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Forum der Regionalgruppe München

Moderator: harry_cb31

Beitragvon TanzGudi » 18.05.2009, 19:16

und was erwarte ich von ihr??

Ich hatte letztens mit einigen Frauen über dieses Thema diskutiert, ab wann eine echte Freundschaft beginnt und wie das jeder Einzelne für sich empfindet.

Deshalb stelle ich das Theme hier zur Diskussion. Bin gespannt.
LG
TanzGudi :roll: :roll:
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Beitragvon Gast » 18.05.2009, 20:49

Eine ECHTE Freundschaft ist, meiner Meinung nach, nicht weniger schwierig aufzubauen, als eine Partnerschaft.
Wann beginnt eine echte Freundschaft? Für mich dann, wenn das Vertrauen beidseitig aufgebaut ist. Doch dazu gehört noch Vieles - Ehrlichkeit, Offenheit, der Wille, in guten wie in schlechten Zeiten füreinander da zu sein. So sollte es zumindest sein, meine ich.

Außerdem sollte man die Freundin/den Freund so akzeptieren, wie sie/er ist. Bevormundung kann viel zerstören. Ich schreibe aus Erfahrung.

Nur eine einzige Freundin aus meiner Jugendzeit konnte ich mir bis heute bewahren. Weil wir uns immer so akzeptiert haben, wie wir sind, weil wir über alles reden konnten, und weil wir uns gegenseitig immer aufeinander verlassen konnten. Sie ist nicht meine einzige Freundin, aber eine der besten.
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Beitragvon TanzGudi » 19.05.2009, 11:38

Ein freundschaftlicher Gruß von SASCHA:

http://www.youtube.com/watch?v=CLoJ0bLgiEs
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Beitragvon TanzGudi » 19.05.2009, 20:22

Ja, eine echte Freundschaft unter Frauen ist auch nicht so einfach.
Dabei sind wir uns doch so ähnlich :wink:, denn die Männer denken anders, sagt man(n). :oops:

Verständnis für den anderen sollte ohnehin klar sein (egal ob Kollege, Partner, Freund).
Ich glaube, dass auch hier viel reden wichtig ist. Manche verstehen sich auch ohne Worte, hm.

Liebe Malaika,
was meinst du mit Bevormundung ?
Ein Ratschlag, konstruktive Kritik, etc. sind sicher von einer Freundin sehr gut gemeint; aber, JEDER sollte für sich entscheiden, was man letztendlich in der Sache macht, in der man um Rat gefragt hat (habe ich mich klar ausgerdückt?? :wink: :wink: , was ich sagen will ??).

Muss man 'alles stehen und liegen lassen' wenn die Freundin in Not ist (wo fängt Not an)???? Für die Freundin wird es dann wohl NOT sein, wenn sie um Hilfe bittet.
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Beitragvon Knoechelrose » 19.05.2009, 23:29

Also ich habe auch eine Freundin,schon seid über 20 Jahre.Leider sind wir jetzt seid ich in München bin zu weit voneinander entfernt.Aber wir sind gegenseitig ehrlich,können über ALLES reden und vor allem ist das Vertrauen da.Sie mußte öfters übers Wochenende zu ihren Eltern fahren und ich ging dann (mit meinen Kindern )in ihr Haus und versorgte ihren Mann und Kinder indem ich für sie kochte.Und das nenne ich vertrauen, das sie keine Angst um ihren Mann hatte.Mußte sie auch nicht,wir sind gut befreundet und das soll auch so bleiben.Wir sehen uns jetzt leider selten,aber sind in Kondakt.Bei uns war auch jeder für den anderen sofort da,wenn er gebraucht wurde und wenn es in der Nacht war !!!
Zum Glück habe ich jetzt hier auch Freunde gefunden.
Liebe Grüße Knoechelrose
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Beitragvon Gast » 23.05.2009, 15:08

Hallo tanzGudi,

nun komme ich endlich dazu, Dir zu antworten.

Bevormundung einer Freundin habe ich erlebt, das kann ich Dir das ziemlich gut erklären.
Das war eine Südamerikanerin, aus Paraguai, die ich eigentlich sehr mochte. Sie war (ist, sie lebt ja noch, nur dass ich keinen Kontakt mehr mit ihr habe) eine lustige, offene, unternehmugslustige Person. Doch ihre "Bevormundung", ihre Dominanz habe ich nicht länger ausgehalten. Wenn wir ausgegangen sind, dann hat sie oft bestimmt, wohin wir gehen. Meistens nach Schwabing, da waren wir uns einig, aber, das Lokal hat sie ausgesucht. Wenn ich etwas Anderes wollte, meinte sie, sie ladet mich ein, das nächste Mal kann ich wählen. Doch das nächste Mal wünschte sie sich wieder "sehnlichst" etwas Bestimmtes. Dann gab es unerfreuliche Disskussionen, bei welchen ich zwar auch manchmal gewann, doch der Abend war nicht mehr so unterhaltsam, wie er sein sollte.
Da gab es auch andere Sachen. Ich habe Silvester mit ihr verbracht. - das allerletzte Mal. Ich wollte in keinem Fall zum Mrienplatz, ich war einmal dort gewesen und ich fand es furchtbar. Und genau dort waren wir, weil sie es unbedingt so wollte. Dazu war sie tieftraurig weil sie Probleme mit der Familie hatte - was mich nicht wundert. Ich hätte Silvester mit anderen Bekannten verbringen können, sie wollte aber nicht mit denen zusammen sein. Ja, ich bin selbst schuld, ich hätte nach meinem Kopf handeln können, doch, ich hatte irgendwie Mitleid mit ihr, wollte nicht streiten, ich gab nach. Doch nachdem kündigte ich ihr die Freundschaft. Ich hatte genug, und ich habe begriffen, dass sie sich nicht ändern kann.

Mit noch einer Freundin habe ich Schluss gemacht. Wir kannten uns ca. dreißig Jahre lang. Auch nett, hilfsbereit - und furchbar nervig. Da war das Problem ihre Besserwisserei. Sie hatte immer irgendwelche Ratschläge für mich, auch wenn ich nicht danach gefragt hatte. Ich bin der Meinung, dass man Ratschläge nur dann erteilen sollte, wenn man danach gefragt wird. Oder wenn ich mal meiner Freundin von irgeneinem Problem erzähle, natürlich darf sie auch ungefragt erzählen, wie sie es machen würde, wie sie es meint usw. Doch, in unserem Alter entscheidet man doch meistens selbst was man tun will. Man darf keinem seine Ansichten aufdrängen. Meine ich.
Diese besagte Freundin hat mich bei jedem Treffen mit ihren guten Ratschlägen genervt. Egal was ich erzählt habe, sie wusste alles besser.
Umsonst habe ich ihr zu erklären versucht, dass ich einer anderen Meinung wäre, was meinstens der Fall war, sie bestand darauf, dass es anders besser wäre. Das ist BEVORMUNDUNG. Früher habe ich immer lange mit den "Nervensägen" ausgehalten, heute lasse ich mir das nicht mehr gefallen.

Und Notfälle? Ich weiß jetzt nicht genau was das sein könnte. Aber, es ist schön, wenn man weiß, dass jemand da ist auf den man zählen kann.
Mit meiner Freundin, die ich schon seit Jahren kenne, habe ich Abmachung getroffen, dass wir Tag und Nacht füreinander da sind, wenn etwas sein sollte. Ich weiß dass ich mich auf sie verlassen kann. Und sie auf mich. Als es mit meiner Ehen zu Ende ging, habe ich tatsächlich bei ihr öfter geschlafen, einmal habe ich sogar eine ganze Woche bei ihr verbracht. Sie gab mir das Gefühl, sie freut sich über meine Anwesenheit. Das ist schon Jahre her. Sie ist glücklich verheiratet, hat meine Hilfe so einer Art nie gebraucht, aber, sie weiß dass ich für sie da bin, wenn sie sich z. B. ausprechen will. Oder wenn sie sich einsam fühlt, weil ihr Mann oft länger geschäftlich unterwegs ist. Wir sehen uns tatsächlich sehr selten, da wir beruflich ziemlich angespannt sind und noch andere Verpflichtungen haben, doch das bedeutet nichts.
Das ist für mich echte Freundschaft. Mit jemandem reden zu können, wenn einem danach ist, sich nicht allein zu fühlen. Und der Einen voll und ganz so akzeptiert, wie er ist. Ohne wenn und aber.

Freundschaft ist etwas sehr Kostbares, man muss sie pflegen und hegen - und sehr viel Feingefühl haben wenn sie funktionieren soll. Das ist meine persönliche Meinung.

LG
Malaika


PS

Konstruktive Kritik? Ich weiß nicht... Ich würde sagen, nur im äußersten Fall, wenn es sich nicht vermeinden lässt. Man muss bedenken, dass die eigene Meinung nicht unbedingt die Meinung der Freundin ist.
Kritik üben oder Meinung äußern - da gibt es einen kleinen aber gravierenden Unterschied. Das ist wieder meine ganz persönliche Meinung.
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Beitragvon Burgell » 23.05.2009, 16:26

Richtige Freundschaften sind auch für mich sehr kostbar und leider auch sehr selten.
genau wie bei der Liebe,muß irgendwie die Chemie stimmen,
wenn wir am Telefon reden,dann gibt es kein Ende,wenn wir zusammen sitzen,dann bis in die Nacht,von einem Thema zum nächsten,allerdings reden wir über gemeinsame Unternehmungen,dann sind es Vorschläge beiderseits.

Ich hatte ich auch mal so eine dominante Freundin,wenn es mir gut ging und sie hatte Probleme,dann habe ich sie zwar getröstet,aber sie warf mir dann vor ,ich wäre selbstgefällig und ich könnte ihre Problem nicht verstehen,es entstand so eine gewisse Hassliebe,manchmal habe ich mit hr lange nicht gesprochen,jetzt haben wir keinen Kontakt mehr, sie was einfach nicht gut für mich,hat mich runtergezogen.

Sie hatte so einen gewissen Welthaß,jeder und alles war Schuld an ihrem Elend,
ich kann soetwas nicht leiden,jeder kann mal Unglück haben,aber er muß auch selbst etwas tun um seine Situation zu ändern.
Ich möchte nur sagen sie was gesund und hatte nicht wirklich erxtentielle Sorgen. :evil:
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Beitragvon TanzGudi » 24.05.2009, 14:01

Liebe Malaika,

liebe Burgell,


vielen Dank für euren Beitrag. Ich denke, jeder macht sich darüber so seine Gedanken (Erwartungen, etc.).
Die bisherigen Erfahrungen haben uns auch geprägt. Ent(täuschungen) haben wir alle erlebt und unsere Lehren daraus gezogen!?!
(Täuschung; ich habe mich in diesem Mensch getäuscht).

Ich habe sehr viele 'Bekannte (u.a. Kollegenkreis)', die mich Freundin nennen, vermutlich weil:
sie mir JEDEN Tag 'ihre Probleme' erzählt haben (der Therapeut sagt dazu: Müll abgeladen haben), meine Meinung dazu hören wollten; sich dann rumgedreht hatten und gingen ....!
Vermutlich hatte meine Meinung gar nicht richtig interessiert; denn sie standen ja jeden Tag mit dem gleichen Thema oder schon was neues wieder da..... und ....

fast NIEMAND hatte gefragt: Wie geht es dir?

Alle nennen mich Freundin. Ist es so? Fragt eine Freundin nie nach, wie es geht??
Als Freundin interessiert es mich doch, wie es ihr geht ....., so denke ich!!
"Müll abladen", etc. ist selbstverständlich, dass mich das interessiert. Freundinnen erzählen sich ihren Kummer (den man auch Müll nennt), ihre Freude - eben alles, was man erzählen möchte.

Ich habe es lernen müssen, zu erzählen, da ich die meiste Zeit meines Lebens ZUHÖRER war. Ich habe dadurch sehr viel gelernt, d.h. ZUHÖREN ist auch sehr lehrreich und ich möchte es nicht missen.

(Diese "Tratsch-Neugier" hat mich nie interessiert - mich interessiert der MENSCH)

LG TanzGudi
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Beitragvon marcella48 » 24.05.2009, 14:27

Du hast mir aus dem Herzen gesprochen.
Ich habe früher auch eine Kollegin/Freundin gehabt, welche mich nur ausgenutzt und runter gezogen hat.
Sie hat immer bestimmt wo wir hingehen, wollte ich mal was Anderes, war sie launisch und hat uns beiden den Abend verdorben.
Immer musste ich mich melden, von ihrer Seite kam nichts, sie selber hat aber immer Alles auf die Andern geschoben.
Am Schlimmsten fand ich ihr Verhalten, wenn es um die Zahlung der Zeche ging. Meistens hatte sie nicht genug dabei, "Bitte bezahle für mich, ich gebe es Dir dann zurück" ihre Rede. Nur kam nie was retour.
Ich habe mich dann nicht mehr gemeldet, wollte mal abwarten, wie lange es dauert bis sie sich meldet, was ist passiert? Diese komische Freundschaft ist eingeschlafen. Bis vor 2 Jahren haben wir uns per Zufall getroffen, ich war freundlich zu ihr, aber einen Kontakt möchte ich nicht mehr zu ihr.
Jetzt habe ich gottlob wenige, aber wirkliche Freunde, auf die ich mich wirklich verlassen kann, sie sich aber genauso auf mich..
Es lebe wahre Freundschaft

Gruss Irena Leandra
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Beitragvon TanzGudi » 24.05.2009, 14:45

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Beitragvon TanzGudi » 13.06.2009, 18:52

Bzgl. Krankheit:
Ich würde mir auch wünschen, wenn meine Freundin weiß das ich krank bin, dass sie sich mal meldet um nachzufragen, wie es mittlerweile so geht.
Kann sein, dass ich nicht an's Telefon gehe (gehen kann). Dann freue ich mich, wenn ich eine nette Nachricht auf dem Anrufbeantworter vorfinde. Man muss sich nicht sprechen; aber man denkt aneinander. Es geht um die Anteilnahme, finde ich.
Es muss sich nicht um eine schwere Krankheit handeln; eine Grippe, Zahnschmerzen, etc. reichen doch oder??
:wink: :wink:
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Beitragvon lea_franziska » 13.06.2009, 19:16

Ich finde eine Freundschaft ist genau so wichtig,wie eine Partnerschaft.Es gibt einfach Dinge die kann man besser mit einer Freundin besprechen.Ich habe nicht so viele Freundinen..aber die ich habe,sind sehr inntensiv.Eine Freundin habe ich schon 30 Jahre.Da bin ich sehr dankbar darüber,ich könnte mir das gar nicht vorstellen wen sie nicht mehr da wäre.
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Beitragvon slowfox47 » 13.06.2009, 19:26

ich habe durch die trennung von meinem damaligen partner alle meine freundinnen verloren, da eine sich für die freundschaft mit ihm entschlossen hat und die andere eine partnerschaft eingegangen ist und meint keine zeit mehr für mich als alleinstehende zu haben... ich habe aber hier vile neue freundinnen gewonnen :D :D :D
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Beitragvon lea_franziska » 13.06.2009, 19:44

@Slowfox....dan war es aber keine so gute Freundschaft. Wegen einen Mann würde ich nie meine Freundinen vernachlässigen und schon gar nicht aufgeben..Du hast Recht..ich habe hier auch richtige Freundschaften aufgebaut.,Wir 2 doch auch oder???
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Beitragvon sitta_muc » 13.06.2009, 20:52

Hallo ihr Lieben,
das stelle ich mir wunderschön vor, seit 30 Jahren eine Freundin!

Ich habe auch zwei sehr gute Freundinnen verloren, bei der Trennung von meinem Ex. Sie wollten auch mit ihm befreundet bleiben, aber ich konnte nicht damit leben, also habe ich den Kontakt eingestellt, ich wollte sie nicht vor die Wahl stellen, "er" oder "ich",also habe ich gehandelt.

Abr ihr habt recht, hier bei 50+ bin ich gerade dabei, ein paar sehr wertvolle Freundschaften auf zubauen. Und das ist für mich etwas ganz,ganz schönes.
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