flamme_im_wind hat geschrieben:Masken, die wir tragen
schon seit Jahren
nicht erkennen wollen
wer wir sind.
Ein Blick in den Spiegel
Bin ich`s oder bin ich`s nicht?
Erkennen kann ich`s kaum
Ich Blick ganz tief
in meinem Gesicht
noch tiefer geht es kaum.
Für einen kurzen Augenblick
erkenne ich das ICH
Dann schau ich wieder ins Gesicht
Bin ich das Selbst was ich erblick?
Wo ist das Selbst?
Was kann ich tun?
Den täglich Wandel wahrzunehmen
Der Wandel der mich liebt.
(flamme_im_wind)
Wenn ich Dich richtig verstehe, sagst Du dass wir das Bild, das wir uns selber von uns einstens entwarfen, im Laufe der Zeit nicht mehr als Entwurf erkennen, sondern meinen, diese Maske sei unser Ich.
Mitunter gibt es "Spiegelmomente", in denen wir unsicher werden und zu fragen beginnen, ob wir selber wirklich wir sind..
Aber wir erfahren uns nur im Wandel...
Wenn Ich Deinen Text also so deute und Du mir zustimmen kannst, sind wir " auf einer Schiene" in dieser Frage..
angesichts der vielen sozialen Rollen, die wir aus mannigfaltigen Gründen unbedingt als einen Teil unserer Identität ansehen müssen, "eilen wir ja quasi" von Rolle zu Rolle, von Maske zu Maske..
...
aber alle Masken sind zusammen immer wir... immer mein eigenes Ich ...
Es ist aber seltsam, dass wir - Du, ich, und viele andere sicher auch - sehr oft Sehnsucht nach unserem wahren maskenlosen Gesicht haben ... daran glauben, dass es so eines gibt ...
ist es vielleicht das, was Augustinus meint, wenn er sagt :
Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Gott--- ( Zitat aus dem Gedächtnis - kann fehlerhaft sein)
Nun, wenn ich den abstrakten Begriff Gott durch das Personalpronomen ich ersetze, hat er - für mich - Recht.
Unruhig ist unser Herz, bis es in uns selber ruht Du bringst ein sehr interessantes Thema zur Sprache...
Und - in Richtung einer Kritikerin hier in Deinem Thread: das ist ein Philosophieunterforum: in dieser Sparte darf über alles nachgedacht werden ... auch über sich selber ....