. : Service und Hilfe

Beitragvon rheinnixe » 10.06.2010, 22:21

Titel: Kölner können auch schöne Zeilen schreiben!


Wer wollte das bestreiten? Talent fragt nicht nach Regionen, Städten, Zugehörigkeiten.


Hallo koelner1948,

jetzt hast du dich so richtig warm gelaufen, ähm .. geschrieben, hast du denn jetzt zufällig
etwas aus dem Tagesgeschehen von Köln. Etwas in der Art "Kölnische Zeitung", nicht zu
verwechseln mit "Kölsche Zeitung". Die jibbet nur an Karneval.
(Ich bin z.Z anderweitig derart eingespannt, dass ich hier nur lesen kann.)
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Beitragvon Gast » 11.06.2010, 6:44

Natürliche liebe "rheinnixe ". Wenn Du nicht kannst, springe ich schon ein!

Kammerorchester
Russische Serenade in der Philharmonie


Das Kölner Kammerorchester spielt am 18. Juni um 20 Uhr in der Kölner Philharmonie. Peter Tschaikowskys Verehrung für Mozart und die klaren Formen der Klassik kommen in seinen Rokoko-Variationen deutlich zum Ausdruck. Wir verlosen Freikarten für das Konzert.

Musiker des Kölner Kammerorchesters. Der in allen internationalen Konzerthäusern gern gesehene Cellist Daniel Müller-Schott interpretiert dieses beliebte Werk, während das Kölner Kammerorchester sich in seiner ganzen Virtuosität zeigt. Serenaden wurden im Rokoko zur Unterhaltung der "feinen Leute" in herrschaftlichen Parks und luftigen Belvederen gespielt. Entsprechend brauchten sie kraftvolle Unterstützung und so führten Salieri, Mozart & Co. Blasinstrumente wie Oboen, Fagotte, Hörner, Klarinetten in dieses musikalische Genre ein. In der Romantik zogen die Ensembles in die Konzertsäle und ab jetzt übernahmen die Streicher das Regiment. Nach und nach entwickelte sich ein orchestrales Klangbild und die Serenaden wuchsen zu opulenten Werken an. Doch Serenaden entstanden nicht nur im Barock oder in der Romantik, auch zeitgenössische Komponisten hatten Freude an der leichten Unterhaltung.

In diesem Konzert dreht sich nun alles um die russische Variante der Serenade. Seiner Bewunderung für Mozart und die klaren Formen der Klassik verlieh Peter Iljitsch Tschaikowsky besonders in den "Rokoko Variationen" Ausdruck. Hier und auch in der Streicherserenade op. 48 gehörte sein Interesse ganz dem großen Vorbild. In einem Brief an eine Gönnerin beschrieb Tschaikowsky, mit welcher Lust und Liebe er ans Werk ging: "Ich schrieb sie aus innerem Antrieb. Das ist ein Stück vom Herzen und lässt deshalb, so wage ich zu sagen, künstlerischen Wert nicht vermissen."

Zwar ist die Serenade nicht unbedingt beispielhaft für den Romantiker, doch enthält der vierte Satz Elemente der russischen Folklore. Spannend zu hören, wie sich Mozartsche Elemente mit russischem Liedgut "Unterm grünen Apfelbaum" verbinden lassen. Mit Tschaikowsky verband Anton Arensky eine enge Freundschaft, beide waren Dozenten für Musiktheorie und Komposition am Moskauer Konservatorium. Die Variationen auf ein Thema von Tschaikowsky für Violoncello und Streicher basieren auf dem langsamen Satz aus Arenskys 2. Streichquartett, das 1894 unter dem unmittelbaren Eindruck von Tschaikowskys Tod entstand. Als Thema verwendete Arensky das Lied "Legende" aus Tschaikowskys 16 Kinderliedern op. 54.

Mit den russischen Romantikern betritt das Kölner Kammerorchester wieder neues Terrain und zeigt sich in seiner ganzen Virtuosität. Unterstützt wird es dabei von Daniel Müller-Schott, einem jungen Cellisten, der 1992 bereits im Alter von 15 Jahren den Ersten Preis beim Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerb für junge Musiker in Moskau gewann. Karten für die Vorstellung in der Kölner Philharmonie am Freitag, 18. Juni, um 20 Uhr gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder auch bei Kölnticket: 0221/28 01.
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Beitragvon Gast » 12.06.2010, 4:58

Wer erinnert sich noch?

Benedikt Schmittmann

04.08.1872 Geburt in Düsseldorf
1897 Promotion
1903 Heirat von Helene Wahlen aus einer angesehenen Kölner Kaufmannsfamilie
1915-1919 Dozent ( ab 1916 Professor ) für Sozialpolitik an der Hochschule für kommunale und soziale Verwaltung in Köln
18.07.1919 Professur für Sozialwissenschaften an der neu gegründeten Universität zu Köln
1919 Abgeordneter des Zentrum in der Preußischen Landesversammlung
1924 Gründung des " Reichs- und Heimatbund Deutscher Katholiken "
1933 Lehrverbot, Verlust der Professur, Haft- und Zwangsaufenthalt 30.01.
1937 Er verfasst sein Testament
01.09.1939 Verhaftung, Überführung in das Konzentrationslager Sachsenhausen-Oranienburg bei Berlin
13.09.1939 Ermordung Schmittmanns durch einen SS-Schergen

Das Andenken an den Kölner Professor für Sozialwissenschaft, Benedikt Schmittmann, wird in St. Severin schon seit Jahren lebendig gehalten..

Jetzt wurde eine Statue, die Benedikt Schmittmann in Lebensgröße darstellt, hinter der Kirche St. Severin am Zugang zum Kreuzgang ( Im Ferkulum 29 ) aufgestellt und mit einem Festakt feierlich eingeweiht.

Dr. Benedikt Schmittmannn war jemand, der sich mit seinenn Gedanken und Positionen quer zur damaligen Zeit stellte.
Er gab sein Leben für Freiheit und Menschenwürde!

Nach ihm ist heute das Benedikt-Schmittmann-Kolleg am Sachsenring ( ein Wohnheim für Studentinnen und Studenten, getragen von der Schmittmann-Wahlen-Stiftung ) benannt.
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Beitragvon Gast » 12.06.2010, 5:08

The Spirit of Africa - Eröffnung am 19. Juni

Aus Anlaß der Fußball-WM in Südafrika greift die Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen den Zauber dieses Landes in ihrem Motto auf und heißt jeden Besucher herzlich willkommen.

An beiden Festivaltagen werden die Organisatoren mit ihrer ganzen Begeisterung den afrikanischen Zauber in den Kölner Süden holen.
Das Motto spiegelt sich auf der Showbühne und genauso dekorativ auf den Straßen wieder.

SHOWBÜHNE Maternusplatz
-19.Juni ab 15:00 Uhr Eröffnung der Rodenkirchener Sommertage
- Wechselnde Live-Showbands mit Pop, Soul, Jazz und mottorrientierter Musik
- Tanz- und Showdarbietung
- Biergarten-Gastronomie vor der Bühne

SHOPPING-Meile
Hauptstraße - Maternusstraße - Wilhelmstraße & Rheingalerie
_
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Beitragvon Gast » 12.06.2010, 5:39

:D
" Wat ess en Fleech?"

" Mer sosse beim Esse, un dan kom en Fleech (Fliege).
Und summten immer, immer öm et Jeseech...."

Wä kennt nit dat Leedche vum Colonia-Duett?

Mer kann sich üvver en Fleech aan der Wand ärjere (man kann sich über jede Kleinigkeit ärgern).

Ävver och 2 Fleeje met einer Klapp schlonn (zwei Dinge gleichzeitig erledigen).

" Loor jenau hin, odder häss do en Fleech em Auch (Auge )?"

" De Fleeje steche, et jitt ander Wedder."

Mer kann ävver och en Fleech em Jeseech hann.
Dat ess e Bäätche (Bärtchen) unger der Lepp (Lippe).

Odder en Fleech aanhann, en zo ner Schleif jebunge Krawättche (Halsbinde, Schlips).

Dat es Kölle, ming Heimatstadt. Einfach schön!
:D
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Beitragvon rheinnixe » 12.06.2010, 11:22

Wenn man eine Woche voller Stress hinter sich hat, freut man sich auf das Wochenende. Hat man außer Stress sich selbst auch noch die ganze Woche zurücknehmen müssen, kann ein Vorschlag gerade der richtige sein, der besonderen Stressabbau garantiert. Dazu rennen die einen zehn Kilometer durch den Wald, andere gucken, gerade jetzt, ein Fußballspiel, um alles abzuschütteln und sich zu befreien.

Tja, und wir waren bei GUILDO HORN (eigentlich Horst Köhler) am Tanzbrunnen in Köln. Für die, die es nicht wissen: Der Tanzbrunnen, errichtet 1957 im Rheinpark (rechte Rheinseite Kölns) ist eine Open-Air-Bühne mit teilweiser Überdachung ( Zeltkonstruktion des Architekten >Frei Otto<. Dort finden musikalische Veranstaltungen der unterschiedlichsten Genres statt. Bis zu 12.500 Zuschauer wird hier Platz geboten.

Gestern war die Eröffnung der BIERBÖRSE und Guildo Horn hat mit seinen "Orthopädischen Strümpfen" das Programm gestaltet. Seine Schlagerkarriere hat Horn mit 29 Jahren in Köln begonnen. Er trat zwei Jahre mit ironisch gefärbten Schlagertexten im Kölner Luxor auf.
Seine Zottelfrisur mag ich gar nicht, aber sein Outfit ist "beeindruckend": kurze Hose, gelb mit bunten Streifen, gelbes Hemd und grellbunte Krawatte, später Trainingsanzug, dann nackter Oberkörper und am Ende knallbunter Bademantel. Seine Orth. Strümpfe stehen ihm in nichts nach: verwuschelte Glanzhaarperücken und einer im rotkarierten Schottenrock.

Guildo Horn packt das Publikum, heizt ihm ein, reißt es mit. Es geht quer durch die Musikgenres, von Rock bis Pop, Evergreens bis Jazz und Schlager, alt bis älter.
Seine Darbietung ist gekonnt, er parodiert auf Teufel komm raus. Und er kann es! Dazu hat er noch eine gute, wohlklingende Stimme. Die Udo-Jürgens-Songs, von ihm gesungen, waren mir sympathischer als die vom Original.

Und ….alle, wirklich alle haben mitgesungen. Laut, weniger laut, von Herzen, mit Schmerzen :( :wink: , mit angeborener Zurückhaltung die einen, mit Inbrunst und Ausgelassenheit die anderen. Auf jeden Fall aber alle mit Begeisterung. Ich auch, Singen macht frei.

Irgendwann zwischendurch reichte jemand ein winzig kleines Hündchen auf die Bühne. Es war dem Abend entsprechend geschmückt, man hatte ihm eine bunte Halskrause verpasst. Guildo fand das Tierchen so reizend, er wollte es mit nachhause nehmen und sich ins Poesiealbum kleben.

Und ganz zum Schluss: Ich werde meinen Teenager-Enkeln erzählen, dass Guildo Horn seine Hand auf meine Schulter gelegt hat. Ich sehe sie jetzt schon feixen.
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Beitragvon rheinnixe » 14.06.2010, 21:26

Die berühmteste Wurstbude Kölns muss umziehen

Gegessen habe ich dort noch nie etwas, gesehen habe ich sie schon öfters. Ob die Wurst lecker ist, kann ich also nicht beurteilen.
Die beiden "Tatort"- Komissare Schenk und Ballauf lösen jedenfalls keinen Fall, ohne sich an ihr zu delektieren. Im Krimi steht die
"Wurstbraterei" auf dem rechten Rheinufer in Köln-Deutz, mit dem unvergleichlichen Blick auf den Dom und die Altstadt.

Tatsächlich steht die Wurstbude auf der "richtigen", nämlich der linken Rheinseite, vor dem Schokoladenmuseum. Doch nun
muss der Standort gewechselt werden, denn die Imhoff-Stiftung, zu deren Besitz auch der Bereich zwischen Malakowturm und
Drehbrücke gehört, hat den Pachtvertrag mit den Budenbesitzern nicht verlängert.

Wie eine Kölner Zeitung berichtete, sei der Grund, dass dem Denkmalschutz an einer einheitlichen Gestaltung der Gastronomie
in und um das Museum herum gelegen sei. Die Wurstbraterei sucht nun dringend eine neue Bleibe.

Ich wäre dafür, dass sie auf dem Bahnhofsvorplatz aufgestellt wird, und die Rievkoochebud gleich auch wieder. Das gäbe dem
hässlichen Einheitsgrau des Platzes gleich wieder ein bisschen ein buntes Gesicht.
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Beitragvon rheinnixe » 17.06.2010, 10:03

Gerhard Uhlenbruck , geb. 17. Juni 1929 in Köln, hat heute Geburtstag

Er wird es nicht lesen, trotzdem:

Herzlichen Glückwunsch Herr Professor!

Als Mediziner (Immunbiologe) lernte ich ihn kennen, seine Aphorismen liebe ich.

Gerhard Uhlenbruck ist ein deutscher Mediziner und Aphoristiker.
Er ist emeritierter ordentlicher Professor der Universität zu Köln und wohnt in Hürth bei Köln.

Uhlenbruck wurde 1929 in den Universitätskliniken in Köln-Lindenthal geboren. Er sagt von
sich selbst, er habe es nicht allzu weit gebracht: 178 m von seinem Geburtszimmer entfernt
arbeitete er in der Inneren Medizin der Universitätskliniken.
:wink:

1949 begann er ein Medizinstudium an der Universität zu Köln, 1951 eine biochemische Doktorarbeit,
an der er zwei Jahre neben seiner Ausbildung forschte. Nach dem medizinischen Staatsexamen
promovierte er am 2. Februar 1955 mit summa cum laude.

Nach Jahren der Forschung konnte er sich am Max-Planck-Institut für Hirnforschung für das Fach
Immunbiologie habilitieren. Ordentlicher Professor wurde er 1968.
Seit 1974 bis zu seiner Emeritierung 1996 war er Direktor des Institutes für Immunbiologie an der Uniklinik Köln.


Eine kleine Auswahl:

"Zugpferde, die sich vor den Karren anderer spannen lassen, sind Esel."

"Was manche Menschen sich selber vormachen, das macht ihnen so schnell keiner nach."

"Der Mensch ist ein Säugetier. Jeder saugt den andern aus."

"Manche halten einen ausgefüllten Terminkalender für ein ausgefülltes Leben."

"Gelassenheit gewinnt man durch Loslassen ohne zu hassen."

"Viele, die um Anerkennung ringen, bleiben nicht auf der Matte."

"Wer keinen Vogel hat, kann auch keine originellen Ideen ausbrüten!"

Lust auf mehr, hier geht es weiter: http://de.wikiquote.org/wiki/Gerhard_Uhlenbruck
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Beitragvon institoris » 18.06.2010, 18:41

In Köln am Barbarossaplatz konnte man nach dem Spiel einen kleinen serbischen Auto-Konvoi sehen. Das gibt es nicht überall.
Die Zülpicher Strasse war voll gesperrt und mehrere "Wannen" standen in der Roonstrasse.
In der Zülpicher ist kein Public- sondern reines Kneipen-Viewing.
Trotzdem war es voll wie zu Karneval.
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Beitragvon rheinnixe » 18.06.2010, 19:13

Leider weiß ich gar nicht, was mit "Wannen" gemeint ist.
Im Zusammenhang mit Autos kenne ich nur den "Badewanne" oder "Niehler Nacktarsch" genannte Ford 17 M.

institoris, das meinst du aber sicher nicht!? Klärst du uns bitte noch auf? :?: :idea: :)
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Beitragvon institoris » 18.06.2010, 19:24

rheinnixe hat geschrieben:Leider weiß ich gar nicht, was mit "Wannen" gemeint ist.
Im Zusammenhang mit Autos kenne ich nur den "Badewanne" oder "Niehler Nacktarsch" genannte Ford 17 M.

institoris, das meinst du aber sicher nicht!? Klärst du uns bitte noch auf? :?: :idea: :)

Eine "Wanne" ist ein kleines Polizei-Personen-Transport-Fahrzeug für ca. 8 Personen.
Den Begriff kenne ich aus meiner Heimat(Hamburg).
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Beitragvon rheinnixe » 19.06.2010, 12:09

institoris, ich und alle Nicht-Hamburger sagen Dankeschön. :wink:

Hierzulande hat man auch für alles Spezialausdrücke, aber für dieses Fahrzeug
kenne ich keinen; kann aber auch (z.B. Akademie für uns kölsche Sproch) keinen finden.
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Beitragvon institoris » 19.06.2010, 12:18

rheinnixe

hier ist noch mehr Info über Herkunft des Begriffs "Wanne":
http://www.taz.de/?id=archivseite&dig=2005/04/30/a0310
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Beitragvon rheinnixe » 21.06.2010, 23:12

[center]Heinrich Böll

geb. 21. Dezember 1917 in Köln;
starb vor 25 Jahren, am 16. Juli 1985 in Kreuzau-Langenbroich.[/center]
Dies nahm das Domforum Köln zum Anlass, zu einer

Lesung aus den Werken Heinrich Bölls einzuladen.

Es lasen (gestern Nachmittag 17:00) Bürgermeisterin Angela Spitzig (Grüne) und Bernard Riedl (Mitarbeiter des Kath. Bildungswerkes)

Die Lesung umfasste Auszüge aus Erzählungen, Romanen, Reden und Schriften und einen Anlass, sich -
wieder oder neu - mit Heinrich Böll zu beschäftigen.

Es begann mit den autobiografischen Aufzeichnungen des berühmten Sohnes der Stadt Köln, veröffentlicht unter dem Titel
[center]
Was soll aus dem Jungen bloß werden?
Oder: Irgendwas mit Büchern
[/center]

Und so beginnt's:
"Am 30. Januar 1933 war ich fünfzehn Jahre und sechs Wochen alt; und fast genau vier Jahre später, am 6. Februar 1937, neunzehn Jahre und sieben Wochen alt, bekam ich das "Zeugnis der Reife" ausgestellt. Das Zeugnis enthält zwei Fehler: Mein Geburtsdatum ist falsch angegeben, und meinen Berufswunsch "Buchhändler" hat der Direktor ohne mich zu fragen in "Verlagsbuchhändler" abgewandelt, ich weiß nicht warum. Diese beiden Fehler, die ich preise, geben mir die Chance, auch alle anderen Daten, einschließlich der Noten, anzuzweifeln. Ich habe die beiden Fehler erst zwei Jahre später entdeckt, als ich das Zeugnis zum ersten Mal in die Hand nahm, um es zum Studienbeginn Sommer-Semester 1939 bei der Universität Köln einzureichen, und das fehlerhafte Geburtsdatum entdeckte; ich wäre nie auf die Idee gekommen, einen solchen Fehler in einem so gewichtigen amtlichen Dokument korrigieren zu lassen: dieser Fehler erlaubt mir einen gewissen Zweifel, ob ich's denn wirklich sei, der da für reif erklärt wird. Ob da ein anderer gemeint ist? Und wer? Dieses Spiel erlaubt mir auch die Vorstellung, das Dokument könnte möglicherweise gar nicht gültig sein."

Was aus dem Jungen geworden ist, weiß die ganze Welt: Literaturnobelpreisträger


Ich wollte immer mal wieder "Gruppenbild mit Dame" lesen. Ich glaube, durch die Lesung bin ich nun richtig eingestimmt, um dies Vorhaben endlich in die Tat umzusetzen. Heute habe ich Zeit und Muße, damals musste ich mir die Zeit immer "stehlen".
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Beitragvon rheinnixe » 23.06.2010, 10:10

Am Montag 21.06. wurde auf dem Friedhof Melaten ein berühmter Künstler beigesetzt.

[center]
Sigmar Polke


Maler und Fotograf.

geb. 13. Februar 1941 in Oels, Niederschlesien;

gest. 10. Juni 2010 in Köln [/center]

1963 gründete er gemeinsam mit Gerhard Richter (Schöpfer des neuen Fensters im Kölner Dom) und Konrad Lueg den Kapitalistischen Realismus.
1970 bis 1991 Professorentätigkeit
1978 Übersiedlung nach Köln

In mehreren Jahren war Polke Teilnehmer der Documenta in Kassel

1982 Will-Grohmann-Preis
1986 Großer Preis für Malerei "Goldener Löwe" auf der Biennale di Venezia
1988 Teilnahme an der Ausstellung "Made in Cologne".
2000 Ausgezeichnet mit dem Kaiserring der Stadt Goslar
2002 COLOGNE FINE ART-Preis und Praemium Imperiale Award (Tokyo)
2007 Rubenspreis der Stadt Siegen
2010 erhielt er den Schweizer Roswitha Haftmann-Preis für sein Gesamtwerk.

Seinen größten öffentlichen Auftrag erhielt Polke mit der Erneuerung der Glasfenster des Zürcher Grossmünsters, der ihm im Jahre 2006 im Rahmen eines Künstlerwettbewerbs zugesprochen wurde. Die fünf Glas- und sieben Achatfenster wurden im November 2009 fertiggestellt und der Öffentlichkeit übergeben.
http://www.grossmuenster.ch/polke.html

http://www.sammlung-frieder-burda.de/Ge ... 327.0.html

Die größte Sammlung seiner Werke besitzt das Museum Ludwig in Köln
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