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Forum der Regionalgruppe Berlin

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Beitragvon netterBerliner » 10.03.2008, 17:27

Alte Sitten & Bräuche in Berlin und Brandenburg

Früher wurde der 12. März auch Sankt Gregortag genannt.
Dieser Tag erinnert an den bedeutenden Papst " Gregor der
Große", der aus einer Patrizierfamilie stammte.

In Brandenburg hatten die Kinder am Grigoritag schulfrei.
Wenn es die Witterung erlaubte, wurde zum ersten Mal
das Vieh auf die Weide getrieben und die Jüngsten
mussten helfen.
Hier drei alte Volksweisheiten zum 12. März :

- Um Gregor kommt die Schwalbe und der Storch nach Brandenburg.

- Um St. Gregor schwimmt das Eis mit der Oder fort.

- Gregori - legt die wilde Ente das erste Ei.


Ich wünsche allen 50plus-Lesern einen schönen Montag Abend !
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Beitragvon ex_ler » 10.03.2008, 17:36

@netter Berliner,da biste aber schief gewickelt.
jetzt haben die 40Ritter das Sagen.
Dein Sankt Gregor hat erst am 12. März Zutritt.

Und hier kommt die schlagkräftige Kompanie.
Leider war nichts zu finden, warum diese 40 Mannsbilder solche Bedeutung hatten. :shock:

Friert es am 40-Ritter-Tag,
so kommen noch vierzig Fröste nach.

An Vierzigritter kalter Wind,
noch vierzig Tage windig sind.

Regen, den die 40 Märtyrer senden,
wird erst nach 40 Tagen enden.



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Beitragvon ex_ler » 10.03.2008, 17:38

Aber Berliner,dein Foto finde ich Spitze.
Dieses warme farbenspiel...rotgelb.... ..erotisierend :wink: :D


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Beitragvon Tanzdame » 10.03.2008, 20:18

Wow, das ist ja ein tolles Thema.
Finde es ganz spannend, aus der ganz alten Geschichte um Berlin und Brandenburg zu erfahren, sammle ja diese Informationen auch für meine Berlin-Ecke.
Also immer her damit, wenn Ihr was ausgegraben habt. :lol:
Wär schön, wenn Ihr die Quelle mit angebt, dann bekomme ich keinen Ärger, wenn ich das in meine HP übernehme. :wink:
Wer etwas dagegen hat, dass ich sein Wissen weiterverwende, sagt mir bitte Bescheid. :P
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Beitragvon ex_ler » 10.03.2008, 20:29

,@Tanzdame,du könntest doch auch recherchieren...
In den goldenen Zwanzigern der Charleston in Berlin
Wäre doch was! :D


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Beitragvon ex_ler » 10.03.2008, 20:33

ein berühmtes Berliner Unikum---Eckensteher Nante


hier KLICKI


der ex_ler
stehe an keiner Ecke :D
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Beitragvon Tanzdame » 10.03.2008, 23:00

ex_ler hat geschrieben:,@Tanzdame,du könntest doch auch recherchieren...
In den goldenen Zwanzigern der Charleston in Berlin
Wäre doch was! :D
der ex_ler


Na klar, könnte ich, hab ich auch schon unzählige Male.
Effizienter ist es aber, Aufgaben zu delegieren bzw. das Ergebnis fremder Recherchen zu nutzen.
Selbstverständlich auf legalem Wege.
Deshalb ja auch die Quellenangabe.
Mein Leben müsste noch mindestens 50 Jahre dauern, wenn ich mir das Wissen,
das ich mir noch aneignen will, durch eigene Recherchen nutzbar zu machen. :lol: :lol: :lol:
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Beitragvon netterBerliner » 11.03.2008, 5:34

Alte Sitten & Bräuche in Berlin und Brandenburg


Früher waren die Straßen und Wege in Brandenburg, besonders
im Frühling schlecht befahrbar.
Da hieß` eine alten Volksweisheit :

" Ein Frühlingstag ist sieben Tagesreisen lang. "
( hat da einer gesagt, dass ist auch heute noch so **** )

Durch die kühlen Temperaturen wurde das Bier im Frühling
nicht so schnell sauer und ein Ausspruch lautete :
- Brau nur im März gut Bier, mein lieber Bauer,
es ist gesund und wird nicht sauer !

Prost ... und allen 50plus - Lesern einen schönen Tag !
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Beitragvon ex_ler » 11.03.2008, 9:58

Der Hahn scheint in einer Bierlache geschnäbelt zu haben.... :D :D :D


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Beitragvon Angel42 » 11.03.2008, 11:25

Wenn das Getreide am höchsten steht und die sommerliche Mittagshitze sich über Feld und Wiese ausbreitet, dann geht die Roggenmuhme über Land. Unsichtbar schwebt sie einher, und wenn sie Kinder am Rande des Kornfeldes sieht, die Mohn- und Kornblumen suchen, dann lockt sie das ahnungslose Völkchen immer tiefer in das wogende Meer der Halme. Wehe den Kleinen, die ihr folgen! Bald schlagen die Halme über den Köpfen der Kinder zusammen, sie werden von unerträglicher Müdigkeit befallen und sinken mit glühend heißer Stirn und brennenden Wangen in dem lispelnden Gewoge zu Boden. Deshalb sind die Mütter ängstlich bedacht, ihre Kinder an Julitagen nicht aufs Feld zu schicken; denn die Roggenmuhme sitzt auf der Lauer.
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Beitragvon Gast » 11.03.2008, 13:01

http://www.berliner-verkehrsseiten.de/g ... k/ask.html
Hier steht die Geschichte der Gaslaternen
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Beitragvon ex_ler » 11.03.2008, 13:06

Der Glühstrumpf ist ein geil aussehendes Ding--wie der Nuckel aus der Steinzeit,der bei Ausgrabungen gefunden wurde.
Und das soll Gas zum Brennen gebracht haben???


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Beitragvon Gast » 11.03.2008, 13:10

Stadtkinder bekamen im Herbst richtige Ferien. Landkinder bekamen nur Kartoffelferien. Das waren eigentlich gar keine Ferien. Die Kinder bekamen schulfrei, weil sie mit den Frauen bei der Kartoffelernte helfen mussten.

Frühmorgens gingen alle miteinander aufs Feld. Die Frauen und die größeren Kinder bekamen einen Kratzer und einen Korb. Auf Knien rutschten sie die Furchen entlang. Sie warfen das gelbe Kartoffelkraut beiseite. Mit dem Kratzer hackten sie die Kartoffeln aus der Erde. Die kleineren Kinder halfen ihnen, die Kartoffeln in den Korb zu sammeln. Wenn der Korb voll war, wurde er in Säcke geleert, die in einer langen Reihe mitten auf dem Feld standen. Die vollen Säcke schleppte der Bauer zu dem Kastenwagen, der am Wegrand stand. Wenn der Kastenwagen beladen war, rumpelte der Bauer damit fort. Dann reckten und streckten sich die Frauen. Die Kinder rannten über das Feld und spielten Fangen. Sobald der Bauer mit dem leeren Wagen wieder auftauchte, hackten und sammelten sie emsig weiter.

Gegen Mittag kam die Bäuerin. Sie brachte Schneckengebäck und Malzkaffee. Alle hockten auf leeren Säcken und schmausten. Die Jungen trugen das Kartoffelkraut zusammen und zündeten es an. Die Wärme tat gut. Später wurden Kartoffeln in die Glut geworfen. Sie schmeckten herrlich, wenn sie gar waren.

Frauen und Kinder waren Tag für Tag auf dem Feld. Am Morgen war manchmal alles voller Rauhreif. Dann zwickte die Kälte in den Fingern. Wenn es regnete, drang die Nässe durch die Kleider. Dann wären die Kinder lieber in die Schule gegangen. Doch die Ferien waren erst vorbei, wenn alle Kartoffelfelder leer geerntet waren.

Zuletzt wurde abgerechnet. Alle bekamen Winterkartoffeln und dazu ihren Lohn, die Kinder ebenso wie die Großen. Darauf waren sie sehr stolz. Am Abend rechnete Mutter zusammen, was alle verdient hatten. Sie sagte befriedigt:
"Nun können wir schlachten, denn das Geld reicht für ein neues Ferkel!"

Margret Rettich
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Beitragvon netterBerliner » 11.03.2008, 19:58


Alte Sitten & Bräuche in Berlin und Brandenburg

Der Monat März hatte in der Vergangenheit viele Bezeichnungen,
wie zum Beispiel :

Lenzmond, Lenzing, Lenzmonat und im ländlichen Brandenburg
einfach Frühlingsmonat.

*****

Die Herren - und Gutshäuser von Brandenburg haben das
Leinengewebe ( Bettwäsche, Tischdecken etc. ) in den frostigen
Morgenstunden und tagsüber durch die Märzsonne naß gebleicht.
Dazu gab es die folgenden, alten Hinweise :

" Von David ( 01. März ) ab bleicht man die Leinwand. "
oder
" Im Märzschnee die Wäsche bleichen, da müssen alle Flecke weichen. "
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Zuletzt geändert von netterBerliner am 12.03.2008, 5:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon ex_ler » 11.03.2008, 20:58

Das mit dem Bleichen wird auch heute noch gemacht.
Allerdings nicht mehr mit der Gießkanne,sondern in die Märzsonne gehangen.

Wenn die Wäsche auch zwar trocken
entfärben sich sogar die Socken. :D :D :D


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