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Beitragvon Matimba » 21.10.2011, 12:16

Ich spiele schon seit vielen Jahren Drehorgel und musste immer wieder erleben wie sich Drehorgelspieler gegenseitig schlecht machen nur weil bestimmte Drehorgeltypen bei einigen Personen nicht beliebt sind.

Frauen und Männer die elektronisch gesteuerte Orgeln spielen werden als Luftpumper und Drehorgeldilettanten beschimpft und an vielen Drehorgel Treffen nicht zugelassen.

Jede Drehorgelsteuerung läuft nach dem gleichen Prinzip ab, egal ob das mit Stiftwalzen, Lochkarte, Lochband oder elektronisch geschieht, werden Ventile geöffnet oder geschlossen so dass die Pfeifen Luft oder keine Luft haben.
In keiner Drehorgel ist Musik abgespeichert sonder nur die Musikinformationen, die Musik entsteht durch die Ansteuerung der Pfeifen, also eben durch Luft oder keine Luft also DIGITAL! Und das bei allen Orgeln.

Kein Drehorgelspieler ist ein Musiker, er dreht nur schneller oder langsamer an seiner Drehorgel, die Musik erzeugt das Instrument.

Hätte man vor einigen hundert Jahren elektronische Speichermedien gekannt, währen nie Walzen oder Lochband Drehorgeln hergestellt worden.
Die Drehorgelbauer hatten damals wie heute einfach nach einem Speichermedium gesucht, auf das sie die Musikinformationen speichern konnten.

Bevor wieder diskutiert wird, was echte Drehorgeln und rechte Drehorgelspieler und Spielerinnen sind sollte man das Gehirn einschalten, es spielen ja alle aus Freude an der Musik Drehorgel, die Art der Steuerung ist doch egal.
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Beitragvon Giorgio » 14.12.2011, 19:37

Moin moin Matimba,
bin selber Drehorgelspieler. Besitze eine Original Berliner aus dem Hause von Herrn Stüber.
Es handelt sich um eine Lochbanddrehorgel.
Mich ärgert, das manche Drehorgelspieler, desssen Drehorgel mit einem Stick bestückt sind, jedes Kind, jeden Zuschauer drehen lassen, aber die Musik "eiert" nicht. Kann sie auch nicht, sie wird durch den Microprozessor immer im Takt gehalten wird. Es ist also keine kunst, dieses Gerät zu bedienen so das gute Musik heraus kommt.
Bei einer mechanischen Lochbanddrehorgel aber, muß ich mit dem Gehör spielen. ich muß den Takt durch meine immer sich veränderten Drehgeschwindigkeit halten. Weil der Umfang der Lochbandrolle sich verringert, muß ich die Drehgeschwindigkeit erhöhen. Das alles aber bitte unmerkbar für den Zuhörer. Also, so einfach ist das Spielen nicht, es gibt wirklich gravierende Unterschiede.
Gerne lade ich Dich einmal zum Probespielen ein, Du wirst danach erkannt haben, das es leicht zu spielende und auch schwer zu spielende Drehorgeln gibt. Gleich sind nur die äusseren Kästen.
Bis dahin "gut dreh" Gruß Giorgio, drehorgelspieler.net
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