
Hier habe ich das Rezept unserer Buttercremtorte mitgebracht. Sie hat schon meine Großmutter und meine Mutter so hergestellt und meine Tochter kann es auch. Allerdings kaufe ich den Wiener Boden und lasse ihn zweimal schneiden, meine Mutter hat ihn auch noch selber gebacken.
Zuerst wird die Tortenspitze auf die Tortenplatte gelegt, auf die ein Tortendeckel kommt.
Nun wird, mittels eines Tortendeckels, die obere Platte des Wiener Bodens darauf gelegt.
Damit die Spitze geschützt ist, werden zwischen Boden und Spitze 5 Streifen Pergament- oder Backpapier geschoben.
Der Boden wird mit einem halben Glas Johannisbeergelle, den man mit etwas Zitronensaft, oder einem Eßlöffel Kirschwasser verrührt hat, bestrichen. Manchmal dicken wir auch stattdessen einen Viertelliter von dem Kirschsaft mit gut einem Eßlöffel Mondamin an, fügen die abgetropften Kirschen hinzu, lassen etwas abkühlen, unter Rühren, und verteilen die Kirschen auf dem Boden.
Ein Paket Butter, das am Vorabend schon aus dem Kühlschrank genommen wird, wird sehr gut mit dem Handrührgerät cremig gerührt, dann rührt man 180 Gramm Puderzucker, 1 Tüte Vanillezucker und eine Prise Salz hinein.
Man gibt knapp einen Liter Vollmilch (etwa eine Tasse abnehmen) in einen Kochtopf, nimmt davon etwas Milch, um zwei Tüten Vanillepudding anzurühren, und kocht einen steifen Pudding. Nun muss er unter ständigem Rühren
abkühlen. Rührt man ihn lauwarm in die Butter, gerinnt die Creme!!!
Das erfordert natürlich Geduld, aber es dürfen sich keine Klümpchen, oder Haut bilden, weil sonst die Spritztülle verstopft. Deshalb ist es auch wichtig, das Puddingpulver völlig klümpchenfrei zu rühren, man kann es auch durch ein Sieb in die kochende Milch geben.
Jetzt rührt man esslöffelweise den Pudding in die Buttermasse und stellt sie dann eine Stunde in den Kühlschrank. Ich nehme lieber einen Baumwoll-Spritzbeutel mit Sterntülle, während meine Tochter es lieber mit der Plastikspritze macht.
Nun legt man das zweite Teil auf den Johannisbeergelle, bestreicht ihn mit Creme, legt das letzte drauf, streicht den Rand mit Creme ein und die Oberfläche. Wer einen Tortenteiler hat, markiert mit leichtem Druck die Oberfläche in Tortenstücke. In der Mitte kann man mit einem Glas einen Kreis markieren und ihn mit dunklen Schokostreuseln füllen. Nun wird der Rand mit Schokostreuseln verziert. Das geht mit einem Messer am besten. Mun wird der Rand gespritzt, dann an den Markierungen von der Mitte nach Außen. Dekorieren kann man nach Belieben, tolle Sachen habe ich dafür schon bei Hobbybäcker.de gefunden.
Ich habe es deshalb so ausführlich beschrieben, damit auch Menschen, die noch nie eine Torte gemacht haben, den Mut finden. Sie schmeckt köstlich und beglückt auch als Geburtstagsgeschenk.
Gutes Gelingen! Wenn noch Fragen sind - gerne.
Übrigens kann man 12 oder 16 Stücke mit dem Markierer einteilen.