einer ähnlichen Situation, lernte im Internet einen Mann kennen der 250 km von mir entfernt lebte, er verheiratet, ich verheiratet….beiden von uns fehlte irgendwas in unserer Ehe, logisch, sonst wären wir uns ja nie begegnet… wir schrieben monatelang ellenlange Emails, SMSen, später telefonierten wir stundenlang, wir begannen über unsere Gefühle füreinander zu reden, ja es war wie Magie. er wollte ein Treffen, es war ganz genauso traumhaft wie es wir uns immer ausgemalt hatten. Er wollte mit mir leben, ich trennte mich von meinem Mann, wollte ihn nicht besch…. er wollte auch, aber ich wisse ja, das Haus und alles nebenher müsse erst mal geklärt werden, dies zog sich Monate so hin….. ich beendete schweren Herzens die für mich so unglückliche Beziehung, er meldet sich immer noch bei mir, oft, er liebt mich, er braucht mich und seine Ehe befinde sich jetzt in der Auflösung…….
    Ich bin nach 8 Monaten der Trennung nun wieder mit meinem Mann zusammen, er bat um eine Zweite Chance, damit kommt der Andere nun gar nicht klar……
    Was ich sagen will, ist das solche oder ähnliche Geschichten wie sie uns passierten tausendfach und täglich passieren, aber jeder von uns wusste ja schliesslich worauf wir uns einlassen, also könnte man ganz lethargisch sagen – Ok selbst schuld….. Aber wir können unsere Gefühle nicht steuern, und da hift meines Erachtens nach keine Seite nur für Ehemänner oder so, das würde dann letztendlich nur dazu führen, dass niemand mehr ehrlich sagt, dass er gebunden ist und trotzdem auf Singleseiten zu finden ist…. dann lieber so, Frau oder auch Mann weiss worauf sie/er sich einlässt….
    In diesem Sinne liebe Grüße Mary

  2. Sybille

    du hast schon recht Mary. nur ich bin der meing, dass ehemänner und genauso ehefrauen nichts auf einer singleseite zu tun haben. wenn jemand aus seiner ehe ausgrasen (urlaub nehmen) will, so soll er das. ich bin ja keine moralistin.
    aber vielleicht ist es an der zeit, dass wir die instituion ehe einmal durchleuchten.

  3. vivara

    Liebe Sybille,
    ja, das ist so eine Sache mit den verheirateten Pavianmännchen.
    Es fällt mir schwer, jetzt nicht moralin zu schreiben.
    Und ich verkneife es mir auch heftig zu schreiben.
    Aber ich habe weder Mitgefühl, noch Verständnis, noch ein Fuzzelchen Frauensolidarität.
    Vielmehr würde ich dich gerne an diese erinnern.
    Weil, weißt du, ich bin eine derjenigen Frauen, deren Pavianmännchen eineinhalb Jahre ein Verhältnis hatte.
    Das tut verdammt weh.
    Gar nicht einmal die Vorstellung, was da in Hotelzimmern so passiert.
    Weh tut die Lüge, die dabei entsteht.
    Weh tut der Verlust von Vertrauen, das nie mehr herstellbar ist.
    Weh tut es, dass jene Idee eines Lebens verraten wird.
    Weh tut es, dass es nie mehr wie vorher sein kann.
    Und es haut dich, wenn eine Ehe daran kaputtgeht, wohin, wo es so dunkel und schmerzlich ist, dass man zu zerbrechen droht.
    Frage nicht nach Schuld der Frau (meiner Schuld z. B), die es irgendwie auslöst, dass Mann betrügen will, frage nicht nach der Schuld des Mannes, der dich hinhält und seine Frau belügt, frage dich nicht nach deiner Schuld,
    weil du etwas mitmachst, was einen Menschen schmerzt und verletzt und in dessen Leben eingreift.
    Keiner hat Schuld.
    Aber einer sollte Verantwortung übernehmen.
    Hast du nie daran gedacht, was da passiert……nie dir vorstellen können, dass das ein Glück ist, das auf Unglück basiert und deswegen nie Glück werden kann?
    Du schreibst salopp, ironisch über etwas, was dich verärgert, verunsichert, du reduzierst dein Erlebnis auf die Männer, die verheiratet sich eine Geliebte suchen, forderst eine andere Einteilung bei 50plus, fühlst dich betrogen, verscheißert.
    Du liebe Güte!
    Hast du dir mal Gedanken gemacht, dass du diese Geschichte mit verfasst, dass du ein wesentliche Akteurin in dieser Geschichte bist.
    Kein Opfer.
    Du wurdest nie verlassen, weil nichts angefangen hat.
    Es gab keine gemeinsame Geschichte mit diesem Mann, kein Teilen eines Lebens.
    Es gab das Vakuum eines lustvollen Besuchs im Hotelzimmer – mehr nicht.
    Ich würde dir nicht so schreiben, wenn es sich um Liebe gehandelt hätte.
    Um ein echtes Gefühl von beiden, dann hätte ich dich verstanden und meine eigene Geschichte hätte mich nicht dazu gebracht dir das zu schreiben.
    Denn ich denke nicht, dass man eine Ehe fortsetzen muss, wenn ein tiefes Gefühl für einen anderen da ist – das kann ohnehin nur entstehen, wenn es kein tiefes Gefühl mehr für den Eheparnter gibt.
    Aber davon lese und spüre ich nichts.
    Ich lese nur von einer schmollenden Frau, die auf die verheirateten Männer schimpft, die mit solchen wie mit dir spielen und dich irgendwann der Ehefrau wegen zurücklassen.
    Nein, es geschieht dir nicht recht.
    Aber – du hast ein Spiel mitgespielt und verloren.
    Und das Leben ist gnadenlos, weil es kein Spiel ist.
    Es gab dir das zurück, was du mitmachtest.
    Das denke ich über deine Geschichte.
    vivara

  4. ratoncito

    Hallo,
    Ich denke genau so, wie vivara, Du hast Dir zu viele Hoffnungen gemacht, einer anderen Frau ganz einfach den Ehemann abspenstig zu machen, sind wir denn nicht alle zusammen alt genug um uns dann, wenn eimal etwas nicht nach unseren Wünschen verlief weinend an eine große Masse zu wenden?
    Gut, wenn eine(r) den Klub für Seitensprünge und dergleichen benutzen möchte, so soll er das dann bitteschön auch sagen.
    Aber genau so hat doch auch das “Weibchen” ein grüttelt Maß an Schuld, wenn es sich denn doch mit einem gebundenem Mann einläßt, sich dann auch noch Hoffnung auf ein Zusammenleben zu machen oder, daß dieser Mann sich von seiner Partnerin trennen wird, das ist unmoralisch, einfach egoistisch und gehört an den Pranger, nicht die Männer haben die Schuld, sondern die Frauen, die Ihnen Gelegenheit dazu geben sich so zu verhalten!
    Du solltest Dich selber als die Haupschuldige und NICHT als Opfer betrachen!
    Dek mal darüber nach!
    Ratoncito

  5. Sybille

    halo vivara!
    leider hast du meinen bericht nicht wirklich gelesen, denn du hast gleich deine geschichte darin gesehen. ich verstehe deine wut und deinen schmerz aber um das geht es in meinem bericht nicht.
    es geht auch nicht um “jetzt hast du dir die finger verbrannt, ich habe dir gesagt, du sollst nicht auf die herdplatte greifen, selber schuld”
    ich will wissen, was ist ehe? was ist das, wenn fünzig prozent der geschlossenen ehen wieder geschieden werden? was ist los, dass es geduldet wird, dass sich menschen ins internet stellen, eine partnerin suchen und als familienstand verheiratet angeben.
    wie ernst ist das treueversprechen?
    was ist die idee deines lebens, die verraten wurde?
    ich hatte mit 21 jahren geheiratet. bin in diese ehe gegangen, weil ich schwanger wurde und vor 36 jahren und meiner erziehung es unmöglich war nicht zu heiraten. damit du mich nicht gleich verdammst, ich heiratete den besten mann, den ich bekommen konnte. wir haben diese schwere aufgabe der ehe zwar nur neun jahre geschafft, aber wir sind im laufe der zeit gute freunde geworden. Ich war sehr verliebt, habe das beste gewollt, aber wenn ich ehrlich bin, wollte ich eine familie, wollte den schutz eines mannes und nicht alleine sein.
    als dann die erste verliebtheit abbröckelte, war das noch nicht schlimm, wir waren beim nesterlbauen, das kind kam, ich ging sechs wochen später wieder arbeiten, nun mit kind. damals gabs noch die 45 stunden woche. gar so viel kam ich nicht zum denken.
    ja ich hatte eine familie, einen wunderbaren sohn, einen jungen mann, der mir keinen schutz geben konnte und oft war ich schrecklich alleine. ich habe erst sehr viel später gelernt, dass ich keinen schutz brauche, weil ich selber stark genug bin und dass ich selber für mich sorgen muss. aber da war ich schon längst geschieden.
    darum kann ich nicht mitreden, wenn es um ehe geht. hatte nach der scheidung noch eine heiße liebe, die auch mit kind endete und anschließend beschloss ich zuerst einmal die kinder aufzuziehen und später wieder nach männern zu schauen. ich war dann 22 jahre alleine mit meinen kindern und als der kleine auszog, dachte ich mir, so jetzt kannst wieder einmal schauen, was es noch so alles gibt auf der welt.
    da entdeckte ich das internet und die partnerbörsen. ich muss dir ehrlich sagen, dass ich zuerst eine weile brauchte, bis ich dahinter kam, dass die männer durch die bank verheiratet waren. es war mir schon klar, dass viele männer es mit der treue nicht ganz so genau nehmen, erlebte es ja oft in meiner umgebung, aber bei der menge an ehemännern, hat es mich schon aus den socken gehauen.
    seither denke ich über dieses problem nach. habe viel mit männern diskutiert mit frauen sowieso. aber mit männern das ist neu für mich. im internet geht das recht gut und ich denke, sie sind auch recht ehrlich in der anonymität.
    Ich persönlich halte es für mich so, dass ich mich mit ehemännern nicht treffe. darum weiß ich auch, dass sie nicht lesen können, weil ich wirklich immer anmerke, dass ich mich nicht zur zweitfrau eigne. das ist für mich eine zumutung, dass ein mann die frechheit besitzt, zu meinen dass ich sein betthäschen werden möchte, denn mehr bieten sie nicht an.
    zuerst konnte ich mich nicht erwehren von den jungen männern, die natürlich auch nicht mehr im sinn haben. aber mit der zeit hat man den dreh heraussen. darum genieße ich es, dass es nun auch börsen ab 50 gibt. ich meine nicht, dass es ab 50 extra für ehemänner geben soll, die sollen sich etwas eigenes schaffen. ich fühle mich belästigt, wenn ich mir die profile durchschaue und so oft steht verheiratet dort.
    und eigentlich möchte ich wissen, wie ist das für dich? und auch für die anderen frauen. dann möchte ich wissen macht die ehe in der herkömmlichen form noch sinn? wie könnte sie aussehen? wie möchten wir sie?
    bevor ich dir jetzt ganz unsympathisch werde, mein bericht ist zwar leider wahr aber nicht von mir erlebt. nur das thema interessiert mich brennend. zum beginn dieser diskussion habe ich diese beispiele gewählt.
    für heute lasse ich ’s gut sein, ich hoffe du redest noch mit mir.
    liebe grüße sybille

  6. sonne7751

    Diese Beiträge aus verschiedenen Sichten finde ich sehr interessant.
    Für mich ist das Schlimmste an allem die Lüge.

    Wenn ein Mann verheiratet ist und er möchte diese Abwechslung, reicht es nicht, dass seine Geliebte weiß, dass er verheiratet ist, nein auch seine Frau muss wissen, dass er eine Auszeit in Anspruch nehmen möchte.

    Ich finde die Lüge der Ehefrau gegenüber furchtbar.
    Nur weil sie mit einem Seitensprung nicht leben könnte, wird gelogen.

    Es ist entwürdigend, dass sie nicht die Entscheidung bekommt, wie sie damit umgehen will und kann.

    Wenn es für sie Trennung bedeutet, dann hat sie das verdammte Recht dazu, wenn sie ihm Zeit einräumen will, dann ist das auch ihre Sache.

    Das ist keine Schonung der Ehefrau, wie oft behauptet wird, sondern schlicht Angst vor den Konsequenzen, vor den Auseinandesetzungen, davor mal wirklich hinzusehen was mit der Ehe los ist, daran auch mal zu arbeiten.

    Das ist Feigheit, nicht mehr und nicht weniger.

    Ich bin leider auch mal auf diese Lüge hereingefallen, ein verheirateter Mann schwor mir seine Liebe, die größte Liebe seines Lebens wäre ich.

    Seine Ehe nur noch äußerlich, sie lebten angeblich nur noch nebeneinander her.

    Aber als ich sagte, dass ich eine Entscheidung will, ich die Lüge auch seiner Frau gegenüber, die ich nicht kannte, nicht länger ertragen könnte, kam er ins Schleudern.

    Durch einen Zufall kam sie dahinter, es kam zu zermürbenden Auseinandersetzungen zwischen den beiden…

    Sie nahm Kontakt zu mir auf und das war eigentlich gut.

    Endlich kam Klarheit in die ganze Geschichte.

    Mir und ihr wurde vieles klar und sie haben ihre Ehe wieder gekittet.
    Es ist ihre Entscheidung und ich enthalte mich jeglichen Kommentars dazu.

    Nur schade, dass der “Gute” mich dazu benuzt hat, endlich dazu zu kommen mal zu überlegen, was ihm seine Ehe bedeutet.

    Ich bin nur froh, dass ICH den Schlussstrich letztendlich gezogen habe und ihn damit im Grunde wieder zurückgeschickt habe.

    So hab ich wenigstens etwas Würde bewahren können.

    Natürlich hat es mir sehr weh getan, denn ich hatte ihm anfangs geglaubt.

    Und ich habe ihn geliebt, es war keine Affaire, es war ein sehr tiefes Gefühl.

    Aber viel mehr als mich hat er seine Frau belogen und betrogen.

    Für mich ist es eine Lehre für mein Leben.

    Nicht aus moralischen Gründen, sondern weil ich mich nie wieder so benutzen lassen will.

    Außerdem, wenn er sich so zu seiner Frau verhält, wie würde er sich verhalten, wenn ich mit ihm zusammenleben würde. Nicht viel anders, fürchte ich, schönen Dank….

    Alle verheirateten Männer sind daher für mich tabu, auch die “nur” getrennt lebenden machen mich misstrauisch. Gebranntes Kind……..

    viele Grüße
    sonne

  7. Marie 47

    Pavianmännchen im Internet…richtig, die gibts und solange es Frauen
    gibt, die mit ihnen kommunizieren ( und das tut eine jede freiwillig ),
    solange haben sie ihre Berechtigung und sicher auch einen Nutzen.
    Es gefällt mir auch nicht, dass in den Börsen so viele verheiratete Männer
    herumschwirren, aber ich habe ja die Macht des “Klicks” und weg ist er,
    der, ach so Einsame, der Unverstandene, der Ungeliebte…
    Wer sollte es denn regeln,wenn nicht der Markt? ( und damit meine ich uns,
    die Frauen ! )
    Also, nicht mehr anklicken bei verheiratet oder gebunden oder liiert.

    Das schützt dann zwar vor der Enttäuschung nicht, denn er kann ja immer noch schwindeln.Aber immerhin, er zeigt nicht mehr öffentlich,dass er zwar…aber dennoch eben mal hier sucht…

    Was mich bei der ganzen Sache interessiert ist die Meinung eines
    Mannes…(´s können auch mehr sein…und mal sehen, ob ein verheirateter
    dabei ist)

    Schönen Feierabend! Marie 47

  8. Fortuna12

    Zu den “Pavianmännchen”
    Bravo. Endlich mal Klartext. Immer werden die Männer in Schutz genommen, wenn sie nur das eine suchen, wollen und finden, egal in welchem Baumnest sie sich befinden.
    Der Beitrag ist gut durchdacht und frei von Sarkasmus. Ich finde so etwas sehr gut, egal, welcher Meinung ich persönlich bin. Meine Erfahrungen
    habe ich natürlich gemacht und auch einige Männer getroffen, die Freiheit vortäuschen und sich vielleicht auch im Rahmen einlassen konnten. Wenn aber die Grenze erreicht wurde, verabschiedeten sie sich. Das Problem für die Anderen, die wirklich eine Partnerin suchen, ist dann das Misstrauen, das sich zwangsläufig entwickelt. Immer wieder glaubt man, auf ein Pavianmännchen zu stoßen, auch wenn es ein Schwan ist.
    Liebe Grüße. Fortuna

  9. Launemensch

    Traurig,traurig,……………
    wer oder was ist heute noch den Begriff der………Ehrlichkeit Treue Vertrauen………E H E …………wert ?

    Ich weiß warum ich heute geschieden bin,………kein Vorwurf!
    Nur ,…….ob Pavianmänchen die wollen,und Pavianfrauchen die hinhalten……
    Es kommt immer auf das selbe raus,………..

    LEIDER !!!!!!!!!!!!

    Deshalb,……..werft keine Steine,……..man kann getroffen werden

  10. vivara

    Liebe Sybille,
    danke für dein Antworten – und deinen Wunsch, darüber sich gemeinsam Gedanken zu machen, was Ehe ist, den nehme ich gerne auf.
    Aber das bedarf erst einmal ein bisserl Zeit – iss ja kein so unwesentliches Thema.
    Alles Gute!
    Ursl-vivara

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