von gemota » 17.07.2012, 15:42
Na ja, gingin, weil sich die Menschen diese "toten" Dinge zum großen Teil selbst erarbeitet haben und dann hängt man natürlich daran.
Für mich selbst sind Menschen; in erster Linie meine Familienangehörigen, wichtiger als materielle Dinge.
Allgemein würde ich aber ebenfalls differenzieren.
Der Verlust eines Hauses, gekauft oder selbst gebaut ist sicher leichter zu verschmerzen als ein Elternhaus, in dem man aufgewachsen ist und die Eltern darin leben oder gelebt haben, weil viele Erinnerungen daran hängen.
Mein Auto z. B. ist zwar eine angenehme Nebensache, die mir vieles erleichtert und auch Zeit erpart, ich hänge auch dran und möchte es nicht missen, aber für mich würde keine Welt zusammenbrechen, wenn ich es nicht mehr hätte. Bei Jemandem der das Auto heutzutage zum Leben, sprich Arbeiten, unbedingt benötigt, sieht das schon wieder ganz anders aus.
Der Garten, den Du sicher in übertragenem Sinn als "totes" Ding bezeichnest, denn da ist viel Leben drin, ist für viele Menschen, vor allem Ältere im Ruhestand eine zweite kleine Heimatoase, in der sie sehr viel Zeit verbringen und in die sie viel Liebe gesteckt haben. Wenn diese Oase wegbricht, kann ich verstehen, dass für diese Menschen eine kleine Welt zusammenbricht.
Oder auch mal an einer Kleinigkeit (Beispiel) gesehen. Wenn eine Vase zerbricht, die ich mir gekauft habe, gut, da fege ich die Scherben auf und die Sache ist erledigt. Handelt es sich aber um eine Vase, die ich geerbt habe und es sind schöne Erinnerungen damit verbunden, dann fließen schon ein paar Tränen.
Und so kann man das noch über viele "toten" Dinge betrachten, doch dabei kommt es immer auf die jeweillige Sicht der Betreffenden an.