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Forum der Regionalgruppe München

Moderator: harry_cb31

Beitragvon Birgit62 » 30.10.2009, 10:05

Beste Freunde
Sagen zu können, Du bist mein bester Freund oder meine beste Freundin ist nicht selbstverständlich. Da es so selten ist, ist es umso kostbarer. Ein Freund ist immer da, ohne, die Erwartung einer Gegenleistung. Was jemandem zu teil wird, gibt man selbstverständlich genauso zurück. Man wagt sich bei dem anderen, ganz ich selbst zu sein. Gedanken, Gefühle, Trauer und Schmerz traut man sich offen zulegen, was anderen Menschen für immer verborgen bleiben wird. Wie ein verschlossenes Buch, für den nur der andere den Schlüssel besitzt. Verschließen aus Rücksicht, könnte weh tun. Ein stummer Schrei wird trotzdem gehört. Aller Eitelkeiten, Fehler und Differenzen zum Trotz, akzeptiert man Dinge, für die man andere Personen verurteilen würde. Toleriert viel Unwichtiges, sieht eigene Fehler ein. Interesse für neue Dinge entsteht. Man ist immer füreinander da, opfert Zeit, Geduld und Kraft für den anderen. Aber man macht es gern. Steckt selbst oft genug zurück. Ein Freund ist der beste Zuhörer, Helfer, Psychologe und Ratgeber, auch wenn man manchmal an seiner Richtigkeit zweifelt. Recht behält er jedoch immer. Man versteht sich ohne Wörter, oft nur durch Gedanken, lässt sich fallen und wird aufgefangen. Richtige Freunde zeichnen sich am Zusammenhalt, in Guten wie in Schlechten Zeiten aus, können sich aufeinander verlassen. Entscheidungen und Probleme werden grundsätzlich erst zusammen besprochen, sollten aber keine Belastung werden. Ein Freund ist wie das Rettungsboot, damit man nicht ertrinkt. Man hält sich gegenseitig über Wasser. Zusammen lachen, weinen, sich gegenseitig zur Verzweiflung bringen, Auch wenn man oft nicht die richtigen Worte findet, der andere weiß, dass man an ihn denkt, ihn nicht im Stich lassen wird. Das Vertrauen zueinander ist oft größer als zu irgend jemand sonst, und sollte niemals leichtsinnig aufs Spiel gesetzt werden. Misstrauen oder Eifersucht, stellen die Freundschaft auf eine harte Probe. Es ist unbegründet, aber oft mit Angst, den anderen zu verlieren, verbunden. Jeder hat vor irgend etwas Angst, die man alleine nicht überwinden kann. Der Verlust dieser Person ist gleichgesetzt mit dem Verlust der eigenen Seele. Ungerechtigkeiten, die falsche Interpretation oder Oberflächlichkeit führen oft zum Streit. Wörter fallen, über dessen Schaden sich niemand in dem Moment bewusst ist. Erst die Schuldgefühle und Tränen danach zeigen, dass es nicht richtig war. Die Überwindung und den Mut zu haben zu sagen: Es tut mir leid, fällt oft schwer. Aber man nimmt es in Kauf, da man das Aufgebaute nicht zerstören möchte. Wen man liebt, dem gibt man auch die Möglichkeit, den anderen zu verletzen und zum weinen zu bringen. Oft ist die Freundschaft wie ein Dach: Ständiges Reparieren und Ausbauen ist notwendig, damit es erhalten, sicher und ein Schutz für beide bleibt. Niemals aufgeben, darum zu kämpfen. Die Wichtigkeit, Besonderheit und Einzigartigkeit ist Allgegenwärtig. Weil so jemand niemals ersetzbar sein kann. Das sollte man sich wissen und spüren lassen. Den anderen zu brauchen und zu vermissen, zeigt seine Wichtigkeit. Sich nicht zu vergessen und zu Unterstützen, macht beide stärker. Freundschaft ist, den anderen besser zu kennen als sich selbst, ihn zu respektieren und als Den zu akzeptieren, der er ist. Egal wie weit getrennt, wie verschieden beide sind, es ist etwas da, was beide zusammen hält. Denn dieses Glück verdoppelt sich, wenn man es teilt.
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Beitragvon Birgit62 » 30.10.2009, 10:10

Nimm dir Zeit für deine Freunde, sonst nimmt die zeit dir deine Freunde
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Beitragvon Knoechelrose » 30.10.2009, 10:13

Hallo Birgit62,ich finde Deinen Beitrag ganz toll.Du hast es
richtig zum Ausdruck gebracht wie es sein sollte und Du hast so recht !!! :lol:
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Beitragvon seniorin80 » 30.10.2009, 18:21

Hallo Malaika,
Das Thema Freundschaft ist schon einmal unter "Dies und Das" diskutiert worden. Da habe ich ausführlich dazu Stellung genommen.
Nun schreibst Du:
Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bin ich überzeugt, dass eine Freundschaft am besten funktioniert, wenn man, mindestens annähernd, auf der gleichen Wellenlänge liegt (das gleiche gilt meiner Meinung nach auch für eine Partnerschaft

Damals habe ich geschildert, daß bei der einen der beiden (ja es sind nur 2) Freundschaften genau das Gegenteil der Fall ist.
Diese Freundschaft besteht seit 53 Jahren, war zeitlich auch mal auf weite Entfernungen hin getrennt, hat aber immer bestanden. Wir könnten aber nicht verschiedener sein als wir sind!!! Und vielleicht braucht gerade deshalb der eine den anderen.
Heute, wo wir beide alt sind (meine Freundin ist schon 88 Jahre alt), braucht sie mich mehr als ich sie früher gebraucht habe. Sie wird mit den gesundheitlichen Problemen des Alters nicht fertig, obwohl es ihr teilweise in dieser Hinsicht besser geht als mir. Deshalb braucht sie mich immer wieder, um ihr klar zu machen, wie viel das Leben noch wert ist, wenn der Geist noch in Ordnung ist. Nach solchen Gesprächen -die mich sehr belasten, weil ich nicht gern von Krankheiten spreche - sieht sie immer etwas glücklicher in den nächsten Tag.
Und wenn Du Dir überlegst, warum einige Deiner Fraundschaften keinen Bestand hatten, dann sehe ich in Deinen Ausführungen 2 Gründe.
Einmal sprichst Du von mehreren Freundschaften.
Ich glaube, mehr als 2 - 3 Freundschaften wird man nicht pflegen können, pflegen im wörtlichen Sinne.
Zum anderen sagst Du, daß Du Dich nicht verstanden gefühlt hast. Du hast also Erwartungen gehabt. Laß Dir das nochmals durch den Kopf gehen! Vielleicht gab es noch mehr "solcher Erwartungen"?
Ich sprach oben ja auch davon, daß mich solche Gespräche "belasten", aber meiner Freundin tun sie gut! Also führe ich sie.
Nichts für ungut! Ich wollte Dir nur helfen.
Ganz liebe Grüße von Dresden nach München!
Feli
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Beitragvon Gast » 31.10.2009, 20:31

Hallo Feli,

ich danke Dir, dass Du mir über Deine Erfahrung im Bezug auf Freundschaft geschrieben hast. Du hast mir wirklich geholfen, weil Du mich dazu gebracht hast, über meine (jetzigen und ehemaligen) Freundschaften nachzudenken. Das ist immer gut, dadurch denkt man auch über sich selbst.

Ich habe auch schon seit ca. vierzig Jahren eine sehr gute Freundin. Wir sind uns auch nicht gleich, doch es gibt viele Gemeinsamkeiten.
Im Laufe der Jahre kamen und gingen Freundinnen, nun blieben ein paar, die ich als sehr gute Freundinnen bezeichne. Bei ihnen - bei meiner Menschenkenntnis, die ich mir durch viele Erfahrungen eineignen konnte - gehe ich davon aus, dass es auch so bleiben wird. Wir sind tatsächlich alle ziemlich verschieden - was manche Ansichten angeht, auch in dem, dass ich (felsenfest) gläubig bin und einige von ihnen bekennende Atheistinnen sind. Doch solche Freundschaften funktionieren bestens, wenn beide tolerant sind und den Anderen so akzeptieren (und mögen), wie er ist. Über die Themen, bei welchen wir sehr weit auseinander gehen, wird nicht viel gesprochen, da hier eine Einigung auch nicht möglich wäre. Wir haben aber auch einige Gemeinsamkeiten, gemeinsame Interessen, das finde ich schön.
Bei der Sache mit der einen zerbrochenen Freundschaft lief es anders. Eigentlich stelle ich schon lange keine Erwartungen an die Menschen die ich neu kennen lerne. Das habe ich auch aus Erfahrung gelernt. Doch, eine Erwartung habe ich immer - dass man ehrlich ist. Ich kann es akzeptieren wenn jemand anders denkt als ich, wenn er manches vollkommen anders sieht - jeder Mensch ist ein Unikat, sage ich mir immer wieder. Aber, wenn jemand vorgibt meine Freundin zu sein, tut so als mich akzeptieren und mögen würde, dann erfahre ich, dass diese Person hinter meinem Rücken über mich unschöne Geschichten verbreitet, mich sogar bei Manchen, die ich sehr mag, lächerlich macht, dann kann ich das nicht akzeptieren. Dann fühle ich mich einfach unverstanden und bin darüber verärgert, dass diese "Freundin" nicht den Mut hatte, mir ins Gesicht zu sagen was ihr an mir nicht gefällt. So kann eine Freundschaft keinen Bestand haben.
Mit einer meiner jetzigen, könnte man sagen besten, Freundinnen, gab es am Anfang auch einige Schwierigkeiten. Doch durch die ehrlichen, offenen Gespräche und Kompromisse wurden sie aus der Welt geschafft. Wir verstehen uns heute gut und wir wissen beide, dass wir und gegenseitig vertrauen können. Das nenne ich eine Freundschaft.
Auch kann ich mich nicht verbiegen lassen, wie ich auch Keinen zu verbiegen versuche. Wenn Einer glaubt, in der Freundschaft das Sagen haben zu müssen, dann kann dies auch nicht auf Dauer gut gehen. Diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht.
Ich glaube, ich habe tatsächlich viele Erfahrungen gesammelt, so dass ich heute vergleichen kann. Die Menschen sind so verschieden, es ist nicht immer ganz einfach, sich "zusammenzuraufen". Man muss auch selbst tolerant und einsichtig sein, dies nicht nur von den Anderen verlangen. Doch manchmal geht es einfach nicht. Ich kann mir denken, dass auch von mir manche Freundinnen enttäuscht wurden, weil ich nciht so sein konnte, wie sie mich gerne sehen und haben wollten. Na ja, ich bin auch so ein Unikat, wie die Anderen auch :D und mit Sicherheit bin ich auch nicht unfehlbar, dessen bin ich mir bewusst.

Ich freue mich für Dich, dass Deine Freundschaft, obwohl Ihr beide so verschieden seid, alles überstanden hat und für immer hält. Und es ist ganz toll, dass Du für Deine Freundin jetzt da bist. Ich hoffe, ich werde Deinem guten Beispiel folgen können, wenn es nötig sein sollte.

Ich wünsche Dir und auch Deiner Freundin noch alles erdenklich Gute.

Einen ganz lieben Gruß
sendet Dir Malaika
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Beitragvon babadi » 05.11.2009, 15:01

Also ic h habe die Erfahung gemacht das eine richtge Freundin zu finden sehr schwer ist.
Was ic h unter einer Richigen Freundin verstehe??
sie sollte Freud und Leid mit einem Teilen auch einmal mit mir was unternehmen ,helfen in notlagen,zu hören können uvm.Das versteht sic hauch in gegenseitger Lage
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Beitragvon alleen » 05.11.2009, 15:53

Freundschaft ist die perfekte Balance zwischen Individualität und Ähnlichkeit. Die Verbindung der Seelen.
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Beitragvon Gast » 07.11.2009, 23:29

alleen hat geschrieben:Freundschaft ist die perfekte Balance zwischen Individualität und Ähnlichkeit. Die Verbindung der Seelen.


Das ist eine sehr gute Beschreibung. Ich finde die Seelenverwandschaft wichtig. Und wenn das nicht vorhanden ist, dann Toleranz. Und Ehrlichkeit.

Babadi, du hast die Freundschaft auch sehr gut beschrieben. So sollte es sein. Nur, manchmal klappt es nicht so ganz. Manchmal liegt es am Mangel an Zeit, wenn man nicht immer für die anderen da sein kann. So wie es bei mir im Moment ist. Wenn man mal zu viel um die Ohren hat, dann ist man dankbar dafür, wenn man Freundinnen hat die das verstehen. Ich glaube schon, dass ich solche Freundinnen habe, die mich verstehen, die verstehen dass ich im Augenblick (und dieser Augenblick könnte noch etwas länger dauern) einfach zu viele Verpflichtungen habe, von welchen alle die gleiche Priorität haben. Ich bin dafür dankbar. Und natürlich bin ich in Notfällen (größere Sorgen, Kummer, Probleme usw.) für sie da. Es geht aber nicht täglich. Für mich gehört es zur Freundschaft, so etwas zu verstehen. Ich glaube, ich selbst hätte dafür Verständnis.
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Beitragvon Gast » 07.11.2009, 23:49

[center]FREUNDSCHAFT

Wir waren zusammen im Kindergarten,
meine beste Freundin und ich,
wir spielten und auch stritten,
doch nie ließ eine
die andere im Stich.
Wir wurden erwachsen, heirateten,
die Kinder sind schon aus dem Haus.
Es gab so Vieles in inserem Leben,
aber die Freundschaft
hielt alles aus.
Und heute wissen wir beide sicher,
es ist das Schönste auf der Welt:
eine Freundschaft für viele Jahre,
eine Freundschaft, die ewig hält.


Malaika

Bild[/center]
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Beitragvon Knoechelrose » 20.11.2009, 1:32

Eine Freundschaft ist der größte
Schatz den man haben kann und man sollte ihn gut pflegen.

LG Knoechelrose[/b]
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Beitragvon roadrunner » 20.11.2009, 8:14

Knoechelrose hat geschrieben:Eine Freundschaft ist der größte
Schatz den man haben kann und man sollte ihn gut pflegen.

LG Knoechelrose[/b]
ganz genau :!: :!:
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Beitragvon Gast » 26.08.2010, 12:22

Gibt es überhaupt noch Freundschaften, die halten und bei welchen man nicht verletzt wird?

Was haltet Ihr von so einem Satz:

Von meiner Freundin erwarte ich auch, dass ich sie mal anmotzen kann wenn ich mich aufrege, oder es mir auch mal schlecht geht.
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Beitragvon Birgit62 » 26.08.2010, 13:08

Hallo Malaika,

ich Denke das muss man nicht! das kann keine richtige Freundschaft sein :!:
Motzen schon garnicht das kann nicht sein wenn mich eine Freundin dazu benutze damit es Ihr dadurch besser geht, hat nicht jeder von uns sein Päcken zu tragen was den ein oder den anderen schon schwer genug ist :?:

ich hatte hier im Tread schon mal geschrieben das das wort Freundin zu schnell gesagt wird ich bin da schon sehr vorsichtig geworden, lieber habe ich viele gute Bekannte

lg Birgit
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Beitragvon seniorin80 » 26.08.2010, 14:48

Hallo Malaika,
Was verstehst Du unter "anmotzen"?
Das Wort hat sehr verschiedene Bedeutungen bzw. Synonyme.
Wenn ich meiner Freundin mal richtig die Meinung sage, weil sie sich z.B. immer
gehen läßt oder aus anderem Grunde, dann gehört das in eine Freundschaft.
Wichtig ist dabei die Art und der Tonfall und die Wortwahl.
Das gehört einfach zur gegenseitigen Ehrlichkeit.

Im übrigen vertrete ich eine ähnliche Meinung wie Birgit. Für mich gibt es nur
sehr wenig Freunde im Leben. Diese Freundschaften halten dann meistens ein
Leben lang, auch wenn ich mich mal verletzt fühle. Man kann über alles
sprechen, auch über die "gefühlte" Verletzung.
Eines darf es aber in Freundschaften nicht geben: Forderungen/Erwartungen.

Ich habe hier schon mal geschrieben, daß ich eine Freundschaft habe, die
schon älter als 50 Jahre ist trotz großer charakterlicher Unterschiede.
Und ich habe auch eine über schon viele Jahre andauernde Freundschaft mit
einem Mann -ohne jeden sexuellen Hintergrund.
Es gibt nichts Kostbareres als eine echte Freundschaft!
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Beitragvon Gast » 26.08.2010, 18:05

Hallo Birgit, hallo Seniorin, danke für die Antworten. Das ist etwas, was mir keine Ruhe lässt, und ich es verstehen möchte, und auch die Meinung Anderer gerne wissen möchte.

Ich war immer ein Mensch, der ganz schnell Freundschaften schloss, mich zu schnell den Illusionen hingab, das wäre die echte, immerwährende Freundschaft fürs Leben und ich erleidete oft Schiffbruch. Nun bin ich auch vorsichtiger geworden, doch, ganz aus meiner Haut kann ich nicht. Ich sehe zuerst nur das Gute in einem Menschen und bin immer noch ziemlich vertrauensselig.
Ich habe aber einige Freundinnen, bei welchen ich mir nicht vorstellen kann, dass sie mich jemals enttäuschen würden, so wie ich ganz stark hoffe, auch sie nicht zu enttäuschen.

@Seniorin, ich versuche es Dir zu erklären, ohne dass ich hier zu persönlich schreibe. Das möchte ich nicht.
Unter anmotzen meine ich, wenn eine Freundin die Andere auf eine sehr unangenehme, ausfallende Art anredet. Die Freundin hat aber keine Schuld, sie ist nur Blitzableiter. Sie ist schockiert, versucht zu erklären, dass sie so etwas nicht vertragen kann, doch, die Erste ist nicht zu bremsen. Da fällt dieser Satz, den ich in meinem ersten Beitrag geschrieben habe.
Das verstehe ich unter anmotzen.
Jetzt würden viele meinen, das hat keinen Sinn, über so etwas zu schreiben, es ist doch selbstverständlich, dass man so etwas nicht tut. Doch, für viele ist das nicht selbstverständlich. Es geschieht, weil manche Menschen es für selbstverständlich halten, die Frust an der Freundin abzulassen. Weil für sie das auch zu einer Freundschaft gehört. Und wenn die Andere nicht mitmacht, ist sie eine Mimose, keine Freundin.
Das wäre eigentlich meine Frage - ist diese Freundin wirklich eine Mimose? Sollte sie für das Bedürfnis der Freundin, sich abzureagieren, Verständnis haben? Und wenn das nicht geht, wer ist schuld daran, wenn diese Freundschaft zerbricht?
Eine fühlt sich vollkommen unverstanden und "abgewiesen", die Andere ist verletzt. Was nun? Wohlgemerkt, keine weicht von ihrem Standpunkt.
Vielleicht sind das dumme Fragen, doch, so etwas gibt es tatsächlich, sogar oft.
Eine Freundschaft kann Jahre dauern, sie ist trotzdem zerbrechlich.

Ich wäre für ein paar Meinungen dankbar.
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