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ARZTPFUSCH

20 Beiträge
Im Forum Gesundheit & Wellness bieten wir Ihnen die Möglichkeit, sich mit anderen Mitgliedern im 50plus-Treff zu allen Fragen rund um die Themen Gesundheit und Wellness austauschen. Diskutieren Sie hier alle Fragen rund um Ernährung, Gesundheit, Erkrankungen und Wellness und tauschen Sie Ihre Tipps und Erfahrungen aus. Welche Möglichkeiten und Chancen zur Heilung bieten die Schulmedizin oder alternative Heilmethoden. Welche Pflege- und Therapiemöglichkeiten oder andere unterstützende Maßnahmen sind nach einer Krankheit oder im Alter anzuwenden. Ratschläge über gesunde Ernährung und was sie bewirken kann. Die Community hilft bei Fragen und Problemen rund um das Thema weiter. Hier ist man nicht allein!

Beitragvon ducatii » 18.01.2012, 12:08

:wink: Vor ca. 2 Jahren bin ich an Krebs erkrankt. Seither habe ich sehr schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht. Auf meiner Homepage

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können Sie nachlesen was ich so erlebt habe.
Unter Links, Medikamente, Gesundheitswesen, Patientenrechte auf meiner Webseite finden Sie viele Tipps wie sie sich vor Arztpfusch schützen können und Fehler von Ärzten erkennen können.
Seien sie kritisch gegenüber Empfehlungen von Medizinern.
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Beitragvon Papillon1 » 18.01.2012, 12:19

Als Patient kann man sich belesen, um dem Arzt auf einer gewissen Augenhöhe zu begegnen, d.h. die richtigen Fragen zu stellen (gilt ebenso für Autowerkstätten etc).
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass man mehrere Arztmeinungen einholen bzw den Arzt rechtzeitig wechseln sollte.
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Beitragvon Foxifix » 18.01.2012, 12:41

Papillon1 hat geschrieben:Als Patient kann man sich belesen, um dem Arzt auf einer gewissen Augenhöhe zu begegnen, d.h. die richtigen Fragen zu stellen (gilt ebenso für Autowerkstätten etc).
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass man mehrere Arztmeinungen einholen bzw den Arzt rechtzeitig wechseln sollte.



Papillon, so sehe ich das auch, denn auch Ärzte sind schliesslich keine "Götter in Weiß" und man kann als gut informierter Patient sehr wohl detaillierte Fragen stellen - und entsprechende Antworten erwarten, die man ja im Regelfall bekommt wenn man offen und aufgeschlossen mit seiner Krankheit um geht,
oder eben ggf. den Arzt auch wechseln, wenn es evtl. gar nicht "passen" sollte.
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Beitragvon u_michael » 19.01.2012, 0:53

selbstverständlich ist es immer gut mehrere Meinungen einzuholen, aber leider gibt es auch Situationen wo einem die Zeit, um eine zweite Meinung einzuholen, einfach nicht mehr gegeben ist. Wenn die Prognose für die erste Diagnose schon heißt, das diese Krankheit in diesem Stadium zu 80 % tödlich verläuft,und eine Verzögerung einer Operation diese Chancen um ein erhebliches verringert, greifst du nach diesem Strohhalm, in der Hoffnung der Betroffene ist einer von den verbleibenden 20%.
In meinem Fall war es so, das wir (meine Frau und ich) gemeinsam diese Entscheidung getroffen haben, es endete binnen kürzester Zeit tragisch. Obwohl es tragisch endete habe ich nie einen Gedanken daran verschwendet ob einer der Ärzte einen Fehler gemacht haben könnte, denn wir haben den Strohhalm ergriffen, wir haben es gemeinsam entschieden und es bringt mir meine Frau nicht wieder zurück.
Für mich persönlich werde ich vermutlich so entscheiden das ich in so einem Fall eine Operation generell ausschließen werde.
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Beitragvon schneerot » 19.01.2012, 0:59

Foxifix, du hast recht aber nicht jeder hat die Möglichkeit
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Beitragvon wildcat » 19.01.2012, 1:21

bei mir wars nicht der Krebs, sondern ein Herzinfakt mit 47 bei einer Frau, das gibt es nicht! So bin ich 14 Tage mit massiver Angina pektoris zum Arzt, 4x war ich da wurde mit Antibiotika auf Lungenentzündung behandelt, nachher zum Lunge röntgen geschickt...... :?: :idea:
:arrow: hatte er die Idee, klar ich finde nix, ne Frau also psychosomatisch und beginn der Wechseljahre.
2 Tage später war er da, der Infarkt, aber da ich ja am nächsten Morgen auf 2 Beinen wieder im Sprechzimmer stand, schmerzen in beiden Armen und im kiefer dabei hatte :arrow: wieder nicht drauf gekommen! Blutdruck 120.85, da war doch alles in Ordnung!!
Erst als ich am nächsten Morgen auf nen EKG bestand, da wurde er schnell. VOR 36 Std. hat ich einen Hinterwandinfarkt, war zigmal bei meinem Doc, der mich seit 20 Jahren kennt und keiner hats gemerkt.
Es ist halt nicht üblich :mrgreen:
Jetzt hab ich 5 Stents in Reihe, weil sich schon alles weiter gestaut hatte :!: :!: :!:
Leider keine Rechtschutz und wichtigere Aufgaben, als mich um Dinge zu streiten, die ich nicht mehr ändern kann.
Aber VERTRAUEN kann ich nicht mehr wirklich den Ärzten, da gibt es nur wenige Ausnahmen für mich nun :mrgreen: :!:
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Beitragvon Foxifix » 19.01.2012, 10:43

schneerot hat geschrieben:Foxifix, du hast recht aber nicht jeder hat die Möglichkeit


Schneerot, so ganz verstehe ich deinen Einwand nicht, denn die Möglichkeit bei einer so schwerwiegenden Erkrankung um Aufklärung zu bitten, und zwar ausführlich, und ggf. anderen Rat noch einzuholen, die hast du als Patient immer, selbst wenn die Zeit rennt.
Du meinst evtl. dass Manche so eine Diagnose dermaßen aus der Bahn wirft, dass sie nicht wissen wo ihnen der Kopf steht - das ist zwar einerseits richtig, aber andererseits muss man gerade dann einen sehr klaren Kopf behalten und bedenken was das bestmögliche ist in dieser verfahrenen Situation, und alles tun was in den eigenen Kräften steht, auch wenn es verdammt schwer fällt.
Das verhält sich eigentlich nur anders wenn Menschen in einem absoluten Notfall - oder aufgrund anderer Vorerkrankungen - nicht mehr selbst dazu in der Lage leider sein sollten, und Niemand da ist der eine vernünftige Entscheidung dann (mit) fällt, und zwar auschließlich im Sinne des Patienten.

Leider gehört bei so einer Erkrankung auch ein wenig Glück dazu, nicht Jeder schafft es trotz aller Bemühungen der Ärzte, die i.A. sehr wohl ihr Bestes geben. Denn auch sie können schliesslich keine Wunder vollbringen wenn die Krankheit zu fortgeschritten ist.


Wildcat, was du schreibst ist ja ganz übel, verkannter Herzinfarkt bei Frauen, leider passiert das noch viel zu oft - weil eben die Symptome so anders sind als bei Männern zumeist.
Vielleichst sprichst du (noch)mal mit deiner KK, was du ggf. für Möglichkeiten hast gegen deinen Hausarzt was zu unternehmen, auch ohne Rechtsschutz, sie beraten dich dazu.
Soweit mir bekannt ist (ich weiß das aber nicht ganz sicher) hat man 3 Jahre Zeit dazu.
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Beitragvon schneerot » 20.01.2012, 20:53

Foxifix.
Es war ein Notfall.
Habe meinen Mann innerhalb 3Std.ohne Diagnose verloren.
Mein Gedankengang war,
als ich den Beitrag gelesen habe.
Hätte gerne auch noch einen anderen Arzt gehabt.
Sorry ist halt eine andere Situation.
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Beitragvon Foxifix » 20.01.2012, 21:09

Schneerot, das tut mir sehr Leid für dich. Sicher, du fragst dich ob vielleicht hätte ein anderer Arzt andere Maßnahmen ergriffen sofern das möglich überhaupt gewesen, nur ist das schwer zu sagen, schon gar als medizinischer Laie. Und es gibt leider auch Fälle da kann ein Arzt direkt daneben stehen und so gar nichts mehr für den Patienten tun :(
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Beitragvon schneerot » 20.01.2012, 21:29

Foxifix.
Du hast recht,auch Ärzte sind keine Götter und Hut ab was sie leisten!!!
In meinem Fall war es ein Ärztefehler und gestern wurde die ....eingereicht.
Das bin ich meinem Mann,Kind und mir schuldig.
Alles Gute für euch alle.
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Beitragvon wildcat » 20.01.2012, 22:11

schneerot hat geschrieben:Foxifix.
Du hast recht,auch Ärzte sind keine Götter und Hut ab was sie leisten!!!
In meinem Fall war es ein Ärztefehler und gestern wurde die ....eingereicht.
Das bin ich meinem Mann,Kind und mir schuldig.
Alles Gute für euch alle.


Hallo, dann hast du aber ne schwere Zeit vor dir, eh schlimm wenn man von seiner Liebe Abschied nehmen muss, aber dann noch der Rechtsstreit, alles wird nochmal durchlebt und dann... es wäre ja vermeidbar gewesen. Ich bewundere deinen Mut, ich glaub deb hät ich nicht aufgebracht :P
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Beitragvon schneerot » 20.01.2012, 22:30

Ja, ich mußte von meiner Liebe (wie ein 6 im Lotto) nach38 Jahren verabschieden.
Ob ich das durchstehe mit dem Rechtsstreit ist mir ...........
Ich muß es,egal wie.
Es geht um die Gerechtigkeit.

Wie ich schon sagte,ich bewundere es,wenn man so einen Beruf ergreift und gutes tut.
Aber in diesem Falle war es einfach ein unkompetenter Arzt,der leider nicht es weiter an
Erfahrene Ärzte weiter deligierte.
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Beitragvon angi51 » 30.01.2012, 10:46

Hallo schneerot,
mein Beileid. Habe meinen Mann 1993 auch von einer Sekunde auf die andere verloren, das ist schon hart. Bin aber der Überzeugung, das Jedem sein Ührlein gestellt ist, und wenn die Zeit da ist, dann geht man eben in andere Gefilde. Zum anderen weis man manchmal nicht was härter ist, wenn man ein langes Sichtum begleitet ist sicher auch sehr schlimm.
Ich wünsche Dir Kraft, das alles durchzustehen.
Liebe Grüße
angi
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Beitragvon DerKluge » 14.03.2012, 21:42

2009 habe ich an einem Donnerstag eine Hüftprothese implantiert bekommen. Am Freitagmorgen habe ich auf der Intensivstation das Frühstück verweigert, ebenso - inzwischen auf der Station - das Mittagessen. Stattdessen klagte ich über Leibschmerzen. Keine Reaktion beim Pflegepersonal. Auch das Abendessen habe ich verweigert und weiter über Leibschmerzen geklagt. Am Samstag kein Frühstück gegessen, über Leibschmerzen geklagt. Mittag nichts gegessen, über Leibschmerzen geklagt. Auch kein Abendessen zu mir genommen und weiter über nun starke Leibschmerzen geklagt. Gegen 20 Uhr kam ein Arzt, sah mich an, fragte, ob ich Bauchschmerzen hätte. Dies bejahte ich und er ging. Die Nacht zum Sonntag konnte ich nicht schlafen. Am Sonntagmorgen kein Frühstück, über starke Schmerzen geklagt. Die diensthabende Schwester verpasste mir dann ein Miniklist: "Wenn das nicht reicht, nehmen wir was Größeres." Kurz danach betrat ein junger Arzt in Ausbildung das Zimmer (der Arzt, der am Wochende Blut abnimmt). Er fragt mich, ob ich Bauchschmerzen hätte. Dann verließ er sofort das Zimmer. An der Tür drehte er sich um: "Ich bin gleich zurück. Das verspreche ich Ihnen." Er kam schnell wieder zurück, und kurz darauf betrat ein Arzt das Zimmer. Er untersuchte mich nicht, ordnete aber eine Röntgenuntersuchung an. Ich wurde dann im Rollstuhl zum Röntgenraum gefahren. Im Vorbeifahren sah ich, dass der Arzt im Stationszimmer telefonierte (er forderte einen Krankenwagen an). Ich würde dann geröngt, es wurde eine kurze Ultraschalluntersuchung gemacht und dann brachte man mich ins Zimmer zurück. Wenige Minuten später betrat ein Rettungsassistent das Zimmer, fragte nach mir. Ich wurde dann auf eine Trage geschnallt. Währenddessen packte die Schwester - sichtlich um Neutralität ringend - meine Sachen. Ich wurde dann per Alarmfahrt ins nächste Krankenhaus gebracht. Diagnose: Darmverschluss im Endstatium, Dickdarn mehrfach gerissen und eine schwere Infektion im operierten Oberschenkel. Ich hatte vielleicht noch zwei bis drei Stunden zu leben. In einer stundenlangen Notoperation an diesem Sonntag wurde mir dann das Leben gerettet.

Erst die Hüfte und dann diese heftige OP. Es war eine harte Zeit für mich. Schlimm auch, dass ich im Krankenhaus in nur drei Wochen 14 Kg zugenommen habe.

Und dann 100 Tage künstlicher Darmausgang. Die Zeit war fürchterlich. Nach der Rückverlegung hat sich dann auch noch die OP-Wunde entzündet. Das Loch im Bauch musste dann langsam zuwachsen.

Sowohl die Klinik als auch die Versicherung behaupten, der Vorfall sei schiksalhaft, die Klinik hätte sich vorbildlich verhalten. Deshalb weder Schmerzensgeld noch Schadenserstz.
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Beitragvon Tiramisu » 14.03.2012, 23:22

schneerot hat geschrieben:Foxifix.
Du hast recht,auch Ärzte sind keine Götter und Hut ab was sie leisten!!!
In meinem Fall war es ein Ärztefehler und gestern wurde die ....eingereicht.
Das bin ich meinem Mann,Kind und mir schuldig.
Alles Gute für euch alle.


Schneerot, eine gute Entscheidung. Ich habe sieben (!!!) Jahre gekämpft - und den Prozess dann doch noch gewonnen. Ich war das meinem Mann auch schuldig. Ich drücke Dir die Daumen, aber ich weiß, dass die Gerichte heute auch auf die Patienten gucken und nicht nur auf die in den weißen Kitteln.
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