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Beitragvon gingin42 » 15.07.2012, 14:41

Warum hängen Menschen so sehr an " toten " Dingen?

Mein Haus
Mein Auto
Mein Garten
Mein Motorrad usw. usw.
Und wenn alles, was man "mein" nannte, weg geht, oder kaputt geht, bricht für viele eine Welt zusammen.
Ist es nicht viel wichtiger, sich auf Menschen, die Familie, die Kinder zu konzentrieren statt auf Dinge, die man kaufen, verkaufen, oder verschenken kann?
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Beitragvon pinoggel » 16.07.2012, 8:33

Eigentlich hätte ich auch in einem Zelt oder Wohnwagen leben können :D :D :D
Meine Frau meinte : NEIN
Also haben wir zuerst eine Wohnung gemietet bei der man aber keine Kinder haben durfte :D :D :D
Wir haben nicht gedurftet und trotzdem kam der erste Knabe auf die Welt. Als nach drei Jahren der zweite kam, kam auch die Meldung dass wir uns eine neue Wohnung suchen müssten.
Meine Frau meinte, besser sei es wenn wir ein Dach kaufen ohne Verbote.
Dann brauchte ich ein neues Auto um ins Geschäft zu fahren und auch damit zu arbeiten,
Die neue Unterkunft brauchten auch neue Möbel. Ausserdem wuchsen unsere Kinder aus dem Kinderbett und wollten auch einen Kasten und einen Tisch damit sie die Hausaufgaben machen könnten. Da ich berufsweise nicht immer Ferien machen konnte , meinte meine Frau: Kaufen wir doch ein kleines Ferienhäuschen in den Bergen, dann kann ich mit den Kleinen dort Ferien machen.
Also machten wir uns auf die Suche eines kleinen Ferienhäuschen und nach langem suchen fanden wir eins, das natürlich auch wieder eingerichtet werden musste. Und so weiter.....
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Beitragvon heiflo » 16.07.2012, 8:54

Es sind nicht immer die großen Dinge, an denen man hängte, sonder eher "Kleinigkeiten" mit denen man Erinnerungen verbindet.
Insbesondere auch dann, wenn der Mensch, mit denen man diese Dinge und erinnerungen verbindet nicht mehr lebt...
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Beitragvon Hurtig » 16.07.2012, 17:11

heiflo hat geschrieben:Es sind nicht immer die großen Dinge, an denen man hängte, sonder eher "Kleinigkeiten" mit denen man Erinnerungen verbindet.
Insbesondere auch dann, wenn der Mensch, mit denen man diese Dinge und erinnerungen verbindet nicht mehr lebt...


Ich kann Dir nur zustimmen. Ich hänge nicht an den Dinge aus materieller Sicht sondern weil sie mit vielen Erinnerungen verknüpft sind - aus guten und auch aus schlechte Zeiten.
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Beitragvon medianne » 16.07.2012, 22:21

pinoggel hat geschrieben:Eigentlich hätte ich auch in einem Zelt oder Wohnwagen leben können :D :D :D
Meine Frau meinte : NEIN
Also haben wir zuerst eine Wohnung gemietet bei der man aber keine Kinder haben durfte :D :D :D
Wir haben nicht gedurftet und trotzdem kam der erste Knabe auf die Welt. Als nach drei Jahren der zweite kam, kam auch die Meldung dass wir uns eine neue Wohnung suchen müssten.
Meine Frau meinte, besser sei es wenn wir ein Dach kaufen ohne Verbote.
Dann brauchte ich ein neues Auto um ins Geschäft zu fahren und auch damit zu arbeiten,
Die neue Unterkunft brauchten auch neue Möbel. Ausserdem wuchsen unsere Kinder aus dem Kinderbett und wollten auch einen Kasten und einen Tisch damit sie die Hausaufgaben machen könnten. Da ich berufsweise nicht immer Ferien machen konnte , meinte meine Frau: Kaufen wir doch ein kleines Ferienhäuschen in den Bergen, dann kann ich mit den Kleinen dort Ferien machen.
Also machten wir uns auf die Suche eines kleinen Ferienhäuschen und nach langem suchen fanden wir eins, das natürlich auch wieder eingerichtet werden musste. Und so weiter.....


Dem muß ich in vielen Punkten zustimmen. Wir wollten mit drei Kindern irgendwann nach einigen Umzügen nicht mehr von den Schikanen mancher Vermieter (wir hatten auch tolle !) abhängig sein, weil's schon einige Schikanen gab.

Dann fand ich's natürlich schön, dass ich meine Kinder wenigstens mit der Blockflöte an die Musik heranführen konnte (selbst das hatte ich leider nie gedurft) und heute freue ich mich an den Konzerten meiner Enkel (Trompete, Horn, Klavier, Saxophon und natürllich immer noch auch Flöte), deren Unterricht sich natürlich von selbst finanziert, zumal, wenn die Väter (meine Schwiegersöhne 'Blut lecken' und dann auch Euphonium und Saxophon spielen.

Ich find's toll und ich lieben immer noch die Gartenarbeit und finde an all dem nichts Verwerfliches :!:
Man muß differenzieren können und ich gönne sowieso jedem seine Yacht oder so :!: :!: :!: :!: :!:
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Beitragvon gemota » 17.07.2012, 15:42

Na ja, gingin, weil sich die Menschen diese "toten" Dinge zum großen Teil selbst erarbeitet haben und dann hängt man natürlich daran.
Für mich selbst sind Menschen; in erster Linie meine Familienangehörigen, wichtiger als materielle Dinge.

Allgemein würde ich aber ebenfalls differenzieren.
Der Verlust eines Hauses, gekauft oder selbst gebaut ist sicher leichter zu verschmerzen als ein Elternhaus, in dem man aufgewachsen ist und die Eltern darin leben oder gelebt haben, weil viele Erinnerungen daran hängen.

Mein Auto z. B. ist zwar eine angenehme Nebensache, die mir vieles erleichtert und auch Zeit erpart, ich hänge auch dran und möchte es nicht missen, aber für mich würde keine Welt zusammenbrechen, wenn ich es nicht mehr hätte. Bei Jemandem der das Auto heutzutage zum Leben, sprich Arbeiten, unbedingt benötigt, sieht das schon wieder ganz anders aus.

Der Garten, den Du sicher in übertragenem Sinn als "totes" Ding bezeichnest, denn da ist viel Leben drin, ist für viele Menschen, vor allem Ältere im Ruhestand eine zweite kleine Heimatoase, in der sie sehr viel Zeit verbringen und in die sie viel Liebe gesteckt haben. Wenn diese Oase wegbricht, kann ich verstehen, dass für diese Menschen eine kleine Welt zusammenbricht.

Oder auch mal an einer Kleinigkeit (Beispiel) gesehen. Wenn eine Vase zerbricht, die ich mir gekauft habe, gut, da fege ich die Scherben auf und die Sache ist erledigt. Handelt es sich aber um eine Vase, die ich geerbt habe und es sind schöne Erinnerungen damit verbunden, dann fließen schon ein paar Tränen.

Und so kann man das noch über viele "toten" Dinge betrachten, doch dabei kommt es immer auf die jeweillige Sicht der Betreffenden an.
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