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Blutverdünnung

8 Beiträge
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Beitragvon Solist3 » 05.08.2011, 15:05

Wo ist der Medikamenten-Kundige, der zu Nachfolgendem eine fachkundige Erklärung
hat:
Ich nehme tagtäglich SINTROM-Blutverdünnung. Wenn ich aber vor einer Operation
stehe, werde ich umgestellt - ich muss mir dann selber vor der OP 10 LOVENOX-Spritzen
verabreichen. Auch nach der OP bekomme ich noch etwa 10 Tage LOVENOX gespritzt.
Wer kennt den Grund für diese Umstellung?
Was ist in diesem Fall die unterschiedliche Wirkung von Blutverdünnugs-Tabletten
und LOVENOX:Spritzampullen? Wenige sachkundige Beiträge würden mir wahrscheinlich
besser weiterhelfen als tausend Halbweisheiten.

Ich danke im voraus für dein fundiertes Wissen.
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Solist3
 
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Beitragvon jockel512 » 05.08.2011, 18:05

Hallo Solist !
Ich habe vor 14 Jahren eine künstliche Aortaklappe bekommen.
Seit diesem Zeitpunkt benutze ich Markumar als Blutverdünnung.
Ich ermittele den INR-Wert selbst. Häufig wird aber der INR-Wert
in Quick angegeben.Das kann zu Verwirrung führen,Denn der
Quick- Wert ist umgekehrt proportional zum INR-Wert. Dies als
Hinweis. -
Wenn eine Operation bevorsteht,bei der die Gefahr der Verletzung
eines Blutgefässes besteht,muss der Wert, der Blutverdünnung
heruntergefahren werden. Damit dies gefahrlos geschehen kann,
wird ein geeignetes Heparin gespritzt. Einige Zeit nach der Operation,
wenn also die Gefahr einer Blutung vorüber ist ,wird wieder auf die
frühere Blutverdünnung umgestellt .Das ist die übliche Prozedur.
Wenn allerdings die Blutverdünnung sofort aufgehoben werden muss
(z.B. bei einem Unfall) wird das Vitamin K gegeben.
Ich hoffe Ihnen mit dieser Auskunft gedient zu haben.
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jockel512
 
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Beitragvon Solist3 » 18.08.2011, 21:45

Habe wieder eine neue Erfahrung bezüglich Blutverdünnung gemacht.
Ich hatte einen kleinen gutartigen Tumor, der zu entfernen war.
Erstens musste ich im letzten Moment vor der Aufnahme dem Krankenhaus
mitteilen, dass ich das Blutverdünnungsmedikament "Sintrom" einnehme,
das dies mein Hausarzt übersehen hatte bei der Überweisung anzugeben.
Die OP wurde um 5 Tage verschoben - ich musste in dieser Zeit mir selber "Lovenox"
spritzen. Weiters machte ich den Operateur aufmerksam, dass ich bei meiner
letzten OP (damals hatte ich noch das leichtere Blutverdünnungs-Medikament "Trombo Ass")
große Blutstillungsprobleme gehabt habe, da das "Trombo Ass" erst drei Tage vor der
OP abgesetzt wurde.

Trotzdem hatte ich nach der Operation ein R I E S E N - Hämatom. Eine Absaugung
des Blutes ist gefährlich, da sich das Ganze entzünden könnte. Der Arzt hat angekündigt,
dass dieser Bluterguss mindestens ein halbes Jahr braucht, bis er abgebaut ist -
und das ist auch noch ungewiss. Operationen nach Einnahme von starker
Blutverdünnung sind sehr riskant! Und doppelt riskant, wenn der Patient nicht
mitdenkt!

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Beitragvon Moetzli » 04.11.2011, 15:56

Guten Tag, ich nehme seit über 13 Jahren Sortis, da ich einen Gendefekt habe und zu  Blutgerinsel neige.Folge, Embolien oder Schlaganfall. Auch ich muss  vor einer Operationen auf Spritzen umsteigen. Deine Fragen sind sehr komplex und ein Laie kann sie nur schwer beantworten. Ich würde raten, mit Deinem Hausarzt zu reden, oder überhaupt einen Mediziner zu befragen
 Gruss Möetzli. :cry:  
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Beitragvon kwesi123 » 04.11.2011, 16:12

@Möetzli, Sortis ist ein Mittel um das Cholesterien zu senken;

Blutverdünner werden abgesetzt und durch Lovinox ersetzt weil Lovinox wesentlich harmloser "verdünnt" als Macumar oder sonstige; nach der OP wird nicht sofort wieder auf die blutverdünner umgestoegen weil die Gefahr einer Nachblutung besteht

klingt jetzt als hätte ich das gelernt, nein ist nicht so;
ich habe nur in meinem Fall anstehende OP solange nachgefragt bis ichs kapiert hatte
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Beitragvon Cosmea52 » 04.11.2011, 16:16

ich denke jockel hat viel erfahrung im medizinischen bereich und seine antwort ist aus meiner sicht,
richtig.
vor einer operation wird marcoumar oder sintrom abgesetzt und auf ein niedrigdosiertes heparin umgestiegen.

und wie jockel richtig schreibt, bei einem unfall wird vitamin K gegeben, per infusion, bis die gerinnung hoch genug ist, damit es z.b. nicht in knochenbrüche blutet und damit notfalls operiert werden kann.
ein künstlicher bluter (eingestellt mit marcoumar oder sintrom)hat normalerweise einen ausweis und den hat man immer mitzuführen.
denn es ist nicht ungefährlich, bei richtiger handhabung aber kein großes problem!
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Beitragvon Foxifix » 04.11.2011, 18:12

Solist, wenn du Vorerkrankungen hast und Medikamente nimmst, egal welche, bist du auch als Patient immer selbst gefragt darauf zu achten, dass das im KH bekannt ist.
Nicht ohne Grund schleppe ich in solchen Fällen immer diverse eigene Unterlagen in Kopie mit - eben damit nix unter den Tisch rutscht an Informationen und lasse mir auch stets Kopien aller Berichte geben, schließlich ist es meine Gesundheit bzw. Krankheit, und auch ein Arzt kann mal was übersehen.
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Beitragvon Solist3 » 05.11.2011, 0:24

Foxifix hat geschrieben:Solist, wenn du Vorerkrankungen hast und Medikamente nimmst, egal welche, bist du auch als Patient immer selbst gefragt darauf zu achten, dass das im KH bekannt ist.
Nicht ohne Grund schleppe ich in solchen Fällen immer diverse eigene Unterlagen in Kopie mit - eben damit nix unter den Tisch rutscht an Informationen und lasse mir auch stets Kopien aller Berichte geben, schließlich ist es meine Gesundheit bzw. Krankheit, und auch ein Arzt kann mal was übersehen.



Bei uns wird bei jedem Spitalseintritt vom Arzt gefragt, was der Patient für Medikamente nimmt.
Und das wurde bei meiner Aufnahme auch gemacht.
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