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Fäkalien Verwertung

4 Beiträge

Beitragvon scherzkeks77 » 28.06.2011, 10:46

endlich mal ´ne Alternative statt dauernder Visionen......es kommt oder wird einmal.... :cry:


Biokohle aus Fäkalien


Aus Mist Geld machen - seit Jahrtausenden der Traum aller Alchemisten. Nun könnte Deutschland diesem Traum ein gutes Stück näher gekommen sein. So haben Studenten der TU Berlin ein Verfahren entwickelt, mit dem sie aus menschlichen Fäkalien Biokohle produzieren. Bewährt sich die Methode, könnte sie schon bald in Tansania eingesetzt werden und damit einen wichtigen Entwicklungsbeitrag leisten.
(bringt sicher mehr ein als der Desertec-Traum)

Kohle als Düngemittel
Von Juli bis September soll die Technik jetzt erst mal in einem Berliner Gewächshaus erprobt werden. Sind diese Tests erfolgreich, soll das Verfahren im kommenden Jahr in Tansania eingesetzt werden, sagte der Sprecher der Hilfsorganisation "Ingenieure ohne Grenzen", Volker Eiselein.


Die Kohle diene als Düngemittel für die Felder und sei wegen ihrer porösen Eigenschaften gut als Wasserspeicher und Erosionsschutz geeignet, erklärte Eiselein. Mit der neuen Technik sollen die Fäkalien, die bislang oft ungereinigt in die Umwelt gelangen, hygienisch aufbereitet und bei hoher Temperatur verkohlt werden.
Diese sogenannte Karbonisierung soll an Biogasanlagen gekoppelt werden, die die Studenten ebenfalls entwickelt haben. "Die Restsubstrate der Anlagen werden mit den aufbereiteten Fäkalien gemischt und dann weiterbearbeitet", berichtet Eiselein.
Die dazu nötige Wärme komme aus der Biogasanlage.

Die Arbeit der Berliner "Ingenieure ohne Grenzen" konzentriert sich seit 2006 auf die Region Kagera in Tansania. In Zusammenarbeit mit der Organisation "Mavuno Project" haben sie verschiedene Projekte zur Wasser- und Energieversorgung realisiert.
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Beitragvon Chri51 » 28.06.2011, 12:03

Ich habe die entsprechenden Zeitungsartikeln gelesen. Mich irritiert der Zusammenhang mit nur menschlicher Fäkalie!
Wenn, dann funktioniert das grundsätzlich mit allen Fäkalien und wohl eher mit landwirtchaftlichem Mist. Menschliche Fäkalien (zumindest bei uns in Mitteleuropa) gehen einen anderen Weg und werden zu Klärschlamm aufbereitet. Dessen Ausbringung auf die Felder ist bislang schon immer mal gefördert worden, bleibt aber nach meinem Wissen nach wie vor bedenklich, u.a. auch wegen der Schwermetallbelastungen.

Lasse mich aber gerne eines besseren belehren...

Ansonsten ist diese durch Erhitzung und Trocknung aufbereitete Masse wohl nur erstrebenswert, auch hinsichtlich von EHEC-Erscheinungen. Ich frage mich sowieso, warum eine keimtötende Erhitzung von Biogasanlagen-Produkten in Österreich Pflicht ist und bei uns in Deutschland nicht...
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Beitragvon scherzkeks77 » 28.06.2011, 21:01

das Verfahren soll ja in Tansania eingesetzt werden und dort wird evtl der landwirtschaftliche
Mist kleinere Dimensionen als hierzulande anfallen
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Beitragvon Chri51 » 29.06.2011, 19:01

Nun, die werden schon bestimmte Pläne im Kopf haben wegen Tansania!
Dort ist die Klärwerktechnik ohnehin erst in den Anfängen, dafür gibt es dort in Slums "flying toilets", sprich Plastiktüten... :roll:
Zu Forschungszwecken hier in Deutschland werden derzeit Dixie-Kabinen benutzt, um die "Wertstoffe" zur Verfügung zu haben.

Die angestrebte hydrothermale Karbonisierung ist ja an sich in Ordnung und innovativ.
Aber in unseren Breiten ist dank hygienischer Sammeltechnik in der Kanalisation der entstehende "Stoff" nicht so ohne weiteres unbedenklich!
Hier unterscheidet sich die menschliche Fäkalie in ihrer chemischen Mixtur vom realtiv naturreinen Stallmist!
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