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Im Forum Partnerschaft & Liebe können Sie sich mit anderen Mitgliedern im 50plus-Treff zu allen Fragen rund um die Themen Partnersuche, Partnerschaft und Liebe austauschen. Lassen Sie Ihren Gedanken und Gefühlen freien Lauf und eröffnen Sie neue Beiträge oder nehmen Sie zu bestehenden Themen Stellung.

Beitragvon angelapaulus » 21.01.2012, 21:39

Hallo an alle die es angeht.....
Ich leide seit neun Jahren an Krebs. Zuerst war es Brustkrebs....rechte Brust weg...Wiederaufbau verpfuscht, Dann Lungenkrebs linker Lungenflügel......nach 5 Jahren neuer Krebs, rechter Lungenflügel. Ein Jahr darauf Wiederauftreten des Krebses im rechten Lungenflügel. Fazit: halbe Lunge, stark eingeschränkte Bewegungs und Belastungsgrenze. Schlafen mit Sauerstoffgerät......
Ehemann war nicht stark genug, litt unter meinem Zustand, also bin ich gegangen. (Ich wäre geblieben, aber niemand hat mich zurückgehalten).
Ich habe Verständnis dafür, es ist ja wirklich belastend für einen Partner.
Mich belastet jetzt die Frage, ob ich es überhaupt jemandem zumuten kann mein Partner zu sein.
Wenn ich jemanden kennenlernen sollte.......wie sag ich`s?
Ich habe Gott sei Dank keine Metastasen, aber irgendwie komme ich mir vor wie ein Krebsmagnet.
Es waren 3 verschiedene Tumore.......Angst steigt in mir hoch, ich muß alle 3 Monate zur Totalkontrolle ins AKH-Wien und jedes Mal ist es ein Zittern und Bangen, ob alles in Ordnung ist.
Operieren kann man meine Lunge nicht mehr-es wäre sonst zu wenig Lunge über um noch zu überleben. Ich habe keine Schmerzen weil ich Morphium bekomme. 1120mg pro Tag.
Auch jammern will ich eigentlich nicht(oder doch? Vielleicht hört mich ja jemand....)
Außerdem fühle ich mich auch nicht mehr als "Frau", eher als Kumpel. Aufgrund meiner Atemnot verlasse ich meine Wohnung auch nicht öfter als 1-2xi.d.Woche.....
Ich weiß das meine Situation nicht zu ändern ist, aber wie gehe ich damit um? Mitleid? Selbstmitleid?
Ich höre so oft von Menschen, die mich kennen (inkl. mein Neurologe) , daß ich zu bewundern bin...aber die wissen nicht, wie alleine ich mit einer Million Fragen zu Hause sitze und mir im TV noch die Probleme anderer reinziehe....(Nachmittagsprogramm auf RTL, 2 bei Kalwass und etc.)
So viel wollte ich ja gar nicht schreiben....aber meine Finger haben keine Ruhe gegeben auf der Tastatur.....nicht böse sein, aber vielleicht gibts ja Menschen mit ähnlichen Erfahrungen? Dann bitte HILFE!!!!!!
Lieben Dank auch
Eure Angela
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Beitragvon america2 » 21.01.2012, 21:57

Angela, du zeigst schon sooo viel Stärke, indem du deine Geschichte hier einstellst! :D
Magst du dich vielleicht der Regionalgruppe "Wien" anschließen? Du wirst dort nette Menschen zum Austausch und eine sehr warmherzige Moderatorin finden, die sicher gerne alle gemeinsam mit dir kleine Alltagsabenteuer bestehen möchten! :D
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Beitragvon Petrusch » 21.01.2012, 22:20

Liebe Angela, es tut mir so leid, das du so krank bist.
Aber nein, eine Krankheit schließt eine Partnerschaft nicht aus !
Mein Schatz und ich ,sind auch beide nicht gesund. Aber gerade unsere Liebe zueinander
gibt uns beiden neuen Mut und ein Stückchen Gesundheit zurück.
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Beitragvon einatmenausatmen » 22.01.2012, 0:16

Natürlich schließt eine Krankheit eine Partnerschaft nicht aus, aber es macht sie schwieriger.
Man kann an die Sache nicht ganz unbelastet rangehen, auch nicht so unbeschwert eine Beziehung leben.
Es gibt ja viele Einschränkungen.

Aber wie Petrusch schreibt, wenn zwei krank sind ,trägt man es auch zu zweit.Und die Liebe verleiht Flügel. Wünsch es Dir, den richtigen Mann zu finden, der Dir guttut, Dich liebt wie Du bist.
was heute zu tun ist : einatmen -ausatmen -

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Beitragvon lottesprotte » 22.01.2012, 1:22

Es ist schwierig, und ich glaube, der einzige Weg noch eine Partnerschaft zu finden ist jemand, der auch krank ist.

Was schwer ist, ist der Gedanke, sich an jemanden zu binden, der möglicherweise irgendwann stirbt.
Natürlich ist das in jeder Partnerschaft so, aber wer will schon daran denken?
Und gerade hier, in so einer Börse, wird ja gnadenlos gesiebt, ich glaube, das ist der falsche Weg.
Velleicht sind in einer onkologischen Praxis die Chancen größer?

Wärst Du denn bereit, einen ebenfalls kranken Partner zu nehmen?
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Beitragvon buecherkatze » 22.01.2012, 1:33

So ganz verstehe ich Deinen Beitrag nicht.

Möchtest Du nur Dein Herz ausschütten? Oder suchst Du tatsächlich einen Partner?

Im ersten Fall könnte der Rat von america2 vielleicht helfen. Wobei ich auch da skeptisch bin.
Hast Du keinen festen Freundeskreis? Es gibt doch viele Foren speziell für Krebskranke. Es gibt Selbsthilfegruppen und Gesprächsgruppen. In einer großen Stadt wie Wien müsste es das doch auch geben.
Willst Du Dich wirklich völlig fremden Menschen anvertrauen?

Im zweiten Fall bin ich noch viel skeptischer. Ich gehe sogar so weit zu sagen, einen Partner wirst Du, zumindest hier, nicht finden.
Ich weiß es ist sehr hart meine Offenheit zu ertragen. Aber frage Dich bitte mal wie es Dir ginge, mit einem derart kranken Partner? Wenn eine Partnerschaft über Jahre oder gar Jahrzehnte gewachsen ist, kann man die Krankheiten des geliebten Partners eher annehmen. (Wobei das bei Dir wohl leider auch nicht der Fall war.) Aber sich von vornherein mit einem so kranken Partner "belasten"?

Du musst vor allem erst mal mit Dir und Deinen Krankheiten ins Reine kommen. Denn diesen Eindruck machst Du mir nicht. Sollte ich mich täuschen, dann entschuldige bitte.

Aber nach meiner ganz persönlichen Meinung bist Du hier falsch. Ich wünsche dir alles Gute und dass Du den Weg findest, der gut für Dich ist.
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Beitragvon einatmenausatmen » 22.01.2012, 1:40

Buecherkatze
sie muß doch hier nicht falsch sein, oder glaubst Du hier suchen nur gesunde Männer?? Eher nicht!
Sie kann es doch zumindest versuchen u. wenn sich nette Freundschaften ergeben ist es doch schon ein Gewinn.
was heute zu tun ist : einatmen -ausatmen -

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Beitragvon Ambe44 » 22.01.2012, 2:01

Warum soll ein gesunder Mensch nicht einen kranken Menschen lieben können? Ich respektiere die Meinung von buecherkatze und lottesprotte ... aber ich finde, dass diese Beiträge voller Vorurteile stecken und KrebspatientInnen stigmatisieren.

Ich war auch an Krebs erkrankt und habe dabei einige heftige Blessuren davon getragen ... und ich akzeptiere dass eine Menge Männer damit nicht umgehen können ... aber ebenso gibt es immer wieder selbstbewusste und tolle Männer, die in einer Partnerin in erster Linie den Menschen sehen und nicht eine unbeschädigte Vorzeige-Frau.
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Beitragvon buecherkatze » 22.01.2012, 2:14

[quote="Ambe44"]Warum soll ein gesunder Mensch nicht einen kranken Menschen lieben können? Ich respektiere die Meinung von buecherkatze und lottesprotte ... aber ich finde, dass diese Beiträge voller Vorurteile stecken und KrebspatientInnen stigmatisieren.


Deinen obigen Beitrag möchte ich nicht unwidersprochen hinnehmen. Nichts läge mir ferner als Krebspatienten zu stigmatisieren. Und wenn es um das Thema Krebs geht, weiß ich sehr wohl wovon ich rede, bzw. schreibe.
Aber meine Erfahrung lehrt mich, dass es äußerst unwahrscheinlich ist, wenn nicht gar unmöglich ist, mit der oben geschilderten Erkrankung einen Partner zu finden. Es handelt sich ja dabei ja um eine multible Erkrankung mit einer ganzen Reihe von Nebenwirkungen und Einschränkungen.
Da ich durch und durch Realist bin, schaue ich den Tatsachen ins Auge. Nichts ist schlimmer für Kranke als enttäuschte und zerschlagene Hoffnungen.
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Beitragvon peggy2 » 22.01.2012, 2:34

mach einfach weiter,
einen partner zu finden ist sowieso schwer, egal ob krank oder gesund..
denke an dich, aufwärts, vorwärts, nur du allein gehst den weg.
wichtig sind freunde...
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Beitragvon u_michael » 22.01.2012, 3:23

Ambe44 hat geschrieben:Warum soll ein gesunder Mensch nicht einen kranken Menschen lieben können? Ich respektiere die Meinung von buecherkatze und lottesprotte ... aber ich finde, dass diese Beiträge voller Vorurteile stecken und KrebspatientInnen stigmatisieren.


@angelapaulus,zu aller erst möchte ich dir meine Hochachtug dafür aussprechen das du trotz deiner Erkrankung nicht den Mut verloren hast, kämpfe weiter.
Was der Krebs einem sehr geliebten Menschen antut habe ich leider sehen und erleben müssen.Meine Frau war an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt, von der Diagnose,Operation bis zu ihrem Tod sind keine zwei Monate vergangen. Sie hat gekämpft - und doch verloren.(es ist mir also bekannt durch welche Höhen der Hoffnung und den Tiefen der Ohnmächtigkeit man als Partner gehen muß)
Ich denke das man bei einem Treffen diese Erkrankungen bewußt ansprechen soll,ob das nun beim ersten Date ist, oder beim zweiten ergibt sich dann automatisch.
Obwohl ich weiß, was mich in so einem Fall gegebenfalls erwarten würde, hätte ich kein Problem eine Beziehung mit einem Krebserkrankten Partner einzugehen.
Keiner von uns ist vollkommen - und niemand von uns weiß, was die Zukunft ihm bringt.
Zuletzt geändert von u_michael am 22.01.2012, 3:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon schneerot » 22.01.2012, 3:28

angelapaulus.
Danke für deinen Blog.
Ich bewundere dich!!!
Alles Gute und liebe.
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Beitragvon Traumfee » 22.01.2012, 9:15

Partnersuche ist ja bekannterweise sowieso nicht leicht. Aber für einen kranken Menschen oder einen, der Beeinträchtigungen hat, ist sie aus meiner Erfahrung heraus noch schwieriger.
Aber nicht unmöglich.
Wie schon geschrieben, muss man auf den EINEN treffen, der dich als Mensch/Frau einfach toll und liebenswert findet. Und der sich deshalb von der Krankheit nicht abschrecken lässt.
Mir geht es ja auch nicht viel anders. Zwar habe ich meinen Krebs besiegt, aber mit den Folgen von massiven Strahlenschäden muss ich seit fast 20 Jahren leben.
Aber mit der Einstellung, dass ich nicht nur aus körperlichen Beeinträchtigungen bestehe sondern viel mehr bin, habe ich es nach einigen Jahren totalem Rückzug wieder geschafft, mich auf Kontakte und Partnerschaften einzulassen.
Ich wünsche dir von Herzen ganz viel Glück...:-)
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Beitragvon Dorodoo » 22.01.2012, 9:39

angelapaulus , [b]in Deinem Profil las ich Deine Angabe : Du rauchst regelmässig !??[/b]
Mit nur noch Teil einer Lunge ???
Da kann ich - tut mir leid - nur den Kopf schütteln und Dir alles Gute wünschen !!
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Beitragvon lottesprotte » 22.01.2012, 10:49

Ambe44 hat geschrieben:Warum soll ein gesunder Mensch nicht einen kranken Menschen lieben können? Ich respektiere die Meinung von buecherkatze und lottesprotte ... aber ich finde, dass diese Beiträge voller Vorurteile stecken und KrebspatientInnen stigmatisieren.

Ich war auch an Krebs erkrankt und habe dabei einige heftige Blessuren davon getragen ... und ich akzeptiere dass eine Menge Männer damit nicht umgehen können ... aber ebenso gibt es immer wieder selbstbewusste und tolle Männer, die in einer Partnerin in erster Linie den Menschen sehen und nicht eine unbeschädigte Vorzeige-Frau.

Ob ich Vorurteile gegen Krebspatienten habe und diese stigmatisiere?
Ich habe meinen Mann 4 Jahre begleitet durch diese Krankheit bis zu seinem Tod.
Ich habe auch viele andere Patienten kennengelernt und insofern kann von Vorurteilen kaum die Rede sein.Es geht auch nicht um eine Vorzeige-Frau (ganz blöder Ausdruck, besonders in diesem Zusammenhang) aber wenn man einigermaßen realistisch ist, muss man sich schon fragen, ob jemand sehenden Auges sich auf eine Zeit voller Angst und Einschränkugen einlassen will, immer verbunden mit der Möglichkeit, in einiger Zeit wieder Abschied nehmen zu müssen.
Viele Menschen hier wollen doch noch etwas erleben, gerade die, die unversehrt sind.
Natürlich gibt es die Möglichkeit, auch in dieser Situation einen Partner zu finden, aber ich glaube, gerade hier sind die Chancen gering.
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