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Beitragvon Senecca » 28.09.2011, 19:38

Hallo Junggebliebene,

kann nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten, dass der Drang der Kinder sich von den
Eltern abzunabeln und ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben zu führen ein sehr
intensives, existentielles Gefühl von seiten der Kinder ist.

Daher sollte man diesen Wunsch positiv unterstützen und begleiten. Da man als Eltern
generell dazu tendiert immer gute Ratschläge und Lebensweisheiten anzubringen,
wird dies oft als Bevormundung und Eingriff in die persönliche Lebensgestaltung gesehen,
dass natürlich oft zu Abschottung und Distanz führt.

Als Eltern muss man lernen und akzeptieren, dass Kinder Ihre eigenen Wege gehen,
die nicht immer unserer Vorstellung von Lebensplanung und Persönlichkeitsentfaltung
entspricht. Das Arbeits- und Gesellschaftsleben ist sehr komplex geworden und die
Kinder müssen sehr viel Zeit und Energie in die Bewältigung des Alltagsleben investieren und da
bleibt immer weniger Zeit und Raum für die zurückgebliebenen Mütter und Väter.

Ich persönlich kann nur sagen, dass mein Sohn sehr darunter litt, dass er erst relativ spät
(mit 25 Jahren) sich selbstständig machen konnte, da er immer das Gefühl hatte 
nicht für sein eigenes Leben sorgen und aufkommen zu können. Dieser Umstand nagte sehr an seinem Selbstwertgefühl und an seinem Selbstvertrauen, die Zukunft meistern zu können.

Das bedeutet oft in diese Lebens-Phase, dass sie sich selber oft neu orientieren müssen und einen
Abstand zum Elternhaus brauchen und sozusagen einen persönlichen Selbstfindungsprozess
durchmachen, um Ihren eigenen Lebensstil zu finden, der natürlich ein ganz anderer
sein kann oder muss als der den die Eltern vorgelebt haben, da Sie sich ja von den Eltern
abgrenzen und differenzieren wollen.

Da kann es oft schon vorkommen, dass es oft länger dauer, bis Sie wieder
einen Weg zu Ihren Eltern gefunden haben.

Ich persönlich sehe diese oft bewußt gewählte Distanz von den Kindern so,
dass mir dafür mehr Zeit und somit auch mehr Energie und auch mehr Freiraum
für einen  Selber übrigbleibt, die man dies ja vielfältig für verschieden Interessen und
Aktivitäten nützen kann, für die man sich bisher nie Zeit genommen hat.
Man sucht sich neue Ziele und Herausforderungen, besonders dann wenn die Kinder
das Elternhaus verlassen haben.  Beschäftigung ist immer die beste Therapie dafür.

Erfahrungsgemäß suchen Kinder, auch wenn es manchmal etwas länger dauert, immer wieder
den Kontakt zu den Eltern, da die Erfahrung der Selbstständigkeit die Erinnerung
an das Elternhaus wachhält.

Darum macht man am besten keine große Sache daraus, sondern nützte dies auch als
Option sich persönlich weiterzuentwicklen.

   
  

 

   
  


 
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Senecca
 
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Beitragvon medianne » 28.09.2011, 20:03

@ Senecca Schön, daß Du diese positive Erfahrung machen durftest. Wenn Junggebliebene ebenfalls in dieser Situation gewesen wäre, hätte sie sicherlich die Geduld aufgebracht und frohen Herzens abgewartet, bis die Kinder sich ihr wieder mehr zuwenden.

Ich glaube nicht, daß die Dinge hier so einfach liegen, denn dann hätte sie dieses Thema nicht mit soviel Herzblut hier angesprochen.
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medianne
 
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Beitragvon brigitte19948 » 29.09.2011, 11:55

Ich hab erst vor einiger Zeit im Fernsehen gesehen, dass Kinder Eltern verlassen.
Trotz vieler Fehler meinerseits habe ich das Glück, dass meine Kinder noch mit mir sprechen. Es gab aber sehr schwierige Zeiten und was mir am meisten leid tut, ist, dass ich mich selber nicht leiden konnte und somit den Kindern vermittelt habe, dass ich nichts wert sei und so wurde ich auch behandelt. Erst 2010, mit 61 Jahren fing ich an, mich selber zu mögen und damit fing ein neues Leben an. Es führt zu nichts, sich ständig schuldig zu fühlen oder anderen die Schuld zu geben.Loslassen hat nichts mit verlassen zu tun, loslassen ist der beste Dienst, den ich einen Mitmenschen erweisen kann, denn dadurch kann er sich selber entwickeln und man selber entwickelt sich auch. Früher konnte mich meine Tochter so fertig machen, dass ich nicht mehr leben wollte, und das bei fast jeder Auseinandersetzung. Als ich begriff, weil ich sah, dass es funktionierte, dass, wenn man sich selber mag, auch Menschen ganz anderes auf einen zugehen beziehungsweise man selber anders auf Menschen zugeht, konnte ich mich soweit abnabeln, dass mich ihre Worte schlimmstenfalls ärgerten ich dann aber die Kraft hatte und habe, zu sagen, dieser Ton gefällt mir nicht, da kann ich auch nach hause gehen und ich hab das nicht nur so gesagt sondern auch gemeint und ich bin von mal zu mal stärker geworden. Vielleicht kann dieser Beitrag helfen. Ich wünsche jedenfalls betroffenen Eltern und KIndern alle Kraft, und vielleicht Menschen, die sie begleiten, ohne sie zu bevormunden.Liebe Grüsse Brigitte
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brigitte19948
 

Beitragvon Auristemp » 06.10.2011, 10:28

Hallo Jungebliebene,..

Meine Töchter zogen aus mit 19(die ältere) inzwischen 27 Jahre alt und die jüngere mit 17 Jahren inzwischen 21 Jahre,sie wollte unbedingt in der StudentenWG zu ihrer Schwester ziehen.
Es war schrecklich auf einen Schlag alleine zu leben .
Ich bot ihnen immer und allzeit meine Hilfe(egal in welchen Dingen an) und auch heute noch werde ich vor allem GEBRAUCHT.

Ich liebe sie von ganzem Herzen aber sie leben IHR Leben und oft werde ich nicht gebraucht (ist auch gut so).
Natürlich hat es manchmal einen schaalen Beigeschmack. Aber so ist es wohl im Groß und Ganzen.

Und wenn ich beobachte wie mein Bruder 41 Jhr. unsere Mutter heute noch Gebraucht( ich weiß ein blödes Wort) wird mir übel.

Er ist alleinerziehend und wenn er alle 2 Wocheneden seine Kinder (es sind drei an der Zahl) zwischen 8 und 11 Jahren hat dann kocht SIE,.. sie putzt ihm sein Geschäft und betüdelt ihn obwohl sie schon 71 Jahre alt ist.
Ein kleinwenig wird man als Mutter schon Ausgenutzt und ich habe von meinen Töchtern schon gehört DU hast uns in die Welt gesetzt also bist DU auch für unser Wohlergehen mit verantwortlich.

Manchmal wünschte ich mich WEIT WEIT WEG von hier........

und dieses Gefühl der immer währenden Schuld ihren Bedürfnisse nicht gerecht zu werden macht mich manchmal :(
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Auristemp
 
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Beitragvon N_Adine » 06.10.2011, 11:53

@Auristemp und betroffenen Mütter
Du sprichst mir aus der Seele – ja diese Gefühle kenne ich – auf der einen Seite ein furchtbar schlechtes Gewissen, dass ich als alleinerziehende Mutter den Bedürfnissen meines Juniors nicht gerecht werde und ihm nicht all das bieten kann, was vielleicht in einem „intakten“ Familienverband möglich wäre, auf der anderen Seite das Gefühl … ja hört denn das NIE auf ….
Den Wunsch, der das schon fallweise aufkeimt – obwohl auch ich meinen Sohn über alles liebe und es ihm auch immer wieder sage, wie glücklich ich bin, dass es ihn gibt - alles hinter sich zu lassen und weit, weit weg zu sein – ja, den kenn ich auch ….
Aber in diesem Momenten der totalen Resignation kommt dann mein weißes, wuscheliges Hundetier, schlabbert mich ab und holt mich liebevoll in die Realität zurück – MUTTER-sein ist kein „befristetes Dienstverhältnis“ sondern ein LEBENSJOB …..
Im Januar war mein Junior 18 und dem Gesetz nach „erwachsen“ ….. na ja, geändert hat sich nicht viel, außer dass er so manchen guten Ratschlag meinerseits mit den Worten „Mama, ich bin erwachsen, ich weiß schon was ich tu…“ beiseiteschiebt – wenn’s nur so wäre, aber bis dahin ist wohl noch ein weiter Weg.
Ich versuche zwar, ihn so sanft wie möglich aber mit Nachdruck von mir abzunabeln (er hing sehr lange sprichwörtlich an meinem Rockzipfel), verreise auch schon mal für ein paar Tage und lasse ihn allein wirtschaften ohne vorher vorgekocht zu haben, lasse ihn seine Entscheidungen selbst treffen (ist nicht einfach, so manche Bedenken runterzuschlucken oder über diverse Schlampereien oder Nachlässigkeiten hinwegzusehen – aber ich bemühe mich !!!), halte mich dezent im Hintergrund und warte, bis er selbst nicht mehr weiter weiß und von sich aus kommt und um Rat fragt. Nur manchmal sitze ich dabei schon sprichwörtlich „auf Nadeln“ …
Irgendwie fehlt ihnen in diesem Alter noch der Weitblick und das Gefühl fürs Wesentliche.
Wenn ich das von Deinem Bruder lese, da wird mir auch übel – dazu fällt mir nur ein „nicht lebensfähig erzogen“ :mrgreen: :mrgreen: – und das möchte ich für meinen Junior auf gar keinen Fall.
Er ist mittlerweile des Kochens, Waschens & Bügelns kundig und diese „Dienste“ übernehme ich nur mehr in Ausnahmefällen – wenn ich Lust dazu habe oder wenn er mir eine für mich lästige Arbeit (nächtliches Autofahren) abnimmt.
Nichts im Leben ist selbstverständlich und wenn man etwas will, dann muss man dafür auch was tun – das möchte ich meinem Sohn gerne mit auf seinen Lebensweg geben – wenn er das kapiert hat, dann denke ich, passt die Richtung und der Weg hinaus ins Leben ist keine Einbahnstraße.

lg N_Adine
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Beitragvon ilonca » 08.10.2011, 20:55

wenn ich so die verschiedenen kommentare lese, denke ich an die zeit mit meinem sohn zurück,
mit 15 kam er ins internat und war nur jedes WE zuhause und da hies es für mich wäsche waschen
und hemden bügeln bzw die konnt eich oft nicht schön genug machen, daher machte er es selbst.
habe ihm aber schon erklärt von nichts kommt nichts, ich war auch alleinerzieherin und er hat eine
gute berufsausbildung bekommen - war natürlich kein "musterkind" aber ich habe mich beinhart
durchgesetzt :roll: kochen war und ist für ihn kein problem, als mit ende der ausbildung gleich mit
seiner freundin zusammenzog, war ich am boden zerstört :( aber schmutzwäsche zu hotel mama
war nicht drin, nur im nothfall :!: ich glaube zum muttersein gehört auch ein gesunder egoismus
als mutter dazu :wink: d.h. nicht die kinder zu vernachlässigen, aber auch eigene bedürfnisse
haben zu dürfen und dies muß auch akzeptiert werden. heute ist er selbst schon vater und ich
war ihm und meiner schwiegertochter zuerst zu streng, heute sehen sie, daß man schon grenzen
aufzeigen muß und nicht sofort nachgeben soll. aber es ist schwierig diese problem, heute ist er
so beschäftigt, aber wir telefonieren meist einmal am tag und wenn not mann ist bin ich für seine
familie da umgekehrt er für mich...................könnte mir auch nicht vorstellen, als oma ständig da
zu sein.............

LG
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Beitragvon Mizuki » 03.11.2011, 21:38

Noch siehstDu Deine Kinder klein,
unbeholfen,schutzbedürftig,
Du lehrst sie gehen,
singst und spielst
und merkst nur an den Hosen,
wie sie wachsen!
Und plözlich heißt es"raus"
es läuft Dir fort,sucht eigne Ziele
und wird Dir fremd!
Was war es nicht in all den Jahren
und ist es noch-
Dein Kind !
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Beitragvon Sigrit2011 » 04.11.2011, 14:35

Ich halte mich von meiner Mutter fern, darüber ist sie sehr unglücklich, sie versteht meine Beweggründe nicht. Ich kann heute nur mein Gefühl beschreiben, dass ich Angst empfinde, dass ich Scham empfinde, wenn ich an meine Mutter denke. Wenn eine Nachricht kommt, wenn ich sie anrufen muß, weil sie z. B. Geburtstag hat, und ich mich verpflichtet fühle, dann geht es mir nicht gut. Ich kenne die genauen Gründe nicht. Ich kann mich an einige Situationen aus meiner Kindheit erinnern, wo ich mich von meiner Mutter nicht geschützt fühlte habe, wo ich mich nicht gewollt fühlte habe, wo ich fühlte, dass ich eine Last für sie war, ich fühlte mich vernachlässigt, ich fühlte mich nicht in der Form unterstützt, wie ich es gebraucht hätte. Heute kann ich sagen, dass ich damals eine Mutter gebraucht hätte, doch heute keine Mutter mehr brauche.. Ich empfinde Angst, wenn ich an meine Mutter denke, und ich weiß nicht genau warum.

Ich gestatte mir heute, nur noch dort hin zu gehen, wo es mir gut geht, wo ich keine Angst empfinden muß. Ich wünsche meiner Mutter alles Liebe, ich wünsche ihr, dass es ihr gut geht, ich weiß, dass sie gut versorgt ist, dass sie viele Menschen um sich herum hat. Ich hingegen bin eher alleine. Meine Kinder leben auch ihr Leben, ich klammere nicht, ich bin sehr dankbar, dass sie so selbstständig sind. Ich denke in Liebe an sie, und sie denken in Liebe an mich, hoffe ich zumindest.
Wenn wir uns sehen oder am Telefon miteinander sprechen, dann gehen wir sehr liebevoll miteinander um, und ich kann sie so lassen wie sie sind. Wenn sie Kontakt aufnehmen, dann ist es gut, und wenn sie keine Lust haben mit mir im Kontakt zu sein, dann ist es auch gut. Ich verüble es ihnen nicht. Ich mache mein Leben und meine Stimmung nicht von der Zuwendung meiner Kinder abhängig. Doch ich möchte auch oft gerne wissen, wie sie wirklich über mich denken. Ich höre daher gerne den Menschen zu, die im Alter meiner Kinder sind, und was diese über ihre Eltern erzählen.

LG

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Beitragvon pippilotta13 » 17.02.2012, 1:19

Liebe Junggebliebene, durch Zufall bin ich auf Deinen Beitrag gestoßen. Ich kann Dich verstehen, denn ich habe genau das gleiche Problem. Auch mein Sohn hat plötzlich und ohne für mich erkennbaren Grund den Kontakt abgebrochen. Als alleinerziehende Mutter habe ich auf vieles verzichten müssen, Arbeit Haushalt und Kinder unter einen Hut bringen müssen. Manchmal hatte ich einfach zu wenig Zeit für meine beiden Kinder, aber ich war immer für sie da, so gut ich konnte. Auch als sie schon längst erwachsen waren´, hatte ich guten Kontakt mit ihnen. Meine Tochter ist in Griechenland, auf der Insel Rhodos verheiratet und so war ich froh, dass mein Sohn nur eine Stunde Autofahrtzeit von mir entfernt wohnte. Ich hatte eine ganz liebe Schwiegertochter, die für mich wie eine Tochter war und als der Enkelsohn auf die Welt kam, war mein Glück perfekt. Leider hat die Ehe meines Sohnes nicht gehalten. Meine Schwiegertochter hat sich telefonisch fast jeden Tag bei mir ausweint und ich habe sie getröstet. Das hat warscheinlich meinem Sohn nicht gepasst, aber er verhielt sich seiner Partnerin gegenüber so mies, dass ich mich manchmal wirklich für ihn geschämt habe.
Nach der Trennung der beiden habe ich meinem Sohn zuliebe den Kontakt mit seiner Ex abgebrochen. Danach hatte er eine neue Freundin und wieder kam nach einiger Zeit die Situation, dass seine Freundin sich bei mir über ihn beschwerte und sich bei mir Rat holte. Ich bin eine sehr warmherzige Frau, die immer für alle da ist, das haben auch die Partnerinnen meines Sohnes sehr genossen. Ich habe mich zwar nie direkt eingemischt, habe meinen Einfluß genutzt, die Wogen zu glätten und versucht, immer unparteiisch zu bleiben. Trotzdem glaube ich, dass mein Sohn eifersüchtig war, dass ich mich mit seinen jeweiligen Partnerinnen gut verstanden habe
Nachdem er wieder mal eine Partnerschaft in die Brüche gegangen war und er mich fast jeden Tag angerufen hat, weil er es alleine nicht ausgehalten hat, habe ich ihm vorgeschlagen, doch mal eine Verhaltenstherapie zu machen . Er hat auch tatsächlich eine Therapeutin aufgesucht, doch für mich "ging der Schuß nach hinten los". Kurz nach den ersten Sitzungen merkte ich, wie mein Sohn bei unseren Telefonaten aggressiv reagierte. Weihnachten rief er nicht mehr an. In den Weihnachtsferien sollte unser Enkel eine Wocche bei uns verbringen, das wurde kommentarlos abgesagt. Ich war wie vor den Kopf gestoßen. Ich weiß bis heute nicht, warum er so reagiert. Ich habe ihm zum Geburtstag einen langen Brief geschrieben, keine Antwort, habe ihm Weihnachten wieder ein paar liebe Zeilen geschrieben , wie sehr ich ihn liebe und vermisse, aber wieder keine Antwort. Auch mit meiner Tochter will er über dieses Thema nicht reden, wenn sie ihn darauf anspricht. Es hat mich viele schlaflose Nächte und viele Tränen gekostet, zu begreifen, dass ich loslassen muß. Es ist mir ungeheuer schwer gefallen, aber heute kann ich besser damit umgehen. Trotzdem werde ich natürlich nie die Hoffnung aufgeben, dass er sich eines Tages wieder meldet.
Vielleicht ist es für Dich ein Trost, dass Du mit Deinem Schicksal nicht alleine bist, dass es anderen Müttern genauso geht wie Dir . Ich wünsch Dir alles Gute und dass es doch noch ein Happyend gibt für eucch beide.Liebe Grüße Pippilotta
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Beitragvon tigi9909 » 17.02.2012, 1:30

Pippilotta ... bitte wundere Dich nicht, wenn Junggebliebene nicht antwortet.

Sie hat sich bereits abgemeldet, ist also nicht mehr bei 50plus :wink:
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Beitragvon Duesselblume » 25.03.2012, 19:56

Vielleicht muss man einfach akzeptieren, dass Menschen sehr unterschiedlich und nicht immer "kompatibel" sind, obwohl das gleiche Blut durch ihre Adern fließt. Man sagt zwar, Blut ist dicker als Wasser, aber wer liebt, muss wohl auch loslassen können. Man sollte sich frei machen von gesellschaftlichen Normen und der alten Wertvorstellung von "Familie". Familie ist uns mitgegeben, die haben wir uns nicht ausgesucht. Wenn Gesprächsversuche nicht weiterführen, bleibt dich Möglichkeit, in einem persönlich Brief über seine Gefühle zu sprechen, ohne dem anderen Vorwürfe zu machen. Wenn das auch nichts hilft, muss man es akzeptieren, auch wenn es schwerfällt.
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Beitragvon cornelia03 » 06.04.2012, 22:07

Das Thema interessiert mich auch.
Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr aus heiterem Himmel beleidigt und gedemütigt werdet?
Wenn der Schwiegersohn im Auftrag der eigenen Tochter die Mutter erniedrigt, beschimpft und verachtet? Da ist soviel Hass entstanden. Es lähmt mich.
Sie wollten mal viel Geld, ich habe das nicht in der gewünschten Größenordung gegeben. Aber immerhin was ich gegeben habe, immerhin 5stellig, bezeichnet der SS als läppisch.
Ich habe es über Jahrzehnte angespart und wollte eine kl. Gegenleistung dafür. Das wird ignoriert.
Das Enkelkind wird von mir fern gehalten und ich werde bei der 2 jährigen schon verantwortlich dafür gemacht ,wenn meine Tochter ihre eigenen Türen zerschlägt. Was ist da nur los.
Bin so entsetzt und traurig. Ich würde sie am liebsten enterben. Die Hoffnung, dass der Mann sich einmal entschuldigt oder sagt es täte ihm leid ist gestorben. Warum meine Tochter ihn so instumentalisiert ist erschütternd. Ich will ihn nicht mehr vor mir sehen, weil ich das nicht überlebe (Herzprobleme) und zittere dann am ganzen Leib und bin sprachlos. Meine Tochter will kein Gespräch mit mir. Das zu erwartende Erbe wird in den Dreck getreten. Ob es alles wegen Geld ist? Meine Mutter wird mit 90 Jahren ebenfalls bedroht und angeschrieen und als Lügnerin bezeichnet. Sie hatte kein Wort von sich gegeben. Danach ist sie zusammengeklappt. Das läßt die beiden kalt. Die Schwiegereltern meiner Tochter werden vergöttert und in den Himmel gehoben. Schon seit dem Tag, als sie mir erstmalig und einmalig vorgestellt wurden. Bis 30 Jahre habe ich meiner Tochter jeden Wunsch wenn irgendwie möglich erfüllt. Jetzt verlangt sie Funkstille und der Mann sagt, er wolle mich und meine Familie ruinieren, ich weiß nicht warum. Er hat schon mindestens 10 Attaken auf mich losgelassen. Das halte ich gar nicht mehr aus, auch wenn ich meine Tochter noch so liebe.
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Beitragvon medianne » 07.04.2012, 0:19

Hallo Cornelia, ich glaube, Dein Problem fing damit an, dass Du ihr bis 30 Jahre alle Wünsche erfüllt hast, soweit es ging. Fang bitte an, nein zu sagen, sonst wirst Du nicht ernst genommen. Und versuche bitte, an Dich zu denken und dieses Spiel nicht mehr mitzuspielen. Ich glaube, das ist Deine einzige Chance. :!: :!: :!:
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Beitragvon cornelia03 » 07.04.2012, 20:32

Dann will ich zur gegebenen Zeit berücksichtigen, was du schreibst.
Es wird noch Zeit verstreichen.
Darf gar nicht daran denken, wieviel, weil die Zeit so kostbar ist und das Leben ja endlich.
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Beitragvon holzwurmxxl » 12.05.2012, 10:34

Hallo Jungebliebene,

ich habe zwei Töchter, 20 und 22 Jahre alt. Ich lebe zurzeit nach 25 Jahren Ehe in Trennung. Meine jüngere Tochter lebt bei mir. Insgesamt eine sehr unschöne Geschichte. Ich habe vor ca. 4 Jahren feststellen müssen, dass meine zukünftige Ex seit mindestens 10 Jahren in unserem kompletten Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis Lügen über mich erzählt. Das ganze fing mit halbwahren Geschichten aus dem Geschäftsleben an und gipfelte dann irgendwann in angedichteten Affären, Diebstahlsanzeigen und mehr. Das Schlimme dabei war, das der Herd dieser Geschichten der Ort war, an dem sie viel Zeit verbrachten. Sprich bei meinen Schwiegereltern.

Seit unserer Trennung vor knapp 2 Jahren, spricht meine ältere Tochter praktisch nicht mehr mit mir. Wir haben in den knapp 2 Jahren vielleicht ganze 10 Sätze gesprochen und das auch nur weil es um meinen/unseren Hund ging. Sie hat vor kurzem meine jüngeren Tochter gesagt, "ich wäre nur noch ihr Erzeuger und nicht mehr ihr Vater" wegen all der Dinge die ich gemacht habe. Fragt meine jüngere Tochter sie, was ich denn gemacht hätte sagt sie nur, dass ich das ja wüßte. Der Topf kocht aber noch immer weiter, so dass ein zumindest an eine Beruhigung nicht zu denken ist. Bei den Vorwürfen die ich kenne, weis ich und kann es sogar häufig schriftlich belegen das diese erfunden und erlogen sind.

Leider nützt mir das offensichtlich nichts im Verhältnis zu meiner Tochter. Ich weis da auch nicht wie ich mit dieser Angelegenheit umgehen soll. Soll ich den rudimentären Restkontakt in Form einer SMS zu Geburts- und Feiertagen abbrechen oder soll ich ihr einen Brief zu den Vorwürfen schreiben? Einen persönlich oder einen offenen Brief?

Ich kann Dir leider nur sagen, dass ich selber nicht weis wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Ich bin einerseits massiv von meiner großen Tochter enttäuscht, andererseits vermisse ich sie sehr und leide auch sehr unter der Situation. Soll ich noch Zeit vergehen lassen? Ich weis es nicht.

Lieben mitfühlenden Gruß

Der Holzwurm
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