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Gedichte

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Forum der Regionalgruppe Essen

Moderator: Korallensucherin

Beitragvon Gast » 03.09.2009, 22:24

Dieses Gedicht wurde von mir gelöscht.

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Beitragvon eunike » 04.09.2009, 8:13

[center]Bewunderung
Ranunkelgold, Vergissmeinnicht
Mir sanftem, edlem Blau,
Des Morgentaus Juwelenlicht
Schmückt dieses Baches Au. --
Mag ich, von süßem Schimmer trunken,
Schon lange stehen, so versunken?
(Karl Mayer)

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Beitragvon Gast » 05.09.2009, 19:35

Ich schreibe schon seit meiner Kindheit Gedichte. Doch immer nur dann, wenn mich etwas sehr bewegt.
Hier ist ein Gedicht, das ich in meinen einsamen Zeiten, vor vielen Jahren, geschrieben habe. Diese Zeiten sind zum Glück vorbei. Heute habe ich viele sehr gute Freundinnen und das Leben ist für mich Abwechslungsreich geworden. Genau so, wie ich mir das mit meinem Gedicht damals einzureden versucht habe. :)
Das Foto habe ich an einem Regentag in meiner Wohnung gemacht.

Liebe Grüße von Malaika


Die Einsamkeit

Du sitzt in deinem Zimmer,
was für ein einsamer Ort!
Wie Tränen klopfen
die Regentropfen
an deine Fenster
immerfort.
Wie die Gespenster
huschen die Schatten
an deinen Wänden entlang.
Nur des Windes Klagegesang
ist dein nächtlicher Begleiter.
Das Leben geht aber weiter,
nichts auf dieser Welt
ist für die
Ewigkeit.
So endet irgendwann
- glaube ganz fest daran -
auch deine Einsamkeit.


Malaika
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Beitragvon eunike » 06.09.2009, 16:09

[center]NEUE LIEBE
 
Herz, mein Herz, warum so fröhlich,
So voll Unruh und zerstreut,
Als käm über Berge selig
Schon die schöne Frühlingszeit?
 
Weil ein liebes Mädchen wieder
Herzlich an dein Herz sich drückt,
Schaust du fröhlich auf und nieder,
Erd und Himmel dich erquickt.
 
Und ich hab die Fenster offen,
Neu zieh in die Welt hinein
Altes Bangen, altes Hoffen!
Frühling, Frühling soll es sein!
 
(Joseph von Eichendorff)


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Beitragvon Gast » 06.09.2009, 17:02

Dieses Gedicht wurde von mir gelöscht.

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Beitragvon protox » 06.09.2009, 19:03

Ballenwind.

Das Wellenrauschen, dort, vom Strand, dringt wie durch Watte an mein Ohr.
Ich werd nicht wach, ich will noch schlafen, lieg sicher hier in Ballenhafen.
Der frühe, helle Junimorgen schickt Sonnenstrahlen übers Boot.
Ganz leise streift der Ballenwind die Reling lang bis hin zur Schot.
Von Fern hör ich das Lied des Windes, halb noch im Traum ruft er mir zu.
Steh endlich auf , du fauler Skipper, vorbei ist längst die schöne Ruh.
Weck auf die Mannschaft, heiß die Segel auf dem Boot.
Ich will nun endlich daran zerren, damit auch arbeit hat die Schot.
Wenn du mich lässt, werd ich dich treiben, wohl weit nach Süden ganz bestimmt.
Am Abend lauf ich ein in Nyborg.
Das Lied des Windes hat gestimmt.

pro
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Beitragvon Gast » 06.09.2009, 21:08

Noch mal was aus "meiner Feder".

Die Liebe

Die Liebe ist oft
wie ein Blatt im Wind.
Man lässt sie leicht
davon flattern
und sie ist fort
ganz geschwind.
Die Liebe mag aber
keine Fesseln.
Drum halte sie
nie viel zu fest.
Die Liebe ist
ein Geheimnis,
das sich niemals
ganz lüften lässt.

Malaika
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Beitragvon eunike » 07.09.2009, 13:19

[center]Mondnacht

Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst'.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis' die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.


(Joseph von Eichendorff)[/center]

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Beitragvon eunike » 08.09.2009, 13:37

[center]Wünschelrute

Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst du nur das Zauberwort.

(Joseph von Eichendorff)[

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Beitragvon eunike » 08.09.2009, 20:46

[center]Für Einen

Die Andern sind das weite Meer.
Du aber bist der Hafen.
So glaube mir: kannst ruhig schlafen,
Ich steure immer wieder her.
Denn all die Stürme, die mich trafen,
Sie ließen meine Segel leer.
Die Andern sind das bunte Meer,
Du aber bist der Hafen,
Du bist der Leuchtturm. Letztes Ziel.
Kannst Liebster, ruhig schlafen.
Die Andern ... das ist Wellenspiel,
Du aber bist der Hafen

(Mascha Kaleko)
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Beitragvon eunike » 09.09.2009, 6:48

[center]Der Morgen war von dir erfüllt ...

Der Morgen war von dir erfüllt,
Dein Bild, von Tränen oft verhüllt,
umfloss mich wie ein lichter Schein;
du warst mein Morgenlicht allein.

Die Sonne schien mir ins Gesicht,
ich sah vor dir die Sonne nicht,
erblindet lag der Augen Au
von dir, als meinem Himmelstau.

Christian Morgenstern (1871-1914)

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Beitragvon eunike » 09.09.2009, 18:55

...in dunkler nacht allein :?: :?:
http://www.youtube.com/watch?v=thz0s5PiBHE
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Beitragvon eunike » 11.09.2009, 17:02

[center]O du stille Zeit

O du stille Zeit,
Kommst, eh wir's gedacht
über die Berge weit,
über die Berge weit
Gute Nacht!    
In der Einsamkeit
rauscht es nun sacht,
Über die Berge weit,
über die Berge weit,
Gute Nacht!

Joseph v. Eichendorff (1788-1857)

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Beitragvon eunike » 12.09.2009, 5:55

Wanderspruch

Die Lerche grüßt den ersten Strahl,
Dass er die Brust ihr zünde,
Wenn träge Nacht noch überall
Durchschleicht die tiefen Gründe.

Und du willst, Menschenkind, der Zeit
Verzagend unterliegen?
Was ist dein kleines Erdenleid?
Du musst es überfliegen!

(Joseph v. Eichendorff)

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Beitragvon Gast » 12.09.2009, 13:16

Des Tages Mittag gleichet nicht dem Morgen,
Wir pflücken nicht im Sommer Frühlingsblüten.
Drum fasse Mut! Verbanne deine Sorgen,
Genieße froh, was noch die Tage bieten.
Da ist nun einmal weiter nichts zu halten!
Des Lebens Nachen eilet, ohne Gnade,
Von blüh'nder Flur zu ödem Felsgestade;
Die Jugend flieht, es kommt die Zeit der Falten.
Doch das ist Menschenlos, das wir ertragen! -
Drum denke nicht des Lebens ew'ger Tücke,
Versenke dich in früh genossnes Glücke,
Und finde Trost und Frieden im Entsagen.
Ob Jahre fliehen! Ewig bist du jung
Durch Glück und Jugend der Erinnerung.

Johann Peter Eckermann
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