. : Service und Hilfe

elektrische Zigaretten

24 Beiträge

Beitragvon Nosferata » 25.10.2011, 0:38

Diese E-Zigarette ist doch Käse.
Kriegt mein Körper damit das Suchtmittel, das er haben möchte? Ich denke NEIN.
Kann ich mir auch nen Bleistift in den Mund stecken und mir einreden, das wär ne Zigarette. Helfen wirds nicht. Nur denen, die daran verdienen.

Und das man einfach so "im Vorübergehen" mit dem Rauchen aufhören kann... Respekt! Ich wüsste, nicht wie....
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Beitragvon Erereres » 25.10.2011, 6:52

Ich habe 60 Zigaretten pro Tag geraucht - seit über 40 Jahren. In den letzten zwei Monaten habe ich aufgehört. So: Mir täglich ein Nikotin-Pflaster auf Brust oder Oberarm geklebt, und zwar (entgegen dem Rat auf dem Beipackzettel) jeweils nach ein paar Tagen ein immer grösseres Stück davon abgeschnitten, so dass langsam immer weniger Nikotin. (Die zunehmend grossen abgeschnittenen Stücke fanden dann in umgekehrter Reihenfolge Verwendung, nachdem 1/2 grosse Pflaster erreicht waren.) Parallel zu diesem "Ausschleichen" des Nikotins habe ich es auch mit elektronischer Zigarette zurückgefahren. Bei diesen "Dampfkippen" kann man den Liquids (Flüssigkeit in kleinen Tanks, die verdampft wird) genau so viel Nikotin zugeben, wie man will - also zum Beispiel immer weniger. Bei mir war es auf diese Weise so, dass ich mit immer kleineren Pflastern und immer geringerer Nikotin-Zugabe in die gedampften Liquids die Nikotin-Zufuhr innert zwei Monaten auf Null runtergefahren habe. Die ganze Saug-Gewohnheit und so weiter ist zum Teil noch da - zur Zeit dampfe ich noch ca. 30 x pro Tag "eine E-Zigarette" ohne Nikotin. Die fahre ich jetzt auch ganz gemütlich auf Null, ist sowieso nicht so "toll" wie das Rauchen war - aber alles zusammen wäre mir zuviel Entzug gewesen, so hab ich nun den Nikotin-Entzug hinter mir und muss nur noch die Gewohnheit abgewöhnen, das geht viel leichter.

Zum Umgang und für gute Bezugsquellen für alles in Sachen E-Zigaretten hat mir übrigens der "Dampfertreff" (Forum, googeln!) sehr geholfen. Bis man den Durchblick hat, was es alles gibt, worauf es ankommt, woher man die Stoffe fürs Selbermischen von Liquids bezieht etc., sollte man schon ein wenig lesen - sonst zahlt man viel Lehrgeld. Hätte ich mich VORHER so kundig gemacht wie ich jetzt bin, dann hätte ich statt etwa 300 Euro wohl nur etwa 160 Euro für ca. 3 Monate "Ersatzrauchen" bezahlt.

Als Schweizer noch ein Tipp für allfällige andere Schweizer, wegen den Nikotin-Pflastern: Bei den stärksten von Nicotinell habe ich 30 Stück gebraucht (die ersten 5 Tage ein ganzes, danach 50 x eine verschieden grosse "Hälfte"). Diese 30 Pflaster hätten in der Schweiz etwa 210 Franken gekostet. In Deutschland habe ich sie für etwa 60 Franken gekauft. Allerdings musste ich sie an eine Abhol-Adresse ennet der Grenze bestellen und dort selbst abholen, die deutschen Apotheken dürfen nicht in die Schweiz liefern, die Pharma-Abzocktricks geniessen da tollen Schutz durch den Missbrauch irgendwelcher medizinischer Sorgfaltsgesetze ... Wenn einer also gut verdient, knapp an Zeit ist und ein gutes Stück weg von der Grenze lebt, lohnt es sich vielleicht nicht - für Normalverdiener relativ nahe der Grenze zahlt sich eine Online-Bestellung an "Euroretour" o.ä. und ein kleines Fährtchen über den Rhein aber satt aus.

Es war übrigens mein etwa fünftes Aufhören in den letzten sechs Jahren, und diesmal bin ich sicher, dass ich nicht rückfällig werde. (Diverse Rückfall-Gründe von früher sind diesmal nicht mehr gegeben - aber das hat mit dem Thema hier nichts zu tun.) Es ist noch nie so leicht gegangen - die E-Zigarette hat sehr geholfen. Denjenigen, die "einfach aufhören mit genügend starkem Willen" predigen, sei's erzählt - den ersten Versuch habe ich derart "kalt" gemacht: Neben einer Gewichtszunahme von etwa 20 kg in zwei Monaten bin ich in eine waschechte Depression reingelaufen - und weil ich einer von denen bin, die sich selbst sagen, tu nicht so heikel, es wird schon wieder, und weil sie so richtig erst losging, als es etwa 2 Monate her war seit der letzten Zigarette, hab ich zuerst mal eine Woche nicht einmal an den Zusammenhang gedacht und an tiefgrauer Welt mitten im Sommer gelitten. Zum Glück ist's mir dann doch noch eingefallen, es könnte am Nichtrauchen liegen, ich hab ein Päckchen Zigaretten gekauft, mir eine angezündet, und innert 5 Minuten hat sich die Welt von einem grauen Jammertal in eine wonnige Idylle gewandelt. Bei den späteren Aufhör-Versuchen mit langsamem Nikotion-Abbau mit Pflaster ist dann keine Depression mehr eingetreten, und ich würde keinem starken Raucher raten, eine solche zu riskieren.

Theoretisch könnte man den langsamen Nikotin-Entzug auch allein mit der E-Zigarette machen. Praktisch wär das nichts für mich - das "Dampfen" ersetzt das Rauchen nur behelfsmässig, und je mehr es so ist, dass man dann nicht "dampfen MUSS", um sein Nikotin zu kriegen, sondern es hauptsächlich vom Pflaster kriegt, und also das Dampfen auch jederzeit lassen kann, desto besser. Bei mir war's so, dass ich E-Zigaretten-seitig das Nikotion in 3 Wochen auf Null runtergefahren habe. Und das Dampfen ging dann nahezu "automatisch" runter (und durfte), weil (mir) eine E-Zigarette eben nicht so gut schmeckt, nicht so ein Vergnügen ist wie eine Zigarette.

Alles in allem - es mag nicht für jeden gleich sein, aber für mich war dieses Aufhören zu rauchen mit Nikotinpflastern und E-Zigarette eine Super-Sache, um Welten besser als "kalter Entzug" und auch viel leichter als nur mit Pflastern. Der langsame Abbau sowohl beim Nikotion als auch bei den Nuckel-, Zeitbruch- etc. Gewohnheiten bringt's. Und ausser der noch eine Weile weitergeführten Nikotin-Zufuhr hört man ja auch so ab dem ersten Tag auf, sich all die Teer- und anderen Verbrennungs-Schadstoffe der Zigarette zuzuführen. (Mein Raucherhusten war nach einer Woche weg.) Dampfen ist zwar auch nicht gerade gesund, aber im Vergleich zum Rauchen viel weniger belastend.

Die, die vom Rauchen zum Dampfen wechseln, ohne mit dem Dampfen dann auch aufzuhören, die begreif ich allerdings nicht. Ich mein, warum ÜBERHAUPT so eine Idiotie weiter betreiben, wenn man doch aufhören könnte? Und wer diesen Wechsel komplett schafft, könnte meines Erachtens dann auch ganz aufhören, wenn er nur wollte. Ich will das aber nicht mit letzter Gewissheit behaupten - ich weiss noch zu gut, wie es war, wenn Nichtraucher fanden, ich könnte doch aufhören, wenn ich nur wollte - das Ausmass und die tiefe Verknüpfung der Sucht-Auswirkungen ins generelle Lebensgefühl kann sich jemand einfach nicht vorstellen, der es nicht irgendwo selbst erlebt hat...

... und davon so beherrscht war, dass er wie ich eine Viertelmillion Franken ohne jede Frage dafür springen liess. Ein Wahnsinniger, nicht wahr? Aber eben, es gibt noch viele solche Wahnsinnige, und sie sind Vernunftgründen nicht zugänglich, und so wahnsinnig dies klingt, irgendwie ist das tatsächlich eine Entschuldigung. Alle Schuld liegt im Anfangen, in der Begründung der Sucht, und da kennt man ja ihre enorme Kraft wirklich noch nicht und ist nicht schuldfähig. Nachdem ich selbst dafür bezahlt habe, kann ich mir also sagen, ego me absolvo.
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Beitragvon Grecca » 13.12.2011, 19:01

Hier mal ein kleiner (wirklich kleiner) Erfahrungsbericht zur e-Zigarette. ich selbst rauche ja nicht, aber mein Vetter hat das lange und ausgiebig getan. Ich glaube, er hat zwei Schachteln am Tag geraucht. Er wollte auch nicht aufhören. Aber eines Tages erscheint er zu einer Familienfeier mit so einer e-Zigarette und ärgert die Raucher, die hinaus in die Kälte müssen zum Rauchen. :lol:
Mit dem Ding verhällt es sich ja so, dass da nur "zur Show" Wasserdampf raus kommt und das "rauchende" Ende elektrisch "glimmt". Außerdem kann man verschieden Geschmackssorten auswählen. das Einzige, was noch bleibt, ist das Nikotin, welches man auch nach belieben pro Dosis wählen kann. Schön und gut für ihn, der aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste, aber zu störrisch ist, es tatsächlich zu tun. Aber das Nikotin bleibt ja trotzdem und das ist auch immer noch ein Nervengift. ich habe letztens auch gelesen, dass sich jemand eine zu hohe Dosis davon verabreicht hatte und ins Krankenhaus musste.
Das sind so ziemlich alle Vor- und Nachteile, die ich darüber in Erfahrung bringen konnte.

Vielleicht interessiert es ja jemanden, der sich mit dem Gedanken herumträgt, mithilfe dieser Dinger aufzuhören. :)
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Beitragvon Liese57 » 13.12.2011, 21:06

Danke für Deinen Bericht , Grecca. Dann höre ich doch lieber ganz auf. :P
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Beitragvon Grecca » 15.12.2011, 18:12

Liese57 hat geschrieben:Danke für Deinen Bericht , Grecca. Dann höre ich doch lieber ganz auf. :P



Ich glaube auch, dass das besser ist. :mrgreen:
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Beitragvon karin44 » 21.12.2011, 17:37

also hier ist nun eine die Ahnung von der e-zigarette hat.
Ich rauche nicht viel, ca. 10 Zigaretten am Tag und diese nur zu Hause, aber ganz abgewöhnen kann ich es mir nicht, mehrmals habe ich es in 45 Jahren versucht. Nachdem ich nun von der e-Zigarette gehört habe, habe ich mich bei Bekannten und im Internet schlau gemacht. Der Vorteil: kein Gestank mehr in der Wohnung, keine gelben Gardinen, kein Teer mehr in der Lunge, die Nikotinaufnahme bleibt natürlich, das ist ja auch der Suchtstoff.
Zwei Tage hatte ich Gewöhnungsschwierigkeiten, aber jetzt nach 4 Wochen bin ich sehr zufrieden, der Husten ist zurückgegangen, und ich dampfe nun auch nicht mehr als vorher. Nach 3 Wochen habe ich dann mal eine normale Zigarette geraucht und festgestellt, dass ich das nicht mehr brauche.
Lustig ist jetzt die Diskussion die durch die Medien geht, wie ungesund diese e-Zigarette sein soll, man überlegt sie zu verbieten, Aber das ist natürlich von der Tabakindustrie lanciert, denn je mehr umsteigen, umso weniger wird dort verdient, auch die Steuereinnahmen sinken, denn die Liquids die in der e-Zigarette verdampft werden sind noch steuerfrei.
Die e-Zigarette ist nur in der Anschaffung teuer (30-80 €) je nach Akkuleistung und Tankgröße. 10ml
Liquid kosten ca, 7,-€ und reichen für umgerechnet ca. 200 Zigaretten.

Man kann die e-Zigarette auch zum Abgewöhnen benutzen, in dem man den den NIkotingehalt langsam senkt durch Mischen von Liquids mit Zero-Nikotingehalt. Das will ich später mal ausprobieren.

viele Grüße von der nicht mehr rauchenden, sondern dampfenden Karin
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Beitragvon Igeldompteur » 08.01.2012, 11:27

Mit dem Rauchen aufzuhören ist doch soooo einfach.
Ich habe es im Leben bestimmt schon 30x geschafft!
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Beitragvon Herbstzeitlose365 » 08.01.2012, 15:21

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Ich kann nur folgendes aus der Sicht des Beobachters sagen:

Meine Haushaltshilfe rauchte sehr stark, obwohl sie vor vielen Jahren schon einen Lungenflügel entfernt bekam. Das Husten wurde immer stärker und die Pumpsprays halfen kaum noch. Da riet ihr Sohn ihr zu der E-Zigarette.
Sie ging zu ihrer Internistin, die jedoch nicht wagte, ihr zu- oder abzuraten und überwies sie zum Lungenfacharzt. Von ihm erhielt sie grünes Licht. Er sagte, das alles, aber auch alles besser sei, als weiter zu rauchen, man würde damit auch die anderen Gift- und Teerstoffe ausschalten.
Ich war sehr skeptisch, ob sie das wohl durchhalten würde. Erfreut kann ich heute, ein halbes Jahr später berichten, dass sie gut klar kommt und mit der E-Zigarette zufrieden ist und viel weniger hustet.
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Beitragvon Juggie » 11.05.2012, 12:57

Hallo zusammen.
Zum Thema e-smoker kann ich nur positives berichten. Ich selbst starker Raucher "vergnüge" mich schon seit über einem Jahr mit e-Zigaretten. Was den Geschmack betrifft, so hat man eine reiche Auswahl zwischen diversen Geschmacksrichtungen. Ich wechsle zwischen Vanille und Maduro Cigar. Man muss nur heraus finden was einem schmeckt. Den Nikotingehalt kann man auch von Null bis High wählen. 
Der Vorteil bei e-smoke ist unter anderem der, dass die Wohnung nicht mehr verräuchert und keiner mehr durch Rauch und Gerüche belästigt wird. Ein weiterer Pluspunkt ist der Preis. Man kann wirklich viel Geld sparen!!!
Wer aber glaubt, mir der e-Zigarette das Rauchen beenden zu können, der täuscht sich. Es kann beim Reduzieren helfen. Aber wer ernsthaft mir dem Rauchen aufhören möchte, der sollte, nach meiner Meinung, die Finger davon lassen.

Mit freundlichen Grüssen
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