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Im Forum Freundschaft & Familie können Sie sich mit anderen Mitgliedern im 50plus-Treff zu allen Fragen rund um die Themen Freundschaft und Familie austauschen. Teilen Sie lustige aber auch nachdenkliche Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen oder schließen Sie einfach neue Bekanntschaften.

Beitragvon Junggebliebene » 13.09.2011, 16:58

Hallo, gibt es unter Ihnen auch Eltern, die von Ihren erwachsenen Kindern verlassen wurden? Würde gerne zu dem Thema andere Meinungen hören.
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Junggebliebene
 

Beitragvon flohbeisser » 13.09.2011, 18:28

VERLASSEN.....
wie ist das zu verstehen?
Für mich persönlich ist es das normalste der Welt, dass erwachsene Kinder ihren eigenen Weg gehen und die Eltern dafür "verlassen".
Wichtig ist doch nur, daß Kinder immer wissen, dass das Elternhaus für sie jederzeit "geöffnet" ist, was im Klartext heißen soll, daß die Kinder immer gerne zuhause gesehen sind.
Das Gleiche gilt natürlich auch für die "Eltern". Auch sie müssen wissen, daß sie "jederzeit" bei ihren Kindern anklopfen können, wenn "Not am Mann/Frau" ist.
Manchmal ist es doch einfach schon hilfreich, wenn man gegenseitig ein offenes Ohr füreinander hat.

Anfangs werden die Kinder wahrscheinlich nicht so häufig kommen, da sie sich ja ein eigenes Leben aufbauen müssen, Familie gründen usw.. erst im Laufe der Jahre werden sie dann wieder vermehrt
bei den Eltern sein. Das habe ich so in meiner Familie erlebt und kenne das auch von sehr vielen Bekannten so.
Kinder, die mit diesem Wissen im Hinterkopf in die Welt hinaus gehen, werden immer wieder zurückkommen......!

Solltest Du jedoch mit deinem Thread meinen, daß dich die Kinder total verlassen haben, dann solltest du in dich gehen und nachforschen, warum das wohl so ist.
Ich denke, dass man aber auch dann wieder einen Weg finden sollte, um wieder "zusammen zurücken".   
 
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flohbeisser
 

Beitragvon glaskugel » 20.09.2011, 15:38

Hallo, ich glaube ich weiß wie es dir geht. Man kann nicht einfach sagen, du solltest mal in dich gehen. Ich habe auch schlimmes erlebt. Es ist sehr schwer, wenn durch was auch für gründe, die Kinder den kontakt einstellen. Manchmal basiert das auch auf ein Machtgehabe. Ich denke , diese Kinder hat man zu sehr verwöhnt. Berechtigte Kritik wird dann gleich als Grund genommen um sich zu verabschieden.
Wenn du magst, könnten wir ja mal in Kontakt kommen. Es hilft schon viel sich auf sich selbst zu besinnen. Nicht immer sind die Eltern oder Mütter schuld. Da gibt es eine breite Palette.
Vielleicht sollten wir mal unsere Telefonnummern austauschen
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Beitragvon Papillon1 » 20.09.2011, 15:49

Kinder werden irgendwann flügge, dann muss man sie ziehen lassen. In unserer globalen Welt studieren und arbeiten sie häufig in anderen Orten oder im Ausland.

Wenn du aber der Meinung bist, dass sie keinen Kontakt mit dir wollen, dann solltest du auf jeden Fall das Angebot von *glaskugel* annehmen und dich persönlich darüber austauschen.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute!
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Papillon1
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Beitragvon medianne » 20.09.2011, 18:10

Kann es nicht auch sein, dass Kinder nach schlimmen Erlebnissen wie Krankheit, Scheidung der Eltern o.ä. einfach verunsichert sind und sich deshalb einfach zurückziehen? Ich hoffe, dass Ihr Euch durch offene Worte evtl. unter fachkundiger Hilfe wieder zueinander findet.
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Beitragvon Petrusch » 22.09.2011, 10:51

Ich würde auch gerne mal mehr erfahren, schade ,das du "Junggebliebene " dich nicht mehr
hier zu Wort meldest.

Mir ging es mit meiner Ältesten auch so, das sie sich nach der Scheidung von mir zurückzog .
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Beitragvon Junggebliebene » 22.09.2011, 15:49

Hallo, hier bin ich wieder. Muss leider sagen, dass mit zwei Ausnahmen die Reaktionen überhaupt die von Flobeisser ohne dessen besseren Wissens mit einseitigen Schuldzuweisungen behaftet sind. Leider kann ich aber durch Gespräche mit anderen alleinerziehenden Müttern feststellen, dass gerade diese von ihren erwachsenen Söhnen sehr negativ behandelt werden. Ich brauche dazu auch keine Mediation oder ähnliches, da ja überhaupt kein Kontakt aufgenommen werden kann. Mehrfache Versuche von meiner Seite herauszufinden, was ich eigentlich schlimmes getan habe, werden nicht beantwortet. Sicher war ich nicht immer die Bilderbuch-Mama, aber wer ist das schon?!
Jetzt könnt Ihr wieder loslästern. Trotzdem gönne ich es jedem von Euch, wenn Ihr mit den Kindern und Enkeln liebevollen Umgang pflegt. Gebe aber zu: Ich bin ein wenig neidisch auf Kinderwagen-schiebende Großeltern.
Grüße von Junggebliebene :cry: :evil: :!:
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Beitragvon Stefanie54 » 22.09.2011, 15:53

Junggebliebene hat geschrieben:Hallo, hier bin ich wieder. Muss leider sagen, dass mit zwei Ausnahmen die Reaktionen überhaupt die von Flobeisser ohne dessen besseren Wissens mit einseitigen Schuldzuweisungen behaftet sind. Leider kann ich aber durch Gespräche mit anderen alleinerziehenden Müttern feststellen, dass gerade diese von ihren erwachsenen Söhnen sehr negativ behandelt werden. Ich brauche dazu auch keine Mediation oder ähnliches, da ja überhaupt kein Kontakt aufgenommen werden kann. Mehrfache Versuche von meiner Seite herauszufinden, was ich eigentlich schlimmes getan habe, werden nicht beantwortet. Sicher war ich nicht immer die Bilderbuch-Mama, aber wer ist das schon?!
Jetzt könnt Ihr wieder loslästern. Trotzdem gönne ich es jedem von Euch, wenn Ihr mit den Kindern und Enkeln liebevollen Umgang pflegt. Gebe aber zu: Ich bin ein wenig neidisch auf Kinderwagen-schiebende Großeltern.
Grüße von Junggebliebene :cry: :evil: :!:


Liebe junggebliebene!!

Gehe mal auf www.verlasseneeltern.de

In jeder größeren stadt gibt es selbsthilfegruppen zu diesem thema!! Auch zu den "verlassenengroßeltern..."

Ich wünsche dir viel glück!!! :wink: :wink:
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Stefanie54
 

Beitragvon medianne » 22.09.2011, 18:57

Liebe Junggebliebene,

ich hoffe, daß Du meinen Beitrag nicht zu denen mit Schuldzuweisung zählst.

Ich habe mich nach der Trennung von meinem Mann von meiner ältesten Tochter verunsichert zurückgezogen, da sie in der Nähe ihres Vaters wohnt und ich intensive Kontakte vermutete. Ich fühlte mich zurückgesetzt und vernachlässigt, aber heute weiß, daß alles nur meiner Einbildung zu verdanken war und beinahe hätte ich durch mein Verhalten die Verbindung gestört.

Im Gegensatz zu den anderen 2 Töchtern geht hier der Kontakt meist von mir aus, aber nur deshalb, weil sie sich manchmal mit ihrem eigenen Leben überfordert und sich nicht öffnen kann.

Ich schiebe (oder versuche es zumindest) meine Empfindlichkeiten beiseite zu schieben und so funktioniert's jetzt immer besser.

Ist das vielleicht auch eine mögliche Sichtweise für Dich?
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Beitragvon Petrusch » 23.09.2011, 7:11

Es ist nicht immer einfach, wenn die Kinder sich abgenabelt haben.
Sie wollen ihre eigenen Fehler machen und nicht mehr von den Eltern gegängelt werden.
Ich war ja genauso !
Ich habe versucht, bei der Erziehung der Enkelkinder nicht mitzureden, doch warscheinlich nicht
genug, denn meine Tochter isolierte die Kinder immer mehr von mir.

Jetzt sind sie um die 20 und ich nehme nicht an ihrem Leben teil.
Lese nur auf facebook, was sie erleben.Und sehr seltene Telefonanrufe, die unverbindlich gehalten
werden, um mich auf die zeugnissnoten hinzuweisen, die mit Geschenken honoriert werden..

Meine Jüngste wohnt weit weg, ist aber sehr liebevoll und freut sich mit mir über die Schönen
Dinge des Lebens. Sie besucht mich einmal im Jahr .Sie ist kinderlos geblieben.

Ein schönes Wochenende !Bild
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Beitragvon Petrusch » 23.09.2011, 7:18

Stefanie, vielen Dank für den Link, mir kommen die Tränen !

ein kleiner Ausschnitt !

Das "Warum" ist die Frage, auf die wir gerne eine Antwort hätten.

Wir alle haben in der Erziehung und dem Miteinander nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt.

Unser Ziel war, Euch einen sehr guten Grundstock für das Leben auf eigenen Füßen zu schaffen.

Klar, Fehler haben wir dabei alle gemacht, aber Fehler macht JEDER!

Fehler geschehen überall auf der Welt, aber nicht aus Vorsatz, sondern nur weil der Verursacher sie nicht kennt. Vielleicht haben wir Hilferufe oder andere Signale nicht (rechtzeitig) erkannt oder falsch gedeutet. Das mag sein, aber wir denken, das alleine kann nicht der Grund sein, sich so gegenüber uns zu verhalten.
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Beitragvon Amadahy » 25.09.2011, 3:03

Hallo Junggebliebene,

dieses Thema hat mich sehr berührt. Jedoch aus der Sicht einer Tochter, die den Kontakt
zu ihren Eltern abgebrochen hat!
Seit fast 20 Jahren habe ich mich von ihnen distanziert und das hat "gute" Gründe. Nicht alle Eltern geben ihr Bestes und längst nicht alle Eltern schützen ihre Kinder!
Auch wenn ich sie aus meinem Leben ausgeschlossen habe( und sie mich aus Ihrem...), denke ich doch jeden Tag an sie und bin abwechselnd traurig oder wütend darüber... und jeden Tag wünsche ich mir, meine Mutter würde versuchen mich zu kontaktieren...
Liebe Junggebliebene...was auch immer die Gründe für Deine Kinder sind, sich von Dir zu distanzieren, ich glaube ganz sicher, dass sie darüber nicht glücklich sind!!!
Gib nicht auf, versuche weiter mit ihnen zu reden... ( Ich wäre dankbar, meine Mutter würde das tun...!!!)

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und hoffe "Alles wird gut"...!!!!!!!

LG
A
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Amadahy
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Beitragvon Junggebliebene » 25.09.2011, 7:46

Liebe A..
Es tut mir sehr leid, dass es Dich umgekehrt getroffen hat. Was auch immer bei Dir passiert war, es ist 20 Jahre her. Kein Mensch macht alles richtig, schon gleich gar nicht Eltern und eben auch nicht erwachsene Kinder. Ich habe schon so oft beide Hände gegeben und sogar Gespräche zusammen mit einem Mediator angeregt. Aber was ich auch unternommen habe, nichts hat genutzt. Mir wäre schon geholfen, wenn ich wüsste, was ich schlimmes getan habe. Mein letzter Versuch war im Mai 2008. Ich habe per Mail ihn angefragt, ob wir uns treffen könnten. Bereits nach 10 Minuten (ich dumme Kuh hatte mich darüber gefreut) kam die Rückmeldung, dass er sich mit mir auf neutralem Boden -sein Besprechungszimmer-!!! treffen würde. Eine Zeile weiter die Frage: Ob ich sehr krank wäre oder eine große Operation bevorstünde oder warum sonst? Es ging ein wenig hin und her, dann war wieder Ende. Dieses Mal zu meinem Schutz für immer. Ich lebe jetzt so, als ob ich nie ein Kind hatte und nach so langen schrecklichen Jahren bin ich wirklich Kind-los glücklich. Schöner wäre es natürlich anders. Es ist schon komisch, wenn man weiß, man hat Enkel und kennt teilweise noch nicht einmal die Namen. Aber ich mache jetzt keinen Versuch mehr.
Dir aber viel Glück. Vielleicht versuchst Du es auch einmal, zumal Du täglich daran denken musst, den Kontakt herzustellen. Man hat dadurch selbst bei Ablehnung das Gefühl wenigstens etwas für die Beziehung getan zu haben.
Grüße von Elisabeth
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Beitragvon rheinnixe » 26.09.2011, 17:30

Auch wenn man meint, es nicht hinzukriegen, es ist möglich,
wenn man denn unbedingt will: LOSLASSEN!
Es lässt sich trainieren.
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Beitragvon gingin42 » 27.09.2011, 20:17

LOSLASSEN ist schwer, solange noch ein Funken Hoffnung da ist.
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