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ja derfens denn des

3 Beiträge

Beitragvon Auschra » 20.02.2012, 17:57

diesen Ausspruch Ferdinands, des Gütigen ( der, der ein wenig degeneriert und trotzdem Kaiser war. der dann während der 1848ziger Revolution urschnell von dem (noch allseits bekannten) Kaiser Franz Josef ersetzt wurde, tätigte diesen denkwürdigen Ausspruch..


Hier geht es allerdings nicht um ihre Kaiser, sondern um das Volk -- genau es geht um die Wiener Mentalität.

Achtung: ich habe die ausdrückliche Erlaubnis des Autors, desen Text zur Diskussion freizugeben.

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Ist ironisch überzeichnete Wahrnahme eigener Eindrücke ein Verdammungsurteil des Geschilderten ?

Hasst Riedl seine Heimatstadt--- oder liebt er sie und will aufrütteln ?


Das sindFragen, die mich immer wieder beschäftigen, denn ich liebe Scherz, Satire und tiefere Bedeutung...

Ich bin der Meinung, er darf
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Beitragvon Katharina88 » 21.02.2012, 0:26

Auschra hat geschrieben:diesen Ausspruch Ferdinands, des Gütigen ( der, der ein wenig degeneriert und trotzdem Kaiser war. der dann während der 1848ziger Revolution urschnell von dem (noch allseits bekannten) Kaiser Franz Josef ersetzt wurde, tätigte diesen denkwürdigen Ausspruch..


Hier geht es allerdings nicht um ihre Kaiser, sondern um das Volk -- genau es geht um die Wiener Mentalität.

Achtung: ich habe die ausdrückliche Erlaubnis des Autors, desen Text zur Diskussion freizugeben.

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Ist ironisch überzeichnete Wahrnahme eigener Eindrücke ein Verdammungsurteil des Geschilderten ?

Hasst Riedl seine Heimatstadt--- oder liebt er sie und will aufrütteln ?


Das sindFragen, die mich immer wieder beschäftigen, denn ich liebe Scherz, Satire und tiefere Bedeutung...

Ich bin der Meinung, er darf

 Liebe Auschra, wunderbar dieser Ausflug in die Metropole an der schönen (blauen ) Donau.Ja, Majestät,die Wiener dürfen-- und vor allem dürfen sie eine traurig-süße Beziehung herstellen zwischen Leben und Tod.Diese Symbiose spiegelt sich wider in dem Lied; "es wird ein Wein sein und mir wern nimmer sein!"Auf dem Zentralfriedhof dieser "Nekropole" ehrt der Wiener ,dem eine schöne Leich´schon zu Lebzeiten viel bedeutet,die Großen von A= Anzengruber,B= Brahms und Beethoven,N= Nestroy und W=Werfel und viele,viele andere mehr.Wenn an einem trüben Novembertag Nässe und Nebel selbst die Krähen verstummen lässt,dann wird diese Morbidität fast greifbar.Rilke und Kafka wurden in Prag geboren und lebten später im Anziehungsfeld von Wien".Der Tod ist groß.Wir sind die Seinen lachenden Munds.Wenn wir uns mitten im Leben meinen,wagt er zu weinen mitten in uns!"(Rilke)Kafka sagte;"die Menschen starben nicht nach dem Sündenfall (nach der Erkenntnis),sondern sie wurden sterblich!"Hier werden Erkenntnis und Tod einander näher gebracht. Diese Todessehnsucht wird aber immer wieder überlagert durch rauschende Bälle,glanzvolle Opernaufführungen und die bekannten amourösen Abenteuer. Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke erklärt den nur scheinbaren Widerspruch. Gute Nacht! Katharina
 
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Katharina88
 

Beitragvon Auschra » 21.02.2012, 18:20

Ja, liebe Katharina...


diese eigenartige Symbiose - barocke Symbiose - zwischen Todessehnsucht und überbordender Lebensfreude ist wienerisch..
Oh, du lieber Augustin alles ist hin Wienerlied

Und die Wiener lieben ihre Stadt natürlich... die einen ganz unüberlegt. Mein Muètterl war a Weanerin/ das liegt mir auch im Blut.. - ein Wienerlied....
die anderen - eben wortmächtig - sehen auch Fehler , die sie als Korrektiv ironisieren .eben Riedls Textauszug ( Karl Kraus ist der hierorts bekanneste )


aus verzweifelter Liebe zur Wahrheit zu ihrer Stadt, wird überzeichnet. Und diese satirisch, ironisch übersteuerte Kritik merkt man sich ... und erhält so Möglichkeiten, bei sich selbst nachzufragen ...
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