. : Service und Hilfe

Beitragvon Gast » 15.01.2010, 10:34

man drückt sich hier eben unterschiedlich aus und kommt auch manchmal missverständlich an.

Mir hat Kanephores Beitrag gefallen. Ich sehe es auch so, dass man schon irgendwie stark sein sollte und wenn man das (noch) nicht ausreichend ist, ist man eben vorsichtig. Erfahrungswerte.

Auch Emotionen sind irgendwie ein Geschäft, bei dem man sich nicht endlos über den Tisch ziehen lassen will. Aber ich spreche eben aus persönlichen Erfahrungen und habe natürlich nachgedacht, inwiefern ich selbst "schuld" bin.

Nein sagen zu können ist zum Beispiel wichtig - und Selbstvertrauen. Und wenn jemand das nicht akzeptiert, war es eben nichts.

Sympathie ist ein Geschenk und Menschen zu begegnen, wo gegenseitige Sympathie ohne Berechnung da ist, auch. Für mich jedenfalls.
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Beitragvon Gast » 15.01.2010, 12:39

Die Definition des eigenen Ichs kann durch außen oder innen geschehen.

Die .....durch innen ist zuverlässiger.

Einsam wird man nicht durch die Definition über sich selbst, sondern über das Verlacht werden durch andere, wenn man sich über außen definieren will.

Wie? Verlacht werden?

Ja, die meisten Menschen reden dann über einen, wenn man sich von ihnen verabschiedet hat. Ich tue das auch. Manchmal.

Die Definition über außen ist sehr sehr schwierig, weil

wer interessiert sich wirklich für meine Probleme
wen interessiert, dass die eigenen Kinder sehr erfolgreich sind
wen interessiert, dass die Partnerin/der partner sehr erfolgreich ist
wen interessiert es wirklich dass man einen wunderschönen Urlaub hatte
wen inte............. etc., etc.

Was interessiert wirklich?

Wie geht es mir?
Wie geht es meiner Partnerin, meinem Partner?
Wie geht es meinen Kindern?
Wie geht es meinen Verwandten, Freunden?
Das interessiert wirklich.
Wie schrieb hier jemand: "Jeder will einen Freund haben, aber keiner will einer sein"

Wie wahr, wie wahr ................ seit ich das las, habe ich mich mehrmals gefragt, ob es irgendeine Situation in meinen Beziehungen zu anderen Menschen gibt, die absolut einseitig ist. Wo ich nur geben wollte. Ich habe ehrlich keine gefunden.
Selbst dort, wo meinerseits die Absicht dazu bestand, ist etwas zurück geflossen. Positiv finde ich Überhänge, also Situationen, wo man sich selbst sagen darf, dass man zumindest nur geben wollte, auch wenn man dann letztlich aus der Situation einen Vorteil schöpfen konnte.
Ein aufrichtiges DANKE ist für mich schon ein solcher Vorteil.

Man sagt so oft danke, weil man es so gelernt hat.
Doch wirklich dankbar ist man selten, eher nur höflich.

Denkt mal über die Konsequenz in eurem Geben und Nehmen nach.
Ihr werdet über so manches erstaunt sein.

Liebe Grüße vom Rindi.
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Beitragvon seniorin80 » 15.01.2010, 12:56

Fragola schreibt:
Wenn es ganz schlimm kommt, bleibe ich für mich, mache es mit mir
aus, weil ich glaube, dass diese Belastung niemand anderes aushalten
sollte, auch nicht die besten Freunde! Ausserdem habe ich in extremen
Situationen eine Riesenangst vor den Lösungsvorschlägen, die dem
freundschaftlichen Zuhören unweigerlich folgen. Und die ich in solchen
Situationen in der erwarteten Geschwindigkeit nicht befolgen und umsetzen
kann.

Darum entschied ich mich in einer Krisenzeit für professionelle Hilfe, die es
mir ermöglichte in der mir eigenen Geschwindigkeit etwas zu verändern und
wieder rauszufinden aus diesem Tal.
Erst als das Schlimmste vorüber war, konnte ich wieder auf Freunde
zugehen.
Freunde sind wichtig und gut, aber m. E. kein Heilmittel für extreme
Lebenslagen

(Unterstreichung von mir)
In gewisser Weise hast Du schon recht. Die tiefen Täler des Lebens muß
man erst einmal selbst zur Kenntnis nehmen und Wege daraus versuchen zu finden.
Aber sich dann einem Menschen anvertrauen zu können, bringt Erleichterung
und öffnet noch andere Wege aus dem Tief, die man selbst nicht sieht.
Ein guter Freund wird zuhören, nachdenken, versuchen, sich in meine Lage
zu versetzen und er wird nicht erwarten, daß ich Vorschläge von ihm haben
will oder daß ich sie auch verwirkliche. Er wird mir höchstens sagen, was er in dieser
Situation machen würde. Ich habe dann trotzdem die Wahl zu tun, was ich für
richtig halte. Aber vielleicht ist seine Lösung ein Anstoß für mich, meine
Lösung noch in einem anderen Licht zu sehen, eine andere Lösung zu finden.
Das ist für mich wahre Freundschaft und so haben wir sie immer gelebt,
meine Freundin und ich.
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Beitragvon Tarantel60 » 15.01.2010, 13:08

Ja Cat, siehst du, ich kann dir sehr gut folgen. Auch Kanephore!
Und mich schüttelt es nicht.
Höchstens bin ich immer wieder überrascht,
wie es manche fertig bringen, Allein-sein und Einsam-sein
zu verwechseln.

Das kann dann schon mal zu Irrtümer führen und
man schüttelt sich an falschen Stelle, nicht wahr.
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Beitragvon Herbert07 » 15.01.2010, 14:00

Also -

ich habe früher gerne behauptet, "ich habe Freunde - richtige Freunde".
Das habe ich geglaubt, davon war ich überzeucht.

Dann habe ich peu a peu festgestellt, dass dies so nich stimmt.
Ich hatte in Wirklichkeit ganz andere Vorstellungen von Freundschaft, - die Vorstellungen schlummerten in mir.
Ich machte die Erfahrung, dass ich immer wieder unzufrieden im Kontakt mit Freunden war.
Is normal - dachte ich zunext - is bei jedem so.
Läuft halt nich immer alles rund.

Irgendwann habe ich angesetzt mir die Sache zu überdenken.
Und das Ergebnis war, dass ich latent ganz andere Vorstellungen von Freunden und Freundschaften hatte.
Leider waren und sind sie z.T. so, dass niemand diesen idealtypisch entsprechen kann. Ich selber am allerwenigsten.

Um Seelennot und Pein zu umgehen, leistete ich vor mir einen Offenbarungseid.
Ich bin also einer ohne wirkliche Freunde - dafür mit nem Sack voller Nennfreunde.
OK - auch gut - was solls. Damit kann man auch leben.

Und so unbeschwert finde ich laufend neue nette Bekannte, die vielleicht doch irgendwann mal Freunde werden. Wer weiß?
Ich habs nich mehr so eilich.

Hebbe :twisted:
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Beitragvon Gast » 15.01.2010, 14:33

Hebbe,
deinen ausführungen kann ich sehr wohl folgen. das leben ist ein harter lehrmeister :!:
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Beitragvon kleine_chaotin » 15.01.2010, 14:38

grad merke daß es wohl eine neue definition für freu(n)dschaft hier gibt.

ich schreib' nen beitrag, mach jemandem damit so 'ne freud, daß man sich dazu äußert..egal wie und was. hauptsache man versucht so ein wenig negative tendenzen rein zu bringen.

ab und zu wäre es sicher sinnvoll, sich selbst mal zu schütteln, gelle tarantel??!!


aber...wenn's dir freude macht....ich habe damit keinerlei problem, dein alleiniges oder auch einsames dasein zu erfreuen.

:roll:

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Beitragvon Tarantel60 » 15.01.2010, 14:39

Du hast eine gesunde Einstellung Hebbe

damit kann man wirklich leben - und sehr alt werden, nicht wahr.
... aber du Jungspund hast noch alles vor dir :wink:
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Beitragvon Tarantel60 » 15.01.2010, 14:50

Alles nur eine Geschmack Frage Chaotin,

die einen wollen geschüttelt, die anderen gerührt.

Soweit es mir ersichtlich, du stehst auf geschüttelt.Nicht wahr.
Auch okäy, ich muss das ja nicht schlucken.

Mein Kumpel sagte mal:
wir hängen alle an unserem höchst persönlichen Angelhaken,
der uns täglich spazieren führt - wohl.

... aber DAS verstehst du wahrscheinlich noch weniger...
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Beitragvon kleine_chaotin » 15.01.2010, 15:05

Tarantel60 hat geschrieben:Alles nur eine Geschmack Frage Chaotin,

die einen wollen geschüttelt, die anderen gerührt.

Soweit es mir ersichtlich, du stehst auf geschüttelt.Nicht wahr.
Auch okäy, ich muss das ja nicht schlucken.

Mein Kumpel sagte mal:
wir hängen alle an unserem höchst persönlichen Angelhaken,
der uns täglich spazieren führt - wohl.

... aber DAS verstehst du wahrscheinlich noch weniger...



mach' dir bloss keinen kopp, auf was ich stehe oder nicht.

du hängst an was..ist klar, nur ist es kein angelhaken. na ja...aber sicher zum schlucken.



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Beitragvon Tarantel60 » 15.01.2010, 15:17

Chaotin, bitte lasse die Albernheiten, ja!

Wer hier über wen Gedanken macht, besagt dein Satz:

<< ab und zu wäre es sicher sinnvoll, sich selbst mal zu schütteln, gelle tarantel??!!
>>
sehr unmissverständlich.Mit zwei Fragezeichen und zwei Ausrufezeichen.
Als ob es dadurch besser wäre.

Ich habe dich nirgends angesprochen,
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Beitragvon Gast » 16.01.2010, 15:17

Traut sich hier keiner mehr was zu schreiben, weil die Luft so vergiftet war?

Das wäre schade. Der thread gefällt mir.
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Beitragvon Gast » 16.01.2010, 16:31

@Rinderbaron

Nicht nur, dass dieses Thema so oder ähnlich schon x-mal hier durchgekaut worden ist (wie viele andere auch, liegt aber sicher daran, dass ich schon viel zu lange hier bin), es ist eigentlich auch schon alles gesagt, oder?

Man kann Theman auch totreden, so dass letztendlich nur noch blabla dabei rauskommt :cry:
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Beitragvon Gast » 16.01.2010, 18:24

Neue Themen in Philosphie? Schwierig....... oder?

Aber okay .................. machen wir hier die Türe zu.
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Beitragvon aufgewacht » 17.01.2010, 20:13

Fragola hat geschrieben:
ashoggi hat geschrieben:Selbstversorger müssen sich ja nicht abkapseln, sondern können dann, wenn Vertrauen da ist, auch umschalten.

Auf jeden Fall ist es immer gut, wenn jemand autark ist.


Emotionale Selbstversorger gibt es sicher einige! Auch mit guten Freunden!

Wenn es ganz schlimm kommt, bleibe ich für mich, mache es mit mir aus, weil ich glaube, dass diese Belastung niemand anderes aushalten sollte, auch nicht die besten Freunde! Ausserdem habe ich in extremen Situationen eine Riesenangst vor den Lösungsvorschlägen, die dem freundschaftlichen Zuhören unweigerlich folgen. Und die ich in solchen Situationen in der erwarteten Geschwindigkeit nicht befolgen und umsetzen kann.
Darum entschied ich mich in einer Krisenzeit für professionelle Hilfe, die es mir ermöglichte in der mir eigenen Geschwindigkeit etwas zu verändern und wieder rauszufinden aus diesem Tal.
Erst als das Schlimmste vorüber war, konnte ich wieder auf Freunde zugehen.
Freunde sind wichtig und gut, aber m. E. kein Heilmittel für extreme Lebenslagen!




Das findee ich, ist super ausgedrückt.
So interpretiert ist das Wort emotionaler Selbstversorger nicht mehr so abschreckend für mich.
Ich mach es eigentlich genauso, reden tu ich erst über Probleme, wenn ich das Schlimmste verdaut habe.
Aber dann finde ich den Austausch wichtig und gut.
Das man für sowas nicht gleich ne Menge Freunde hat, ist auch irgendwie logisch. Aber die Tatsache, das da jemand ist, zu dem ich -jederzeit- gehen kann, das ist für mich echte Freundschaft.
und wenn dann nach dem "Erleichtern" auch noch der erhobene Zeigefinger ausbleibt -
perfekt und selten !
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