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 FagusW offline Beiträge: 249
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Verfasst am: 05.02.2010, 9:09 Titel: |
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@kp1952
Danke für den Beitrag. |
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 renate7 offline Beiträge: 3359
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Verfasst am: 05.02.2010, 19:09 Titel: |
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Das Kopfwissen um die Bibel ist das Eine, die Liebe Gottes im Herzen haben, ist das Andere .
Ich danke ausdrücklich für diesen Satz. |
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 Gamaliel offline Moderator Beiträge: 255
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Verfasst am: 05.02.2010, 22:29 Titel: |
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| kp1952 hat Folgendes geschrieben: | Gamaliel - Warum richtest und verunglimpfst Du hier Menschen als Unwissende und Hunde die das Bein nicht heben können, nur weil sie deiner Argumentation nicht folgen können oder wollen.
Sagte nicht Paulus, daß es reine Gnade und Geschenk ist, Ihn zu erkennen? |
Bestimmt sollen wir nicht richten, das steht uns nicht zu. Deshalb bemühe ich mich ja auch stets nicht zu verurteilen sondern zu beurteilen. Für zart besaitete Gemüter ist vielleicht mein Schreibstil etwas zu volkstümlich, doch ich habe keine bösartigen Absichten. Wenn jemand mir jedoch ein "anderes Evangelium" verkaufen will, dann kann ich schon mal ein wenig in "paulinischen Eifer" geraten. Ansonsten schreibst Du sehr gute und wichtige Gedanken nieder, die ich voll unterschreibe und Dir auch dafür danke! (wie z.B. dass es reine Gnade ist Ihn zu erkennen).
| Zitat: | | Herr vergib mir armen Sünder" über die Lippen bringt. | Genau das ist mein Gebet!
Gott segne Dich! _________________ Gamaliel
Moderator Regionalgruppe Bern |
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 spitzbua_1 offline Beiträge: 63
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Verfasst am: 05.02.2010, 22:35 Titel: |
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Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
(Albert Einstein) |
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 Gamaliel offline Moderator Beiträge: 255
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Verfasst am: 05.02.2010, 22:43 Titel: |
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Albert Einstein hat auch gesagt: "Wissenschaft ohne Religion ist lahm,. Religion ohne Wissenschaft ist blind". Das Spektrum ist enorm: Den einen ist man zu dumm und den andern zu wissend. _________________ Gamaliel
Moderator Regionalgruppe Bern |
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 Marcella offline Beiträge: 1045
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Verfasst am: 06.02.2010, 0:20 Titel: |
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| Gamaliel hat Folgendes geschrieben: |
(....) samt den heuchlerischen und von Doppelmoral durchtränkten Glaubensgemeinschaften und Kirchen, abzulehnen.
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Hallo Gamaliel - ich habe mich in diesem Thread bisher nur in einem einzigen (wenn ich mich recht entsinne) Beitrag zu Wort gemeldet, weil es mir kein Bedürfnis ist, die Glaubens- oder Nichtglaubens-Überzeugungen Anderer in Frage zu stellen, es sei denn, deren Äußerungen sind massiv beleidigend Andersdenkenden gegenüber. Ich dachte ursprünglich, du seist Zeuge Jehovas, von der Art her wie du argumentierst und auch wie sehr du versuchst, "Überzeugungsarbeit" zu leisten. Das wäre mir überhaupt kein Problem, jeder hat seine Gründe, warum er sich dieser oder jener Glaubensgemeinschaft anschließt (oder auch nicht). Offensichtlich gehörst du aber keiner religiösen Gemeinschaft an, wenn ich deine oben zitierte Aussage richtig verstehe? Warum aber diese permanenten Abwertungen nach allen Seiten hin?
Du schreibst in einem Beitrag in diesem Thread, dass du "durch den Glauben einen solchen Reichtum, einen tiefen Frieden und eine Freude in meinem Herzen" hast. Nach meinem Empfinden passt die von dir beschriebene Freude nicht mit deinen zum Teil massiv abwertenden Äußerungen zusammen.
So hast du z.B. in deinem Eröffnungsbeitrag geschrieben:
| Gamaliel hat Folgendes geschrieben: |
Einmal sagte jemand zu mir: „Gott sei Dank, ich bin Atheist“! Eine solche Aussage zeigt die Verlogenheit und Inkonsequenz des philosophischen Atheismus auf. Mir ist aber ein Atheist immer noch lieber als ein falscher „Frömmler“, der meint Gott hätte ein Interesse an seinem religiösen Getue
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Ich fasse also deine Aussagen zusammen: Glaubensgemeinschaften und Kirchen sind heuchlerisch und von Doppelmoral durchtränkt, und der "philosophische Atheismus" ist verlogen und inkonsequent, aber dir immer noch lieber, als falsche "Frömmler".
| Gamaliel hat Folgendes geschrieben: |
Wer sich jedoch wirklich und gründlich in Demut mit dem Thema auseinandersetzt und die Wahrheit ehrlich sucht, der findet sie bestimmt.
| (Unterstreichung von mir)
Die von dir angemahnte Demut vermisse ich persönlich in deinen Beiträgen des öfteren. Man findet sicher etwas, wenn man "ehrlich sucht", nämlich seine ganz persönlichen Antworten auf die Fragen, die einen bewegen. "Die Wahrheit" ist das aber meiner Meinung nach nicht, ich glaube nicht (mehr), dass es eine solche gibt. Gott (wenn es ihn gibt...) ist für mich ein Gott der Freiheit und der Vielfalt - auch für diese Annahme kann man Hinweise in seiner (wenn es seine ist...) Schöpfung finden.
Nichts für ungut.
Marcella
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 Gamaliel offline Moderator Beiträge: 255
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Verfasst am: 06.02.2010, 2:20 Titel: |
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| Marcella hat Folgendes geschrieben: |
ich habe mich in diesem Thread bisher nur in einem einzigen ... Beitrag zu Wort gemeldet, weil es mir kein Bedürfnis ist, die Glaubens- oder Nichtglaubens-Überzeugungen Anderer in Frage zu stellen |
Liebe Marcella
Das will ich auch nicht hoffen, dass jemand ein solches Bedürfnis hat! Das wäre echt traurig! Etwas anderes ist es, wenn jemand seine eigene Glaubensüberzeugung darlegt - da kann es halt passieren, dass sich Andersdenkende "beleidigt", "attackiert" (oder was auch immer) fühlen. Das ist aber in keinster Weise meine Absicht, sondern ich rede und schreibe einfach gerne Klartext.
| Zitat: | | Ich dachte ursprünglich, du seist Zeuge Jehovas, von der Art her wie du argumentierst. |
Hier hast Du Dich halt getäuscht.
| Zitat: | | Nach meinem Empfinden passt die von dir beschriebene Freude nicht mit deinen zum Teil massiv abwertenden Äußerungen zusammen. |
Hier täuschen Dich Deine Empfindungen.
| Zitat: | | Ich fasse also deine Aussagen zusammen: Glaubensgemeinschaften und Kirchen sind heuchlerisch und von Doppelmoral durchtränkt, und der "philosophische Atheismus" ist verlogen und inkonsequent, aber dir immer noch lieber, als falsche "Frömmler". | Ein Pauschalurteil ist immer ein Fehlurteil! Es gibt tatsächlich viele Glaubensgemeinschaften und Kirchen (örtliche Kirchen) auf die das zutrifft, da habe ich genügend Beispiele und Erfahrungen, aber es trifft niemals auf alle zu. So wie Du es darstellst ist es eben gerade nicht! Ein Atheist der mir sagt: Gott sei Dank, ich bin Atheist der krankt an einem inneren Widerspruch und ich erlaube mir, ihn darauf aufmerksam zu machen - natürlich könnte ich es etwas liebevoller sagen, da hast Du sicher recht. Einer der gar nichts glaubt ist mir tatsächlich lieber, als einer der nur eine fromme Maske trägt.
| Gamaliel hat Folgendes geschrieben: |
Die von dir angemahnte Demut vermisse ich persönlich in deinen Beiträgen des öfteren. | Hier hast Du sicher recht, ich muss noch viel Demut lernen - und das meine ich auch so. Auf der andern Seite ist gerade eine falsche Demut die gefährlichste Art von Hochmut!
| Zitat: | | Gott (wenn es ihn gibt...) ist für mich ein Gott der Freiheit und der Vielfalt - auch für diese Annahme kann man Hinweise in seiner (wenn es seine ist...) Schöpfung finden. | Ich habe in Deinem Profil gelesen, dass Du Dich als "Christ" bezeichnest. Wenn ich persönlich an der Existenz Gottes zweifeln würde, dann würde ich mich niemals als "Christ" bezeichnen. Siehst Du, so sind wir Menschen eben verschieden.
Ist schon in Ordnung.
Ich wünsche Dir und allen Menschen, auch Andersdenkenden, immer alles Gute! _________________ Gamaliel
Moderator Regionalgruppe Bern |
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 Tarantel60 offline Beiträge: 6337
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Verfasst am: 06.02.2010, 16:18 Titel: |
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| spitzbua_1 hat Folgendes geschrieben: | Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
(Albert Einstein) |
Dafür dass es sich in Nachhinein bei Albert eine
Depression offenbar wurde, hat er relativ gute
Sprüche gehabt, nicht wahr.
Einmal sagte er sogar,
vielleicht ist der Tod nur eine Illusion, denn
Phantasie ist wichtiger als Wissen... |
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 Marcella offline Beiträge: 1045
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Verfasst am: 06.02.2010, 16:24 Titel: |
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Hallo Gamaliel...
| Gamaliel hat Folgendes geschrieben: |
Etwas anderes ist es, wenn jemand seine eigene Glaubensüberzeugung darlegt - da kann es halt passieren, dass sich Andersdenkende "beleidigt", "attackiert" (oder was auch immer) fühlen. Das ist aber in keinster Weise meine Absicht, sondern ich rede und schreibe einfach gerne Klartext.
| ...eine wirkliche Absicht (verletzten um des Verletzens willen) würde ich bei dir jetzt auch nicht unbedingt vermuten. Aber das, was du etwas verharmlosend mit "Klartext schreiben" bezeichnest, empfinde ich eben teilweise als respektlos und abwertend. Und wenn man andere Beiträge liest, geht es offenbar nicht nur mir so.
| Marcella hat Folgendes geschrieben: | | Nach meinem Empfinden passt die von dir beschriebene Freude nicht mit deinen zum Teil massiv abwertenden Äußerungen zusammen. |
Deine Antwort war:
| Zitat: |
Hier täuschen Dich Deine Empfindungen.
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Ich differenziere schon sehr zwischen (persönlicher) Meinung, Wissen, Gewissheit, Glauben, Eindruck etc. und eben "Empfindung". Wenn ich etwas subjektiv so empfinde, dann kannst du das nicht einfach wegwischen indem du schreibst, dass ich mich täusche. Bzw. kannst du das natürlich schon, aber das hindert mich nicht daran, es weiterhin so zu empfinden.
| Gamaliel hat Folgendes geschrieben: |
(...) Ein Atheist der mir sagt: Gott sei Dank, ich bin Atheist der krankt an einem inneren Widerspruch und ich erlaube mir, ihn darauf aufmerksam zu machen - natürlich könnte ich es etwas liebevoller sagen, da hast Du sicher recht. Einer der gar nichts glaubt ist mir tatsächlich lieber, als einer der nur eine fromme Maske trägt.
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Jemanden auf etwas aufmerksam zu machen ist etwas anderes als jemanden als "heuchlerisch" und "verlogen" zu bezeichnen oder gar seine "abgrundtiefe Verachtung" gegenüber jemandem zu bekunden, der eine andere Sichtweise hat als man selber. Und die eben zitierten Worte fallen bei dir des öfteren.
| Marcella hat Folgendes geschrieben: |
Gott (wenn es ihn gibt...) ist für mich ein Gott der Freiheit und der Vielfalt - auch für diese Annahme kann man Hinweise in seiner (wenn es seine ist...) Schöpfung finden. |
Deine Antwort darauf:
| Zitat: |
Ich habe in Deinem Profil gelesen, dass Du Dich als "Christ" bezeichnest. Wenn ich persönlich an der Existenz Gottes zweifeln würde, dann würde ich mich niemals als "Christ" bezeichnen. Siehst Du, so sind wir Menschen eben verschieden.
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Ja, wir sind tatsächlich sehr verschieden. Ich habe mir das damals schon überlegt, welche Religion ich angebe bzw. ob überhaupt eine. Im Gegensatz zu dir habe ich keine "Glaubens-Gewissheit". Aber ich habe es schon öfter geschrieben: Ich habe die Hoffnung und manchmal sogar eine gewisse Zuversicht, dass es einen Gott gibt (geben könnte...). Und diese Hoffnung genügt mir. Und als Christ bezeichne ich mich deshalb, weil ich die Werte, für die das (ursprüngliche) Christentum steht (aber sicher nicht nur das Christentum!), als hilfreich für das (Zusammen-)Leben empfinde. Ich habe die christlichen Werte (und auch teilweise die Auswüchse, die man daraus gemacht hat) sozusagen mit der Muttermilch eingesogen. Ich habe mich ihrer entledigt, als sie mir einengend und unaufrichtig erschienen. Und ich habe mich, als ich dann genügend Distanz zu ihnen entwickelt hatte, um sie nüchtern betrachten zu können, ihnen wieder angenähert, nach dem Motto: "Prüfet alles, das Gute aber behaltet" (du kennst die entsprechende Bibelstelle sicher aus dem Stegreif). Ich habe nicht alles behalten, aber das, was mir als wesentlich und "gut" erscheint - das schon. Und darum beanspruche auch ich für mich die Bezeichnung "Christ", auch wenn ich nach deinem Verständnis wohl nicht "rechtgläubig" bin.
Marcella
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 Gamaliel offline Moderator Beiträge: 255
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Verfasst am: 06.02.2010, 19:30 Titel: |
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| Marcella hat Folgendes geschrieben: |
Und darum beanspruche auch ich für mich die Bezeichnung "Christ", auch wenn ich nach deinem Verständnis wohl nicht "rechtgläubig" bin. |
Christen gründen ihren Glauben auf Christus, wie ER uns in der Schrift überliefert wurde. Die Bibel verlangt nicht "Rechtgläubigkeit", sondern als Christen sollen wir recht gläubig sein. Glauben ist mehr als ein verstandesmässiges Anerkennen. Es bedeutet "haften an", "sich anvertrauen", "sich stützen auf", trauen auf eine Person oder ein Etwas. Der Mensch kann aber nicht einfach von sich aus einen rettenden Glauben produzieren, sondern das ist ein wundervolles Gnadengeschenk Gottes (also kann sich auch kein Mensch seines "grossen Glaubens" rühmen.) Auf der andern Seite hat Gott uns auch einen Willen gegeben und die Fähigkeit Entscheidungen zu treffen. Dann ist er auch Liebe, was Zwang ausschliesst.
Wegen den abwertenden Bemerkungen kommt mir gerade Prof. Karl Heim von Tübingen in den Sinn (gestorben 1958, wenn ich mich nicht irre). Als junger Theologe sass er in der Predigt von Elias Schrenk und als dieser zur Entscheidung aufforderte, meinte Karl Heim, er könne nicht glauben, worauf Schrenk vor der Versammlung sagte: "Du willst nicht du Lump!" - Ja, und aus diesem Karl Heim ist nachher der "Denker des Glaubens" geworden! Manchmal braucht Gott auch harte Worte, entweder damit der Betroffene Einkehr hält und merkt woran er krankt, oder damit er sich verhärtet, wie im Alten Bund der Pharao in Aegypten. Ich weiss, dass ich nicht Gott bin und mich als Mensch in Demut zu üben habe, aber ich werde mich wohl nie der heutigen "Streichelgesellschaft" anpassen können. Für mich bleibt eine Lüge eine Lüge, Falschheit bleibt Falschheit - wichtig ist, dass die Menschen, mit denen ich direkten Kontakt pflege, merken, dass ich von der Liebe gedrängt werde und ihnen gerade deshalb die unbequeme Wahrheit ins Gesicht sage - sofern ich überhaupt etwas sagen soll. Es ist mir jedoch völlig egal, was die Menschen dann machen und wie sie entscheiden - ich will niemanden überzeugen. _________________ Gamaliel
Moderator Regionalgruppe Bern |
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 Rangie online Beiträge: 4494
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Verfasst am: 06.02.2010, 21:59 Titel: |
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| Gamaliel hat Folgendes geschrieben: | ...........................
| Zitat: | | Gott (wenn es ihn gibt...) ist für mich ein Gott der Freiheit und der Vielfalt - auch für diese Annahme kann man Hinweise in seiner (wenn es seine ist...) Schöpfung finden. | Ich habe in Deinem Profil gelesen, dass Du Dich als "Christ" bezeichnest. Wenn ich persönlich an der Existenz Gottes zweifeln würde, dann würde ich mich niemals als "Christ" bezeichnen. Siehst Du, so sind wir Menschen eben verschieden................. |
Ich glaube hier irrst du Gamaliel. Wir sind hier, in diesem unserem Lande, immerhin christlich erzogen, meist auch getauft und erst später haben wir der Institution Kirche den Rücken zu gedreht.
Wenn ich richtig informiert bin ist ein Atheist ein Suchender, ein Infragestellender.
Ein Atheist kann also durchaus nach den christlichen Maximen leben. Also Christ sein. Anders wäre, wenn er sich als katholisch, protestantisch ec. bezeichnen würde.
@marcella
Danke für diesen Satz:
Gott (wenn es ihn gibt...) ist für mich ein Gott der Freiheit und der Vielfalt - auch für diese Annahme kann man Hinweise in seiner (wenn es seine ist...) Schöpfung finden.
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 Rinderbaron offline Beiträge: 5701
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Verfasst am: 06.02.2010, 23:58 Titel: |
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Ich denke eher, dass Gamaliel ein "Freikirchlicher" ist.
Dies denke ich, weil ich in Emmendingen einige Male bei den Freikirchlichen zu Gast war.
Dort traf ich vielfach auf Menschen mit der Diktion des Gamaliel.
Doch zum Thema "Freies Denken des Menschen" eine Denksportaufgabe.
Wer gelernt hat, frei zu denken, ist sogar so frei, sich denken zu können, dass selbst die Energie, die wir Menschen als Gott vereheren, nicht wirklich frei gewesen sein könnte, sondern von einem Anderen initiiert worden ist.
Würdet ihr dies für möglich halten? |
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 Marcella offline Beiträge: 1045
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Verfasst am: 07.02.2010, 0:54 Titel: |
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| Gamaliel hat Folgendes geschrieben: |
(...)
Die Bibel verlangt nicht "Rechtgläubigkeit", sondern als Christen sollen wir recht gläubig sein. Glauben ist mehr als ein verstandesmässiges Anerkennen. Es bedeutet "haften an", "sich anvertrauen", "sich stützen auf", trauen auf eine Person oder ein Etwas. Der Mensch kann aber nicht einfach von sich aus einen rettenden Glauben produzieren, sondern das ist ein wundervolles Gnadengeschenk Gottes (also kann sich auch kein Mensch seines "grossen Glaubens" rühmen.)
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Hallo Gamaliel - im Hinblick auf die von mir fett hervorgehobene Äußerung von dir frage ich dich: Hieße das "im Klartext" dann, dass mir dieses "wundervolle Gnadengeschenk Gottes" von ihm vorenthalten wird (aus welchen Gründen auch immer...)?
Du schreibst dann im weiteren Verlauf, dass Gott auch Liebe sei, "was Zwang ausschließt". Und ein paar Zeilen weiter äußerst du wieder:
| Zitat: | | Manchmal braucht Gott auch harte Worte, entweder damit der Betroffene Einkehr hält und merkt woran er krankt, oder damit er sich verhärtet, wie im Alten Bund der Pharao in Aegypten. |
Was das Verhärtetsein betrifft: Ich habe auch schon Menschen kennengelernt, die "verhärtet im Guten" waren. Diese Menschen merken oft nicht mehr, dass das, was sie selber als "gut" empfinden, für andere Menschen eben oft nicht das Richtige ist.
Ich habe ja deine Antwort schon vor ein paar Stunden gelesen. Ganz spontan hatte ich den Impuls, zu antworten, dass ich froh bin, dass mein Gott (wenn es ihn gibt....) viel freundlicher und großzügiger und auch humorvoller zu sein scheint als der deine. Das wäre aber natürlich auch wieder nicht richtig so, denn wenn es einen Gott gibt, dann eben nur einen (das denke ich mir jedenfalls, und irgendwie scheint ja alles Wahrnehmbare auch "aus einem Guss" zu sein). Wenn es also nur einen Gott gibt und wir diesen aber so unterschiedlich erleben, dann kann der Grund dafür nur in einer unterschiedlichen Sichtweise liegen. Wessen Sicht auf Gott ist aber nun die richtige - deine oder meine? Das was du schreibst über deine Erkenntnisse, klingt alles viel wissenschaftlicher und fundierter, und du hast es im Lauf deines Schreibens hier immer wieder mit unzähligen Berichten und Zitaten kluger Männer (ja, bisher waren es nur Männer (?)) untermauert. Für meine Sichtweise kann ich nicht so viele Belege anführen, will ich auch gar nicht.
Wenn ich dich jetzt ganz direkt frage: Wessen Sicht auf Gott hältst du persönlich für die richtige - die deine, oder die meine? Welche Antwort hast du darauf? Ganz ehrlich?
Ich muss leider wieder mal die Psychologie bemühen: Wie ein Mensch etwas bewertet und empfindet, hängt von den Erfahrungen ab, die er damit gemacht hat. Ich habe Gott als Kind und Jugendliche auch als strengen Wächter über Gut und Böse erlebt, der die Frommen liebt und die Sünder bestraft. So ist er mir vermittelt worden, und auch meine Eltern waren damals sehr streng mit uns. Ich bin froh, dass ich dieses Bild endgültig ausrangieren konnte.
Wenn ich mir jetzt Gedanken über Gott (den es ja doch vielleicht gibt - irgendwie) mache, dann habe ich immer das Gefühl, dass ER genau so ist, wie ich es zulasse: So liebevoll, so hilfsbereit, aber auch so muffig oder gar "böse". Natürlich habe ich das alles nicht völlig in der Hand. Wenn ich dann wieder "unten" bin, schaut es mit Gott für mich auch wieder ziemlich trüb aus, und wenn ich das so 100%ig beeinflussen könnte mit meinem Willen, würde ich es erst gar nicht zulassen, dass es mir nicht gut geht. Somit kann ich auch nicht diesen unerschütterlichen Glauben haben, dass Gott schon immer bei mir sein und alles richten wird. Das ist einfach nicht meine Erfahrung. Aber wie schon gesagt: Hoffnung habe ich "trotz allem" immer wieder, nach dem Motto: "Morgen ist ein neuer Tag". Und diese Hoffnung, die vorher eher "anonym" da war, habe ich in den letzten Jahren zunehmend wieder mit Gott verbunden, ohne dass ich das angestrebt habe. Einen nicht unbedeutenden Anteil hatten da auch die teils sehr intensiven und guten "Gespräche", die hier im Religionsforum vor längerer Zeit stattgefunden haben. Leider warst du, Gamaliel, damals noch nicht hier, vielleicht wärst du sonst auch ein bisschen "lockerer" ....
Du wirst insgeheim die Hände über dem Kopf zusammenschlagen angesichts meines "Fleckerlteppichs" von Glauben (so du das überhaupt so nennen kannst). Aber ich finde zunehmend Gefallen daran. Ich möchte nichts Starres, Strenges, Strafendes mehr. Aber einen Mut machenden, freundlichen, hilfsbereiten Gott, der mich auch mal zum Lachen bringt - einen solchen habe ich gern an meiner Seite. Das alles meine ich absolut ernst und nicht etwa nur "flapsig". Und ich denke aber auch, dass er (wenn es ihn gibt...) von mir als "Gegenleistung" erwartet, dass ich das auch versuche weiterzugeben, so wie es mir als Mensch eben möglich ist. Und wenn es ihn nicht geben sollte, dann ist das mindestens genau so gefordert von uns, denn dann sind wir ja erst recht für uns selber, aber auch für unser Zusammenleben, zuständig und verantwortlich.
Mehr Theologie brauche ich im Moment nicht. Auch keine Beweise und Gegenbeweise - für oder gegen was auch immer.
Marcella
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 Marcella offline Beiträge: 1045
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Verfasst am: 07.02.2010, 0:57 Titel: |
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| Rangie hat Folgendes geschrieben: |
@marcella
Danke für diesen Satz:
Gott (wenn es ihn gibt...) ist für mich ein Gott der Freiheit und der Vielfalt - auch für diese Annahme kann man Hinweise in seiner (wenn es seine ist...) Schöpfung finden.
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Rangi - bitte, gerne!
(Und damit du nicht meinen ganzen langen Beitrag lesen musst, schreibe ich diesen kurzen hier extra für dich )
Gruß Marcella
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 Simeon offline Beiträge: 1236
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Verfasst am: 07.02.2010, 1:13 Titel: |
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gamaliel, wie deutest du den Satz in Markus 9,24: Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube, hilf meinem Unglauben.
Für mich ist Glaube zuerst einmal ein Ausdruck, der eine Beziehung zwischen Gott und Mensch beschreibt. Und in einer Beziehung lässt sich nichts erzwingen.
Da kann man höchstens beschreiben, was wirklich da ist. |
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