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Marathon

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Beitragvon Grantler48 » 13.01.2010, 16:53

Gibt es hier in dieser Runde auch Joggerinnen und Jogger, die sich für das Thema "Marathon" interessieren? Entweder weil sie ihn schon mal gelaufen sind oder weil sie diesen irgendwann mal angehen wollen.

Ich selbst werde Ende April in Hamburg wieder dabei sein (zum 5.-mal), aber keine Bange: ich bin ein Hauptsache-Ankommen-Läufer mit Zeiten weit jenseits der 5 Stunden! Profitipps sind von mir also keine zu erwarten.

Ich kann allerdings mit meinen bisherigen Erfahrungen und Infos über den Hamburger Lauf etwas beisteuern.

Das könnte interessant werden! Ich bin gespannt.
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Beitragvon Gast » 13.01.2010, 22:19

ich bin zwar kein Jogger mehr - ich habs versucht, aber bin irgendwie wieder davon abgekommen (Meniskusriss und dann habe ich den Anschluss nicht mehr gefunden).

Aber ich erinnere mich noch an einen Hamburg-Marathon vor einigen Jahren - ich kam gerade vorbei und habe mich mit einem älteren Ehepaar unterhalten, die am Start standen. Damals war es noch ein Wunschtraum, aber inzwischen habe ich eingesehen, dass es einfach zu spät ist.

Trotzdem, ich wünsche viel Erfolg mit dem Thread - und würde gerne über Erfahrungen damit hören. Vielleicht ist etwas Nostalgie dabei.
Wie viele Jahre muss man sich vorbereiten und wie hält man 5 Stunden durch? Muss man sein Leben dazu einrichten? Ich mein, wenn man berufstätig ist - wie schafft man das Training?
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Beitragvon Grantler48 » 14.01.2010, 17:11

Wie alles begann

An meinem 50. Geburtstag hatte ich beschlossen, etwas für Hirn und Knochen zu tun.
Fürs Hirn gab's einen Französischkurs. Leider blieb davon nicht mehr viel übrig, außer dass ich die französischen Worte einigermaßen richtig aussprechen kann.

Für die Knochen etwas zu tun, war mir dann schon sehr wichtig geworden, weil ich bis dato sportlich sehr zurückhaltend war. Auch hatte ich den einen und die andere in meinem Alter gesehen, die auseinander gingen wie ein Hefeteig... Muss ja nicht sein!
Und so habe ich mich für das Laufen/Joggen entschieden, obwohl ich noch in der Zeit davor über die "armen Willis", die ihre einsamen Runden drehen, gelästert hatte. So schnell wird man vom Saulus zum Paulus!

Mein erster Lauf war kurz und herzlich: 200 Meter! 100 Meter laufen - Lunge gibt Alarm (hörbares Pfeifen) - 100 Meter zurückgehen! Trotzdem oder gerade deswegen machte ich weiter.
Nach 6 Wochen konnte ich dann meinen ersten ganzen Kilometer durchhalten.

Im Laufe der nächsten Wochen, Monate und Jahre wurden die Strecken und Zeiten peu à peu immer länger, so dass irgendwann der Punkt kam, wo ich mir sagte, dass da auch ein Marathon drin sein müsste.
Das war etwa 4 Jahre nach den besagten 200 Metern.


weiter demnächst ...
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Beitragvon Herzenswunsch » 16.01.2010, 14:59

Hut ab. Das beweist natürlich mal wieder, das nur die Übung den Meister macht bzw. die Ausdauer schafft . Ich laufe zwar kein Marathon, bin aber trotzdem mit Turnschuhen viel unterwegs, weil bei meinem Sport ein großes Maß an Ausdauer Grundvoraussetzung ist. Ich habe vor ca. zwei Jahren festgestellt, dass die Ausdauer, luft- und kraftmäßig, durch eine spezielle Pilz- und Traubenmischung proportional zur Leistung um mindestens das doppelte gesteigert werden kann. Mein Schwager konnte beim Berlin-Marathon seine Zeit um 15 Min. ohne zusätzliches Training verkürzen.
Ich wünsch Dir weiterhin viel Freude und Durchhaltevermögen beim Sport.

Bis bald
Frank :)
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Beitragvon Gast » 17.01.2010, 23:35

Ich habe im letzten Jahr, vorher völlig untrainiert, mit Joggen angefangen. Gleichzeitig mit dem Rauchen aufgehört. Nach vier Monaten habe ich den Halbmarathon geschafft. In ziemlicher Hitze, es war Juli. Bin dann leider krank geworden, und habe im November wieder mit dem Smoken angefangen. Aber ich hör wieder auf. Dieses Jahr. Und dann laufe ich wieder. Nächstes oder übernächstes Jahr werde ich ihn dann ganz bestimmt anpacken. Den Marathon. Laufen ist einfach toll.
JanisJoplin
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Beitragvon Gast » 18.01.2010, 8:44

ich spiele auch mit dem Gedanken, im Frühjahr wieder leicht anzufangen - natürlich wieder ganz von vorne. Wenn man pausiert, geht die Kondition leider wieder zurück.

Mir fehlt nur noch die passende Plattform - alleine durch den Wald ist nicht der Hit, habe ich ausprobiert. Beim Heusenstammer Lauftreff fühlte ich mich immer etwas angespannt - die sind schon seit Generationen zusammen und ich bin immer noch Außenseiter hier. Das wird auch nicht anders - ist eben gewachsenes Dorf.

Vielleicht buche ich tatsächlich einen Anfängerkurs bei der VHS - kostet allerdings, was man leicht umsonst haben könnte. Mal sehen.

Aber Marathon stelle ich mir qualvoll vor - und es soll ja auch keine Religion werden. Nur eben Bewegung an frischer Luft. Walken ist für mich kein Sport.
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Beitragvon gabriele99 » 18.01.2010, 9:22

Mein Sohn läuft seit ca. 2 Jahren Marathon,
ist immer und ewig am Trainieren.
Werde auch im April in Hamburg sein,
um ihm zuzuwinken.
Von ihm weiß ich aber,
dass jeder Marathon Quälerei und Herausforderung zugleich ist.
Ich selber bin nur Walker,
inzwischen wegen diverser Gelenkschäden
nur noch mit Stöcken.
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Beitragvon Gast » 18.01.2010, 10:30

Gabriele, vielleicht ist Walken auch für mich die Lösung - auch wenn die Laufbücher beteuern, dass es den Gelenken nicht schaden soll. Ich wollte jetzt das Walken auch nicht diskriminieren - ich war mal bei einem Schnupperkurs (VHS) und die Walker waren alle sehr trainiert, hatten Power und schon Wanderreisen gemacht.

Mit "kein Sport" habe ich gemeint, dass eben das Schwitzen fehlt, man ist hinterher nicht so schön kaputt.

Eine Bekannte drückte mir einmal die Stöcke in die Hand und gab ständig Anweisungen, was ich alles falsch mache. Hinterher (ich habe einen leichten Bandscheibenvorfall) hatte ich sechs Wochen lang "Bandscheibe". Ist aber wieder weg.
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Beitragvon Gast » 18.01.2010, 11:30

Laufen ist einfach toll - genau.
Und man kann sich vorher schon damit motivieren,
dass man hinterher drei Nummern besser drauf ist. :wink:
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Beitragvon Grantler48 » 18.01.2010, 12:21

Alleine trainieren oder lieber in einer Laufgruppe?

Beides hat seine Vor- und Nachteile. In einer Laufgruppe kann man sich gegenseitig motivieren und auch Tipps geben. Man sieht, dass auch andere nicht immer in Form sind und 'schwächeln' können, was einem selbst sogar einen Motivationsschub geben kann nach dem Motto "Nicht nur ich...".
Daneben muss man sich natürlich dem Tempo der anderen anpassen, was manchmal recht anstrengend sein kann. Daher sollten bei einer Laufgruppe in etwa gleich starke Läufer und Läuferinnen sein. Sonst wird es bald frustrierend.

Alleine zu laufen - und deswegen habe ich mich dafür entschieden - bedeutet, dass ich mich mit niemandem zeitlich abstimmen muss, jederzeit losrennen kann und unterwegs auch keine gegenseitige Rücksicht nehmen muss. Denn: habe ich einmal einen 'guten' Tag und könnte etwas schneller oder auch 1 oder 2 km mehr laufen, dann muss ich mich eben bremsen. Und umgekehrt passiert es, dass ich einen 'schlechten' Tag habe und ich mich dann dem Tempo der anderen anpasse und evtl. übernehme.

Wem das Alleinelaufen zu öde ist - und es ist öde, allein zu laufen! -, kann ja auch noch einen MP3-Player mitnehmen.
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Beitragvon institoris » 18.01.2010, 12:42

Ich war bis vor einigen Jahren in einem Lauftreff, der sich Dienstags abends und Sontag morgens getroffen hat.
Dienstags kamen 15-20 km und Sonntag 25-30 Kilometer zusammen.
Das reichte nicht für ein Marathontraining für eine Zielzeit unter 4 Stunden.
Da musste man die fehlenden 10-20 Kilometer an anderen Tagen allein laufen.
Das Training für meinen ersten Marathon hatte ich komplett allein durchgezogen. Damit gab es keine Zeugen für ein mögliches Scheitern.
Zu Zeit laufe ich nur noch 5-10 km am Stück und habe Beschwerden in einem Knie und in der Lendenwirbelsäule.
Was mir an der Volkslauf- und Marathonszene gefallen hat, war die gute Laune der Leute.
Laufen ist auch gut für die Seele und ein empfohlenes Mittel gegen Depressionen.
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Beitragvon Gast » 18.01.2010, 18:51

renate7 hat geschrieben:Laufen ist einfach toll - genau.
Und man kann sich vorher schon damit motivieren,
dass man hinterher drei Nummern besser drauf ist. :wink:


Renate, ich weiß auch nicht, warum das so war - ich möchte ja wieder anfangen, auch alleine - aber oft hatte ich hinterher ein Gefühl von Erkältung. (Vielleicht sind ja die Giftstoffe ins Rotieren gekommen?) Und ich war abgeschlagen.
Muskelkater finde ich schön - dann hat man was getan.

Aber es ist schon eine Überwindung für mich, alleine eine Stelle zu suchen, wo ich mir die Laufschuhe anziehen kann. Und dann diese Hunde!
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Beitragvon SugarM » 18.01.2010, 23:14

cat555 hat geschrieben:
Aber es ist schon eine Überwindung für mich, alleine eine Stelle zu suchen, wo ich mir die Laufschuhe anziehen kann. Und dann diese Hunde!

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Beitragvon Grantler48 » 19.01.2010, 11:12

Ja ja! Die lieben Hunde und ihre Besitzer. Dazu kann wohl jede Läuferin und jeder Läufer sein eigenes Liedchen singen.

Ich selbst hatte all die Jahre noch nie Probleme mit Hunden, obwohl ich während eines Laufes immer wieder einigen begegne. Hunde spüren offensichtlich, ob ihr Gegenüber Angst oder etwas gegen Hunde hat. Da wir mal einen Hund hatten, weiß ich allerdings auch, wie man mit ihnen umgehen sollte.

Da habe ich manchmal mehr Probleme mit den (Nordic-) Walking-Gruppen, deren Teilnehmerinnen meinen, partout nebeneinander laufen zu müssen!
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Beitragvon institoris » 19.01.2010, 14:49

Hunde sind oft nervig aber mir ist noch nie etwas passiert.
Den Hunden auch nicht.
Manche sind so klein dass man aufpassen muss um sie nicht totzutreten.
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