_Sucher_ hat geschrieben:Ohne Konflikte würde die Menschheit glücklich das Leben verbringen, faultierartig herumhängen oder biblisch gesprochen noch im Paradies leben, wenn da nicht einige menschliche Eigenschaften wären, die Konflikte schaffen: vor allem Neid (Mißgunst), Prahlerei und Rechthaberei haben uns vor paradiesischen Zuständen bewahrt. Krieg ist eben ein besonders böse ausgetragener Konflikt, an dem mehr als zwei beteiligt sind... Unbestreitbar ist, daß aus Konflikten sicherlich die größten "Fortschritte" zu verzeichen sind, denn wo wird noch so viel geistige Anstrengung, tiefstes Nachdenken und Erfindungsreichtum wird investiert, um Sieger zu werden?
Guten Abend,lieber Sucher,
die von Dir erwähnten menschlichen Eigenschaften sind genau solche,die Konflikte gerieren und dann jenen Prozess in Bewegung setzen,der zu Veränderungen,Fortschritt führen kann. Die geistigen Anstrengungen müssen zielorientiert sein .Wenden wir uns einmal ab von rein militärischen Motiven.Da hast Du das Stichwort "Sieger" gegeben.Der Teilnehmer an einem sportlichen Wettbewerb will Sieger sein,wer seinen Dackel unter anderen zur Schau stellt,will den ersten Preis.Wollen sie alle auch Macht--wie Chi schreibt?--.
Die im Mittelalter besonders in Europa grassierende Pest (etwa 20 Mill.Tote),konnte wirksam erst dann bekämpft werden ,als Antibiotika und Schutzimpfung zur Verfügung standen.Die nachfolgenden Pocken konnten über Jenners Bemühungen beseitigt werden.War da in allen Fällen Machtstreben als Motiv zu erkennen?
Vielleicht oder auch sicher wollen sie alle Ruhm, auf dem Treppchen stehen und im Beifall baden.
Vielleicht wollen manche auch nur helfen aus innerer Teilnahme an der Not des Mitmenschen.
Andere wiederum sind über materielle Anreize zu motivieren.
Der Philosoph will bestenfalls die Welt verändern(Kant,Hegel und Marx haben das).
Jedenfalls hast Du uneingeschränkt Recht; aus Nichtstun entsteht nichts.Der Fortschritt braucht Motivation und zielgerichtetes Handeln.
Sei gegrüßt!
Katharina