was machen wir mit dem Wort Respekt?
Nachdem ich so einiges unerfreuliches
in letzter Zeit draußen in der mitmenschlichen Umwelt erlebt habe, die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht so sind wie man/frau es sich wünschen könnte,
steht für mich der Begriff Respekt in unmittelbarer, gedanklicher Konfrontation.
Aber was verstehen wir eigentlich darunter wenn wir uns beklagen,
dass junge Leute (oder auch allgemein gesellschaftlich) oft zu wenig Respekt vor-
einander haben?
RESPEKT:
Respekt (lateinisch respectus „Zurückschauen, Rücksicht, Berücksichtigung“ bzw. respecto „zurücksehen, berücksichtigen“) bezeichnet eine Form der Achtung und Ehrerbietung gegenüber einer anderen Person (Respektsperson).
So definiert es das Lexikon.
So verstehen wir eigentlich Umgangsweisen, Verhaltensweisen, Manieren und Toleranz darunter.
Als Synonym wird es gebraucht für Höflichkeit.
Respekt heißt auch Achtung voreinander zu haben – egal ob fremdartig oder wir über unseren eigenen Schatten springen müssen. Respekt kann unsere Welt beleben, reicher machen – uns zum Entecken einladen.
Das ich mich für den anderen interessiere und offen ihm gegenüber bin.
Ist es möglich respektvoll zu anderen zu sein wenn man vielleicht gar keinen Respekt vor sich selbst hat? Respekt bedeutet doch eigentlich eine bestimmte innere Haltung!
Am 15. Februar 2008 um 18:26 Uhr
Nun Respekt wurde uns als Kinder “eingebläut”, wir mussten z.B. im Haus jeden grüßen den wir begegnen – auch wenn es manchmal drei/viermal in kurzer Zeit war.
Respekt zolle ich jedem und oh Wunder, Respekt kommt zurück. Sicher sieht es die Jugend jetzt lockerer – aber ich glaube auch die Werte haben sich verschoben und wir “Älteren” sollten nicht gleich alles als “taugt nichts, klappt nicht, usw. abtun.
Alle Menschen wollen anerkannt und respektvoll behandelt werden. Wenn es auch manchmal vielleicht schwer fällt – aber ich denke: Wie man in den Wald hinein schreit – so hallt es wieder.
Respektvoll grüße ich alle hier und wünsche einen schönen Abend.
Silberfrau
Am 15. Februar 2008 um 22:49 Uhr
Respekt – das bedeutet für mich auch LASSEN. Den Anderen so sein lassen wie er ist. Auch wenn es manchmal schwer ist, da doch Jeder das Beste will. Aber was ist das Beste für den Anderen. So SEIN LASSEN bedeutet aber nicht alles hinnehmen. Wunderbare, konstruktive, gehaltvolle Gespräche und das zwischenmenschliche Ausdrücken auch von Gefühlen, Gesten bringen oftmals Wandlungen in Gang, die nie geschehen könnten, wenn Jeder nur stillehält. Die Seele berühren im Gespräch. Respektvoll – voller Teilnahme sein – Wert sein – all das ist doch ein urmenschliches Verlangen. Dabeisein zu dürfen. Eine vielleicht jahrelange Verbohrtheit aufgeben oder eine gewisse Respektlosigkeit Anderen gegenüber wird mancher erst aufgeben können wenn er wieder spüren kann. Liebe, Achtung, Vertrauen. Denn wenn ich mir vertraue kann ich auch Anderen vertrauen. Wenn ich mich selber achte, habe ich Verständnis für Andere. Aber all das muß auch gelebt werden sonst sind es hohle Worte. Danke
Am 16. Februar 2008 um 21:30 Uhr
Irgendwie hat das Wort Respekt auch etwas mit Anerkennung einer Überlegenheit zu tun! Und es ist wirklich so dass unsere junge Generation einiges davon verloren hat.War es nicht immer so dass in der Pubertät die jungen Menschen versuchten selbstständig zu werden? Das wurde seinerzeit ziemlich unterdrückt. Begonnen hat die Auflockerung in der Schule und setzt sich im ganzen Lebensstil fort. Die Veränderung ging von dem Ansprechen der eigenen Eltern per Sid in Richtung lockeres Benehmen bis zun “Nennen der Schwiegereltern bein Vornamen.” Auch bei der beruflichen Tätigkeit ist der Vorgesetzte nurmehr einer der die Arbeit koordiniert und kein absoluter Herrscher über alle “Untergebenen.” Manchmalschießt eine Entwicklung halt etwas über das Ziel hinaus. Das ist nicht immer angenehm. Aber mir sind die etwas zu freien Ungezähmten der jetzigen Zeit doch lieber als die seinerzeitigen Duckmauser oder die “Jawohl-sager” aus der Kriegszeit.
Am 18. Februar 2008 um 07:46 Uhr
Wie fühlt sich das an, keinen Respekt von sich selbt zu haben?
Das würde ja bedeuten, mir ist alles sowas von egal. Ist das denn wirklich möglich?
Da müsste man doch total Unglücklich sein.
Jede Arbeit würde eh nicht augeführt.Egal.
Aufstehen warum?Auch das ist doch egal.
Was kümmern mich die Andern?Ist mir doch sowas von egal.
Ist das wirklich möglich?Ich denke man hat nur vor dem was einem nicht interressiert keinen Respekt.
Am 29. Februar 2008 um 07:24 Uhr
ich denke respekt, ja, aber ein bischen mutig oder frech ist doch legitim, nur weil ich jemand dutze heisst das doch nicht , dass ich respektlos bin, gut die distanz ist so etwas schneller überbrückt…,