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Forum der Regionalgruppe Osnabrück

Moderator: maktiv

Beitragvon maktiv » 09.08.2009, 9:00

(J. W. v. Goethe)

Die Welt ist so leer,

wenn man nur Berge, Flüsse und Städte darin denkt,

aber hie und da

jemanden wissen,

der mit uns übereinstimmt,

mit dem wir auch stillschweigend fortleben,

das macht uns dieses Erdenrund erst

zu einem bewohnten Garten.  
]
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Beitragvon gerisbg » 10.08.2009, 21:04

Der Sprung in der Schüssel

Es war einmal eine alte chinesische Frau, die zwei große Schüsseln hatte, die von den Enden einer Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug.

Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der lange Wanderung vom Fluss zum Haus der alten Frau war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb voll.

Zwei Jahre lang geschah dies täglich: die alte Frau brachte immer nur
anderthalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war
natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.

Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die
Schüssel zu der alten Frau: "Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft."

Die alte Frau lächelte. "Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des
Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht?" "Ich
habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war. Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren."

Jeder von uns hat seine ganz eigenen Macken und Fehler, aber es sind die Macken und Sprünge, die unser Leben so interessant und lohnenswert machen. Man sollte jede Person einfach so nehmen, wie sie ist und das Gute in ihr sehen.

Also, an all meine Freunde mit einem Sprung in der Schüssel, habt einen
wundervollen Tag und vergesst nicht, den Duft der Blumen auf eurer Seite des
Pfades zu genießen.

(Autor nicht bekannt, aber ich finds wunderschön)
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Beitragvon maktiv » 11.08.2009, 15:06

Da wünscht man sich doch direkt, auch "einen Sprung in der Schüssel" zu haben. :|
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Beitragvon maktiv » 12.08.2009, 15:15

Und hier noch eins meiner Lieblingsgedichte aus "Der träumende Delphin" von Sergio Bambaren:

Es kommt eine Zeit im Leben,
da bleibt einem nichts anderes übrig,
als seinen eigenen Weg zu gehen.

Eine Zeit, in der man die eigenen Träume
verwirklichen muss.

Eine Zeit, in der man endlich für die eigenen
Überzeugungen eintreten muss.
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Beitragvon Babigirl » 12.08.2009, 20:30

Hallo gerisbg,
Hallo maktiv,

was für zwei schöne und auf das Leben übertragbare Geschichten........ einfach nur schön............. das ich diese beiden im Moment nicht weiter kommentieren will.........................


Wünsche euch beiden einen schönen Abend

LG
Silvi
:wink:
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Beitragvon maktiv » 13.08.2009, 17:46

Erich Fried

Dich
Dich nicht näher denken
und dich nicht weiter denken
dich denken wo du bist
weil du dort wirklich bist

Dich nicht älter denken
und dich nicht jünger denken
nicht größer nicht kleiner
nicht hitziger und nicht kälter

Dich denken und mich nach dir sehnen
dich sehen wollen
und dich liebhaben
so wie du wirklich bist
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Beitragvon maktiv » 16.08.2009, 9:44

noch einmal aus "Der träumende Delphin" von Sergio Bambaren

Neue Welten zu entdecken wird dir nicht nur
Glück und Erkenntnis,
sondern auch Angst und Kummer bringen.

Wie willst du das Glück wertschätzen,
wenn du nicht weißt, was Kummer ist?
Wie willst du Erkenntnis gewinnen,
wenn du dich deinen Ängsten nicht stellst?

Letztlich
liegt die große Herausforderung des Lebens
darin,
die Grenzen in dir selbst zu überwinden
und so weit zu gehen, wie du dir
niemals hättest träumen lassen.
.
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Beitragvon Babigirl » 16.08.2009, 15:09

Der beste Weg
einen Freund zu
haben, ist der,
selbst einer
zu sein!
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Beitragvon Babigirl » 16.08.2009, 15:11

Lasst uns dankbar
sein gegenüber
Menschen, die
uns glücklich
machen.

Sie sind die
liebenswerten
Gärtner, die unsere
Seele zum blühen
bringen!
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Beitragvon Babigirl » 17.08.2009, 14:40

Weh den Menschen, die in weiter
Ferne suchen.
Und, was nahe liegt ,
nicht wissen!
Sie gleichen denen,
die mitten im Wasser stehen.
Und doch nach Wasser schreien.
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Beitragvon maktiv » 18.08.2009, 18:36

{ Jennifer Burghardt }

Ich sah Dich


Ich sah Dich
um Dich herum eine Mauer.
"Ich lasse so schnell niemanden an mich heran."
sagtest Du.
Ich verstand es und liess Dir Zeit.


Ich erzählte Dir von mir.
Von meinem Leben.
Nicht immer Schönes.
Du hörtest mir zu.
Das tat verdammt gut.


Nach einiger Zeit,
hast Du von Dir erzählt,
von Deinem Leben
Nicht immer Schönes.
hast angefangen
die dicke Mauer von innen her einzureißen
und gabst mir doch die Chance zu Dir zu gelangen.


Wir schufen uns eine Basis aus Vertrauen.
Und sind glücklich darüber uns gefunden zu haben.
.
.
.
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Beitragvon maktiv » 25.08.2009, 17:57

Was es ist

Es ist Unsinn sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz sagt die Angst
Es ist aussichtslos sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Erich Fried
Zuletzt geändert von maktiv am 15.07.2010, 17:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon maktiv » 07.09.2009, 10:17

Wenn Du Dir etwas

aus ganzem Herzen wünschest

dann solltest Du es freilassen -----

wenn es dann zu Dir zurückkehrt

dann gehört es Dir für

alle Zeiten

(Pietro Abt)
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Beitragvon maktiv » 22.09.2009, 20:53

:wink: :wink: :wink:
(Erich Fried)

Ein Versuch

Ich habe versucht
zu versuchen
während ich arbeiten muss
an meine Arbeit zu denken
und nicht an dich
Und ich bin glücklich
dass der Versuch
nicht geglückt ist
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Beitragvon maktiv » 30.09.2009, 19:12

(Hans Manz)

Liebeserklärung ***

"Ich liebe dich ohne…"
"Was stört dich an mir?"
"Ich liebe dich, wenn…"
"Was soll ich tun?"
"Ich liebe dich und…"
"Wen noch?"
"Ich liebe dich, aber…"
"Welche Einschränkung kommt jetzt noch?!"
"Geduld doch: Ich liebe dich ohne wenn und aber!" ***.
.
Zuletzt geändert von maktiv am 15.07.2010, 17:29, insgesamt 1-mal geändert.
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