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Beitragvon Schwindeggerbua » 03.07.2011, 21:11

Hallo zusammen,
Eines der Dogmen, dass es vor 5500 v.Chr. keine hochentwickelten Zivilisationen gab, scheint ins wanken zu geraten. B. Badrinarayan der Chefgeologe des NIOT (National Institut of Ocean Technology) in Indien, hat bei Untersuchungen des Meeresbodens im Golf von Khambhat (Cambay) vor der Küste von Gujerat, in 40 m Wassertiefe 2 Stadtartige Strukturen festgestellt, die an den Ufern von Paläokanälen alter Flüsse liegen. Die aus diesen Strukturen geborgenen Artefakte aus Keramik, Schmuck, Silex, Holz u.a. wurden mit verschiedenen Methoden untersucht und datiert. Die ältesten Artefakte datieren bis 18.000 Jahre vor heute, die jüngsten sind ca 5000 jahre alt, (3.000 v.Chr.) Die Silexartefakte sind dem Mesolithikum zuzuordnen, also der Mittelsteinzeit. Die Städte gleichen in der Anlage den geplanten Städten der Induskultur. Es wurde auch die älteste gebrannte Keramikscherbe gefunden mit einem Alter von 16.800 Jahren +/- 2620 Jahren.Die Untersuchungen wurden zum Teil an der Universität Oxford vorgenommen, sowie an renomierten Indischen Universitäten.
Fakt ist, dass während der letzten Eiszeit der Meerespiegel 130 m unter dem heutigen lag, der Persische Golf und der Kontinentalschelf von Indien lagen über dem Meer. Diese Funde stützen die Theorie von Norbert und Elmar Buchner, die diese in ihrem Buch "Klima und Kulturen" vorgelegt haben.
Muß also die Geschichte der Menschheit neu geschrieben werden?
Grüße
Werner
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Beitragvon marcella48 » 04.07.2011, 21:12

Es heisst nicht vergebens: Die Zeit kehrt wieder....
Oft in einem sehr grossen Zeitrahmen.

Ich finde diese Funde hochinteressant, aber ob die Menschheitsgeschichte in der nächsten Zeit neu geschrieben wird? Ich denke eher nicht...
Wie soll das mit Darwin, und vor allem mit der Bibel usw. übereinstimmen?
Ich weiss, das ist jetzt etwas sehr krass ausgedrückt, aber ich stell mir vor, dass die jetzige Menschheit einfach noch nicht soweit ist, um in solchen Dimensionen zu denken, smile...
Ich persönlich kann mir so etwas sehr gut vorstellen und mir stellen sich bereits viele Fragen.
Woher kamen diese Zivilisationen und wohin gingen sie?
Der Kreislauf in einem sehr, sehr grossen Rahmen, doch die Zeit kehrt wieder...
[size=85]PS. damit will ich nicht sagen, dass ich weiter bin, grins...[/size]
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Beitragvon Schwindeggerbua » 04.07.2011, 21:36

Hallo Lea Leandra,
Ja man ist noch nicht bereit die Fakten zu aktzeptieren, die auf ein höheres Alter der Menschheit hindeuten. Norbert und Elmar Buchner gehen in ihrem Buch Klima und Kulturen davon aus, dass sich das "Paradies" im, während der Eiszeit trockenen, Persischen Golf befand. Beim Wiederanstieg des Meeresspiegels, der in vier Phasen abgelaufen ist, hat sich die Legende der Sintflut gebildet. Zeitgleich war auch der Kontinentalschelf im Golf von Khambhat (Cambay) trocken und das über ca 15.000 Jahre.
Auch die steinzeitlichen Werkzeuge die auf der Indonesischen Insel Sumba gefunden wurden, sind auf 900.000 bis 1.000.000 Jahre datiert worden, dies setzt aber voraus dass die Menschen damals die Hochseeschifffahrt beherrschten, denn zwischen Bali und Lombok liegt ein Tiefseegraben, der nur durch Schifffahrt überwunden werden kann.
Zum dritten die ältesten Funde in Amerika stammen aus Südchile 15.000 Jahre alt, da muß man auch umdenken in der Besiedlung Amerikas, sie muß auch über die Ozeane erfolgt sein, nicht nur über die Beringstrasse.
Ich denke da muss man offen sein für neue Ansätze um die Menschheitsgeschichte jenseits der Dogmen auf eine neue solide Basis zu stellen.
Grüße
Werner
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Beitragvon marcella48 » 04.07.2011, 21:54

Zum dritten die ältesten Funde in Amerika stammen aus Südchile 15.000 Jahre alt, da muß man auch umdenken in der Besiedlung Amerikas, sie muß auch über die Ozeane erfolgt sein, nicht nur über die Beringstrasse.

Die Hopi-Indianer gehen auch davon aus, dass Menschen mit kleinen Schiffchen von einer Insel zur andern gezogen sind und so nach Amerika gekommen sind.
(Gelesen in einem Buch von/über die Hopi und die verschiedenen Zeiten der Erde)
Klar hat die Erdoberfläche zu jener Zeit ganz anders ausgesehen..

Gruss
Irena Leandra
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Beitragvon Schwindeggerbua » 05.07.2011, 7:55

Hallo Irena Leandra,
jetzt hab ich doch glatt deinen Namen falsch geschrieben, ich hoffe du kannst es mir nachsehen. Ja im Buch der Hopi von Frank Waters steht schon sehr viel aus den Überlieferungen, die eine Besiedlung über das Meer voraussetzen, nur ob diese Überlieferung soweit zurückreicht?, aber andererseits haben sich ja die Sintflutmythen auch so lange gehalten. Es wird jedenfalls deutlich, dass die Menschheitsgeschichte weiter zurückreicht als die paar Hunderttausend Jahre die man bisher zugestehen wollte.
Grüße
Werner
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Beitragvon marcella48 » 05.07.2011, 18:41

jetzt hab ich doch glatt deinen Namen falsch geschrieben, ich hoffe du kannst es mir nachsehen

Lach, das macht doch gar nichts,

Sicherlich reichen diese Aufzeichnungen der Hopi längst nicht soweit zurück, doch sind sie wie Atlantis oder andere"Legenden, Sagen" ein kleines Stück eines grossen Puzzles....
einen schönen Abend wünsch ich Dir....
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Beitragvon FagusW » 05.07.2011, 19:01

Schwindeggerbua hat geschrieben:Eines der Dogmen, dass es vor 5500 v.Chr. keine hochentwickelten Zivilisationen gab, scheint ins wanken zu geraten.

Ist das wirklich ein Dogma?
Ab dem besagten Datum gibt es halt Pyramiden, also Steinbauten die bis heute einigermaßen überdauert haben.
Aber Pyramiden entstehen nicht einfach so.
Da muss sich schon vorher nach und nach ein Knowhow entwickelt haben.

Die Eiszeiten haben halt viel verwischt, und die steinzeitlichen Menschen haben sich nach Kräften bemüht, sich gegenseitig umzubringen und Spuren zu tilgen, und auch Holzartefakte vermodern halt im Lauf der Zeit ... trotzdem hat die Zivilisation nicht erst vor 5.500 Jahren angefangen.
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Beitragvon Schwindeggerbua » 05.07.2011, 20:55

Hallo Walter,
es war halt in der Archäologie ein Dogma das über Jahrzehnte bestand hatte. Hochentwickelte Zivilisationen vor 5500v.Chr. gab es nicht. So langsam ändert sich das, auch im Licht der Hominidenfunde in Ostafrika und der Neubewertung der Funde auf Java. Die Archäologische Zunft ist offener geworden.
Die Funde im Meer vor der indischen Küste tragen sicher mit dazu bei, die Menschheitsgeschichte neu zu bewerten.
Grüße
Werner
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Beitragvon kleeblatt55 » 31.07.2011, 12:48

Schwindeggerbua hat geschrieben:Hallo zusammen,
Eines der Dogmen, dass es vor 5500 v.Chr. keine hochentwickelten Zivilisationen gab, scheint ins wanken zu geraten. B. Badrinarayan der Chefgeologe des NIOT (National Institut of Ocean Technology) in Indien, hat bei Untersuchungen des Meeresbodens im Golf von Khambhat (Cambay) vor der Küste von Gujerat, in 40 m Wassertiefe 2 Stadtartige Strukturen festgestellt, die an den Ufern von Paläokanälen alter Flüsse liegen. Die aus diesen Strukturen geborgenen Artefakte aus Keramik, Schmuck, Silex, Holz u.a. wurden mit verschiedenen Methoden untersucht und datiert. Die ältesten Artefakte datieren bis 18.000 Jahre vor heute, die jüngsten sind ca 5000 jahre alt, (3.000 v.Chr.) Die Silexartefakte sind dem Mesolithikum zuzuordnen, also der Mittelsteinzeit. Die Städte gleichen in der Anlage den geplanten Städten der Induskultur. Es wurde auch die älteste gebrannte Keramikscherbe gefunden mit einem Alter von 16.800 Jahren +/- 2620 Jahren.Die Untersuchungen wurden zum Teil an der Universität Oxford vorgenommen, sowie an renomierten Indischen Universitäten.
Werner


das ist ja spannend, hast Du dazu Links, ich hab mal gegoogelt und nichts brauchbares gefunden, oder woher hast Du die Infos.?
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Beitragvon Joschisxp » 31.07.2011, 13:28

kleeblatt55 hat geschrieben:
Schwindeggerbua hat geschrieben:Hallo zusammen,
Eines der Dogmen, dass es vor 5500 v.Chr. keine hochentwickelten Zivilisationen gab, scheint ins wanken zu geraten. B. Badrinarayan der Chefgeologe des NIOT (National Institut of Ocean Technology) in Indien, hat bei Untersuchungen des Meeresbodens im Golf von Khambhat (Cambay) vor der Küste von Gujerat, in 40 m Wassertiefe 2 Stadtartige Strukturen festgestellt, die an den Ufern von Paläokanälen alter Flüsse liegen. Die aus diesen Strukturen geborgenen Artefakte aus Keramik, Schmuck, Silex, Holz u.a. wurden mit verschiedenen Methoden untersucht und datiert. Die ältesten Artefakte datieren bis 18.000 Jahre vor heute, die jüngsten sind ca 5000 jahre alt, (3.000 v.Chr.) Die Silexartefakte sind dem Mesolithikum zuzuordnen, also der Mittelsteinzeit. Die Städte gleichen in der Anlage den geplanten Städten der Induskultur. Es wurde auch die älteste gebrannte Keramikscherbe gefunden mit einem Alter von 16.800 Jahren +/- 2620 Jahren.Die Untersuchungen wurden zum Teil an der Universität Oxford vorgenommen, sowie an renomierten Indischen Universitäten.
Werner


das ist ja spannend, hast Du dazu Links, ich hab mal gegoogelt und nichts brauchbares gefunden, oder woher hast Du die Infos.?



Hallo Kleeblatt,

auf die Schnelle habe ich

http://www.solidaritaet.com/fusion/2002/4/cambay.htm

gefunden.
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Beitragvon ecirlu » 31.07.2011, 14:00

... so wie mathematisch mehr als drei dimensionen (die sich der mensch vorstellen kann) darstellbar sind , braucht sich die zeit auch nicht nur in einer dimension, nämlich in einer geraden (pfeil?) zu bewegen. so gesehen, wäre jeglich altersmässige erfassung von funden aus der tiefsten Vergangenheit (?) sehr fragwürdig hinsichtlich ihres tatsächlichen alters(?)

freilich können wir nur entsprechend unserer begrenzten fähigkeiten etwas nachvollziehen. aber ob dies wirklich so ist, werden wir nie erfahren. auch eine neu geschriebene menschheitsgeschichte ...
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Beitragvon marcella48 » 31.07.2011, 14:27

@joschisxp

Danke für den link, ist auch für Andere interessant, auch für mich zum Beispiel, lach....

marcella48
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Beitragvon peregrinus » 04.08.2011, 14:03

Hi,

warum sollte es nicht so sein können.

Nach meinem dafürhalten wäre es durchaus sinnvoll eine Hochkultur in Indien auf diesem Zeitpunkt zu haben, da dann die Märchen der Veden nach meinem dafürhalten sinnvoller sind.
Märchen beschreiben immer einen "Ist-Zustand" - Märchen sind kein Science fiction.

So als kleines Beispiel. Das Märchen der Frau Holle.
Dort wird eine Spinnwirtel genutzt. Es wird am Brunnen gesponnen. Die Marie hat sich die Finger zerschnitten. Das heißt, zu dem Zeitpunkt wurde schon Flachs versponnen, aber noch ohne Spinnrad.

Bei Dornröschen sieht die Situation schon anders aus. Dort wird von Spinnrädern gesprochen.

Somit würden sich beide Märchen über ihre Entstehung ahand der verwnedeten Technik datieren lassen und es lässt sich erkennen das Dornröschen viel jünger als die Holle ist.

In Jericho hat man gebrannte Tonziegel (dtv Atlas der Architektur) gefunden. diese wurden auf das 6. vorchristl. Jahrtausend datiert. Die gesamte Stadt Jericho aber erst viel jünger datiert.
Es scheint in die Richtung zu gehen, dass man das was nicht sein darf auch nicht finden möchte.

Ich sehe auch keinerlei Widerspruch zu Darwin. Der wäre gegeben, wenn wir Hochkulturen finden würden, die vor der "Entstehung" des homo sapiens sapiens datieren müssten und da sind noch ein paar Jahrmillionen Zeit und selbst wenn wir eine Hochkultur fänden, die sich auf Hominiden zurück führen lassen würden. Wäre das so schlimm? Mit nichten, es wäre nur so, das man der Evolution für die Moderne einen größeren Zeitraum zur Verfügung stellen könnte. Das würde den Entwicklungsdruck runternehmen.

Es würde auch bedeuten, das die Überlieferung der Adam und Eva Geschichte auf besserem Fundament stünde. Die Grundgeschichte ist nur eine Darstellung einer evolutionären Entwicklung des Menschen. Nachdem der Mensch sich selbst als Mensch erkannt hat, wurde er aus dem Paradies vertrieben und das dieser Umstand unumkehrbar ist, wird durch das schließen der Pforte und der Bestellung eines Bewachers dargestellt. Mehr nicht.
Was dann an ausschmückendem Beiwerk hinzu gefügt wurde, macht die Darstellung nicht besser, sondern verwässert. Das man der Frau die Schuld dafür untergejubelt hat, um so schlimmer. Da vermute ich, das eben dieses den frauenverachtenden Gesellschaften, der Zeit vor der Zeitenwende geschuldet wurde.

Damit würde auch dem Märchen um eine Lilith wieder mehr Aufmerksamkeit zukommen. Durch eine Zurückverschiebung, der Erfindung der Bibel, würde ich die Chance bekommen, die Lilith in eine gemäßigte Zeit, wo Männer und Frauen gleichberechtigt lebten hinein zu bekommen. Den Paradigmenwechsel, über die entrechtete Frau, als Eva dargestellt, würde dann die moderne Fassung der Schöpfung Rechnung getragen.
Für eine vollständige Schöpfung würde es bedeuten, das Adam und Lilith in gleichberechtigter Art und Weise zusammen gelebt haben. Dann enstand ein Interregnum, die Kultur verfiel, mit den nachfolgenden Hochkulturen und einer mittlerweile entrechteten Frau wurde eine neue, uns heute bekannte, Schöpfungsgeschichte etabliert und die alte geriet in Vergessenheit.

ich grüße euch

Peregrinus
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Beitragvon oldyman75 » 01.11.2011, 19:52

Es gibt unter den Wissenschaftlern die Frage:
" Gab es Intelligenz vor mir??"
Dann wird ein Dogma erlassen, das die Studenten lernen müssen.
Wer das nicht glaubt, erhält keinen Schein und ist somit eliminiert und stört nicht weiter.
Erst nach Generationswechseln haben neue Gedanken eine Chance.
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Beitragvon Schwindeggerbua » 02.11.2011, 10:47

Hallo zusammen,
möchte euch ein Buch nicht vorenthalten das Fakten zum Thema liefert, Titel: Das Rätsel von Malta. die Cart Ruts geben ihr Geheimnis preis. von Johannes Horn, Ancient Mail Verlag Groß Gerau 2007. Johannes Horn belegt mit Fakten, dass die sogenannten Cart Ruts, die nicht nur in Malta gefunden wurden, sondern rund ums Mittelmeer, dass diese Cart Ruts Abbauspuren vorgeschichtlicher Steinbrüche sind, allerdings wurden diese Steine mit modernsten Fräsmaschinen abgebaut. Er kann dies sogar mit Fotos belegen. Dadurch kommt unser bisheriges lineares Entwicklungsmodell der Menscheit gewaltig ins wanken. In der Steinzeit moderne Steinbruchfräsmaschinen kann eigentlich nicht sein, oder vielleicht doch?
Grüße
Werner
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