Hier einiges über diese Typen ... Im 18. Jahrhundert prägten das Berliner Straßenbild vor allem Schusterjungen. Sie wurden als Boten missbraucht und erfüllten mit glänzenden Stulpenstiefeln und lautem Geschrei die Gassen. “ In der ganzen Welt wird man keine so ungezogene Jugend finden wie in Berlin”, klagte 1792 ein auswärtiger Besucher um sich das dann auch zu erklären, fügte er hinzu: ”Dies kommt hauptsächlich von den vielen unehelichen Soldatenkindern.”
Ihnen gleich im “schlechten Ruf” kamen die kleinen Rauchfangkehrerlehrlinge . Klein musste sie wegen der Enge der Kamine sein .. Sie zogen kolonnenartig durch Altberlin. Ihr Anführer, der Geselle, auch klein, aber am Hut kenntlich - an der Spitze - .Was da so mit Worten “abging”, können wir uns vorstellen. O-Ton eines Zeitzeugen:” Die Ausgelassenheit dieser kleinen Bengel überschreitet alle Begriffe. Bei all ihren Ungezogenheiten leuchtet jedoch eine Art genialer Humor durch.”
Den Vogel schoss aber folgendes Transparent ab. Als um 1828 am preußischen Hof anlässlich der Eröffnung des Strahlauer Fischzugs - eines der ältesten Feste für “ das einfache Volk” - Unruhen befürchtet wurde, ließ der König FriedrichI genügend Pickelhauben für Ruhe und Ordnung sorgen.
Die staunten nicht schlecht, als sie lesen mussten:
WWegen Unpässlichkeit des Schusterjungen Herren Friedrich Schulze kann heute die große Berliner Revolution nicht stattfinden.”
Quellenbeleg: Hans Ludwig, Altberliner Bilderbogen, Altberliner Verlag Lucie Groszer, 1965 Berlin
Vergl: S. 123 f
Und wer jetzt noch nicht die sozio-genetische Herkunft des Berliner Mundwerkes versteht .... Der/die kann kein/e Berliner/in werden.
Wisst Ihr ... das Arge ist, -.... mundwerkbehaftet . bleiben die Nachfahren - Töchter und Söhne dieser "Jungs" ihr Leben lang ..
is wat ?













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