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Das hügel- und seenreiche Voralpenland südlich der Münchner Schotterebene ist ein Kind der letzten Eiszeit. Es ist interessant einmal einen kurzen Blick darauf zu werfen, durch welche Kräfte der Natur diese Landschaft entstehen konnte.
Während der Würm-Kaltzeit lagen die Jahresmitteltemperaturen unter -3°; alle Niederschläge konnten das Land also nur als Schnee erreichen. Unter dem sich langsam ansammelnden Eigengewicht wurden die Schneemassen zu Eis gepresst, das eine Mächtigkeit von über 1000 Meter erreichte. Als es vor etwa 16.000 Jahren allmählich wieder wärmer wurde, wurden diese Eismassen weicher und bewegten sich unter hohem Druck langsam in das Voralpenland hinaus. Dabei schoben sie an ihrer Spitze riesige Kiesmassen vor sich her, die sich zu den heutigen Moränenhügeln aufwölbten. Als die Schubkraft des Eises zu Ende ging, blieben die Gletscherzungen an diesen Hängen stecken und bildeten -bevor es den Wassermassen gelang, Abflusslücken in die Moränenketten zu reißen- tiefe Schmelzwasserbecken, unsere heutigen Seen.
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Karte: Ausschnitt aus van Husen, 1987k-AS-03-.jpg
Karte: Gerhard Schober, Heimat an der Würm, 2002Jenachdem, ob diese Seen später von einem Gewässer aus den Alpen durchzogen wurden, oder ob sie nur unbedeutende Zuflüsse hatten, entwickelten sie sich sehr unterschiedlich. Das Geröll, das die Isar aus den Bergen mitbrachte, füllte einen dieser ursprünglichen Gletscherseen in der Nähe des heutigen Tölz völlig auf. Ebenso ist ein sehr großer See verschwunden, der sich einst in der Wolfratshausener Gegend befand. Hier haben Loisach und Isar ganze Arbeit geleistet. Fast unberührt erhalten geblieben ist dagegen die Landschaft, die durch die Zunge des Würmseegletschers entstand, denn der durch sie entstandene Würmsee (heute Starnberger See -5-) hat keinen Geröll bringenden Zufluss. Er speist sich fast ausschliesslich aus Quellen. Geringe Einbußen hat er nur durch eine in seinem Süden entstandene Moorlandschaft erlitten, in der aber die malerischen Osterseen an die ehemalige Verbindung erinnern.
Der größte dieser von den Gletscherzungen ausgebaggerten Seen war einst der Ammersee (1). Im Laufe der Jahrtausende hat er durch den Schwemmsand der ihn durchfliesenden Ammer mehr als die Hälfte seines ehemaligen Umfangs verloren. Nach dem Chiemsee und dem Starnberger See ist er aber noch immer der drittgrößte See Bayerns. Sein im Nordosten verlandetes Gebiet hinterließ zwei inzwischen eigenständige Seen, den Pilsensee (2) und den Wörthsee (3). Das Ampermoos im verlandeten nördlichen Bereich gehört zu den sieben international bedeutsamen Feuchtgebieten Bayerns.
Die Landschaften um den Starnberger See, Ammersee, Pilsensee, Wörthsee und Weßlingersee sind unter dem Sammelbegriff „Fünfseenland“ bekannt. Mehr dazu findet man auch in diesem Thread unter:
http://www.50plus-treff.de/forum/bayern ... ml#p783744k-AS-04-Ammer.jpg
Die AmmerAus den Alpen kommend fließt sie scheinbar friedlich ihrem See entgegen. Real aber hinterlässt sie Jahr für Jahr gewaltige Spuren. In etwa 20.000 Jahren, so schätzen die Experten, werden ihre Mitbringsel den Ammersee zugeschüttet haben.
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