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Forum der Regionalgruppe Essen

Moderator: Korallensucherin

Beitragvon Gast » 09.02.2010, 19:35

Lakota1408 hat geschrieben:
Verfasser unbekannt :D


Oooooh! Jetzt bin ich aber tief enttäuscht! Ich dachte, das wärst Du und ich wollte Dich schon fragen, ob Du noch zu haben bist :D
Einen so anpassungsfähigen Mann kann man gut gebrauchen. Na ja, zumindest für einen bestimmten Zeitraum :D
Mir kamen während des Lesens schon ein paar Ideen, was man noch alles aus Dir hätte machen können...
Nur das Ende würde für Dich mit mir, einer Krimi-Schreiberin, ein wenig anders ausfallen :D :D :D

LG
von Malaika
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Beitragvon eunike » 09.02.2010, 19:49

[center]@ Malaika:
Deine Geschichte ist ja Krimi und Kurzgeschichte gleichermaßen.
Hat mit großartig gefallen.
Herzlichen Dank - und ich hoffe, wie immer, auf mehr!
So nach dem Motto :"Von dir krieg ich nie genug" :wink: :lol: :lol:
LGr. eunike

Bild[/center]
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eunike
 
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Beitragvon Gast » 09.02.2010, 20:15

Einen ganz herzlichen Dank liebe Eunike, für die tolle Kritik (das Bild ist auch wunderschön). Ja, ich habe noch mehr Geschichten, hauptsächlich Krimis. Es wird aber auch diesmal ein bisschen dauern, bis ich die nächste Geschichte hier einstelle. Ich komme immer sehr spät nach Hause, da läuft die Zeit davon.

Was ich noch "sagen" wollte, ich finde Dein Faschingsfoto super.

Liebe Grüße aus München
sendet Dir Malaika
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Beitragvon eunike » 09.02.2010, 21:09

@ Malaika: Danke nach München - und lass es langsam angehen!
Nix überstürzen, dat bringt uns auch nicht weiter :wink: :lol: LGr. B.
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eunike
 
Beiträge: 9112

Beitragvon Gast » 09.02.2010, 21:21

Malaika hat geschrieben:
Lakota1408 hat geschrieben:
Verfasser unbekannt :D


Oooooh! Jetzt bin ich aber tief enttäuscht! Ich dachte, das wärst Du und ich wollte Dich schon fragen, ob Du noch zu haben bist :D
Einen so anpassungsfähigen Mann kann man gut gebrauchen. Na ja, zumindest für einen bestimmten Zeitraum :D
Mir kamen während des Lesens schon ein paar Ideen, was man noch alles aus Dir hätte machen können...
Nur das Ende würde für Dich mit mir, einer Krimi-Schreiberin, ein wenig anders ausfallen :D :D :D

LG
von Malaika


Du irrst .. ich bin der vor dem Dich Deine Eltern immer gewarnt haben :D

Zum anderen habe ich meine langen Haare noch nie kurz schneiden lassen ., und meine Mopeds hab ich ebenfalls noch .Meine Bekleidung ist immer noch einfach , aber geschmacklos . :D :wink: Dafür sind die Frauen weg . :(

LG Holger :D

http://www.youtube.com/watch?v=jvGxuuaI ... L&index=33
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Beitragvon Gast » 09.02.2010, 22:30

Hi Holger,

also doch nicht anpassungsfähig? :D Es ist gut so, ein Mann, männlich, verwegen, frei... :D
Frauen sind weg? Macht doch nichts, es waren nicht die "Richtigen", wenn sie es nicht zu schätzen wussten :D :D

Danke für das wunderbare Geschenk - das Lied Malaika. Meinen Nicknamen habe ich diesem Lied zu verdanken. Als ich dabei war, mich bei 50+ anzumelden, hörte ich mir gerade diese CD an, die mir mein Schwiegersohn geschenkt hatte (er ist aus Afrika). Der Name Malaika gefiel mir, das Lied genau so, somit wurde Malaika "geboren" :D :D :D

Jetzt muss ich "gehen", hab noch viel zu tun. Ich schaue aber ganz sicher bald wieder vorbei. Essener Forum ist mein "zweites Zuhause" :D .

Bis dann
LG
von Malaika


PS
Die anderen Lieder gefallen mir genau so gut, auch wenn Malaika mein Lieblingslied ist.
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Beitragvon Linde1 » 11.02.2010, 12:46

Hallo Malaika,
Deine Kurzgeschichte (Krimi) war wieder spannend zu lesen, hat mir gefallen.


Hallo Lakota,
auch Deinen Beitrag finde ich sehr gut, ganz aus dem Leben.

Ich freue mich auf die nächsten Beiträge von Euch, denn ich lese gern.
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Linde1
 
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Beitragvon Gast » 11.02.2010, 17:58

Danke Linde. Ja, mir hat es die Geschichte von Lakota auch sehr gut gefallen. Ich freue mich, wenn hier noch jemand schreibt, weil ich auch gerne lese.

Lieben Gruß aus München
von Malaika
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Beitragvon Grafka » 12.02.2010, 17:45

Danke Malaika ,

dass Du trotz allem die Zeit zum Schreiben findest
und uns an Deinen spannenden Geschichten (Krimis) teilhaben lässt.

Auch wenn der deutsche Krimipreis für d.J.. schon vergeben ist,
ist ja noch nicht aller Tage Abend...
schliesslich bleiben wir Deine begeisterten Krimi-Fans.

Lieben Gruß
Grafka

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Grafka
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Beitragvon Gast » 12.02.2010, 18:42

Grafka hat geschrieben:Danke Malaika ,

dass Du trotz allem die Zeit zum Schreiben findest
und uns an Deinen spannenden Geschichten (Krimis) teilhaben lässt.

Auch wenn der deutsche Krimipreis für d.J.. schon vergeben ist,
ist ja noch nicht aller Tage Abend...
schliesslich bleiben wir Deine begeisterten Krimi-Fans.

Lieben Gruß
Grafka



Herzlichen Dank liebe Grafka, für diese schönen Worte und für die wunderschönen Blumen.
Mit dem Krimipreis wurde also nichts für mich, dieses Jahr? Dann muss ich mir noch ein bisschen mehr Mühe geben :D :D :D
Nein, dass ich hier Fans habe die meine Geschichten gerne lesen, reicht mir vollkommen und es freut mich sehr. :)
Ich bin das, was man "schreibsüchtig" nennt, und da es hier im Essen den passenden Thread für meine Geschichten gibt, nutze ich ihn natürlich gerne. Besonders bei solch einer positiven Kritik.
Am Wochenende fahre ich weg, so dauert es jetzt einige Tage, bis meine nächste Geschichte "erscheint". Die kommt aber bestimmt. Der Vorrat ist noch lange nicht ausgeschöpft.

Ganz liebe Grüße sendet Dir und allen Anderen die hier lesen

Malaika
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Beitragvon Korallensucherin » 17.02.2010, 9:53

[center]Liebe Malaika, da kann ich Grafka nicht widersprechen.

Es ist immer wieder ein Vergnügen Deine Geschichten zu lesen, trotz Deiner knappen Freizeit.

Bild


Vielleicht kann ich Dir eines Tages persönlich einen Blumenstrauß überreichen.

Einen lieben Gruß zu Dir nach München[/center]
Korallensucherin
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Beitragvon Gast » 22.02.2010, 0:01

Liebe Korallensucherin, bitte entschuldige, dass ich erst jetzt antworte. Es kann eigentlich nicht wahr sein, aber, ich bin schon wieder (ein bisschen) krank. Diesmal habe ich eine Halsentzündung. Richtig lästige Halsschmerzen. Hab versucht am Wochenende es auszukurieren, ist mir aber noch nicht ganz gelungen.

Ich danke Dir auch ganz herzlich für die lieben Worte und für den wunderschönen Blumenstrauß. Ich werde hier richtig verwöhnt :) :)
Ich hoffe auch, dass wir uns mal persönlich kennen lernen. Das wäre ganz toll.

Da es mir nicht so ganz gut geht, ich aber trotzdem schreiben muss (ich habe es schon erwähnt, ich bin schreibsüchtig:D ), bringe ich Euch heute nur eine kurze Krimigeschichte. Die wurde auch schon mal in einer Zeitschrift (Funk Uhr) veröffentlicht und hat tatsächlich auch einen wahren Kern, wie viele meiner Geschichten. Wie dieser "Kern" aussieht, erzähle ich Euch später, ich möchte nicht die Spannung schmälern. :D

Ganz viele liebe Grüße aus München
sendet Euch Malaika
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Beitragvon Gast » 22.02.2010, 0:22

[center]SCHULDIG ODER NICHT SCHULDIG?

Kurzkrimi[/center]

Das Klingeln am Nachtkästchen riss Harald Wienert ganz unsanft aus seinem wohlverdienten Mittagsschlaf. Nein, es konnte nicht der Wecker sein, das lästige Geräusch war dafür viel zu kurz. Der Wecker nervte jedes Mal unendlich lang, mindestens kam es Harald stets so vor. Das Telefon? Ja, das war es wohl, es klingelte nämlich schon wieder. Harald griff im Halbschlaf nach dem Hörer, nicht sicher ob er träumte, oder ob das Klingeln die Wirklichkeit war.
Eine ihm unbekannte Stimme sprach im erschreckend ernsten Tonfall aus der Hörmuschel. Harald rieb sich mit der freien Hand die Augen. Es dauerte eine Weile, bis er sich endlich zurechtfand.
"Wer ist da bitte? Was haben Sie gesagt?" fragte er, einen schnellen Blick auf seine Armbanduhr werfend. So ein Pech. Er hatte kaum eine halbe Stunde geschlafen und heute Abend musste er wieder pünktlich zur Arbeit. Die Stimme am anderen Ende der Leitung wiederholte geduldig noch mal: "Hier ist das städtische Krankenhaus. Ist Helga Wienert Ihre Ehefrau?"
Harald wurde auf einen Schlag hellwach. "Ja, das ist richtig", antwortete er angstvoll. "Ist meiner Frau etwas zugestoßen?"
Stille. Dann räusperte sich der Anrufer kurz. "Kommen Sie bitte gleich vorbei, wir reden darüber, wenn Sie da sind."
"Sie müssen mir doch…". Harald hörte ein Klicken. Die Verbindung wurde unterbrochen.
Helga! Sie wollte einkaufen gehen und Harald, der als Nachtportier in einer Bekleidungsfabrik beschäftigt war, schlafen lassen. Helga fuhr mit dem Bus ins nahe Einkaufszentrum, da Harald später den Wagen für einige wichtige Erledigungen brauchte. Somit konnte es sich nicht um einen Autounfall handeln. Was war denn dann passiert? Oder hatte Helga es sich anders überlegt und war doch mit dem Auto gefahren? In Windeseile zog sich Harald an und rannte in die Garage. Nein, da stand sein alter Wagen - merkwürdig dass ihm gerade in diesem Augenblick auffiel, wie dringend er eine gründliche Reinigung gebraucht hätte. Wahrscheinlich war das ein Versuch seines Unterbewusstseins, die Gedanken in eine andere Richtung zu lenken. Zu groß war Haralds Sorge um seine Frau.

Harald hasste Krankenhäuser. Er selbst hatte Gottlob noch nie als Patient die Bekanntschaft eines Krankenzimmers machen müssen. Doch die paar Besuche im Laufe der Jahre, bei seinen Bekannten, die in der Beziehung weniger Glück hatten als er, haben ihm gereicht, um eine echte Aversion gegen die Krankenhäuser zu entwickeln.

Mit schnellen Schritten strebte Harald durch den reizvoll angelegten Klinikpark dem Eingang zu. Jener Frühlingsnachmittag, Anfang Mai, war sonnig und warm, es grünte und blühte allerseits und die schönsten Blumendüfte lagen in der Luft. Doch Harald bekam von alledem nichts mit. Für ihn hätte es regnen und stürmen können, das hätte ihn genau so wenig berührt. Mit seinen ganzen Sinnen war er bei seiner geliebten Frau.
Er eilte zum Empfang und fragte aufgeregt nach Helga Wienert. Darauf führte ihn eine junge Krankenschwester, mit hochgestecktem blondem Haar und mit wasserblauen Augen, ihn verstohlen musternd, auf die Intensivstation. Intensivstation! Angst schnürte Harald die Kehle zu.
Die Pflegerin machte Halt vor einem bestimmten Zimmer.
"Warten Sie bitte hier einen Augenblick. Der Arzt wird gleich kommen und sich um sie kümmern", meinte sie mit einer kalten, unbeteiligten Stimme und ging in das Zimmer hinein.

Harald durfte nicht zu seiner Frau, sondern musste draußen warten. Was hatte das alles zu bedeuten? fragte er sich mit Bangen. Nichts Gutes, das war ihm klar. Er tigerte unruhig den langen Flur hin und her. Noch nie zuvor war ihm die Zeit so endlos lang vorgekommen. Nicht einmal, wenn er mutterseelenallein als Nachtportier in seinem Glaskasten am Eingang der Bekleidungsfabrik saß. Sein qualvoller Blick blieb immer wieder an der Tür des Krankenzimmers haften. Am liebsten wäre er hineingegangen, auch ohne die Erlaubnis der Krankenschwester. Doch, das traute er sich letztendlich doch nicht. Er wollte ja keinen Ärger mit dem Krankenhauspersonal haben.
Endlich erschien der Arzt - in Begleitung eines Polizisten. Mit einem ernsten Gesichtsausdruck zog der Doktor einen Stuhl heran und deutete Harald, sich hinzusetzen.
"Wie geht es meiner Frau? Wann darf ich zu ihr?" Die Fragen sprudelten nur so aus Haralds Mund. Er schrie vor Ungeduld. Der Arzt und der Polizist wechselten auf eine merkwürdig finstere Art die Blicke, dann betrachteten sie stumm Herrn Wienert.
"Warum sagen Sie nichts? Was ist geschehen?"
"Das müssten Sie selbst eigentlich am besten wissen", antwortete der Polizist, der sich hinter Harald postiert hatte.
"Ich verstehe nicht. Was soll das heißen? Ich habe ein Recht darauf, zu erfahren, was hier los ist." Harald drehte sich zum Polizist um und wollte aufstehen, er wurde aber ziemlich unsanft auf den Stuhl zurückgedrückt.
"Wo waren Sie heute um etwa vierzehn Uhr?" fragte der Polizist an Stelle einer Antwort.
"Warum interessiert Sie das? Ich war zu Hause und habe geschlafen", sagte Harald wahrheitsgemäß.
"Gibt es irgendwelche Zeugen dafür?"
Nun platzte Harald endgültig der Kragen. "Was für Zeugen? Wenn Sie unsere Katze als Zeugin akzeptieren, dass gibt es Zeugen!"
"Sie sollten sich mäßigen", sagte der Polizist streng. "Ihre Frau ist in dem Park hinter dem Einkaufszentrum zusammengeschlagen worden. Sie war ohne Bewusstsein, als man sie eingeliefert hatte".

Haralds Magen zog sich zusammen. "Nein! Wer tut denn so etwas?"
Er brachte nur mühsam die Worte hervor.
"In der Handtasche Ihrer Frau haben wir Ihre Telefonnummer gefunden, so konnte ich Sie anrufen", ergänzte der Arzt, ohne auf die Unterbrechung einzugehen.
Der Polizist setzte die Erklärung fort: "Ganz kurz kam Ihre Frau zu Bewusstsein. Da hat sie Sie beschuldigt. Was haben Sie dazu zu sagen?"
Harald wurde weiß im Gesicht. Er sackte in sich zusammen. "Das ist nicht wahr", stammelte er ganz verstört. "Ich war die ganze Zeit zu Hause, habe geschlafen. Ich liebe meine Frau, ich würde ihr niemals etwas antun."
"Das sagen sie alle", meinte der Polizist ungerührt. "Ihre Frau hat ziemlich deutlich geflüstert, "Es war mein Mann", bevor sie wieder das Bewusstsein verlor. Außerdem gibt es Zeugen, die Sie identifizieren werden können. Im Park haben nämlich die Passanten, die Ihrer Frau zu Hilfe eilten, beobachtet, wie Sie weggelaufen sind. Haben Sie ernsthaft gemeint, Sie würden so einfach davonkommen?"
Harald saß mit dem hängenden Kopf da. Er verstand die Welt nicht mehr. War er nicht bei Verstand und wusste nicht mehr was er tat?"

In diesem Augenblick ging die Zimmertür auf und die Krankenschwester stürmte in den Flur hinaus. "Herr Doktor, kommen Sie schnell!" rief sie aufgeregt. Der Arzt verschwand eiligst im Krankenzimmer. Harald sprang auf und wollte ihm nachlaufen. Doch der Polizist hielt ihn am Ärmel fest.
Nach einigen Minuten erschien der Arzt wieder, mit einem sehr ernsten Gesichtsaisdruck. Es schien fast so, als ob er nicht wusste, ob er diesem Häufchen Elend vor sich Mitleid oder Groll entgegenbringen sollte. Schließlich sprach er mit einer leiser Stimme: " Ich muss Ihnen mitteilen, dass Ihre Frau soeben verstorben ist."

Harald ließ sich nun nicht mehr aufhalten. Er sprang von seinem Stuhl und stürmte in das Zimmer. Er näherte sich dann langsam, kraftlos, dem einzigen Bett, das neben dem Fenster zum Park aufgestellt war. Er blieb plötzlich wie angewurzelt stehen. Der Anblick der blassen Toten erschütterte ihn, doch vor Allem verspürte er eine unsagbare Erleichterung!

"Das ist nicht Helge", sprach er nun mit einer festen Stimme. "Das ist nicht meine Frau."
"Das ist nicht Ihre Frau?" fragte Polizist, der ihm gefolgt war, ungläubig.
"Nein, diese Frau habe ich noch nie in meinem Leben gesehen."
Harald wurde hinausgeführt, er setzte sich wieder auf den Stuhl "Rufen Sie bei mir zu Hause an", bat er den Arzt. "Meine Frau ist bestimmt schon längst zu Hause vom Einkaufen."
Nach einigen Minuten kehrte der Arzt zurück und er sprach, mit einem Blick auf den Polizisten: "Herr Wienert hat die Wahrheit gesagt. Seine Frau war tatsächlich zu Hause, sie wird gleich hier sein."
Der Polizist kratzte sich ratlos am Kopf. Er wusste nicht, was er davon halten sollte.
Als Helga Wienert zögernd in den Flur trat, in Begleitung der gleichen jungen Krankenschwester, die auch schon Harald auf die Station geführt hatte, stürzte Harald ihr entgegen und schloss sie fest in die Arme. Die schwere Last der letzten Stunden fiel nur langsam von ihm ab, er konnte seine Frau gar nicht mehr loslassen. Da kam ihnen die Stationsschwester mit einer kleinen Handtasche aus schwarzem Leder entgegen.
"Meine Tasche!", rief Helga freudig. "Wie kommt sie denn hierher? Sie wurde mir im Kaufhaus gestohlen, als ich ein paar Schuhe anprobiert hatte."
Nun ging Harald ein Licht auf. "Zu dem Pech, dass jemand deine Tasche mitgenommen hatte, kam es noch dazu, dass sie von einer Frau gestohlen wurde, die anscheinend die größten Probleme in ihrer Ehe hatte. Sie wurde kurz danach im Park von ihrem Mann so brutal zusammengeschlagen, dass sie an den Folgen eben gestorben ist."
"Wie furchtbar", rief Helga entsetzt. "Und weil das Krankenhauspersonal bei ihr meine Tasche mit unserer Telefonnummer drin gefunden hat, nahm man an, ich wäre das."
"Das alles tut mir sehr leid", meinte der Gesetzeshüter bedauernd. "Aber, wie hätte ich das wissen sollen? Und wer ist jetzt eigentlich die Tote, die dort im Zimmer liegt?"
"Also, mein Herr, das herauszufinden ist wirklich nicht unsere Angelegenheit", meinte Harald müde und wandte sich an seine Frau. "Komm Helga, wir gehen nach Hause. Für heute war es wirklich genug."
Nach ein paar Schritten drehte er sich ein letztes Mal um: "Wenn Sie uns brauchen sollten, Sie wissen nun, wo wir zu finden sind."


[center]Bild[/center]
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Beitragvon eunike » 22.02.2010, 8:27

@ Malaika: Guten Morgen nach München!
Krimi am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen :wink:
Toll, der kam mir gerade recht. Jetzt mit Schwung in den Tag.
Danke undLGr. B. :lol:

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Beitragvon Gast » 22.02.2010, 20:20

Ach, schon wieder so ein wunderschöner Blumenstrauß. Vielen herzlichen Dank Eunike. Das lässt mein Herz höher schlagen.
So bald es mir besser geht, stelle ich hier wieder eine etwas längere Geschichte ein.
Wie ich schon früher erwähnt hatte, ich überarbeite noch mal alle Geschichten, bevor ích sie hier einstelle. Das ist so eine Gewohnheit von mir, ich kann einfach nicht anders.

Ich wollte Euch noch über den wahren Kern der Geschichte erzählen.
Ich habe meine Tasche in einem Kaufhaus liegen gelassen, nachdem ich ein paar Schuhe anprobiert habe. Ich ging voller Angst zurück, doch die Tasche war nicht da. Sie wurde aber von einem ehrlichen Finder an der Inforamtion abgegeben, es war auch alles noch drin.
Darauf kam mir die Idee mit dieser Geschichte.

Ganz liebe Grüße aus München
von Malaika
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