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Abschied

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Beitragvon Chri51 » 06.02.2012, 22:05

Nach all dem, was hier zu lesen ist, will ich mal die Äpfel von den Birnen trennen! :roll:

Auch mir ist klar, daß es Partnerschaften gibt, die so kaputt sind, daß es Überwindung kostet, jemandem Zuwendung zu geben. Es gibt auch Partner, die in gesunden Zeiten den anderen so strapaziert haben, daß zum Schluß nur noch Bitterkeit und Haß existiert...

Aber einem Partner in unheilbarer Krankheit "zu verlassen", ist nicht der Umstand, daß er nicht persönlich gepflegt wird! Das sind für mich zweierlei Dinge! Zum einen geht es auch gar nicht immer, weil Pflegehärte und/oder Job es nicht zulassen. Zum anderen kann es auch nicht jeder...

Unter einen "Partner verlassen" verstehe ich, wenn dieser krank ist, aus Lieblosigkeit und Bequemlichkeit einfach das "Weite" suchen, ausziehen, zu einem anderen Partner flüchten.
Den anderen regelrecht im Stich lassen, weil sein Kranksein als verminderte Lebensqualität mit vielen Abstrichen verstanden wird.
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Beitragvon Ruebe4 » 06.02.2012, 22:11

u_michael hat geschrieben:
ysatis hat geschrieben:Dein Beitrag geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Es gelingt mir nicht nachzuvollziehen, dass es auch nur EINEN Grund geben könnte, einen Partner wegen Krankheit zu verlassen!
Angst, Unsicherheit, Verlassenssängste? Es nicht verkraften können? Du meine Güte.....
....Und ich würde es - auch für einen neuen Partner - immer wieder tun.


es geht mir ebenfalls so, es gibt nicht einen einzigen Grund den Partner in so einer Situation zu verlassen.
Ich habe meine Frau bis zum letzten Tag begleitet, keiner von uns hat dem anderen das gesagt was er innerlich wußte - es sind die letzten Wochen,Tage und Stunden die wir beieinander sein dürfen. Aber die Augen von uns haben eine andere Sprache gesprochen. Wer liebt kann sehr viel verkraften, und wer diese Art von Trennung schon miterlebt hat, weiß was ein Mensch alles ertragen kann - es ist viel mehr als man sich real vorstellen kann.


..stimmt, ich möchte nie mehr von einem Arzt zu hören bekommen: Sie werden ihren Partner verlieren!
Ich ging zum Auto fuhr nach Hause und weiss bis Heute nicht, wie ich dahin gekommen bin.
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Beitragvon schneerot » 06.02.2012, 22:29

Abschied,

Kann positiv sein, aber auch sehr negativ.:(

Lg.
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Beitragvon kundgeba » 07.02.2012, 0:16

Chri51 hat geschrieben:Unter einen "Partner verlassen" verstehe ich, wenn dieser krank ist, aus Lieblosigkeit und Bequemlichkeit einfach das "Weite" suchen, ausziehen, zu einem anderen Partner flüchten.
Den anderen regelrecht im Stich lassen, weil sein Kranksein als verminderte Lebensqualität mit vielen Abstrichen verstanden wird.


    Ja - das kann ich nachvollziehen - aber wer kann das wirklich beurteilen?
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Beitragvon foxie1212 » 07.02.2012, 2:47

Es gibt so viele unterschiedlich geartete Partnerschaften, so viele Gründe, einen kranken Partner dann zu pflegen - oder eben nicht. Ein Urteil kann ich mir dazu nicht erlauben, wohl aber ein Fazit ziehen: Ich bin froh, dass ich in meinem Leben die Liebe erleben durfte, so dass sich mein Menschenbild überwiegend positiv gestaltet hat. Nicht Jeder hatte dieses Glück, deswegen gibt es die unterschiedlichsten Aussagen und Meinungen. Trotzdem, für einen geliebten Menschen würde ich im Ernstfall alles tun.
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Beitragvon kundgeba » 07.02.2012, 2:52

    ...so ist es - dennoch verändert man sich auch selbst - und man wächst mit den Aufgaben - aber man kann auch hilflos werden.
    Alles ist möglich und keiner kann im Vorfeld wissen - in welche Richtung er sich entwickelt und wie belastbar er wirklich sein wird.
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Beitragvon foxie1212 » 07.02.2012, 3:03

kundgeba hat geschrieben:
    ...so ist es - dennoch verändert man sich auch selbst - und man wächst mit den Aufgaben - aber man kann auch hilflos werden.
    Alles ist möglich und keiner kann im Vorfeld wissen - in welche Richtung er sich entwickelt und wie belastbar er wirklich sein wird.


Wenn ich lese, dass Du Deinen Mann 25 Jahre gepflegt hast, kann ich das voll verstehen. Ich weiss nicht, wie und ob ich das geschafft hätte, meine Hochachtung. Sich selbst dabei nicht zu verlieren ist dabei wohl das Wichtigste - und das Schwerste.
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Beitragvon monteverde » 16.02.2012, 0:28

flamme_im_wind hat geschrieben:
gingin42 hat geschrieben:Oft ist es Angst, zu versagen.
Oft auch Unsicherheit und auch Verlassensängste. Ja, so mancher geht, um das Sterben nicht miterleben zu müssen, weil er/ sie es nicht verkraften würde?




Liebe und Angst passen nicht zusammen und sind konträr.
Wo Liebe ist, ist keine Angst
Wo Angst ist ist keine Liebe!
Zwei Gefühle gleichzeitig können nicht vorhanden sein.
Es gibt bei den Gefühlen nur entweder oder für den jeweiligen Moment.
Nach dem Spruch:
"Da wo deine Aufmerksamkeit ist, ist auch deine Energie."





....wo liebe ist..ist keine angst ????
dann dürfte ich niemals angst um meine tochter haben...da ich sie abgöttisch liebe. sorry...ich habe angst.
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