. : Service und Hilfe

Beitragvon Gast » 17.01.2010, 23:49

In meinem Beitrag auf Seite 44 (unten) habe ich lediglich sachlich meine Meinung zum Thema "gute Behandelbarkeit" bzw. "Heilung" der Depression geäußert. Diese Meinung weicht von der Tarantels ab. Ich empfinde es als vollkommen normal, dass in einer Diskussion unterschiedliche Sichtweisen ausgetauscht werden. Ich vertrete diese Meinung weiterhin, und ich kann bei Bedarf auch ausführlich belegen, warum ich zu dieser Sichtweise gekommen bin.

Normal ist es auch, dass man sich manchmal einer Meinung anschließen kann und dies dann auch zum Ausdruck bringt. Oder aber dass man mitteilt, dass man einen Sachverhalt ganz anders sieht. Das alles ist "Diskussion". Auch Tarantel bekommt auf ihre zahlreichen Beiträge hin oft Zustimmung. Wieso es dann für sie ein Problem war, dass zwei Userinnen meine Sichtweise (zumindest teilweise) unterstützt haben, verstehe ich nicht. Und ich verstehe es auch nicht, warum sie dann von der Sachebene abgewichen und mir (und im weiteren Verlauf auch anderen gegenüber) sehr persönlich und auch abwertend geworden ist. Ich weiß mit Bestimmtheit, dass ich ihr weder hier und auch nicht in anderen Threads einen Anlass dafür geboten habe, da ich auf ihre Beiträge schon lange nicht mehr eingehe.


Auf JanisJoplin frage, warum sie sich wegen dieser Zustimmung so ereifere, antwortete Tarantel:
Nichts hat es mit ereifern zu tun,
Das beruht auf eine längere Beobachtung,
genau in diesem Thread.

Da würde ich gerne nachfragen: Was hast du denn bei deiner "längeren Beobachtung genau in diesem Thread" herausgefunden, Tarantel? Dies hier ist übrigens seit dem 4. Dezember mein dritter Beitrag in diesem Thread, wobei ich zu Beginn allerdings deutlich mehr geschrieben habe, zumal mich das Thema ja persönlich betrifft und darüber hinaus mich auch allgemein sehr interessiert.


Etwas möchte ich auch gerade rücken:
Tarantel60 hat geschrieben:
Da dein letzter Satz unzumutbar lang ist Marcella,
möchte ich nur auf die letzten Worte noch eingehen:

< wenn bestimmte Grundbedürfnisse (emotionaler, körperlicher, sozialer, wirtschaftlich-materieller Art etc.) nicht mehr ausreichend befriedigt werden (können).>


In der heutigen Zeit wird dir jeder bestätigen können,
dass Depression sehr gut behandelbar ist.
Und ja, auch vereinzelte (aus)Heilungen gibt es.
Was aber niemand dir bieten kann ist,
eben die Umgebung - dein Leben und somit deine Grundbedürfnisse
in dem du einzig und alleine zurecht kommen muss zu verändern.
(Hervorhebung durch mich)

Diese Darstellung von Tarantel erweckt den Eindruck, als ob ich von meinen persönlichen Grundbedürfnissen geschrieben hätte. Und man könnte aus der Art von Tarantels Darstellung schließen, dass ich die Erwartung geäußert habe, dass mir diese Grundbedürfnisse jemand "bieten" solle, dass ich also passiv bleiben wolle. Auch glaubte Tarantel mir sagen zu müssen, dass ich in meinem Leben "einzig und allein zurecht kommen" müsse. Ich nehme zu ihren Gunsten an, dass sie die entsprechende Passage in meinem Beitrag einfach nicht verstanden hat und nicht etwa mich durch ihre sehr eigenwillige Interpretation derselben dumm dastehen lassen wollte.


Tatsächlich lautete meine Aussage so:
Marcella hat geschrieben:Vielleicht sind Depressive ja auch so etwas wie die "Seismographen" einer Gesellschaft, an denen deutlich wird, dass Menschen auf Dauer nicht störungsfrei leben können, wenn bestimmte Grundbedürfnisse (emotionaler, körperlicher, sozialer, wirtschaftlich-materieller Art etc.) nicht mehr ausreichend befriedigt werden (können).

Ich bezog mich also auf die Grundbedürfnisse aller Menschen, die in unserer Gesellschaft zum Teil nicht mehr befriedigt werden, und die eine eventuell schon vorhandene Neigung zur Depression noch verstärken können. Das sage übrigens nicht nur ich, das ist allgemeiner Konsens in den verschiedenen Sozialwissenschaften. Zu diesen Grundbedürfnissen gehört zum Beispiel materielle Sicherheit, soziales Eingebundensein, "Beheimatung", Anerkennung etc. Diese Bedürfnisse sind in unserer Gesellschaft nicht mehr so selbstverständlich gewährleistet wie noch vor etwa 40 Jahren, man denke nur an Arbeitslosigkeit (--> wirtschaftliche Ungesichertheit, fehlende Anerkennung), Entwurzelung durch aus beruflichen Gründen erwartete Mobilität, Vereinsamung vor allem alter Menschen etc. Und das sind nur einzelne Beispiele für nicht mehr erfüllte menschliche Grundbedürfnisse!

Ich hoffe, es sind nun alle Unklarheiten beseitigt. Auf einen persönlichen Schlagabtausch werde ich mich nicht einlassen; es fehlt mir die Zeit dazu, und mir geht es hier ausschließlich um die Sache. Ich fände es wünschenswert, wenn man zum Thema zurückfinden würde.

Marcella
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Beitragvon Gast » 18.01.2010, 0:07

Ich finde es ganz toll, Marcella, dass Du so sachlich bleibst. Ich empfand das als ziemlich verletzend. Gerade und vor allem auch Leuten gegenüber, die diese Krankheit haben. Und ich hoffe, dass wir nun wieder auf eine sachliche Ebene kommen.

Deiner Aussage :

Vielleicht sind Depressive ja auch so etwas wie die "Seismographen" einer Gesellschaft, an denen deutlich wird, dass Menschen auf Dauer nicht störungsfrei leben können, wenn bestimmte Grundbedürfnisse (emotionaler, körperlicher, sozialer, wirtschaftlich-materieller Art etc.) nicht mehr ausreichend befriedigt werden (können).


stimme ich zu. Ich meine, oft haben Depressionen ihren Ursprung in der Kindheit. Weil die emotionalen Grundbedürfnisse nach Zuwendung, Angenommensein und Gehalten werden nicht erfüllt werden. Und weil da ein riesiges Loch entsteht. Psychische und physischeGewalt in der Kindheit, schwere Verluste, Alkoholismus eines Elternteils und andere Süchte, dysfunktionale Familienverhältnisse spielen eine große Rolle. Was man im späteren Leben, als Erwachsener, eventuell "wegstecken" kann, verkraftet ein Säugling oder ein Kleinkind nicht. So sind jedenfalls meine Erfahrungen.

JanisJoplin
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Beitragvon Gast » 18.01.2010, 0:18

Fehlerkorrektur:
Ich schrieb:
Auf JanisJoplin frage...

Es muss heißen:
"Auf JanisJoplins Frage..."

(Ordnung muss sein).

-----------------

@JanisJoplin
Bezüglich Sachlichkeit: Das ist eigentlich auch der Not gehorchend, denn wenn es "hart auf hart" geht und persönlich wird, kann ich nicht mithalten.

Gruß Marcella
.
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Beitragvon FagusW » 18.01.2010, 11:09

Marcella hat geschrieben:Ich bin in der jüngsten Vergangenheit einer größeren Anzahl von Menschen mit Depressionserkrankungen begegnet, und es sind beileibe nicht überwiegend Frauen ab 50, bei denen man depressive Verstimmungen auch gern zu erklären versucht mit der durch das Klimakterium bedingten Hormonlage. Es sind erstaunlich viele Männer zwischen etwa 35 und 55 Jahren, die sich beruflich sehr engagiert hatten, die Familie haben und bei denen sich manchmal über viele Jahre hinweg ein Belastungsdruck aufgebaut hat, dem sie irgendwann nicht mehr standhalten konnten.

Gesellschaftliche Rollen und Erwartungshaltungen sind da stark beteiligt.
Im Nachhinein sagt jeder "na klar",
aber es musste erst ausgerechnet ein Fußballtorwart sich umbringen,
bis das Thema einigermaßen gesellschaftsfähig wurde.
Wobei Erwartungsdruck auch bei Männern nur einer von mehreren Faktoren ist.
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Beitragvon Gast » 18.01.2010, 12:07

Hallo Walter - das stimmt natürlich, dass Erwartungsdruck (von woher auch immer) nur einer der Faktoren ist (bzw. sein kann).

Im folgenden Link http://www.angst-und-depri.info/depriurs.html ist die Vielfalt der möglichen verursachenden Faktoren insgesamt gut beschrieben, auch wenn ich persönlich einzelne Aussagen nicht uneingeschränkt so sehe. Ich möchte nur das Fazit von dort hereinkopieren:
All diese Theorien über Ursachen und Auslöser sind sinnvoll. Sie schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern liegen häufig nebeneinander vor. Wie schon gesagt, ist es meistens erst die Summe aller Faktoren, die die Depression verursacht.
Welche Faktoren nun die ausschlaggebenden für den Krankheitsausbruch waren, lässt sich nicht immer genau sagen. Die Frage, ob zunächst biochemische Veränderungen im Gehirn vorlagen und anschließend wurde man in der Richtung beeinflusst, dass man durch die Depressionen an Selbstachtung verloren hat, oder ob erst das Verhalten die Biochemie beeinflusst hat, gleicht der Frage, was zuerst da war, das Huhn oder das Ei. Im Prinzip ist dies die Frage, ob die Depression endogen oder psychogen entstanden ist. Das spielt aber nicht unbedingt eine große Rolle, auch nicht für die Behandlung.


Häufig wird auch das "Vulnerabilitäts-Stress-Modell" angeführt. Es besagt, dass schon eine gewisse Verletzlichkeit und Schwächung bei den Depressionsgefährdeten vorliegt, z.B. durch (emotionale) Vernachlässigung in der Kindheit, durch den Verlust einer wichtigen Bezugsperson (auch in der Kindheit), durch Gewalterfahrungen oder auch durch krankheitsbedingte längere Trennung von der Familie etc. Als besonders sensible Phase gilt dabei das Alter von sechs Monaten bis etwa drei Jahren. Kommen dann bei solchermaßen vorgeschädigten Menschen im späteren Lebensverlauf noch weitere Belastungen hinzu, erkranken sie überdurchschnittlich häufig an einer Depression.

Marcella
.
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Beitragvon Tarantel60 » 18.01.2010, 17:24

FagusW hat geschrieben:Gesellschaftliche Rollen und Erwartungshaltungen sind da stark beteiligt.
Im Nachhinein sagt jeder "na klar",
aber es musste erst ausgerechnet ein Fußballtorwart sich umbringen,
bis das Thema einigermaßen gesellschaftsfähig wurde.
Wobei Erwartungsdruck auch bei Männern nur einer von mehreren Faktoren ist.



Ja, dieser Thread ist aus dem aktuellen Anlass entstanden.
Ich glaube aber nicht unbedingt, dass durch seinem Tod
großartig sich etwas verändern wird.
Schon vor 100 Jahren gab es die D. und die Entwicklung
hat bezüglich Behandlungsmöglichkeiten enormes geleistet.
Und selbst bei günstigsten Lebensläufen kann sie auftreten,
weil sie vererbbar ist. So gesehen könnte man schon fast sagen:
"Vielleicht ist das Wissen zu groß, oder vielleicht sind die Menschen zu klein.
Vielleicht werden sie dadurch, dass sie sich in die Beobachtung der
Atome hineinknien selbst seelisch atomisiert.
Vielleicht ist ein Spezialist nur ein Feigling,
der Angst hat, einen Blick über seinen kleinen Pferch hinauszuwerfen."
(John Steinbeck, Jenseits von Eden.)
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Beitragvon Gast » 18.01.2010, 19:05

Marcella hat geschrieben:

Häufig wird auch das "Vulnerabilitäts-Stress-Modell" angeführt. Es besagt, dass schon eine gewisse Verletzlichkeit und Schwächung bei den Depressionsgefährdeten vorliegt, z.B. durch (emotionale) Vernachlässigung in der Kindheit, durch den Verlust einer wichtigen Bezugsperson (auch in der Kindheit), durch Gewalterfahrungen oder auch durch krankheitsbedingte längere Trennung von der Familie etc. Als besonders sensible Phase gilt dabei das Alter von sechs Monaten bis etwa drei Jahren. Kommen dann bei solchermaßen vorgeschädigten Menschen im späteren Lebensverlauf noch weitere Belastungen hinzu, erkranken sie überdurchschnittlich häufig an einer Depression.

Marcella
.


Ganz genau! Man lese nach bei Rene Spitz, Melanie Klein, Bolwby und Harlow!
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Beitragvon Gast » 18.01.2010, 19:57

Und selbst bei günstigsten Lebensläufen kann sie auftreten,
weil sie vererbbar ist.


Also, Depression ist nun keineswegs vererbbar. Du solltest das, was Du hier schreibst, als Deine persönliche Meinung kennzeichnen und Deine Meinung auch begründen. Die Vererbungstheorie ist eine Theorie unter vielen, ich halte sie für falsch.

Zu den Ursachen von Depressionen und anderen psychischen Krankheiten hat der amerikanische Psychiater und Psychoanalytiker Dan Casriel hervorragende Grundlagenstudien betrieben. Er fand heraus, dass diese Krankheiten in Naturvölkern nicht vorkommen. Er hat den Begriff der emotionalen Mangelgesellschaft geprägt - "mit ihren Folgen für die Menschen: Einsamkeit, Verzweiflung, Gefühllosigkeit und Beziehungslosigkeit. Menschen, die gehalten, angeschaut und angehört werden, die sichere Bindungen eingehen und vertrauensvolle Nähe zu Anderen aufbauen können, sind belastbarer in Krisen und widerstandsfähiger gegenüber Erkrankungen, Süchten oder destruktivem antisozialem Verhalten."

http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Casriel

Die von Casriel entwickelte emotionale Therapie (Bonding-Therapie) wird auch in Deutschland angewendet. In den 90er Jahren habe ich diese Therapie gemacht, mit durchschlagendem Erfolg, seinerzeit. 12 Jahre ohne Depressionen sind schon was.

Sehr erfolgreich ist auch die Festhaltetherapie (Jirina Prekop).

Bei allen diesen Therapien werden keinerlei Medikamente verabreicht.

In Naturvölkern erfolgt die Erziehung der Kinder völlig anders, als in unseren westlichen Zivilisations- und Leistungsgesellschaften - da werden Kinder am Körper getragen, gestillt, leben im Verbund mit einer Großfamilie und kriegen Körperkontakt satt. Ein tolles Buch zu diesem Thema ist :

Jean Liedloff: Auf der Suche nach dem verlorenen Glück. Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit.

Was über Generationen weiter gegeben wird, sind die destruktiven Famillienverhältnisse und die destruktiven Erziehungsmethoden, der Mangel an Körperkontakt und Gehaltensein. Schwere Traumata, oft in frühestem Säuglingsalter, tun ihr Übriges. Und die wenigsten Menschen erhalten Zugang zu diesen Traumata im Säuglingsalter.

Meinen eigenen Sohn habe ich übrigens am Körper getragen, was das Zeug hält. Ich habe ihn gestillt bis zum Alter von 18 Monaten. Und er ist der einzige in der gesamten Familie, der sehr stabil ist, eine hervorragend entwickelte Glücksfähigkeit hat und wirklich in sich ruht. Von Depressionen wirklich keine Spur.
JanisJoplin
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Beitragvon maktiv » 18.01.2010, 20:07

gabriele99 hat geschrieben:@ maktiv

...Mich würde vielmehr interessieren,
welche spezielle Behandlungsmethode DIR geholfen hat.
Meine Erfahrung ist, dass ein jeder SEINE Depression anders erlebt,
und ich glaube, dass es auch eine Tatsache ist,
dass jede Depression in ihren Ausmaßen doch einzigartig ist.-
Hier kann letztlich nur helfen,
einzelne Erfahrungen zusammenzutragen,.........


Ich kann hier wirklich nur für mich selbst sprechen.
Als Betroffene mit mehr als 40jährigem Kontakt zu Depressionen und ihren anderen Erscheinungsformen
mit mehr und weniger intensiven Zeiten, mit Psychopharmaka und vielfältigen Therapien vor vielen Jahren,
hatte ich das Glück, seit etwas 20 Jahren einen Arzt, einen Akupunktmasseur und einen Homöopathen gefunden zu haben,
die teils parallel, teils in unterschiedlichen Zeiträumen mit mir gearbeitet haben
und deren Behandlungsmethoden (Psychokinesiologie, Homöopathie aus anthroposophischer Sicht) mir geholfen haben,
ohne Medikamente auskommen zu können.
Und so konnte ich - ohne Medikamente - ohne Alkohol - ohne zwanghaftes Essen -
eine klare Vorstellung entwickeln, was ich in meinem Leben ändern wollte und musste und es auch ausführen (aber auch erst dann!!).

Ich fühle mich allerdings nicht (noch nicht??) geheilt, sondern habe den Eindruck,
sorgsam mit mir selbst umgehen zu müssen und besonders darauf achten zu müssen, was mir gut tut.

Dazu gehörten im Jahr 2009 auch verschiedenste Schritte zu mehr Kontakten zu Mitmenschen (u.a. 50+ :) )

Wichtig für mich sind nach wie vor die kinesiologischen Behandlungsmethoden meines Arztes.
maktiv
Moderatorin der Regionalgruppe Osnabrück

Liebe ist gemeinsame Freude an der wechselseitigen Unvollkommenheit.
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Beitragvon Tarantel60 » 18.01.2010, 21:51

janisjoplin hat geschrieben:
Und selbst bei günstigsten Lebensläufen kann sie auftreten,
weil sie vererbbar ist.


Also, Depression ist nun keineswegs vererbbar. Du solltest das, was Du hier schreibst, als Deine persönliche Meinung kennzeichnen und Deine Meinung auch begründen. Die Vererbungstheorie ist eine Theorie unter vielen, ich halte sie für falsch.



Das hatte ich gar nicht gesagt,
das war der Schäferhund von nebenan.
Deutscher reinrassiger!
Und war noch nie unter die Naturvölker.
Aber gut behandelt von Anfang an,
... aber trotzdem kläfft er immer zu allen möglichen
Situationen - ob es passt oder nicht!
habe ich ihr schon x-mal gesagt,
Senta! wenn du nicht Ruhe gibst, kommst du in die Seife!
Nix hilft da, Hunde haben so ihre eigne Vorstellungen.Nicht wahr.
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Beitragvon Gast » 18.01.2010, 21:54

Und ich dachte immer,Depression bekommt man/frau von 50plus :P
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Beitragvon Gast » 18.01.2010, 22:09

Tarantel60 hat geschrieben:
janisjoplin hat geschrieben:
Und selbst bei günstigsten Lebensläufen kann sie auftreten,
weil sie vererbbar ist.


Also, Depression ist nun keineswegs vererbbar. Du solltest das, was Du hier schreibst, als Deine persönliche Meinung kennzeichnen und Deine Meinung auch begründen. Die Vererbungstheorie ist eine Theorie unter vielen, ich halte sie für falsch.



Das hatte ich gar nicht gesagt,
das war der Schäferhund von nebenan.
Deutscher reinrassiger!
Und war noch nie unter die Naturvölker.
Aber gut behandelt von Anfang an,
... aber trotzdem kläfft er immer zu allen möglichen
Situationen - ob es passt oder nicht!
habe ich ihr schon x-mal gesagt,
Senta! wenn du nicht Ruhe gibst, kommst du in die Seife!
Nix hilft da, Hunde haben so ihre eigne Vorstellungen.Nicht wahr.


Willst Du nicht lieber den Thread wechseln? Irgendwie passen Deine Ergüsse nicht so richtig zum Thema. Versuchs doch mal bei G-Punkt oder Heiratsmarkt, da kannst Du nach Herzenslust Blödsinn verzapfen. Und nimm Deinen Schäferhund am besten gleich mit. Hier kommt das irgendwie nicht so gut.
JanisJoplin
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Beitragvon Gast » 20.01.2010, 18:47

@janisjoplin magst du ein bisschen mehr vor der methode erzählen, die du als therapie hattest?

glaubst du, dass diese auch bei burnout und die darauffolgende depression angewandt werden kann?

ist sie sehr aufwendig?

ich denke aber, dass die wieder keine KK bezahlen wird, denn antidepressiva sind ja günstiger!?
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Beitragvon bsjulie » 20.01.2010, 19:38

Ich ürde mich gern an der Diskussion beteiligen.
Ich arbeitetäglich mit ielen Menschen. die eine psychiche Erkankung haben. keiner ist davor gefeit.
Es gibt sehr viee unterschiedliche Therapieansätze, davon wurde ja schon gesprochen.
Leider ist die Suche der Betroffenen nach professioneller Hilfe oft ein schwieriges Unterfangen. In vielenRegionen gibt es eine Unterversorgung mit "klassischen" und auch mit aternativen Therapeuten.
Die Beroffenen leiden und die Angehörigen leiden mit. Kaum jemandem ist bekannt, dass bereits Kleinstkinder erkranken können.
Ob Depressionen vererbbar sind, weiß ich nicht. Aber was ich weiß ist, dass jeder eine Depression bekommen kann. Die Veranlagungen dazu tragen wir in uns. Je nach Lebensumständen tritt sie auf oder nicht.
Übrigens, ich sehe die Verabreichung von Antidepressiva sehr kritisch, Aber dass ist natürlich meine persönliche Meinung
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Beitragvon Gast » 20.01.2010, 21:19

abcdef.1 hat geschrieben:@janisjoplin magst du ein bisschen mehr vor der methode erzählen, die du als therapie hattest?

glaubst du, dass diese auch bei burnout und die darauffolgende depression angewandt werden kann?

ist sie sehr aufwendig?

ich denke aber, dass die wieder keine KK bezahlen wird, denn antidepressiva sind ja günstiger!?


Die Methode wird auch in einer Klinik in Bad Herrenalb und in anderen Kliniken angewendet. Wird, wenn genehmigt von der Krankenkasse bezahlt. Man muss mit mindestens sechs Wochen rechnen. Meines Wissens. Und man muss sich darauf einlassen. Ich schick Dir mal einen Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Herrenalber_Modell

Mir hat diese Therapie, die ich seinerzeit selbst bezahlen musste (in der Hirsemühle) sehr geholfen. Und anderen auch. Erkundige Dich einfach mal bei den Kliniken, ich meine, die in Bad Herrenalb ist die beste.

Gruß
JanisJoplin
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