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Forum der Regionalgruppe München

Moderator: harry_cb31

Beitragvon Doosie » 02.10.2009, 22:35

Kultur und Sprache … in Bayern…

Kenntnisse der Sprache und des kulturellen und sozialen Hintergrundes
eines Landes oder Gebietes, sind der Schlüssel zum gegenseitigen
Verständnis.
Die Landschaft Bayerns und die Infrastruktur ziehen viele Nationalitäten an,
sodass hier ein bunter Mix an Sprachen und Kulturen herrscht.

Die traditionelle Landessprache aber ist bairisch -
nicht leicht verständlich für jedermann, und auch schwer zu erlernen.
Man sollte aber Land und Leute verstehen, erst dann kann man auch die oft
falsch definierten sprachlichen Auslegungen richtig interpretieren
- und sich auch wohl fühlen!

Das Volk "am Rande der Alpen" ist nicht "hoglbuachan", grob oder primitiv -
sondern traditionsbewusst und urig - oft deftig, aber doch liebenswürdig!
Gustav Mahler sagte:
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers,
nicht die Anbetung der Asche"


Es wäre schön, wenn möglichst viele Erlebnisse und Anekdoten hier
erzählt würden - einfach frei "von der Leber weg"!
- alles
... Geschichten, Musik, Eindrücke, was zum Lachen,
Wort-Sinn-Erklärungen, usw.
- auch volkstümliches, kulturelles und musikalisches aus der Region
- sozusagen "ein bunter Mix aus Bayern"

Übrigens:
bayerisch bezieht sich auf das Land Bayern
bairisch sagt man, wenn die Sprache/Dialekt gemeint ist
------------------------------------------------
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Beitragvon Doosie » 02.10.2009, 22:56

Eine "kauzige" Geschichte, urbairisch und aus der "guten alten Zeit",
ist von Weißferdl die musikalische Darstellung von Alltagserlebnissen
in der münchner Strassenbahn - auf der Fahrt quer durch die Stadt.
Damals gab es noch keine U-Bahnen und der Strassenverkehr war noch
nicht so hektisch wie heutzutage - aber die Strassenbahnen waren voll.

Ein Wagen von der Linie 8

http://www.youtube.com/watch?v=WRoQM4pl ... re=related
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Beitragvon Kaeferlein » 02.10.2009, 23:34

" Ein Münchner im Himmel " ist auch immer wieder schön anzuhören.
-weiß nur nicht, wie ich den hierreinkriege- :cry:
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Beitragvon Doosie » 02.10.2009, 23:58

Kaeferlein hat geschrieben:" Ein Münchner im Himmel " ist auch immer wieder schön anzuhören.
-weiß nur nicht, wie ich den hierreinkriege- :cry:


Hallo Kaeferlein,

hier ist "Ein Münchner im Himmel"
http://www.youtube.com/watch?v=IZK_3k98 ... re=related

Das "Hintergründige" an der Geschichte ist ja der Schluss:
..."und so wartet die Bayerische Regierung bis heute noch vergeblich
auf die göttlichen Eingebungen"
weil.... ja weil, der Aloisius lieber mit seinem Bierkrug im Hofbräuhaus
vor sich hindümpelte, als den Brief vom Petrus "ordnungsgemäß" an
Ort und Stelle abzuliefern.
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Beitragvon sternenkind1 » 03.10.2009, 11:05

Hier ein Beitrag von mir zum "bunten Mix":

Rammstein - Bayern des samma mia
http://www.youtube.com/watch?v=tUEyYuZkjVI

Auch wenn ein solcher Beitrag bei Eröffnung dieses Threads vielleicht nicht angedacht war - ich find ihn witzig und durchaus passend, zumal hier in München zur Zeit gerade das vermutlich weltweit größte Bierfest stattfindet.
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Beitragvon Doosie » 03.10.2009, 14:33

Hallo Sternenkind,
ich freu mich über Deinen Beitrag --- ALLES ist hier angedacht
und kann und soll auch rein!

Ja, das Oktoberfest ist schon fast wieder zu Ende. Aber die
Stimmung ist jedes Jahr immer wieder dieselbe - einfach gut!

Was? 6 Millionen Maß Bier sollen auf der Wies'n ausgeschenkt
worden sein - und daaaas nur in 2 Woochen.
Da haben die Leut aber einen Riesendurst g'habt -
jaja, lustig macht durstig!

Und das Reinheitsgebot zum Bierbrauen in Bayern steht halt auch
für die Qualität des bayerischen Bier's.
Ich hab da einen Sammelbierkrug auf dem steht, zur Inkrafttretung
des Reinheitsgebots:
"Der Herr Bürgermeister gibt bekannt, daß ab Mittwoch Bier gebraut wird
und deshalb ab Dienstag nicht mehr in den Bach geschissen werden darf!"
:lol:

"Gott sei Dank".... diese Zeiten sind längst vorbei - jetzt haben wir ja Kanalisation!

LG Doosie


Franzl Lang --- "I möcht gern an Biersee....."
http://www.youtube.com/watch?v=Kpj-xgnaquw
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Beitragvon Doosie » 03.10.2009, 14:53

Jodeln,
...sagt man kommt ja eigentlich aus Japan.
Aber in den Bergen haben die Senner und Sennerinnen mit dem Echo
des Jodelns in der Einsamkeit der Almwirtschaft ihrer Freude oder
Besorgnis Ausdruck verliehen und auch Nachrichten übermittelt.
Noch jetzt wird beim Almauftrieb des Viehs auf die saftigen Bergweiden
im Frühjar, und beim Almabtrieb im Herbst, dieses Brauchtum wach gehalten.

.. Jodeln gehört zu Bayern und den Bergen!

Franzl Lang - Einen Jodler hör ich gern
http://www.youtube.com/watch?v=67rc96jo ... re=related
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Beitragvon Gast » 04.10.2009, 21:12

Also - als Erstes möchte ich mich für diesen Thread bedanken, ich finde ihn ganz wunderbar. Nicht nur die Einführung, sondern auch die Beiträge.
Ich liebe diese Bayerische Musik. Und ich liebe Bayern. Ich lebe hier schon seit ca. vierzig Jahren und obwohl ich leider bairisch nicht sprechen kann (aber verstehen), sogar deutsch mit einem Akzent spreche, ich fühle mich hier zu Hause.
Es gibt viele Gründe, warum ich nirgendwo anders leben möchte. Ein wichtiger Grund ist die Schönheit der Bayerischen Landschaften, die ich durch manche Wanderungen kennen lernen konnte.

Ich bringe hier ein paar Fotos von unserer gemeinsamen Schlierseewanderung. Der Tag war zwar nicht sonnig gewesen, es hat zeitweise sogar geregnet, doch wir haben die wunderschöne Natur richtig genossen.
Wir müssen noch öfter solche Wanderungen unternehmen. Mal sehen, ob sich unter uns wieder ein paar "Wanderexperten" finden, da Alanya nicht mehr da ist. Wenn nicht, versuche ich mich "schlau zu machen".

Und nun hier die schönen Erinnerungsbilder aus Bayern.
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Beitragvon Doosie » 04.10.2009, 21:43

Hallo Malaika,
danke für Deine Zustimmung und Deine Schilderung. Es freut mich, dass
Du Dich in Bayern und München wohlfühlst - was man ja auch an Deinem
Engagement hier im Interesse zum Erhalt des Münchner Regionalforums
erkennt.
Der Schliersee ist wirklich idyllisch und schön, auch der Spazierweg um
den See - wie an allen oberbayerischen Seen.
Eine schöne Herbstwanderung ist auch am Spitzingsee. Entweder vom Plateau
aus zu Fuss zur Firstalm - wo man auch schön einkehren kann. Oder mit der
Taubensteinbahn auf den Taubenstein und dann auf dem Wanderweg über die
Rotwand wieder zurück nach Spitzing.

Na denn, viel Spass und Freude Dir weiterhin in Bayern!

LG Doosie

Taubensteinbahn
http://www.spitzingsee.de/taubensteinbahn.html

untere Firstalm
http://www.untere-firstalm.de/
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Beitragvon Gast » 04.10.2009, 22:09

Ich bin eine gebürtige Niederbayerin, die schon lange in Oberbayern wohnt. Der Münchner Merkur hat letzte Woche folgenden Leserbrief von mir veröffentlicht, der Bezug nahm auf einen Artikel "Wo Bayerns Stolz sich zeigt":

"Gerade zurück aus der Stadtmitte habe ich mir wieder einmal geschworen, während der Wienszeit nicht mehr dort hin zu gehen. Meine Damen aus nah und fern, was tut Ihr nur unserem Dirndlgwand an?

Da sind die ganz Kurzen, beliebt vor allem bei jungen Mädchen, deren Rocklänge so manchen stämmigen Oberschenkel erst richtig zur Geltung bringt, vor allem in Verbindung mit knöchelhohen Turnschuhen. Dann diese schulterfreien Pseudo-Chiffon Blusen, die zum Dirndl passen, wia da Teifi ins Kripperl. Der Oberpollinger propagiert in seiner Werbung gleich das Mieder ohne jede Bluse. Die Beratungsstelle für sexuelle Übergriffe auf der Wiesn wird diese Dirndlform sicherlich begrüssen.

Knöchelbrecher mit Plateausohlen, weiße Lackstiefel, derbe Haferlschuh mit dicken Socken, stimmhaftes "S" und Maniriertes aus dem Mund der schönen "Bayerin" passen in meinen Augen und Ohren ebenfalls nicht zu unserem Festtagsgwand.

Als ich im Frühsommer mit Dirndl in München unterwegs war, wurde ich gefragt, ob den schon Wiesn wäre oder ob ich Bedienung im Hofbräuhaus sei. Armes Dirndl, wenn es zum Oktoberfest-Faschingskostüm oder zur reinen Arbeitskleidung verkommt!"

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, welches Echo ich auf diesen Leserbrief bekam.
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Beitragvon scherzkeks77 » 05.10.2009, 20:37

ja das Jodeln wurde tatsächlich von den Japanern erfunden, es geschah
als bei einer Bergtour ein Koffer Radio einen Abhang runter rutschte
da sagte ein Japse zum anderen
hol-du-de-ladio :D
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Beitragvon Doosie » 06.10.2009, 11:30

:lol: :D :lol: :D :lol: :D :lol:

Scherzkekse - diese Japaner !!!
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Beitragvon Doosie » 06.10.2009, 11:33

und hier ein "allgemein verständlicher" Preiss'n-Jodler
zum bayerischen Kulturgut!

http://www.youtube.com/watch?v=Q4nPHL8L ... re=related
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Beitragvon Doosie » 06.10.2009, 19:50

Tosca1955 hat geschrieben:Ich bin eine gebürtige Niederbayerin, die schon lange in Oberbayern wohnt. Der Münchner Merkur hat letzte Woche folgenden Leserbrief von mir veröffentlicht, der Bezug nahm auf einen Artikel "Wo Bayerns Stolz sich zeigt":

"Gerade zurück aus der Stadtmitte habe ich mir wieder einmal geschworen, während der Wienszeit nicht mehr dort hin zu gehen. Meine Damen aus nah und fern, was tut Ihr nur unserem Dirndlgwand an?

Da sind die ganz Kurzen, beliebt vor allem bei jungen Mädchen, deren Rocklänge so manchen stämmigen Oberschenkel erst richtig zur Geltung bringt, vor allem in Verbindung mit knöchelhohen Turnschuhen. Dann diese schulterfreien Pseudo-Chiffon Blusen, die zum Dirndl passen, wia da Teifi ins Kripperl. Der Oberpollinger propagiert in seiner Werbung gleich das Mieder ohne jede Bluse. Die Beratungsstelle für sexuelle Übergriffe auf der Wiesn wird diese Dirndlform sicherlich begrüssen.

Knöchelbrecher mit Plateausohlen, weiße Lackstiefel, derbe Haferlschuh mit dicken Socken, stimmhaftes "S" und Maniriertes aus dem Mund der schönen "Bayerin" passen in meinen Augen und Ohren ebenfalls nicht zu unserem Festtagsgwand.

Als ich im Frühsommer mit Dirndl in München unterwegs war, wurde ich gefragt, ob den schon Wiesn wäre oder ob ich Bedienung im Hofbräuhaus sei. Armes Dirndl, wenn es zum Oktoberfest-Faschingskostüm oder zur reinen Arbeitskleidung verkommt!"

Ihr könnt Euch nicht vorstellen, welches Echo ich auf diesen Leserbrief bekam.


Hallo Tosca,
ich finde Deinen Artikel treffend und köstlich. Wirklich schade, dass die Kleidung als "Kulturgut" hier oft so "verkitscht" wird.
Eigentlich ist Tracht und Dirndl ja eine traditionelle Kleidung - die bestimmt nicht in der Gründerzeit von 1810 so vorgeschrieben war. Man trug eben "Festtagskleidung" zur Volksfeier mit Pferderennen anlässlich einer königlichen Hochzeit.
LG Doosie
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Beitragvon Doosie » 06.10.2009, 20:26

Homage an bayerisches Kulturgut "das Jodeln"

In Loriot"s Jodelschule in Bremen lernen die Norddeutschen das bayerische
Jodeln. Auch Leute von Rang und Namen büffeln auf der Schulbank,
um "was eigenes zu haben!" :D

Das Jodeldiplom
http://de.sevenload.com/videos/Qa7BYTb- ... del-Diplom
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