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Beitragvon Katharina88 » 02.02.2012, 19:27

 Es gibt sicher eine Vielzahl von Motiven,um Mitglied in einem Netzwerk zu werden.Seitens der Betreiber wird werbewirksam auf die quälende Einsamkeit verwiesen,die sich hier in traute Zweisamkeit verwandeln ließe,den einen oder anderen treibt Langeweile und manche erhoffen sich eine bereichernde Diskussion mit Gleichgesinnten,in der Fragen zu bestimmten Problemen gemeinsam beantwortet werden können(niemand ist eine Insel) Gerade die zuletzt genannte Gruppe sieht sich in ihren Erwartungen selten bestätigt.Im Forum P.u.Z. wird kaum im besten Sinne des Wortes diskutiert,sondern eine Art Auseinandersetzung sichtbar,die an eine Abhängigkeit vom Streit an sich erinnert.Die Streitenden brauchen dieses befriedigende Erlebnis,sind von ihm schon bemerkbar erfasst,weil die Häufigkeit der Suche nach dieser Befriedigung zunimmt und sie sind rationalen Gründen nicht mehr zugänglich.Dass diese Abgängigkeit nicht mehr steuerbar ist,wird deutlich,wenn Ausgeschlossene nach Wiederzulassung erneut das tun,was zum Ausschluss geführt hatte. Der Ausschluss einiger Foristen oder auch die Einstellung des gesamten Forums muss nach dem Musterbild einer Abhängigkeit zu Entzugserscheinungen führen,deren Verarbeitung durch Verstärkung der Abhängigkeit kompensiert werden könnte.So wäre eine temporärere Enthaltsamkeit kontraproduktiv. Im Übrigen ist für den Begriff Abhängigkeit umgangssprachlich immer noch von Sucht die Rede. Katharina   
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Beitragvon Chri51 » 02.02.2012, 20:32

Hallo Katharina, man trifft sich immer wieder hier! :D

Also mein Empfinden zum Politikforum ist, daß ein politisches "Weltbild" mittlerweile zu dem geworden ist, was man sonst unter "Glauben" versteht. Damit meine ich Religion!

Eine sog. "Weltanschauung", egal ob ein Gottglauben oder eine politische Färbung, hat ihren tiefsten psychologischen Urgrund im persönlichen "Überlebenswillen". Wenn man solche Glaubensbereiche "bedroht" , schlägt das Individuum um sich... :roll:

Persönlich sehe ich politische Denkrichtungen und Farb-Parteien sind einzeln genauso falsch oder richtig, wie bestimmte Religionen vorgeben, im Besitz der einzig-gültigen Wahrheit zu sein!

Aber von so manchem absoluten Rechts- oder Linksdenker kann ein noch so bigotter Glaubensfanatiker eine Menge lernen... :cry: ... an Intoleranz, meine ich!
Dabei machen aber Politikfanatiker z. B. keinen Halt davor, Religionsfanatiker als untragbar abzustempeln.
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Beitragvon Katharina88 » 03.02.2012, 0:08

Chri51 hat geschrieben:Hallo Katharina, man trifft sich immer wieder hier! :D

Also mein Empfinden zum Politikforum ist, daß ein politisches "Weltbild" mittlerweile zu dem geworden ist, was man sonst unter "Glauben" versteht. Damit meine ich Religion!

Eine sog. "Weltanschauung", egal ob ein Gottglauben oder eine politische Färbung, hat ihren tiefsten psychologischen Urgrund im persönlichen "Überlebenswillen". Wenn man solche Glaubensbereiche "bedroht" , schlägt das Individuum um sich... :roll:

Persönlich sehe ich politische Denkrichtungen und Farb-Parteien sind einzeln genauso falsch ode imr richtig, wie bestimmte Religionen vorgeben, im Besitz der einzig-gültigen Wahrheit zu sein!

Aber von so manchem absoluten Rechts- oder Linksdenker kann ein noch so bigotter Glaubensfanatiker eine Menge lernen... :cry: ... an Intoleranz, meine ich!
Dabei machen aber Politikfanatiker z. B. keinen Halt davor, Religionsfanatiker als untragbar abzustempeln.

Liebe Chri, bezüglich der Verbissenheit mit der sich weltanschauliche und religiöse Positionen bekämpfen sind wir einer Meinung. Toleranz ist dabei lediglich insoweit von Bedeutung als sie von beiden Parteien jeweils für sich eingefordert wird,ohne die Absicht zu haben, sie dem anderen zu gewähren.Leider tritt zu dem Mangel an Toleranz additv die Unart der persönlichen Beleidigung als ultima ratio . Allerdings hefte ich diese "Diskussionen" im Forum P.u.Z. mehr unter dem von mir im  obigen Beitrag erwähnten Aspekt des Lustgewinns ab.Es geht nicht so sehr um die Sache,sondern primär darum,erregten Streit zu produzieren,der dann noch erregter fortgesetzt werden kann.Lies einmal nach einem durchaus vernünftigen thematischen Ansatz das 20.Zitat dazu,dann verstehst diese Abhängig vom Streit an sich genau. Diese Foristen können nicht mehr anders handeln,weil sie einen Teil ihrer seelischen Freiheit dieser Abhängigkeit verpfändet haben. Gute Nacht Katharina   
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Beitragvon nettestierfrau » 03.02.2012, 11:45

[quote Diese Foristen können nicht mehr anders handeln,weil sie einen Teil ihrer seelischen Freiheit dieser Abhängigkeit verpfändet haben.quote]

Diese Interpretation gefällt mir, könnte jedoch auch eine Form von Altersstarrsinn sein.
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Beitragvon Katharina88 » 03.02.2012, 13:51

nettestierfrau hat geschrieben:[quote Diese Foristen können nicht mehr anders handeln,weil sie einen Teil ihrer seelischen Freiheit dieser Abhängigkeit verpfändet haben.quote]

Diese Interpretation gefällt mir, könnte jedoch auch eine Form von Altersstarrsinn sein.

Ja,nettestierfrau,
wenn ich ein Psychogramm von mir  erstellen müsste,käme der Begriff Altersstarrsinn als prägend für mein Verhalten darin vor.Wir alle haben unsere Lebenspfade mehr oder weniger lange ausgetreten--im hohem Alter sehr lange.Das behindert gelenkige Abweichungen oder gar Zugang zu  neuen Wegen nicht unerheblich.Ja,nettestier,wir verlieren im Alter wegen dieser Bindung an ausgetretene Wege einiges an seelischer Freiheit.
Sei gegrüßt von
Katharina 
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Beitragvon Knatterton » 03.02.2012, 14:30

Ja zum Thema des in den Foren-Diskussionen offenbar zuweilen anzutreffenden "Altersstarrsinns", fällt mir, einem möglicherweise auch nicht ganz davon verschonten, folgendes ein:

1) Es wäre schlimm, müßte man seine im gesamten Leben gesammelte und angereicherte Lebenserfahrung und vielseitigen Menschenkenntnisse immer wieder neu machen.

2) Es ist schon schlimm genug, zusehen zu müssen, wie sich manche Fehler, Dummheiten und verhängnisvollen Fehlentscheidungen in der Menschheit immer wieder wiederholen.
-------------------------------------------------------- und
3) "Es spricht auch wenig für die (häufig vorgebrachte) Meinung, die Jugend sei kreativer. Sie versteht nur die Zwangsläufigkeiten unserer komplexen Welt nicht und hält alles Ungewohnte für einen Fortschrit." (Karl Steinbuch in "Kollektive Dummheit")

Und natürlich liebe Leutchen, legt sich jeder seine eigene Weisheit und Weltsicht passend für ihn und seinen persönlichen Horizont weitgehend selbst zurecht. Nicht wahr. :lol:

Grüße
Nick Knatterton
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Beitragvon parove » 04.02.2012, 18:01

Ja, nicht wenige von uns - mich eingeschlossen - macht der
"Altersstarrsinns" zu schaffen, vorallem dann, wenn wir
durch zarte Hinweise genau darauf ingewiesen werden...

Jedoch auch relativ weit verbreitet, nicht nur im "Alter",
ist das, womit ich mich z.Z. beschäftige.

Nähmlich,
fehlender
Verständigungswille
gepaart mit geistiger
Überschätzung Einzelner,

gibt der Desillusionierung
in mir täglich mehr Raum,

Raum, der eigentlich
für Besseres vorgesehen war.

lg, Roland
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Beitragvon flamme_im_wind » 05.02.2012, 1:53

Knatterton hat geschrieben:Ja zum Thema des in den Foren-Diskussionen offenbar zuweilen anzutreffenden "Altersstarrsinns", fällt mir, einem möglicherweise auch nicht ganz davon verschonten, folgendes ein:

1) Es wäre schlimm, müßte man seine im gesamten Leben gesammelte und angereicherte Lebenserfahrung und vielseitigen Menschenkenntnisse immer wieder neu machen.

2) Es ist schon schlimm genug, zusehen zu müssen, wie sich manche Fehler, Dummheiten und verhängnisvollen Fehlentscheidungen in der Menschheit immer wieder wiederholen.
-------------------------------------------------------- und
3) "Es spricht auch wenig für die (häufig vorgebrachte) Meinung, die Jugend sei kreativer. Sie versteht nur die Zwangsläufigkeiten unserer komplexen Welt nicht und hält alles Ungewohnte für einen Fortschrit." (Karl Steinbuch in "Kollektive Dummheit")

Und natürlich liebe Leutchen, legt sich jeder seine eigene Weisheit und Weltsicht passend für ihn und seinen persönlichen Horizont weitgehend selbst zurecht. Nicht wahr. :lol:

Grüße
Nick Knatterton



ich möchte gern das "Pferd von hinten aufzäumen.." .und mit deinem Schlusssatz anfangen...

Ich kann dir nur zustimmen, dass jeder seine eigene Weisheit und Weltansicht hat. Was spricht dagegen?

zu 3.) die Kollektive Dummheit betrifft leider nicht nur die Jugendlichen...
Das Gesicht verändert sich nur dementsprechend...
die Jugendliche hoffen auf das Ungewohnte als Fortschritt
die Alten, halten fest am Bewährten, dass sich meistens doch nicht so bewährt hat.

zu 2.) Fehler, Fehlentscheidungen... und Wiederholungen... geschehen sicherlich solange, bis man verstanden hat, dass man auch aus Fehlern lernen kann.

zu 1.) Erfahrungen, die man noch nicht erlebt hat, sind immer neue Erfahrungen. Falls eine ähnliche Erfahrung schon mal erlebt wurde, sind es nicht die gleichen Erfahrungen! Der Grund ist ziemlich simpel, weil wir uns damals in einem anderen Kontext befunden haben. Wir waren jünger!

Gruß
Flamme_im_wind
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Beitragvon flamme_im_wind » 05.02.2012, 2:08

parove hat geschrieben:Jedoch auch relativ weit verbreitet, nicht nur im "Alter",
ist das, womit ich mich z.Z. beschäftige.

Nähmlich,
fehlender
Verständigungswille
gepaart mit geistiger
Überschätzung Einzelner,

gibt der Desillusionierung
in mir täglich mehr Raum,

Raum, der eigentlich
für Besseres vorgesehen war.

lg, Roland



Hallo Roland,
nach meinem Empfinden,
gehören leider Desillusionierung zum alltäglichen Erleben.

Der Raum ist da,
für was er da ist
..nämlich,
dass wir den Raum wahrnehmen,
so wie er ist und nicht so wie wir ihn haben wollen.

Etwas "Besseres" kann nur geschehen,
wenn wir die Desillusionierung als gegeben annehmen können
und das fehlende Verständnis
dafür nutzen können
um die Allmachtsphantasien zu verstehen
in der Hoffnung
diese durch Verständnis im Erleben zu eliminieren.

lg
Chris
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