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Beitragvon cajun_forever » 17.10.2011, 16:56

Hallo,

befindet sich hier im Forum zufällig ein Fachmann, der sich mit der Behandlung von Granitfliesen auskennt? Ich hätte da ein paar Fragen.. ;-)

Gegenstand sind polierte Granitfliesen, welche nach alt-bewährter Manier in einem Betonbett verlegt wurden. "Getrocknet" hat das Ganze jetzt 2 - 3 Monate. In einem Fachgeschäft wurde uns bezüglich einer Imprägnierung zunächst ein sogenannter "Porenfüller" der Marke Fin.. empfohlen. Anschließend eine Imprägnierung namens "Fleckenstop" der Marke Lith....

So.. :wink: .. Gereinigt wurde der Boden vorab vorsichtshalber mit einem Zementschleierentferner. Wohl nicht so das Gelbe vom Ei wegen der Säure, aber der Preis von Euro 1.- pro Flasche war bei 200 qm Fläche zu verlockend. Deswegen habe ich kurzerhand ein Stück Restfliese in die pure Flüssigkeit getaucht und trocknen lassen, um zu sehen, was passiert. *g*. Ergebnis: Alles wunderbar, keine Ausblühungen, keine Verfärbungen.

Einen ersten "Versuchsraum" mit Zementschleierentferner behandelt, vorsichtshalber satt mit einem Mob aufgetragen, obwohl kaum Rückstände vorhanden waren, kurz einwirken lassen und dann vielfach mit klarem Wasser nach gewischt. Irgendwie war das Aufwischwasser aber immer noch leicht bräunlich, aber irgendwann ist auch gut, sagte ich mir. Der Boden sah auf jeden Fall sehr sauber und streifen-frei aus.

Nach Trocknung den Porenfüller wie beschrieben satt aufgetragen und abgewartet. Ergebnis: Ein so zwar nicht sichtbarer, dafür fühlbarer, weißer pudriger Belag, welcher sich auch an den Fingern absetzt, wenn man über die Fliesen streicht ! :roll: :?: :roll: Bestimmt nicht im Sinne des Erfinders..

Was mich nun interessiert: Woher stammt dieser Belag? Was ist da schief gelaufen?

Nach genauerer Betrachtung hatte ich den Verdacht, dass beim Wischen evtl. die Fugen "gesandet" haben. Aber eigentlich ist dieser Porenfüller auch zur Verfestigung sandender Fugen gedacht.

Empfehlung des Fachgeschäftes: Außendienst-Angestellten des Porenfüller-Herstellers anrufen, der wisse alles, sei sehr versiert. Hab ich getan. Dieser, nett, freundlich und hilfsbereit, meinte nun wiederum, es handle sich höchstwahrscheinlich um Ausblühungen aufgrund eines noch nicht vollkommen getrockneten Betonbettes. Die Trocknung könne bis zu 6 Monaten in Anspruch nehmen. Sein Rat: Nass abwischen und Imprägnierung auftragen.

Meine Frage, ob ich denn bei den weiteren Räumen erst ein halbes Jahr warten solle und dann den Porenfüller und die Imprägnierung auftragen, beantwortete er jedoch mit einem "Nein".

Jetzt frage ich mich: Warum soll ich einen teuren Porenfüller auftragen, wenn ich den dann doch wieder abwischen muss? Zur Verfestigung der Fugen hat er auf jeden Fall nicht wesentlich beigetragen. Ergo diesen weg lassen und sich die Geldausgabe sparen?

Die vorgesehene Imprägnierung der Fa. Li.. ist laut Hersteller übrigens auch dafür geeignet um Zementfugen wasser- und fleckabweisend zu machen.

Zum Zementschleierentferner hätte ich auch noch eine Frage: Ich habe inzwischen gelesen, es gäbe auch säure-freien Zementschleierentferner? Das Fachgeschäft verneint dies, alle beinhalteten Säure.. (?), auch die, die für Naturstein empfohlen werden. Spielt hier der Säuregehalt die wesentliche Rolle? Bei der späteren Pflege soll man aber partout weder fettlösende noch säurehaltige Putzmittel verwenden, wieso sind die dann im empfohlenen Zementschleierentferner, welcher sogar vor einer schützenden Imprägnierung aufgetragen wird?

An alle Fachleute: Was ist eurer Meinung nach notwendig, was nicht? :wink:
Wie würdet ihr diese Fliesen behandeln?

Merci vorab für evtl. tips.. so long.. cajun
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Beitragvon Tarantel60 » 18.10.2011, 14:23

Also das verstehe ich nicht ganz.
Ich habe 4cm starke Granit Arbeitsplatten in der Küche und so wird keine Fußboden strapaziert wie diese. Von kochend heiß bis ätzend ... nur bei den Messern muss ich aufpassen, die werden schnell unscharf...
Wenn ich mich recht erinnere, Granit ist eine der robusten Steinen überhaupt.
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Beitragvon cajun_forever » 19.10.2011, 1:25

Hallo Tarantel,

Granit ist von der Ewigkeit für die Ewigkeit gemacht, wie man so treffend sagt, und bei der richtigen Pflege kann er Generationen überdauern. Granit ist der härteste Naturstein und einer der strapazierfähigsten Baustoffe, er besitzt eine hohe Abriebfestigkeit und eine hohe Hitzebeständigkeit.

Aber: Er hat von Natur aus keine geschlossene Oberfläche, sondern besitzt ein feines Kapillarsystem, welches man nur unter einem entsprechenden Mikroskop erkennen kann, und ist sehr saugfähig. Öle, Wasser und andere Flüssigleiten können durch diese poröse Oberfläche eindringen, Fette verharzen sich dort und härten aus, was zu schwer bzw. nicht mehr entfernbaren Flecken bzw. Verfärbungen führt. Will man dies verhindern, muss man den Stein imprägnieren. Die Imprägnierung füllt bei richtiger Anwendung nur die Poren aus, bildet also keinen Film. Das Ganze hält dann in Innenräumen ca. 3 - 4 Jahre.



Tarantel, kann es sein, dass deine Arbeitsplatte werksseitig imprägniert wurde? Hier reichen dann warmes Wasser und ein neutrales Reinigungsmittel aus. Von entfettenden Spülmitteln (Tenside) und stark säurehaltigen Mitteln wird im Allgemeinen abgeraten, da diese die Wirkung der Imprägnierung aufheben können bzw. Verätzungen hervor rufen. Allerdings bedürfen auch diese Platten einer gewissen Pflege und je nach Abnutzung und Gebrauch muss diese Imprägnierung ebenfalls aufgefrischt werden. So zumindest weiß ich es.

Man kann auch werksseitig versiegelte Granitfliesen bekommen, bei diesen kann es allerdings zu Problemen während der Austrocknung des Untergrundes (bei uns Trasszement) kommen, weil die Feuchtigkeit durch diese Art der Imprägnierung nicht entweichen kann. Hinzu bieten viele Hersteller keine Pflegeprodukte an, die auf ihre werksseitige Imprägnierung abgestimmt sind und ebenso mau kann es aussehen, will man die Imprägnierung auffrischen.



Was mein hier dargestelltes Problem anbetrifft, so handelt es sich bei dem pudrigen Belag höchstwahrscheinlich um Ausblühungen aufgrund von Restfeuchtigkeit des Trasszements in Verbindung mit dem Porenfüller. Hhhmm.. (?)

Bis zu einer vollständigen Trocknung können wohl an die 6 Monate vergehen. Ich habe das Zeugs jetzt wieder abgewaschen und die Imprägnierung direkt aufgebracht, da diese wohl ebenso einen Schutz für die Zementfugen bildet.

Ein „Riesengschies“ würde der Schwabe sagen ;-), -zig Telefongespräche weiter und um einige Erfahrungen/Kenntnisse reicher. *lol* Na denn.. :P
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Beitragvon buscador » 19.10.2011, 3:44

@cajun_forever
Also
" Lady Diamonds are forever ",
Jetzt habe ich gehofft, du erzählst mir wie du deinem Gerfalken
das " Haubei " abnimmst und das Federspiel wirfst.

Was aber ist, du erzählst mir von einer Steinart, welche du vielleicht einmal
unendlich lange von unten bewundern kannst! Was ist mit den Aufstand gegen den Staat?
Scheinst du mir einfach vergessen zu haben. Findest du es richtig,
daß der nur mit Widerwillen auszusprechende, per " Order di Mufti "
feisteste Beträge im Voraus von deinem Konto reißt um sich z.B.
seine Propaganda im TV und Rundfunk gegen deine Interessen, angereichert
mit stark " verblödenden " weiteren Zutaten, auch noch von dir bezahlen läßt.

Er der " Unheimliche " ( Herrmann ) schickt dir dafür auch noch ein
großes Holzpferd mit Kriegern drin in höchst krimineller Manier auf deinen Pc um
dich zu belauschen. So sieht seine Dankbarkeit aus!
Du enttäuscht mich bitterlich, wo bleibt dein Aufschrei nach Ungehorsam
und Niederwerfung der CSU in diesem schönen Lande?

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Beitragvon cajun_forever » 19.10.2011, 9:34

Ich komme.. !

Äähhhm ja.. :oops: *g*

*überdenkaffeetassenrandschiel*.. Noch so 'ne Nachtkrabb.. :g*

Monsieur, ich liebe mal nun Steine und bin in diesen Dingen ein kleiner Perfektionist..
Geht nicht, gibt's nicht..
Wissenshungrig und neugierig dazu..
Was will man da machen?

Außerdem bin ich ein altes Weib.. *lach*.. Insofern: No ned huadle..
In der Ruhe liegt die Kraft!
(Auch wenn's manchmal schwer fällt.. )

Das Holzpferd kann ruhig kommen,
das alte Weiblein ist gewappnet mit Linux & Co. , :twisted:
und wenn es nicht aufpasst, dann wird es , gut getarnt,
zurück katapultiert in seine heimatlichen Gefilde.
Wissen ist Macht! :wink:

Mit Schmunzeln habe ich eure Kommentare vernommen,
meiner steht noch aus, ich weiß.
Dann wären da noch der Papst und das Zitat.. die Schöpfung..

Nicht enttäuscht sein, buscador,
mein Geist wendet sich jetzt trotzdem wieder dem Keller zu,
die Heizungsmonteure begehren meiner..
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Beitragvon buscador » 19.10.2011, 11:52

@cajun_forever
Also
" Lady Diamonds are forever ",
Sie begehren deiner..............., die Strategen der Rohrschellen und ominöser
Isolier Materialien?
Anmaßung ist's, unerhört. Ich nehme doch an, daß der Gerfalke immer
auf deiner Schulter sitzt, der 3 Karäter am Finger, Blaufeuer und Farben wirft, wenn du irgendwo
dominant auftretend einschwebst.
Kannst du dich noch an den Film " die Wikinger " erinnern? Als der Kirk Douglas, seinen
ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannten mit Falken wildernden Bruder antraf und diesem drohte.
Der Bruder sagte zum " Ger " nur:..........schlag ihn.........und schon fehlte dem Kirk
ein Auge!

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Beitragvon Gewitter » 30.10.2011, 17:30

Wo liegen denn die Granitfliesen? Innen oder außen? Also ich hab´ die bei mir innen selbst verlegt. Obwohl es sich dabei nach Baumarktangabe um eine Tätigkeit mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad handelt. Trotzdem. Ist auch bis auf kleine Schönheitsfehler nicht schlecht geworden. Jedoch hab´ ich diesmal wirklich penibel darauf geachtet, dass Mörtelbett und Fugenmasse exakt auf das verlegte Material abgestimmt waren. Als Wischpflege verwende ich ausschließlich solches, welches explizit für Granit empfohlen wird. Und ehrlich, hab´ da überhaupt kein Geschiß.
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Beitragvon cajun_forever » 31.10.2011, 14:29

Hallo Gewitter,

die Granitfliesen werden im Keller von uns selbst verlegt und zwar in Trasszement, welcher bereits in der Antike benutzt wurde. Durch seine Wasserdichtigkeit ist Trasszement zur Abdichtung bestens geeignet, gleiches gilt für das Verlegen von Naturstein. Er ist leicht zu verarbeiten und bietet zudem die Möglichkeit, Unebenheiten auszugleichen. Gleichzeitig dient er als Verfugungsmaterial. Kostengünstig hinzu.

Wenn man 1 400 qm renoviert, dann ist man darauf bedacht, dies nachhaltig zu tun. :wink: Und das ist nun mal mit entsprechendem Aufwand verbunden, ab und an eben auch mit "Gschiß".. :P
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Beitragvon Gewitter » 31.10.2011, 16:11

Hallo Cajun,
meine Güte, der Keller ist ja riesig. Soviel hab´ ich nicht mal zum Wohnen mit Garten. Naja, ich bin vom Fach und lerne auch immer noch dazu. Als Mörtelbett gibt es gegen Trass nichts zu sagen. Da ist der Werkstoff absolut geeignet. Für das Verfugen von polierten Fliesen, weiß ich es nicht so genau. Vielleicht blüht der Kalk ein bisschen aus und das Ganze gibt sich wieder. Hoffentlich ohne Geschiss.
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