Wohnen50plus Tipps, Begriffserklärungen

Von Inschi
Wohnalternativen für Senioren

WGs

Wohngemeinschaften (WGs) basieren auf Privatinitiative. Soziale Einrichtungen, Kirchen oder der örtliche Anzeigenteil einer Zeitung halten bisweilen Kontakte bereit. Ansprechpartner sind etwa auch der Verein zur Förderung wohnpolitischer Initiativen (www.wohnbund.de), das Forum für gemeinwirtschaftliches Wohnen im Alter (www.fgwa.de) oder der Bundesverband Graue Panther (www.bv-graue-panther.de).

Residenzen

Seniorenresidenzen bieten auf hohem Niveau Betreuung und Pflege, aber auch weiter gehende Dienstleistungen und Mahlzeiten. Oft gibt es daneben auch noch Fitness- und Clubräume.

Wohnprojekte

Vom Charakter her entsprechen gemeinschaftliche Wohnprojekte weitgehend einer WG. Allerdings handelt es sich oft um größere Anlagen mit getrennten Wohnungen. Meist leben mehrere Generationen in einem engen Austausch miteinander, gegenseitige Hilfe eingeschlossen. Adressen gibt es von Zeit zu Zeit im Anzeigenteil regionaler und überregionaler Tages- und Wochenendzeitungen, eventuell auch bei Stadtverwaltungen und Sozialeinrichtungen.

Wohnanlagen

In betreuten Wohnanlagen sind vertraglich bestimmte Betreuungs- und Serviceleistungen vereinbart, die bei Bedarf abgerufen werden. Kontakte liefern Kirchen und Sozialeinrichtungen.

Beispiel

Abschied von der eigenen Wohnung fällt Senioren oft schwer Köln (dpa/gms) – Die eigene Wohnung ist weit mehr als ein Wohnraum – in jeder Ecke hängen Erinnerungen. Die meisten Menschen möchten möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Doch nicht immer ist das im Alter möglich.

Ältere Menschen sollten daher möglichst frühzeitig über Wohnalternativen nachdenken. “Die Chancen, sein eigenes Wohnumfeld zu gestalten, werden mit den Jahren immer geringer”, sagt Ursula Kremer-Preiß vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) in Köln.

Wohnten ältere Menschen früher traditionell in der Großfamilie, leben sie heute meist in ihrer eigenen Wohnung. Diese Entwicklung wird in Zukunft noch zunehmen: Die Menschen werden immer älter und sind länger selbstständig. Das Risiko, pflegebedürftig zu werden, liegt bei den 65- bis 80-Jährigen bei etwa 3 Prozent, bei den über 80-Jährigen bei 25 Prozent, heißt es in einem Bericht des Projektes “Leben und Wohnen im Alter” des KDA und der Bertelsmann-Stiftung. Gleichzeitig werde die Pflege alter Menschen innerhalb der Familie in Zukunft immer weniger zu leisten sein, warnen die Projektleiter.

Alternativen zum Leben in der Großfamilie gibt es durchaus. Wird die eigene Wohnung barrierefrei ausgestattet und Unterstützung – etwa über ambulante Dienste – organisiert, können Ältere dort häufig noch viele Jahre wohnen bleiben. Doch hat diese Wohnform auch Nachteile: Gerade bei Singles könne es zu Vereinsamung kommen, wenn sie viel Zeit alleine verbringen, warnt Prof. Barbara Freytag-Leyer von der Hochschule Fulda.

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Eine Alternative sind so genannte Wohnprojekte, in denen sich mehrere Bewohner eine Wohnung oder ein Haus teilen. Neben dem privaten Bereich gibt es dort Gemeinschaftsräume, heißt es im Ratgeber “Leben und Wohnen im Alter” der Stiftung Warentest. Diese Wohnform setzt allerdings große Offenheit und die Bereitschaft voraus, sich auf andere einzulassen.

Beim betreuten Wohnen mieten die Bewohner eine Wohnung in einer speziellen Wohnanlage. Dort bekommen sie Grundleistungen, etwa einen Hausnotruf, und können weitere Leistungen wie pflegerische Hilfen dazu kaufen. Ein Altenheim wiederum bietet umfassende Hilfen, für ein selbstbestimmtes Leben bleibt allerdings wenig Raum.

“Jeder muss für sich entscheiden, was ihm wichtig ist”, sagt Kremer-Preiß. Für Menschen mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis sei eher eine Einrichtung des betreuten Wohnens oder ein Heim richtig. Dafür müssten sie in Kauf nehmen, mit vielen alten Menschen zusammen zu leben. Das Leben in der eigenen Wohnung und in Wohnprojekten bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten. “Dafür haben Sie im Falle der Pflegebedürftigkeit das Risiko, nochmal umziehen zu müssen.”

Die Entscheidung über die Wohnform im Alter sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. “Wenn Sie mit 80 anfangen, sich Gedanken zu machen, haben Sie nicht mehr viele Wahlmöglichkeiten”, warnt Kremer-Preiß. Wer noch einmal umzieht, sollte vorher prüfen, ob er in der neuen Umgebung auch noch leben kann, wenn er gesundheitlich beeinträchtigt ist. Doch viele verdrängen den Gedanken, einmal auf Hilfe angewiesen zu sein. “Da sollten Angehörige gezielt nachfragen”, rät Ursula Lenz, Sprecherin der BAGSO in Bonn.

Wohnen die Angehörigen weit weg, stellt sich für Senioren die Frage, ob sie besser in die Nähe ziehen oder in ihrem gewohnten Umfeld wohnen bleiben. “Das hängt von den sozialen Netzen ab, die man hat”, sagt Kremer-Preiß. Nachbarschaftliche Hilfe funktioniere häufig gut, wenn es um Einkäufe oder Fahrdienste geht. Im Falle einer Pflege seien diese jedoch überfordert.

17 Reaktionen zu “Wohnen50plus Tipps, Begriffserklärungen”

  1. mosesfive

    Wohngemeinschaften im Alter ist eine tolle Ergänzung zu Pflegeheimen. Aber nur wenn die Menschen auch im Alter gefordert werden. Bei den täglich anfallenden Arbeiten mithelfen und auch wenn noch möglich ihren privaten Bereich selbstständig in Ordnung halten. Diese Art von Zusammenleben würde ich für mich persönlich wünschen.

  2. inschi

    Hallo mosesfive,
    bin ganz Deiner Meinung. Deshalb schreibe ich diese Beiträge, stelle verschiedene Wohnformen vor, damit Menschen in unserem Alter sich frühzeitig Gedanken darüber machen, wie sie einmal wohnen wollen.

    Der Betreiber dieses Forums, Herr Sven Exter hat diesem Projekt den Namen “Wohnen50plus” gegeben. Meine Aufgabe ist es, genügend Interessierte zu finden, die in den einzelnen Bundesländern ein Wohnprojekt, welches ihren Wünschen entgegen kommt, mit aufzubauen.

    Wenn Du dabei mitmachen möchtest, dann sag mir bitte, für welches Bundesland Du dich interessierst und ich werde Dich in die (schon bestehende Liste eintragen.

    Gruss
    Inschi

  3. Traudl Forster

    Hallo Inchi
    Mein Mann und ich werden in diesem und im nächsten Jahr 70 Jahre und wohnen den Winter über in unser Haus in Spanien.Wir sind noch sehr mobil,aber so langsam müssen wir uns mit den Gedanken vertraut machen das auch diese Zeit einmal vorbei ist und wir für immer nach Deutschland zurückkehren müssen.Nun meine Frage:Wir sind aus Ingolstadt/Bayern und möchte gerne wissen,ob es in dieser Region auch eine Senioren WG gibt,oder in Bayern überhaupt.

    Liebe Grüsse
    Traudl (susi1610)

  4. Hiltrud

    Hallo Inschi,
    ich bin an einem solchen Wohnprojekt interessiert.
    Es sollte in München sein. Ich denke an Eigentum, keine Mietwohnung. Am liebsten ein Mehrparteienhaus mit einzelnen Eigentumswohnungen und Gemeinschaftsräumen.

    Lieben Gruß
    Hiltrud

  5. inschi

    Liebe Traudl,
    gibt es nicht auch viele ältere Menschen, die für immer ihr Leben in Spanien verbringen?

    Aber gut, wenn es Deutschland sein soll, dann hier 2 Möglichkeiten von vielen: wenn Ihr den Begriff “Senioren-WG Bayern” in die Suchmaschine eingebt, gibt es einige Seiten, auf denen Ihr was darüber nachlesen könnt.
    Die andere Möglichkeit wäre, Ihr lasst Euch in die Liste von Wohnen50plus eintragen und plant ein Wohnprojekt im Bundesland Bayern mit.

    Liebe Hiltrud,

    dann setze ich Dich mal auf die Liste für Bayern? Persönlich kenne ich zwar bis jetzt nur Projekte, in denen gemischte Formen d.h. sowohl Eigentum als auch vermieteter Wohnraum angeboten wird, aber wenn sich für Deine Vorstellungen genügend Menschen finden, wird es sicher auch ein solches Projekt geben.

    Lieben Gruss an Euch beide
    Inschi

  6. Iris Artner

    Hallo Inschi, wenn ich,s finde, komme ich in Deinen Stammtisch. Bin FgW-Mitglied und wohne in Vörden. Schaue mich gerade auf den Seiten um. Bis dann.

  7. Wilma Bender

    Ich interessiere mich für ein Projekt Wohnen-50plus (WG) in Rheinland-
    Pfalz bzw. im Rhein-Main-Gebiet.
    Gruß Wilma

  8. indiana2

    weiß jemand etwas über geplante projekte in und um hannover? hätte großes interesse mitzumachen.

  9. inschi

    Ok, mal der Reihe nach:

    Liebe Iris, welchen Nick benutzt Du in 50plus? Dann könnte ich Dir eine Mail schreiben, wie Du zu unserem Stammtisch @ Inschi findest (Regionalgruppe Cloppenburg) Kann es aber auch hier erklären

    Links auf der Startseite Gemeinschaft/Regionalgruppe/Cloppenburg/ganz oben auf Benutzergruppe/dann “Gruppe beitreten” dann wird Dir alles erklärt… noch Fragen? Freu mich, wenn Du dich anmeldest
    Liebe Wilma, werde Dich gerne in die Liste eintragen
    Liebe Indiana2, Du bist schon eingetragen…. wenn für Dich Hannover und umzu ok ist, dann bist Du in der Projektgruppe, die ich mit leiten werde, freue mich, wenn Du auch an der Planung Lust hast.

    Lieben Gruß
    Inschi

  10. meera50

    in NRW befindet sich ein interessantes wohnobjekt, dass über 100 menschen fassen kann. wer interessiert sich noch und möchte sich an der gründung beteiligen?

  11. roterMohn

    An meera 50: ich bin an einem Wohnprojekt in NRW interessiert. Wo wird es sein und welche finanziellen Mittel sind erforderlich?
    Herzlichen Gruß
    roter Mohn

  12. Weitzel Gudrun

    Bin an einem Wohnprojekt in Rheinland/Pfalz oder Badenwürtember interressiert.

  13. Inagc1

    Hola Inschi, möchte mehr über das oder die Projekte wissen. Wie sieht es in Rheinland-Pfalz aus?
    Hier auf den Kanaren kenne ich nur eine gute Einrichtung, die ist in Teneriffa. Habe sie mir öfter angeschaut. Jedes Jahr findet dort ein Tag der offenen Tür statt. Die Beratung ist sehr kompetent. Aber ich denke eher an Deutschland für mich. LG Karin

  14. Loibl Edeltraud

    Wer hat Interesse an einer Senioren WG in Niederbayern?

    Das Haus ist sehr großzügig, hell und freundlich mit einem großen Garten und nahe am Nationalpark Bayerischer Wald gelegen.
    Haustiere kein Problem!

    Die Anlage befindet sich in einer kleinen Ortschaft mit Lebensmittelmarkt, Gaststätten, Kegelbahnen , Angelmöglichkeit in eigenen Teichanlagen, Tennisplätze, vielen Wanderwegen und Busanbindungen in größere Städte.

  15. Juergen u. Becky

    Wir wären evtl. daran interressiert.

    Freundliche Grüße nach Niederbayern.

  16. Karl und Lilo

    Sehr geehrte Fau Edeltraud Loipl,
    wir sind ein 72 jähriges Ehepaar,haben eine kleine Bichon Frisee Hündin, und sind einigermaßen fit!
    Wir wohnen in Bremen,in einem 50 Plus Objekt einer Wohnungsbaugesellschaft.Haben die Fühler schon in einige Richtungen ausgestreckt, war aber nicht das Passende dabei.
    Eigentlich ist unsere momentane Wohnung sehr schön,jedoch stimmt das Umfeld in der Bremer Neustadt nicht.Brauchten Grün und Sauberkeit.
    Die soll ein erster Kontakt sein.Bitte informieren Sie uns, über die
    Gegebenheiten bei Ihnen.
    Mit freundlichem Gruß
    Fam. Karl Porstmann

  17. Christine

    Liebe Traudl Forster, ich habe gerade erst diese Seite entdeckt. seid ihr denn schon umgezogen? ich wohne in Katalonien und wir könnten uns gemeinsam für hier etwas überlegen.

    Ist denn jemand an einer alternativen Wohnmöglichkeit in Spanien/Katalonien interessiert? Ich muss an meiner eigenen Wohnsituation ohnehin etwas verändern. Ich spreche fliessend spanisch/neben englisch und deutsch. bin handwerklich fit, geisteswissenschaftlich studiert. Mitte fünfzig, tierlieb und gartenerfahren.

    Christine