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Beitragvon Katharina88 » 19.01.2012, 20:11

Das ist des Pudels Kern! Bemerkenswerterweise war das Verhältnis Mensch-Tier Gegenstand heftigen Streits unter den Philosophen zu allen Zeiten.Die Existenz des Tiers als Lebewesen war natürlich nicht übersehbar.Diesem Lebewesen wurde aber schon von Aristoteles die Fähigkeit des Denkens abgesprochen.Der Mensch allein verfügte über die Kraft der Vernunft,die zielorientiert zur Gestaltung des Lebens nötig war. In der Scholastik galten Tiere keineswegs als empfindende Mitgeschöpfe,sie hatten nach dem Kirchenvater Augustinus keine Seele und waren dem Menschen hilflos ausgeliefert.Diese Einstellung erklärt sich aus der Einzigartigkeit des Menschen als Krone der Schöpfung und dem Bibelwort,sich die Erde untertan zu machen--mit allem ,was da kreucht und fleucht, hinreichend genug. Für das christliche Abendland war diese Haltung gegenüber den Tieren bis weit in die Neuzeit hinein signifikant. Die kath.Kirche steht immer noch auf dem Standpunkt,dass Gott die Welt samt den Tieren für  den Menschen geschaffen habe. Eine gewisse Veränderung entstand temporär durch die Gründung von Tierschutzvereinen -besonders in England im 19.Jahrhundert--. Rechtlich wurde die Situation etwas entspannter,als die Novellierung des Tierschutzgesetzes und partiell des BGB eintrat,die durch die Rechtsprechung mit Leben erfüllt wurde. Auch an der Behandlung ihrer Tiere lässt sich die Herzensbildung einer Gesellschaft ablesen. Katharina 
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Katharina88
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Beitragvon parove » 19.01.2012, 21:26

Katharina88 hat geschrieben:Diesem Lebewesen wurde aber schon von
Aristoteles die Fähigkeit des Denkens abgesprochen...


welch Trugschluss, denn...

der berühmte Ast
auf dem man sitzt –

Der Mensch; im Bewusstsein
fehlenden Erkenntnis-
Fähigkeit, ein Gefangener
seiner selbst

und somit, wohl das einzige
„Gewächs“ auf dieser Erde

was unter Zuhilfenahme
moderner Errungenschaften
in der Lage ist, seine eigenen
Lebensgrundlagen zu zerstören


Genau dieses geschieht bei fast allen
Arten in der Tierwelt nicht! Ergo, sind diese
um einiges intelligenter als (die Krone der Schöpfung)...

lg, Roland
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Beitragvon bonsaifreak » 20.01.2012, 19:46

mein Sohn ist Mathematiker und Physiker und belehrt mich laufend dahin gehend, dass es keine Zufälle gäbe. Aber ich glaube dennoch beharrlich daran. Denn hätte es nicht vor einigen Millionen Jahren diese globale Katastrophe gegeben als hier ein großer Meteor einschlug, was dann einige hundert oder tausend Jahre noch dunkle Kälte nach sich zog, dann würden wahrscheinlich die Saurier noch heute unseren Planeten beherrschen. Und aus den mickrigen Säugetiere in Mausgröße hätte sich wohl kaum etwas entwickeln können, das sich am Ende als "Krone der Schöpfung" bezeichnet.
Im übrigen denke ich, dass es in der langen Evolutionsgeschichte wohl hier und da auch zu "Qualitätssprüngen" kam, d.h. die Entwicklung nicht immer stetig vom Niederen zum Höheren verlief.
Da gab es u.a. ja auch "Sackgassen". Aber Mutter Natur ist "lernfähig" und lässt hier und da auch mal etwas aussterben, was sich an veränderte Lebensbedingungen nicht anpassen kann.
Und wenn es auch der Mensch ist, der diese Bedingungen verändert.
Was aber das Denken anbetrifft, so denke ich, dass es da wohl auch "fließende Übergänge" gibt.
Alle Tiere sind blöd und - zack! - da taucht der Mensch auf und hat die Intelligenz mit Löffeln gefressen. Okay, sein Denken hat sich auch über Millionen Jahre entwickelt, aber dennoch gibt es ja auch Tiere auf niederer Intelligenzstufe. Also, die menschliche Arroganz, sich diesen Planeten mit allem was da kräucht und fleucht Untertan zu machen führt dazu, dass wir mit diesem Planeten (einen anderen haben wir ja im Moment nicht) erst einmal lernen sollten vernünftig umzugehen.
Im übrigen habe ich etwas gegen Tierschützer. Ich plädiere für Naturschützer, was letztlich ja Tierschutz mit einschließt.
Und als bonsaifreak liebe ich natürlich meine kleinen, "konzentrierten" Bäume - auch wenn sie nicht ganz "natürlich" sind.
der o.G.
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