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Forum der Regionalgruppe Märkisches Sauerland

Moderatoren: engel07, protox

Beitragvon protox » 22.06.2009, 16:32

Dönekes oder Vertellkes

So nennt der Sauerländer seine liebgewonnenen Geschichten und Erzählungen.
Die Dönekes sind humovoller als die Vertellkes.
Der Sauerländer ist manchmal wortkarg kann aber wenn er ein Döneken erzählt oder gerade mit seinem Nachbarn ein Vertellken hält richtig in Wallung geraten.
Und neugierig ist der Sauerländer sowieso.
Besonders gute Nachrichten interessieren den Sauerländer sehr.
Deshalb gehören die auch hier hin.

Das soll mal genug sein als Erklärung.

Natürlich lass ich mal ein Döneken hier.
Tatsächlich passiert.
Da heb ich drei Finger für inne Luft.

Ein Sauerländer in einer dänischen Hafenbar fragt nach vier fünf Bier die Bedienung.
Orginaltext:
Der Sauerländer : hef ju zigaretts vor mie
Die Bedienung : :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?:
Der Sauerländer: hef ju HB
Die Bedienung: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?:
Der Sauerländer: hmmm hef ju Ernte
Die Bedienung: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?:
Der Sauerländer : ja denn! Bring mir wat ju hef
Die Bedienung: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?:
Ich sag Malboro
Bedienung: :idea: :idea: :idea: :idea: :idea:
Die kleine hübsche Dänin, ging und kam nach einer Weile mit der Schachtel Zigaretten zurück.

Warum werden die Sauerländer nicht immer gleich verstanden ???

Kennst Du auch ein Döneken oder ein Vertellken ? Dann lass es bitte hier.
Zuletzt geändert von protox am 06.11.2010, 20:29, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon protox » 23.06.2009, 20:52

Na ! Noch Lust auf ein Vertellken ?

Ein sauerläder Grundschüler sitzt noch spät an den Hausaufgaben
Der Vater fragt warum er denn so viel Hausaufgaben auf habe.
Der Knirps antworte: " die Lehrerin hat gesagt :" ich schreibe nun die Hausaufgaben an die Tafel und höre erst auf wenn Ruhe in der Klasse ist "
"Das mit der Ruhe " sagt der Knirps " hat wohl etwas lange gedauert"

passiert letzte Woche im Sauerland

oh du schöne Schulzeit
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Beitragvon protox » 25.06.2009, 16:22

Heute iss kein Wetter für Dönekes oder Vertellkes.

Ich schwitze ja so schon unter de Zunge.
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Beitragvon engel07 » 25.06.2009, 22:49

protox hat geschrieben:Heute iss kein Wetter für Dönekes oder Vertellkes.

Ich schwitze ja so schon unter de Zunge.



mußt du Eis drauf tun

das Wassereis was über ist, muß eh' weg :roll:
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Beitragvon protox » 27.06.2009, 16:11

Es iss fasst genau 50 Jahre her, da stand ein kleiner Junge im Sauerland auf einer staubigen Dorfstraße und dachte über eine Erfrischung nach.
Er hatte wie im Sommer üblich hier aufem Dorf ein blaues kurzes Turnhösken und ein kurzärmeliges Unterhemdken an
Man war das ein heißer Tag.
Der kleine hatte genau beobachtet wie der Bauer Sauer seinen alten Trecker (Traktor) am Ehrenmal abgestellt hatte und mal eben für ein Vertellken nach Sprenger`s runter gegangen war.
Man war das ein heißer Tag.
Und an dem Trecker hing ein Fass.
Eine alte längliche Stahlröhre bei der zur Stabilisierung einige Eisenringen um den Bauch angebracht waren.
Man war das ein heißer Tag.
„Der bringt bestimmt Wasser nache Kühe“ dachte der Knirps.
Das Fass hatte einen Auslauf am Ende.
Man war das ein heißer Tag
Dieser Auslauf war, wie sollte es anders sein, verschlossen und für so einen kleinen Jungen verdammt hoch oben angebracht.
Man war das ein heißer Tag.
Der kleine Junge stellte sich auf die Zehenspitzen und erkannte, jawoll ich komme bis an den Hebel.
Man war das ein heißer Tag.
Wasser war im Sommer in diesem Dorf immer knapp, deshalb war es nicht ratsam dieses kostbare Gut auch noch für eine Erfrischung zu verschwenden.
Man war das ein heißer Tag.
„Es muss schnell gehen“ dachte der kleine Junge, stellte sich zuerst genau unter den Auslauf dann auf die Zehenspitze, ergriff den Hebel und erwartete schon den kühlenden Wasserstrahl auf seinem Körper.
Man war das ein heißer Tag.
Nun ergoss es sich über ihn.
Die Sonne brannte tierisch heiß erst lief der Schweiß und nun die Scheiß.
Neiiiiiin der Bauer Sauer hatte kein Wasserfass hinter dem Trecker.
Es war ein Jauchefass.
Keiner weiß mehr genau wie lange die Schockphase angehalten und wer letztendlich den Hebel wieder zu gemacht hat.
Die Mutter des Jungen, oder besser gesagt dieses stinkende von Jauche triefenden Etwas, war hoch erfreut über diese Tat ihres Sohnes, machte er doch sonst kaum Blödsinn.
Der Junge wurde in einem alten Steingutspülstein im Keller des Elternhauses mit einer Wurzelbürste, kaltem Wasser und Neutralseife lange, ach was sage ich, sehr lange geschruppt.
Der Gestank zog noch Wochen durch Haus und der Junge nie mehr an einem Hebel.
Zu einem Stadtgespräch hat der Vorfall nicht gereicht.
Aber wo gab es damals schon Städte.

Wahre Geschichte, dafür verbürge ich mich *g* kenne den Jungen gut.
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Beitragvon Gast » 01.07.2009, 15:33

für den Pinselheinrich " Zille "
Du warst ein jroßa Meista
Du hast jasacht, wie` s is.
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Beitragvon protox » 04.07.2009, 13:14

Der westfälisch-sauerländische Witz und Humor hat schon immer den Anspruch auf Kürze und Würze was der folgende Text eindrucksvoll bestätigt.

"Schnaps und Bier trink ich nun täglich,
weil mir beides gut verträglich,
denn es ging mir durch den Sinn,
wenn ich, weil ich eisern bin,
täglich zu viel Wasser koste,
hab ich Sorge, daß ich roste.“

Leider ist der Dichter unbekannt.

bis bald dann mal
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Beitragvon engel07 » 08.07.2009, 22:40

:?

es ist vielleicht kein Dönecken, aber ich muß es Euch erzählen, weil ich immer noch ziemlich sauer bin.

Ein glücklicher Zufall hat uns heute einen gemeinsamen freien Tag, einfach so am Mittwoch beschert. Das Wetter ist ja eher bescheiden also haben wir beschlossen einfach mal nach Hagen zum Stadtbummel zu fahren.
Gesagt getan, ist ja nicht so weit also los.
Parken in der Volmegalerie mitten in der Stadt ist ja praktisch und bequem also rein dort.
Nach 2 Stunden Bummeln kam die böse Überraschung:

satte 5,20 Gebüren im Parkhaus :shock: :shock: :shock: :shock: :shock:

Und das in Hagen in Westfalen also in der tiefsten Provinz.
Wir fühlen uns einfach nur abgezockt und wundern uns auch nicht mehr warum dort so viele freie Plätze zu haben waren.

Naja, auch 'ne Erfahrung.

LG
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Beitragvon Gast » 09.07.2009, 15:47

Ja da kennt Ihr Euch in Hagen nicht aus! Ich habe dort 4 Jahre gelebt. In ein Parkhaus bin ich nie gefahren. Es gibt in der City genug Parkmöglichkeiten. Sogar ohne Gebühren. :cry: :lol:
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Beitragvon protox » 09.07.2009, 19:02

Gut zu wissen Uwe,

und ich :evil: :evil: :evil: :evil: ärgere mich einfach nich.

jawoll
:wink:


bis bald dann mal
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Beitragvon protox » 11.07.2009, 14:50

Vom Negerkuss zum Kochlöffel.

Denken wir uns noch einmal in das Dorf zurück in dem der kleine Junge diese unglückseelige Gülledusche nahm.
Dieser Junge wurde eines Tages von seinem Opa in den Dorfladen geschickt um für den Opa ein Päckchen Rasierklingen zu holen.
Als er in den Laden kam war er nicht sofort an der Reihe.
Der Ladenbesitzer, Herr Schicke, musste erst noch Frau Papke bedienen.
Das konnte dauern. Die hatten sich immer so viel zu erzählen.
Also schaute sich der Junge in der Zeit ein wenig im Laden um.
Weit kamen seine Blicke nicht. Sie wurden, wie von einer fremden Kraft von den herrlich aussehenden Negerküssen hinter der Glasscheibe der Auslage, festgehalten.
Das Wasser lief ihm im Mund zusammen.
Wann hatte er das letzte Mal in einen Negerkuss gebissen und das schmelzen der Schokolade in seinem Mund geschmeckt, die sich beim Auflösen so einzigartig mit der gezuckerten Eiweißmasse zu diesem Negerkusstypischen Geschmack verband.
Ja wann ??
Plötzlich drang eine Stimme wie durch eine dicke Watte gesprochen an sein Ohr.
Hallo Junge :“ Was kann ich denn für dich tun“ sagte der immer kinderliebe Herr Schicke.
Ohne nachzudenken antwortete der Junge :“Ich hätte gern ein Päckchen Rasierklingen und einen Negerkuss“
„Das macht 55 Pfennige, 50 für die Rasierklingen und 5 für den Negerkuss“ antwortete der Ladenbesitzer.
Noch hätte der Junge es sich anders überlegen können.
Aber er tat es nicht.
Der Junge bezahlte, steckte die Rasierklingen und den Negerkuss ein, und verließ den Laden.
Noch bevor er die Dorfstrasse erreichte holte er den Negerkuss aus der Papiertüte und ließ den einzigartigen Geschmack auf sich wirken.
Bei seinem Hunger, und Hunger hatte er eigentlich immer, war das ein recht kurzes Geschmackserlebnis.
Mit einem sich nun langsam breitmachendem schlechten Gewissen und schon mal auf der Suche nach einer Ausrede machte der Junge sich auf den Heimweg.
Zu Hause angekommen lieferte er das Päckchen Rasierklingen und das Restgeld beim Opa ab.
Die entstandenen Mehrkosten erklärte er dem Opa mit einer Preiserhöhung der Rasierklingen.
Soweit ging das auch alles gut bis dann, so ungefähr 4Stunden später, das Unheil begann seinen Lauf zu nehmen.
„ Du Luise“ sagte der Opa zu seiner Tochter , der Mutter des Jungen „Die Rasierklingen sind auch schon wieder 5 Pfennig teurer geworden“
Oha! Ihr müsst wissen Luise war ein große kräftige Frau die den Krieg als Krankenschwester in Berlin hinter sich gebracht hatte und nicht viel Worte machte.
Nach einem kurzen Telefongespräch, in dem sich Herr Schicke nur schwerlich der Vorwürfe der Preistreiberei erwehren konnte, wurde nach dem Jungen gerufen.
Was nun geschah möchte ich nicht ausführlicher beschreiben.
Als Kollateralschaden blieb ein nicht mehr zu gebrauchender Holzkochlöffel zurück.
Der Hinter des Jungen schmerzte noch sehr lange.
Selbst wenn ich ihn heute treffe behauptet er aber immer noch: „Der Negerkuss wars wert und wer ist schon wegen 5 Pfennig sein ganzes Leben lang ehrlich geblieben.

Bis bald dann mal.
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Beitragvon Gast » 11.07.2009, 14:59

:D ich hab mich eben in diesen Thread verlaufen - weil ich mir unter dem
Titel nicht wirklich was vorstellen konnte :wink:
Ich habs nicht bereut - gehe mit einem Grinsen :lol: und komme gerne
immer wieder hierher - schon wegen der Geschichten von dem Jungen - der
Protox so gut bekannt ist 8) :lol: :lol:
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Beitragvon protox » 12.07.2009, 12:13

hallo @immortality
das hast Du recht :wink: den kenn ich gut 8) 8)

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Beitragvon protox » 16.07.2009, 20:26

Willsse nochen bissken vom Jungen aufm Dorf hören?

Als er eingeschult wurde war er gerade mal 5 Jahre alt.
War er überhaupt schon Schulreif ??
Er doch nicht.
Aber das hat damals keinen gejuckt.
Mit der Schultüte und den Leckereien das war ja in Ordnung.
Aber dann kam der wirklich erste Schultag.
Ihr müsst wissen, es war eine kleine Zwergschule wie sie auf dem Land so üblich waren.
Alle 8 Schuljahre, mehr waren damals nicht nötig, sind in einer Zwergschule in einem Raum untergebracht.
Natürlich schön säuberlich nach Jahrgängen getrennt.
Die Hierarchie war simpel und einfach, hatte sie sich seit bestehen dieser Schule doch absolut bewährt.
Der Lehrer passte auf die ältesten Schüler auf, die ältesten Schüler auf die jüngeren, die jüngeren auf die kleinen und die kleinen auf die i Männchen.
Warum ein i Männchen i Männchen heißt, komisch auch die Mädchen hießen
i Männchen ,sollte der Junge bald erfahren.

[center]Bild[/center]
[center]Dorfschule in der alles begann[/center]
Was der Junge nicht oder besonders gut konnte.
  1. er konnte nicht still sitzen.
  2. er konnte dem ganzen Unternehmen Schule wenig Ernst abgewinnen.
  3. das führte zu Albernheiten die der Lehrer mehrfach mit strafenden Blicken und hier und da auch mal mit einem ermahnenden Kommentar würdigte.
  4. er konnte seinen Zwillingsbruder ärgern, der war ja schließlich nur eingeschult worden damit es ihm allein nicht so langweilig wurde.
  5. er konnte nicht zuhören können weil andere Sachen garantiert wichtiger waren als die Erklärungen des Herrn Lehrer
  6. er konnte den Rest der Zeit in der Schulbank hin und herrutschen bis die Lederhose quietscht.

Diese, wie ich meine, doch unwesentlichen Ministörungen veranlassten den Herrn Lehrer schon am ersten Schultag die i Männchen mit den Worte zu verabschieden : "So ihr lieben Kinder für euch ist der erste Schultag beendet. Ihr dürft jetzt aufstehen. Verlasst den Unterrichtsraum und das Schulgelände bitte leise"
"Ha toll, bloß weg hier" diesen Satz hatte der kleine Junge noch nicht ganz zu Ende gedacht als er die Hand des Lehrers auf seiner Schulter spürte und unmissverständlich seinen eigenen Vornamen hörte, der vor den Worten " und DU bleibst noch ein wenig bei uns", gesprochen wurde.
"Du darfst heute schon einmal das Nachsitzen üben" sagte der Herr Lehrer.
Die Schadenfreude der anderen bis hin zu den Achtklässlern war deutlich zu spüren.
Der Junge musste seine Tafel wieder auspacken und durfte, ich betone D U R F T E,
als i Männchen natürlich die Tafel voller kleiner i's malen.
Das war so der erste Buchstabe den die anderen i Männchen an diesem Tag gelernt hatten.
Der Junge hatte ja wenig Zeit für's Üben gefunden.
Also malte er mit Kreide immer wieder kleine i`s auf seine Schiefertafel.
Als die Tafel voll war fragte er den Herrn Lehrer höflich " iss das gut so "
"noch nicht ganz, probier es bitte noch einmal" antwortete der Herr Lehrer.
Die, na ja, 15 bis zwanzig Minuten konzentriertes arbeiten an den i`s stellten den Herrn Lehrer dann doch zufrieden und der Junge durfte auch nach Hause gehen.

Ich kenn den Jungen ja nun gut. Dieses frühe Erlebnis hatte das Bild, das er sich so von der Schule gemacht hatte, bestätigt.
Nix für mich.
Alles viel zu streng.
Sein Verhältnis zur Schule hat sich nie mehr geändert.

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Beitragvon protox » 23.07.2009, 22:02

hier nochen döneken

Wilm grad mal 82 steht am Bahnhof.
Ein Bekannter sieht ihn dort stehen und fragt : " na du? wo wosse denn hinne"
"Ach weiße in meinem alter sterben im Moment hier inne Gegend ziemlich viel Leute.
Da häbig mir dacht fährse ma fürn paar Daage nach Plettenberg.
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