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Beitragvon RainmanImKleppergummimantel » 12.12.2011, 14:56

solange ich zurückdenken kann, wollte ich eigentlich immer nur schreiben - so manches habe ich auf diesem Gebiet auch "auf den Weg gebracht" .... das Ziel hat aber keines meiner sogenannten "Werke" erreicht, wenn man unter Ziel nicht nur die Vollendung, sondern auch die Veröffentlichung versteht. Im Laufe der Jahre hat sich einiges in mir verlagert, was die Themen, aber auch die Inhalte betrifft - nicht auf dem Gebiet meiner Interessensphären, sondern in der Art und Weise, diese "einzubringen" - zwischen meinem 20. und 45. Lebensjahr waren es fast ausschließlich wissenschaftliche Themen, die die Grundlage meiner Projekte darstellten - als Einzelgänger mit einem fast neurotischen Zwang nicht widerlegt werden zu wollen, führte dies fast automatisch in eine nie endende Sackgasse, weil solche Projekte auch immer einer aufwendigen Recherche bedurften - meine Stoffe waren Geschichte (19. und 20. Jahrhundert - Schwerpunkt 1920 - 1960), Psychologie, Philosophie und Parapsycholgie (hier gleicht der Anspruch, nicht widerlegt zu werden, dem Kampf gegen Windmühlen - ein Science Fiction oder Mystery Autor wollte ich nie werden - mir war immer danach, in der Parapsycholgie etwas zu beschreiben, was Bestandteil des Lebens und vor allem auch dieser Welt im "Diesseits" ist - wobei Diesseits und Jenseits in meinen Augen Teile eines komplexen Ganzen sind). Auch in der Philosophie und Psychologie stieß ich meist an Grenzen, wenn ich es nicht verhindern konnte, dass grenzwissenschaftliche Phänomene meine Gedanken "bereicherten". Hinzu kam auch ein ständiges Interesse für gesellschaftspoltische Themen - darüber etwas zu veröffentlichen, was über die "normale" Kritik hinausgeht, habe ich erst gar nicht in Angriff genommen, weil es ein zu komplexes Thema ist und vor allem kaum eine Chance hat, Ziele, die dahinter stehen, zu verwirklichen - dies zeigen so manche gut gemeinte Initiativen, die es zwar sehr ernst meinen mit ihrer Kritik und ihrem Anliegen bzw Vorschlägen, aber doch in der breiten und trägen Masse untergehen (z.B. Stuttgart 21 oder Attac).
In all den Jahren war ich auch immer selbständig tätig in einer Branche, die meinen Lebensunterhalt und den meiner Familie sichern sollte - diese Tätigkeit hatte aber nichts mit dem zu tun, was mir "persönlich" wichtig war - sie sollte eigentlich nur den Weg für meinem Ausstieg "bereiten" - bei all den Höhen, Tiefen und auch Mißerfolgen, die ich als Selbständiger durchlebte und auch immer noch erlebe, blieb es aber immer beim Vorsatz.
Es blieb aber auch immer mein Vorsatz das Schreiben zum Mittelpunkt meines Lebens und dementsprechend auch meines Schaffens zu machen. Ihc möchte auch nicht mehr von der Ausrede leben, dass ich "aussteigen" muß, im meine Pläne zu verwirklichen, sondern all die Zeit, die ich trotz meiner oft stressigen Arbeit habe, auch dafür "nutzen" kann, um zu schreiben - ich brauche ja nur den Knopf bei mir zu finden, den ich drücken muß, um von dem einen Leben ins andere zu "gleiten". In den letzten 10 Jahren habe ich auf diesem Gebiet auch mehrmals "Anlauf" genommen, aber auch hier, wie in der Vergangenheit nichts "wirklich" zu Ende geführt. Mtittlerweile habe ich mich entschlossen, vom starren fachlichen Schreiben in die Romanform zu gehen, in der ja auch ich auch vieles von dem, was mir wichtig ist, unterbringen kann, ohne den Anspruch zu haben, dass nicht widelegt werden darf. Ich habe vor einiger Zeit angefangen, einen Krimi zu schreiben, dessen Handlung in der Nachrkriegszeit seinen Anfang nimmt und der sich an unterschiedlichen Orten und Zeiten bis in die heutige Zeit erstreckt. Die ersten Szenen gingen mir sehr schnell von der Hand. solange ich mich von meiner Phantasie un meinem Bauchgefühl leiten ließ, aber dann kam der Punkt, wo ich anfing, parapsychologische Phänomene ins Spiel zu bringen, die weitgehend von meinem Kopf gesteuert wurden, was dazu führte, dass mir vorübergehend die Lust, aber auch die Lockerheit beim Aufkommen meiner Ideen und deren Umsetzen abhanden gekommen ist.
Warum ich hier in diesem Forum über mich und das, was ich vor habe schreibe, hat damit zu tun, dass ich "voranschreiten" möchte in meinem Leben und nicht weiter "stillstehen" möchte - vielleicht liest es ja eine Frau, die sich in meine Lage hineinversetzen kann, die selbst auch gern auf diesem Gebiet arbeiten möchte und die sich diese Form der gegenseitigen "Befruchtung" auch bei der Verwirklichung ihrer eigenen Ideen vorstellen kann.
Ich möchte in jedem Fall auf diesem Gebiet weitermachen - selbst, wenn ich diesen zusätzlichen Schub nicht bekomme, aber ich wollte versuchen, meine Arbeit nicht nur zu beschleunigen, sondern in ihr auch wieder mehr Freude und Spass spüren - dieses Gefühl erlebe ich immer dann, wenn ich mitten im Schreiben bin und mich in meine Figuren so hineinversetzen kann, als wären sie real.
Marcel
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RainmanImKleppergummimantel
 

Beitragvon Schwindeggerbua » 13.12.2011, 11:15

Hallo Marcel,
Bei meinem ersten Buch war meine verstorbene Frau Co- Autorin als auch Muse das hat hervoragend geklappt, aber ich schreibe auch ohne Frau jetzt ganz gut, man emanzipiert sich mit jedem Buch etwas mehr.
Grüße
Werner
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Schwindeggerbua
 

Beitragvon ashoggi » 13.12.2011, 18:38

Auf Deine Frage möchte ich mit ja antworten. Natürlich spielt es eine Rolle welcher Mann und welche Frau.
Es gibt doch viele Bücher, die die Korrespondenz beinhalten. Z.B. von Marlene Dietrich und Remarque.

Möchtest Du jemanden haben, der Deinen Krimi befruchtet ? oder willst Du mit irgendeinem Thema noch einmal ganz von vorn anfangen ?
Auf jeden Fall ist es möglich, dass Mann und Frau (also kein Paar) ein Buch zusammen schreiben, als Paar ist das natürlich auch möglich..
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ashoggi
 
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Beitragvon ginger_55 » 14.12.2011, 12:29

Man kann, aber man muss nicht zusammen schreiben.

Folgende Methode fand ich sehr gut - eine/r schreibt, und zwar so, wie er es will und muss (von innen gesteuert) und der andere liest, auch und das ist sehr wichtig, kritisch. Dann tauscht man sich darüber aus. Kann Fehler beheben, es kommt zu neuen Denkanstössen usw. Das kann eine sehr fruchtbare Beziehung sein und zwar für beide.

Ich habe das früher mal mit einem med. Sachbuchautor gemacht, der dann zu einem Roman überging. Na ja, Romane schreiben war wohl nicht so sein Ding - lach. Allerdings kenne ich einige Autoren, die den Spagat prima hinbekommen haben.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und glaube an dich, denn ich kenne deine Schreibe.
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ginger_55
 
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