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Beitragvon Oase100 » 21.09.2011, 23:10

Man liest immer wieder über zunehmende Zahl psychischer Erkrankungen im Alter. Insbesondere der Depressionen wir ein hoher Zuwachs bescheinigt. Welchen Eindruck habt ihr in bezug auf euer eigenes Leben? 
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Beitragvon Tarantel60 » 22.09.2011, 12:33

Hier habe ich es gelernt, dass mein eigenes Leben niemanden etwas angeht, nicht wahr. Das aber sollte natürlich für niemanden Anlass sein depressiv zu werden.

Wenn man die Zahlen näher anschaut, sieht man, dass heute 60% alle Erkrankungen die D. ausmacht.
Das ist nicht speziell auf die älteren gemünzt, aber mit zunehmenden Alter wird dieser Zustand auch nicht gerade besser, ganz im Gegenteil, denn 80% alle Bundesbürger erleben mindestens 1x in ihrem Leben eine mehr oder minder schwere D. Episode. Ferner ist auch schon bekannt, dass Kinder mit nur 10 Jahren an schweren D. leiden!
Das alles sollte uns zu denken geben.

Das Thema D. wurde hier schon rauf und runter gegurgelt, schau dich um und du wirst dich wundern.
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Beitragvon vanillatraum » 22.09.2011, 22:58

@ Tarantel, deine Aufzählung find ich gut, richtig gut, Im Grunde ist eine Aufzählung, die wir von allen Seiten suggiert bekommen. Ich bin da leider auch nicht ganz frei von..... von dieser Suggestion.


Was ist denn so verwerflich daran, mal einige Zeit "nur traurig zu sein" und sich "mal zurück zu ziehnen" möchte? Vllt. nur um die eigenen Gedanken zu sortieren (= z.B. verletzende Worte einsortieren zu können) Ist man deshalb gleich depressiv?

Ich habe oft den Eindruck, dass viele vor der Tastatur sitzen und sich soziale Kontakte wünschen... wie immer sich diese Kontakte entwickeln sollen. Es wird eine Mail hin und her geschickt und dann fängt plötzlich das große Warten auf Antwort an und man wartet und wartet,.... Und je länger man wartet, um so weniger passt es. Und dies Warten vor der Tastatur ist Grund genug um auf andere Kontakte zu verzichten? Ja, das Internet hat auch Nachteile. Ängste etwas zu verpassen, werden evtl. mehr geschürt.

Viele möchten noch einen "Lebenspartner" finden. Wunderbar. Allerdings um hier mal nur als "Frau" zu antworten: Ich find es auch schön, auch Gleichgesinnte kennenzulernen, DIE auch nur Spaß daran hat, mal nach neuen Handtaschen zu schauen und hinterher vllt noch ein Sektchen. Lachen und Lästern finde ich ganz wichtig. (Lästern ist nur selten negativ behaftet).


Ich bemühe mich grad, um schöne Worte zu finden, dass "soziale Kontakte" nicht immer gleichbedeutend mit "Beziehung" einhergehen und dies ist nicht immer ganz einfach. Nur dieses Wort Depression macht einen ja schon schwermütig ( und was es alles für Depressionen gibt) Am meisten bedaure ich diejenigen, die zu Zweit einsam sind..


LG Vanilla
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Beitragvon Oase100 » 22.09.2011, 23:11

Entschuldigung,

ich wollte hier nicht im Trüben graben. Eigentlich bin ich auch der Ansicht wie vanillatraum, das man seine Zeit auch am PC totschlagen kann...anstatt wirklich raus zu gehen, unter die Menschen. Eine Kunst sollte man immer wieder üben, nämlich auf die andere Seite zu schauen, sozusagen über den eigenen Horizont.  
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Beitragvon Tarantel60 » 23.09.2011, 14:03

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@ Tarantel, deine Aufzählung find ich gut, richtig gut, Im Grunde ist eine Aufzählung, die wir von allen Seiten suggiert bekommen. Ich bin da leider auch nicht ganz frei von..... von dieser Suggestion.





Keine Ahnung, was du mir damit sagen wolltest, aber Suggestion war das mit Bestimmtheit nicht.
Depression kann man nicht suggerieren! Schon gar nicht kann man D. mit gerade Verstimmung ab tun.
Außer dem ist diese Krankheit wesentlich älter, als das Internet.
Wie du siehst V. deine ganze Aufregung war vergebens. Denn über eine D. gibt es eine Menge zu sagen, ohne sich gegenseitig anzugreifen!
Also man sollte vielleicht doch - wie uns Oase empfehlt - "über den eigenen Horizont." schauen.
... hinter dem Horizont geht´s weiter! ♫
Nicht wahr.
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Beitragvon Solist3 » 25.09.2011, 0:17

vanillatraum hat geschrieben:@
(...)
Was ist denn so verwerflich daran, mal einige Zeit "nur traurig zu sein" und sich "mal zurück zu ziehnen" möchte? Vllt. nur um die eigenen Gedanken zu sortieren (= z.B. verletzende Worte einsortieren zu können) Ist man deshalb gleich depressiv?

LG Vanilla


Ich finde deine Äußerung sehr gut, abgesehen davon, dass zwischen "mal einige Zeit nur traurig zu sein" und einer richtigen Depression "Welten" liegen.
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Beitragvon gingin42 » 26.09.2011, 13:48

Eine unbehandelte Depression kann zum Suizid führen, bei jung und alt.
Die Depressionen im Alter häufen sich , so gesehen, nicht. Die gab es schon immer, es hat nur niemand so darauf geachtet wie heutzutage. Seit Personen aus dem öffentlichen Leben immer häufiger mit Symptomen im Fernsehen zu sehen sind, bekommt die Depression allgemein mehr Aufmerksamkeit..........und das ist gut so.
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Beitragvon Tarantel60 » 26.09.2011, 14:10

Das kann ich nicht bestätigen gingin denn schon vor 30 Jahren waren unsere Stationen voll belegt mit depressiven Patienten! Höchstens ist das die Presse, die alles bis in die Unkenntlichkeit in die Öffentlichkeit trägt. Persönliche Intimsphäre gibt es nicht mehr, ganz egal, ob prominent oder nicht - alles muss raus! Die Vorstufe von D, die Burnout Syndrom ist allerdings bekannt. Das ist die neue Entwicklung und ist in den Industrieländer sehr verbreitet. An und für sich nicht weiter verwunderlich, bei dieser Geschwindigkeit, wonach heute Lifestyle beurteilt wird. Nicht wahr. ☼
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Beitragvon reisefreudige » 28.09.2011, 15:52

Tarantel60 hat geschrieben:Das kann ich nicht bestätigen gingin denn schon vor 30 Jahren waren unsere Stationen voll belegt mit depressiven Patienten! Höchstens ist das die Presse, die alles bis in die Unkenntlichkeit in die Öffentlichkeit trägt. Persönliche Intimsphäre gibt es nicht mehr, ganz egal, ob prominent oder nicht - alles muss raus! Die Vorstufe von D, die Burnout Syndrom ist allerdings bekannt. Das ist die neue Entwicklung und ist in den Industrieländer sehr verbreitet. An und für sich nicht weiter verwunderlich, bei dieser Geschwindigkeit, wonach heute Lifestyle beurteilt wird. Nicht wahr. ☼




Hallo Tarantel,
hab mir gerade Dein Profil angesehen. Du warst also im med. Bereich taetig und bist jetzt pensioniert.
Nun zum burn out Syndrom, glaube das hab ich jetzt schon an die 2 Jahre. Ob es die Vorstufe zur Depression ist, koennte es zwar sein , muss aber nicht. Glaube wenn man "ausgebrannt " ist , ist einem alles zu anstrengend, und nicht mehr so wichtig, halt kraftlos. Zumindest geht es mir so, war ja auch ein 10 Jahre langer Kampf. Fliege in Kuerze fuer drei Wochen nach Deutschland, muss mein neues Wohnen vorbereiten. Dann noch einmal zurueck, moechte noch nach Assuan u. Luxor zur Verabschiebung. Ausserdem suche ich einen bestimmten sehr alten, kleinen Ort, den es sicher schon nicht mehr gibt. Wenn Du Lust hast, komm doch mit, waerst mein Gast
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Beitragvon gingin42 » 29.09.2011, 10:18

Es gibt, so denke ich, viele Wege hin zur Depression.
Bornout ist nur einer davon.?
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Beitragvon Oase100 » 02.10.2011, 15:49

Denke ich auch. Sicherlich können auch ein niedriges Selbstbewusstsein, Verlusterlebnisse  und Vereinsamung etc. in eine Depression führen. 
Manchmal fahre ich mit dem Fahrrad an einem Altenheim vorbei und schau dann in die Fenster. Oft sitzen die Alten dort herum, sehr oft ganz allein, was natürlich nur der äussere Eindruck sein mag.
Es bedrück mich immer wieder aufs Neue, wenn ich da hineinschaue. 
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Beitragvon annamaria52 » 02.10.2011, 16:56

Ja das glaube ich auch. Ich denke aber, es kommt durch die zunehmende Einsamkeit im Alter. Finde ich persönlich traurig. Man muss halt dagegen wirken.
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Beitragvon RichardKoenig » 12.10.2011, 12:48

ja, definitv, nimmt das mit dem alter zu. Deswegen bin ich beispielsweise totaler verfechter, ältere mitbürger (60+) in eine senioren residenz einzumieten, weil sich dort die drepressions-effekte noch verstärken.

aber - themenverwandt- was mich persönlich sehr überrascht ist, dass auch immer mehr jüngere leute in drepessionen verfallen. sei es durch das internet (facebook...), universität etc.
quelle: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at ... iche.shtml
und das ist dann erst recht traurig!
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Beitragvon romantik41 » 12.10.2011, 13:11

Solist3 hat geschrieben:
vanillatraum hat geschrieben:@
(...)
Was ist denn so verwerflich daran, mal einige Zeit "nur traurig zu sein" und sich "mal zurück zu ziehnen" möchte? Vllt. nur um die eigenen Gedanken zu sortieren (= z.B. verletzende Worte einsortieren zu können) Ist man deshalb gleich depressiv?

LG Vanilla


Ich finde deine Äußerung sehr gut, abgesehen davon, dass zwischen "mal einige Zeit nur traurig zu sein" und einer richtigen Depression "Welten" liegen.


zwischen einer richtigen depression und traurigkeit ist ein riesengrosser unterschied. traurig sind alle menschen hie und da (das ist keine krankheit.) eine depression aber schon..^^
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Beitragvon lacrima » 12.10.2011, 13:33

mit zunehmendem Alter verlassen uns immer mehr Menschen, die uns lieb und wert, wichtig in unserem Leben waren. Ich hatte gerade mehrere Verluste hinter mir, fand es traurig, das man diese Trauer einer Depression oft gleichsetzt und zu einer Therapie rät, um darüber zu reden.......
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