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Forum der Regionalgruppe Berlin

Moderatoren: bowlingmaus, Lindalu, elke46

Beitragvon Gast » 18.06.2009, 20:49

[center]Bericht der Vorhut über Stettin.[/center]

[center]Die Anfahrt mit der Eisenbahn wie immer gut und
für uns Kosten nur von 5 Euro für die Hin- und Rückfahrt.
Stettin.
Am Bahnhof gleich von einem geschäftstüchtigen Taxifahrer
in Empfang genommen. Erst für 15 Euro in die Innenstadt,
auf 10 Euro heruntergehandelt (man gönnt sich ja sonst nichts)
und ab ging die wilde Fahrt ins Zentrum zum Kaufhaus "Galaxie".
Wilde Fahrt ja, beängstigend- vor Angst transpirierend- aber
angekommen. Er ist wie ein Henker gefahren.
Das Kaufhaus so modern wie unsere mit allen bekannten
Geschäften.


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[center]Wir hatten Hunger und wollten einen Happen essen.
Ein Grieche bot sich an, für 20 Zloty ( rund 5 Euro) Suvlaki
bestellt.
[/center]

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[center]Groß unsere Überraschung, mit Euro bezahlen ja, aber
nur Zloty zurück, wechseln geht nicht. Na toll, noch die letzten
Kleingeld -Euros zusammengesucht und bestellt. Das Essen kam.
Von der Menge her 5 Euros wert, aber die " Pommerschen Fritzen"
schwabbelig weich. Der Salat oki, das Fleisch auch. Nur alles
schlecht gewürzt. Am Tisch kein Salz und Pfeffer, also zu Theke,
dort nur ein großes Behälter mit Salz, wieder zurück und den Teller holen
oder Salz auf eine Serviette häufeln und von dort am Tisch über das Essen
streuen. Dienstleistung???????????
Jetzt wollten wir doch einige Zlotys eintauschen, wir wollten ja später
mit einer Straßenbahn zum Bahnhof zurück fahren.
Wo kann man Geld wechseln?? Eine Bank gefunden, dort, na ich sage mal
um nicht unhöflich zu werden, sehr mufflig bedient. Weder in Deutsch noch
in Englisch wurde uns Auskunft gegeben, es wurde uns nur bedeutet, sie
wechseln nicht!!! Eine Frage an anderer Stelle wo man denn, verdammt
noch einmal, einwechseln kann, wurde auch mit "Kannitverstan" abgetan.
Endlich jedoch fanden wir eine Wechselstube und, oh große Freude,
20 Euro hingegeben, wollten aber nur 10 Euro umtauschen, und unserem
Wunsch wurde entsprochen, nur sehr freundlich auch nicht.
Nun zur Straßenbahn, jetzt hatten wir Zlotys, einen Stadtplan gekauft und
und mühselig nachgesehen welche Bahn zum Bahnhof fährt. Vorher noch
einen Kaffee und Saft getrunken. Billig.
Straßenbahnfahrern kostet ja Geld, nur wie viel??? Am Schalter uns verständlich gemacht,
keine Reaktion, wieder in allen bekannten Sprachen, ohne Erfolg.
Dann hörten wir, aha Ticket heißt das Ding, jetzt konnten wir kaufen.
Sehr billig bis zum Bahnhof rund 0.50 Cent.
[/center]


Bild

[center]Die Bahn kommt, oh Gott, von Außen wie auch Innen, Schrott, Schrotter am
Schrottesten., bei uns würde sie nicht durch den TÜV kommen.
Auch die Fahrt durch das Gleisbett abenteuerlich, jeden Moment
hatte man das Gefühl, jetzt, jetzt, bricht sie auseinander.
Bei dieser Fahrt so einiges von der Altstadt gesehen, aber???
Heil und ordentlich durchgeschüttelt am Bahnhof angelangt, noch
etwas getrunken und ab nach Berlin.
[/center]




[center]Unser Fazit: Kann Zufall sein, aber die Polen, die wir erleben
durften, mufflig bis unfreundlich. Die Stadt?????
Insgesamt: für keinen Ausflug empfehlenswert.
Aber etwas Positives gibt es doch: die Frauen und Mädchen
verdammt hübsch aufgebrezelt, und es ist zurzeit dort wohl
Mode, fast alle laufen mit "High-Heels" rum, ein toller Anblick!
[/center]


[center]Für weiter Auskünfte stehen wir gerne zur Verfügung[/center]
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Beitragvon Gast » 18.06.2009, 20:59

Aloso wenn ich ins Ausland gehe dann kaufe ich mir einen kleinen Sprachführer wo die wichtigsten Wörter wie "Bitte" und " Danke" und "Ich bin fremd hier Können sie mir biitte helfen ?" drinnen stehen und dann setze ich mein nettestes Lächeln auf und mir wird mit Hilfe eines Wörterbuchs geholfen ( selbst in Städten wie Berlin , das für mich im "Ausland" liegt , im Gegensatz etwa zu zu Städten und Ortschaften in Italien , Österreich und Frankreich )

Wenn man natürlich erwartet , dass man überall mit Englisch oder gar mit Deutsch durchkommt , und sich als "Vorhut (einer Armee ?)" geriert , dann wird das nichts.

PS Die Bilder haben mir gefallen
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Beitragvon Gast » 18.06.2009, 21:20

WB

Ich gebe dir Recht.
Nur, einige Brocken der polnischen Sprache
bringe ich noch über die Lippen.
Da wir öfters in anderen polnischen Städten,
wie Frankfurt/Oder oder Küstrin waren, sind,
dort wird Deutsch verstanden weil die
Polen, wie der Teufel nach dem Weihwasser,
an unseren Euros interessiert sind. Dort sind sie
sehr aufmerksam, beinahe sogar penetrant
aufdringlich. So waren wir hier in Stettin
sehr verwundert, und Stettin liegt ähnlich
weit entfernt von der Grenze wie die anderen Städte.
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Beitragvon Gast » 18.06.2009, 22:35

ich hab in meinem leider schon vergangenen Urlaub auch Rast
in Stettin gemacht, war aber auf dem Weg nach Swinemünde -polnische
Ostsee.
Wir wollten in Stettin frühstücken - es war unmöglich - vom Eisbein bis
zum Kartoffelauflauf hätten wir alles haben können - aber kein
stinknormales Frühstück - morgens um 8.00 Uhr eigentlich ein Unding :(
In Stettin konnte wirklich kaum einer Deutsch und auch nicht Englisch
aber wir hatten das Glück einen gebürtigen Polen im Gepäck zu haben -
er hat gedolmetscht :D

Übrigens in Swinemünde wird glaub ich bald besser deutsch als polnisch
gesprochen - jedenfalls gab es NIRGENDS Verständigungsprobleme-
und es ist in JEDER Hinsicht eine Reise wert.
Und wenn man bedenkt wie schnell man dort ist - wirklich sehr zu
empfehlen :wink:
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Beitragvon scherzkeks77 » 18.06.2009, 22:58

@ Weltbürger

ick bin überrascht

dann setze ich mein nettestes Lächeln auf und ..........


Du kannst lächeln ? Det will ick mal sehn, mach doch mal :!:
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Beitragvon Sans_soucis » 23.06.2009, 20:59

Lieber Froggy,

ich glaube, eure Erfahrungen sollte man nicht verallgemeinern.
Ich bin des öfteren in Polen gewesen und auch in Stettin. Ich habe wirklich nur gute Erfahrungen mit der polnischen Gastfreundschaft, wie auch mit der Hilfsbereitschaft und Höflichkeit von völlig fremden Menschen gemacht.
Um mir weiterzuhelfen, hat man sogar deutschsprechende Menschen herbeigerufen.

Allerdings reagieren sie auf einen oft ruppigen Umgangton von überheblichen Touristen
manchmal empfindlich.......................das ist dort einfach nicht üblich. Kann es sein, dass ihr die Regel: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus! nicht ausreichend berücksichtigt habt? Immerhin
ist der Handkuss im täglichen Umgang durchaus noch üblich.

Also: Nicht verunsichern lassen und es einfach noch einmal versuchen!
PS. Habt ihr das Schloss besucht?
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Beitragvon Anne6144 » 23.06.2009, 21:26

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Beitragvon Gast » 23.06.2009, 21:30

sans soucis

Wir wollen auch nicht verallgemeinern, vielleicht hatten wir auch nur Pech.
Aber jeder mußte es uns ansehen wie hilflos wir waren. Besonders als wir nach der Möglichkeit des Geldwechseln fragten. Da hat sich niemand hilfbereit gezeigt. Da wurde überall nur mit der Schulter gezuckt. Auch am Straßenbahnschalter.
Da wir wenig Zeit hatten, und auch das Wetter nicht gerade zum Spazierengehen geeignet war, haben wir nur das Kaufhaus Galaxie und bei der Rückfahrt von der Bahn aus einige Teile der Altstadt gesehen.
Und irgendwie waren wir auch enttäuscht, gerade weil wir die Freundlichkeit in Küstrin und Frankfurt und Swinemünde kennen gelernt hatten.
Auch so etwas Englisch hatte ich voraus gesetzt, "money change" und mit einem Euro-Schein wedeln, ist doch Ansage genug. Verblüffend gerade die Wechselangelegenheit weil wir in einer Bank gefragt hatten.Nix Antwort, kein Hinweis wo es möglich sein könnte. Und ,gut nicht alle, aber in so einem "Luxus-Kaufhaus" kein Mensch, der etwas Englisch spricht???
Da meine ich, hinsichtlich Dienstleistung muss noch eine Menge getan werden. Von unseren Essen ganz zu schweigen-lach.
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Beitragvon Angel42 » 23.06.2009, 23:01

Weltbuerger hat geschrieben:Aloso wenn ich ins Ausland gehe dann kaufe ich mir einen kleinen Sprachführer wo die wichtigsten Wörter wie "Bitte" und " Danke" und "Ich bin fremd hier Können sie mir biitte helfen ?" drinnen stehen und dann setze ich mein nettestes Lächeln auf und mir wird mit Hilfe eines Wörterbuchs geholfen ( selbst in Städten wie Berlin , das für mich im "Ausland" liegt , im Gegensatz etwa zu zu Städten und Ortschaften in Italien , Österreich und Frankreich )

Wenn man natürlich erwartet , dass man überall mit Englisch oder gar mit Deutsch durchkommt , und sich als "Vorhut (einer Armee ?)" geriert , dann wird das nichts.

PS Die Bilder haben mir gefallen



wieso liegt Berlin für dich im Ausland?
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Beitragvon Sans_soucis » 24.06.2009, 9:20

@froggy

Deine Einschätzung, dass in Polen auf vielen Gebieten noch ein großer Nachholbedarf besteht ist durchaus richtig.

Wir dürfen nicht vergessen, die Polen hatten niemanden mit dem sie sich wiedervereinigen konnten um Veränderung anzuschieben. Sie mussten sich weitgehend allein "aus dem Sumpf ziehen" ( um das Beispiel des Barons Münchhausen anzuwenden) Erst die Mitgliedschaft in der EU, die ja erst seit kurzer Zeit wirksam ist, brachte einen größeren Schub.

Ich habe inzwischen auch die Städte Krakau, Posen und Warschau gut kennen gelernt. Im Laufe der Jahre, meine erste Reise nach Polen fand vor ca. 15 Jahren statt, stelle ich dennoch eine große positive Entwicklung fest.

Allerdings wird es noch einige Zeit dauern, bis Städte und Dörfer so aussehen, wie die in der ehemaligen DDR, die heute oft besser aussehen, als Dörfe in den alten Bundesländern..
Wir dürfen auch nicht vergessen, die polischen Essgewohnheiten sind erheblich deftiger, als unsere......................es scmeckt erst gut, wenn recht viel Fett eingesetzt wird.Möglicherweise eine Folge der jahrelangen Mangelwirtschaft? Für uns ernährungsbewusste Menschen ist das wirklich gewöhnungsbedürftig.
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Beitragvon Gast » 24.06.2009, 9:31

Sans Soucis

Da hast du völlig Recht, die Entwicklung wird noch einige Zeit dauern.
Wie ich schrieb, uns hatte es nur in diesem Kaufhaus verwundert. Dir wird das Haus ja bekannt sein.
Und wenn ich von mir spreche, mit dem Essen liegen mir die Polen, ich liebe fettes Essen -lach, je fetter je lieber.

Das muss wohl an den Genen liegen, meine Vorfahren stammen alle aus Masuren, ich selbst habe dort als Kind 1 Jahr gelebt.
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Beitragvon marileu » 25.06.2009, 15:24

Hallo Froggy,

ich habe mir mal die Polen-Erfahrungen verschiedener Leute durchgelesen.
Über deinen Beitrag vom 18.06.2009, 21.20 Uhr, war ich sehr erstaunt.
Frankfurt / Oder ist eine d e u t s c h e Stadt , dagegen Küstrin auf der anderen Seite der Oder ist polnisch.

Viele Grüße
marileu
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Beitragvon Gast » 25.06.2009, 17:24

marileu

bist ein kleiner Spaßvogel -lach, das bei Frankfurt/Oder der polnische Teil -Slubice-gemeint ist, dürfte wohl klar sein. Ich habe ja auch die anderen deutschen Namen der Städte benutzt.

aber ich habe gelacht-

viele Grüße
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Beitragvon marileu » 06.08.2009, 15:07

Die Polen sind auch ein stolzes Volk.
Es beherrschen schon viele Polen etwas deutsch,
aber insgeheim stinkt es ihnen, dass sie für allehand Touristen deutsch, englisch, spanisch........lernen sollen. Ihre Muttersprache ist polnisch.
Wenn ich selbst in ein anderes Land fahre, sollte ich nicht erwarten,
dass dort jeder meine eigene Muttersprache spricht.
Aber viele Deutsche erwarten das in j e d e m Land.

Und dass die Gepflogenheiten und das Essen in einem anderen Land
etwas anders sind als in Deutschland, sollte man vielleicht auch nicht
ausschließen.
Also ich habe auch viele positive Berichte über Polen gehört.

Gruß, marileu
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Beitragvon Gast » 06.08.2009, 16:28

Marileu

In einem Kaufhaus, ähnlich wie das KADEWE in Berlin,
mit all den Top-Geschäften wie Bulgari, Cartier,
Chanel und weiteren Nobelmarken spricht niemand
eine Fremdsprache??????
Wem wollen sie denn diese Top-Artikel verkaufen?
Den eigenen Landsleuten?
Da werden sie wohl Pleite gehen.
Und Pommes Frites in labbriger Ausführung,
und keine Salz und Pfefferstreuer auf den Tischen
oder an der Theke, sind wohl auch nicht Landestypisch.
Zusätzlich liegt ja Ex-Stettin unmittelbar hinter der Grenze
und wird von Touristen aus Deutschland und den Nordländern
besucht, da sollte man -bei allem Nationalstolz- mehr für den
Tourismus tun.
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