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Forum der Regionalgruppe München

Moderator: harry_cb31

Beitragvon Doosie » 21.01.2010, 1:14

München - Verkehr und Kultur

Alles entwickelt sich weiter - auch die öffentlichen Verkehrsmittel !

Früher, trotz 16stündigem Arbeitstag, ist der Mensch noch viel zu Fuß
gelaufen. Später dann kamen Pferdefuhrwerke, Droschken und der Pferde-
Trambahn gefahren. Bis dann die "Elektrische" und das Taxi kam!

Es war dennoch eine gemütliche Zeit in der Stadt, auch wenn das Gedrängel
in den Trambahnen oft groß war, wie in der Münchner Linie8 von Weißferdl
humoristisch dargestellt ist !
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Beitragvon Doosie » 21.01.2010, 1:27

Münchens Nahverkehr - gestern und heute -
"Technik zum Anfassen" zeigt das MVG-Museum
in der Ständlerstrasse.

Dort kann man die alten Fahrzeuge und Transportmittel bewundern und
in Erinnerung an "die gute alte Zeit" schwelgen.

2010 Öffnungszeiten -jeweils Sonntags - von 11-17h
10./24.1.2010 - 14./287.2.2010 - 14./28.3.2010
11./24.04.2010 - 09./23.05.2010 - 13.27.05.2010
11./25.07.2010
Öffnungszeiten im 2. Halbjahr: Infos aktuell und im Internet unter
www.mvg-mobil.de


Im Museum ist auch eine Cafeteria und ein Museumsshop.
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Beitragvon Gast » 21.01.2010, 1:33

Super Doosie, was man von Dir alles erfahren kann.

Das machen wir mal, dieses Museum besuchen. Aber erst wenn ich wieder gesund bin.
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Beitragvon Doosie » 21.01.2010, 1:57

[center]Nostalgische Verkehrsbilder in der Stadt - 1900[/center]
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Beitragvon Doosie » 22.01.2010, 2:46

... das waren noch Zeiten

als man in München n u r elektrische Oberlinien-Trambahnen, Omnibusse
und Taxi's hatte.

In den 50-er Jahren fuhren noch Strassenbahnen mit Holzsitzen, ohne
Eingangstüren - auch die Fahrer der Tram sassen den ganzen Tag,
Sommer und Winter, bei offenen Ein-und Ausstieg auf dem Führerhocker.
In der Mitte der Tramwagen hing eine Klingelschnur, die der Schaffner
vor den Haltestellen zog und die Station laut durch den Wagen rief.
Um die Taillie hingen die Geldwechsel- und Fahrscheintaschen am
Schaffner und er ging ständig damit durch den Wagen, um Fahrscheine an
die neu zugestiegenen Fahrgäste zu verkaufen.
Später als die Trambahn-Wagen Türen hatten, war beim hinteren Eingang ein
erhöhter Sitz für die Schaffner zum Fahrkartenverkauf. Der Ausstieg war nur
vorne.
In der Hauptberufszeit waren die Trambahnwagen oft so überfüllt, dass die
Leute auch während der Fahrt noch auf den Trittbrettern am Eingang hingen,
um noch mitzukommen.
War auch gar nicht so unpraktisch, diese offenen Türen, denn man konnte
auch noch während der Fahrt auf- und abspringen.
Und so sprang auch ich morgens oft schon vor der Kurve am Stachus aus
der Strassenbahn, bevor sie zur Haltestelle in der Sonnenstrasse einbog,
um den Fußweg zur Arbeitsstelle zu verkürzen, oder wenn man zu spät war,
um "gerade noch" rechtzeitig an den Arbeitsplatz zu kommen.

Aber man mußte aufpassen, dass man mit den "Pfennigabsätzen", die da-
mals ja modern waren, nicht in den Strassenbahnschienen hängen blieb -
das war gefährlich. Oder man sich die Seitennähte an den engen Röcken
einriß beim Abspringen - die Mode war ja anders, und viel aparter als heute!

U n d billig waren die Fahrscheine noch Anfang der 60-er Jahre!
Da kostete ein einfacher Fahrschein für die ganze Stadt München für
Erwachsene nur DM 0,30 also 30 Pfennige und für Kinder nur DM 0,15
also 15 Pfennige. - Zoneneinteilung in der Stadt gab es nicht.

Jetzt kostet ein Einzelfahrschein für 2 Zonen € 4,80 für Erwachsene (nur in
eine Richtung, mit 2-stündiger Gültigkeit ab Stempelung) !!

Oft war man in den Trambahnen zwischen den vielen Leuten eingequetscht,
wenn man zur Arbeit fuhr - und trotzdem war es noch gemütlicher und nicht
so hektisch wie heutzutage!

Damals gab es eine Volksängerin, die sang das Lied von der "Strassenritzen-
reinigungsdame"
- ich kann das leider nicht mehr finden - kennt das jemand?
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Beitragvon Doosie » 22.01.2010, 3:16

Einladung zum Anschauen und Mitfahren .....

Trambahnfahren in der Stadt mit der Linie 16 vom Sendlingertorplatz
durch die Sonnenstrasse zum Stachus, weiter durch die Arnulfstrasse
zum Romanplatz nach Nymphenburg.

Ab dem Sendlinger Torplatz sind auch in den Sommermonaten von Pfingsten
bis zum Oktoberfest und während der Adventzeit Stadtrundfahrten
mit Musik in der Innenstadt mit einem Trambahnfestwagen.


Silvesterfahrt mit der Strassenbahn
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Beitragvon Doosie » 23.01.2010, 20:34

Taxifahren in München....

Als die Taxizulassungen in München noch allein n u r von der Taxiinnung
ausgegeben wurden, und keine anderen Unternehmer auf den Strassen
waren, das das Taxifahren noch ein "seriöses" Geschäft in München und
machte auch Spass - selbst als Freizeitbeschäftigung an den Wochen-
enden.
Sicher, nach Kriegsende gab es die AMI-Kasernen in München mit den
hier stationierten Soldaten, die zwar nicht unbeliebt waren, vor allem bei
den "Froilleins" und die amerik. Military Police sorgte für Ordnung.
Aber abends hatten WIR von der Taxi-Innung die Sicherheitsanweisung,
amerik. Soldaten nicht "irgendwo vor der Kaserne" oder gar in Neben-
strassen abzusetzen - sondern IMMER direkt vor den Wachposten am
Eingang zu halten - dann waren wir auch sicher, das Fahrgeld kassieren
zu können.
Taxifahren in München -
früher n u r in schwarzen Limousinen - zugelassen von der Taxi-Innung
- Taxifahren war noch ein "ehrwürdiges Geschäft"


Vor 1964 gab es auch noch gar keine weiblichen Taxifahrerinnen.
Als ich das nebenberuflich anfing, war ich unter den fünf ersten Frauen
in München, die Taxi fuhren.
Es war wirklich noch schön, und auch unter den Taxlern herrschte ein
kameradschaftliches Verhältnis.

Sonntags war die Innenstadt mittags oft "menschenleer" und wir trafen uns
am Sendlinger Torplatz beim Taxistand im Schatten der Bäume.
Wenn aber im "60-er Stadion" an der Tegernseer Landstrasse ein
Fußballspiel war, konnten wir zusehen, wie plötzlich ein Auto
nach dem anderen über den Sendlinger Torplatz in Richtung
Fussballstadion raste .... ....

....... so war's einmal - München war eben noch eine "gemütliche" Stadt !
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Beitragvon Doosie » 26.01.2010, 0:02

Gelenk-Omnibusse in München - sind in der Mitte wie eine "Zieharmonika"...
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Beitragvon Doosie » 26.01.2010, 0:52

Die Museenlinie - StadtBus 100

Der Bus verkehrt zwischen Hauptbahnhof Nord bis zum Ostbahnhof und
zurück und fährt auf den Spüren zu interessanten historischen Gebäuden
und Museen der Innenstadt.

1. Kinder-und Jugendmuseum Arnulfstr. 3
2. Staatliche Antikensammlung Königsplatz 1
3. Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke Meiserstrasse 10
4. Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunsthaus Luisenstr: 33
5. Paläontologisches Museum Richard-Wagner-Str.10
6. Geologisches Museum Luisenstrasse 37
7. Glyptothek Königsplatz 3
8. Alte Pinakothek Barer Str. 27
9. Neue Pinakothek Barer Str. 29
10. Reich der Kristalle Theresienstr. 41
11. SiemensForum Oskar-v.Miller-Ring 20
12. Hofgarten Galeriestr. 4/4a
13. Residenz Residenzstr. 1
14. Museum Brandhorst Theresienstr. 35a
15. Pinakothek der Moderne Barerstr. 40
16. Haus der Kunst Prinzregentenstr. 1
17. Archäologische Staatssammlung Lerchenfeldstr. 2
18. Bayerisches Nationalmuseum Prinzregentenstr. 3
19. Museum Vermessen in Bayern Alexandrastr. 4
20. Sammlung Schack Prinzregentenstr. 9
21. Museum Villa Stuck Prinzregentenstr. 60
22. Kartoffelmuseum Grafinger Str. 2
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Beitragvon Doosie » 26.01.2010, 19:47

[center]Die Münchner Strassenbahn - auch "Trambahn" genannt - [/center]
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Beitragvon Doosie » 29.01.2010, 0:07

[center]Gesamt-Verkehrsverbund in München [/center]
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Beitragvon Doosie » 29.01.2010, 0:48

Eine Reise im Münchner U-Bahnnetz - nicht nur für Architekten.

Der MVG empfiehlt besonders 11 der Münchner U-Bahnhöfe, die aufgrund
ihrer bestechenden Architektur eine besondere Aufmerksamkeit verdienen.

Das Besondere sind nicht nur die architektonischen Formen, sondern auch
die Materialverarbeitungen, künstlerischen Ausgestaltungen und Farben,
Faksimiles und Repliken, usw. - sowie durch besondere Ausleuchtungen
erzielte Licht-Effekte und Tiefenwirkungen.

Die vom MVG ausgewählten, 11 schönsten U-Bahnhöfe in München
1. Westfriedhof U1 - eröffnet 23.05.1998
2. Georg-Brauchle-Ring U1 - eröffnet 18.10.2003
3. Königsplatz U2 - eröffnet 18.10.1980
4. Candidplatz U1 - eröffnet 08.11.1997
5. Dülferstraße U2 -eröffnet 26.10.1996
6. Marienplatu U3/U6 - eröffnet 19.10.1971
7. Lehel U4/U5 - eröffnet 27.10.1988
8. Großhadern U6 - eröffnet 22.05.1993
9. St.Quirin-Platz U1 - eröffnet 08.11.1997
10. Hasenbergl U2 - eröffnet 26.10.1996
11. Messestadt West - eröffnet 29.05.1999

A n m e r k u n g:
Zur besseren Übersicht sind an dem anhängenden U-Bahn-Plan die
einzelnen betreffenden Bahnhöfe mit 1-11 und rotem Kreis gekennzeichnet.

Ich empfehle, bei einer Besichtigungstour, ein "Tagesticket" für den
Innenbereich zu kaufen, das 24 Stunden auf allen Strecken und in allen
Richtungen uneingeschränkt gültig ist.
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Beitragvon Doosie » 29.01.2010, 3:14

B e s c h r e i b u n g der 11 schönsten U-Bahnhöfe

1. Haltestelle Westfriedhof U1
ist einer der interessantesten U-Bahnhöfe Münchens: Gekennzeichnet ist er durch imposante Außenwände, die in Form von gefrästen Schlitzwandelementen entstanden sind. Ihre grobe Oberflächenstruktur ist der Negativabdruck des Baugrundes, der die Wand bei ihrer Herstellung noch umgeben hat. Das Beleuchtungskonzept von Ingo Maurer gehört zur Grundidee. Es ist nicht flächig angelegt, sondern durch räumliche Strukturierung gekennzeichnet. Überdimensionale, nach unten geöffnete Lampenschirme, innen in verschiedenen Farbtönen beschichtet, lassen den mit hellgrauem Granit belegten Bahnsteig erstrahlen, während der nach oben hin weit ausladende Raum in gedämpftem blauen Licht erscheint, was den Charakter dieser überirdischen Halle unterstreicht.

2. Haltestelle Georg-Brauchle-Ring U1
ist der erste einer neuen Generation von "Kunstbahnhöfen". Die Konzeption dafür entstand innerhalb von QUIVID, dem Kunst-am-Bau-Programm der Landeshauptstadt München. Hier formte der Künstler Franz Ackermann aus 400 Metalltafeln "Die große Reise", zwei riesige Farbrasterwände. Die Wände leuchten in Gelb, Blau, Grün und Rot. 135kg wiegt jedes der Rechtecke, fast 30 Tonnen trägt jede Wand. In der sieben Meter hohen Bahnsteighalle öffnet sich ein stützenloser und geradliniger Raum. Ackermanns Farbstakkato korrespondiert mit den Steinplatten des Bahnsteigs.

3. Haltestelle Königsplatz U2
Die 1980 eröffneten U-Bahnhöfe zwischen Scheidplatz und Neuperlach-Süd gleichen sich in der Gestaltung stark, in Anlehnung an die U6 wurde hier dasselbe Grundkonzept für fast an alle Bahnhöfe verwendet. Lediglich die Farbgebung und die Art der Zugangsanlagen unterscheidet die meisten Bahnhöfe. Hervorzuheben ist auf dieser Strecke der Bahnhof Königsplatz, hier wurden Repliken und Faksimiles der auf dem darüber liegenden Kunstareal ausgestellten Kunstwerke direkt auf dem Bahnsteig und an den Hintergleiswänden plaziert. Unter dem Bahnsteig befindet sich seit 1991 die Ausstellung der Lenbachgalerie.


4. Haltestelle am Candidplatz - U1
Der bunt gestaltete Bahnhof ist durch eine prägnante Besonderheit gekennzeichnet: Seine Decke ist nicht eine ebene Fläche, sondern eine "hutartig" profilierte Konstruktion. Sie dient zugleich als Auflagefläche für einen großen Hauptwasserkanal. Zusätzliche Struktur erhält der Raum durch eine Reihe von Stützen, die aus statischen Gründen erforderlich sind. Um die zahlreichen längs verlaufenden Kanten der Decke optisch aufzulösen, wurde die gesamte Bahnsteighalle in regenbogenartigem Verlauf des Farbspektrums bemalt. Seitlich des Unterzugs sind leicht abhängende Glastafeln angebracht, deren mattierte Oberflächen die Blendwirkung der Leuchtstoffröhren verringern. Die Stützverkleidungen sind ebenfalls in mattiertem Glas ausgeführt.

5. Haltestelle Dülferstrasse U2
Der von Ricarda Dietz farbenfroh gestaltete Bahnhof zeigt eine ungewöhnliche Raumstruktur: Die Zugänge sind konzentriert auf den westlichen Teil mit unterirdischem Zwischengeschoss in Form einer begehbaren Galerie. Zwei Lichtöffnungen in der Decke und ein Durchbruch über dem Bahnsteig beleben das Bauwerk. Nach Osten hin erweitert sich der Raum über dem Bahnsteig zu einer großzügig bemessenen Halle, die mit ihrer gewölbten Decke und hohen Mittelstützen ein Gefühl von Freiheit vermitteln soll. Farbige Glasverkleidungen an den Außenwänden und senkrecht gegliederte Farbstreifen sorgen für eine heitere Atmosphäre.

6. Haltestelle Marienplatz U3/U6
Aus der Gestaltung der Bahnhöfe sticht der zentrale Umsteigebahnhof am Marienplatz heraus. Der Bahnhof ist der am stärksten frequentierte im gesamten U-Bahnnetz. Das Architektenbüro Alexander Freiherr von Branca gestaltete ihn in kräftigem Orange, Dunkelblau und Dunkelgrün. Auch am Bahnhofsumbau in den Jahren 2003-2006 zeichnete ich von Branca verantwortlich, behutsam wurden neue Bahnhofsteile ins bestehende Konzept integriert. Zwischen 2003 und 2006 wurden neben den Bahnsteigen zwei etwa 100m lange Tunnel gegraben, die durch 11 Mauerdurchbrüche galerieartig mit dem bisherigen Bahnsteig verbunden sind. Nach Fertigstellung der zweien S-Bahn-Stammstrecke sollen sie am nördlichen Ende in einen neuen S-Bahnhof Marienhof münden.

7. Haltestelle Lehel U4/U5
Wie auch der Odeonsplatz ist auch der Bahnhof Lehel ein bergmännisch ausgefahrener Bahnhof mit zwei Einzelröhren, die durch Querschläge verbunden sind. Die Strecke unterquert die Isar, um im dreigleisigen Verzweigungsbahnhof Max-Weber-Platz beim Bayerischen Landtag die gemeinsame U4/U5 Strecke wieder zu verlassen. Das Lehel hat sich vom ärmlichen Vorstadtviertel zum Zentrum vieler Sightseeing -Touren entwickelt. Die "Museumsmeile" entlang der Prinzregentenstraße und die Maximilianstrasse sind beliebte Touristen-Ziele.

8. Haltestelle Großhadern U6
Beherrschendes Motiv des Bahnhofs ist das Zusammenspiel von Deckenkonstruktion und Wandgestaltung. Die rohe Betonstruktur des Bauwerks wird hier als "Farbträger" für ein raumfüllendes Gemälde genutzt, das in stilisierter Form die geologischen Schichten des Baugrundes darstellt. Die in Grau- und Brauntönen gehaltenen Farbflächen setzen sich auch in der Bauwerksdecke fort. Zwei von den Bahnsteigstützen nach außen gekrümmte Schirmflächen aus Aluminium sind hier als zentrale Elemente eines indirekten Beleuchtungssystem installiert.

9. Haltestelle St.-Quirin-Platz
Die Station ist architektonisch einzigartig. Hier wurde die Hangkante in die Bahnhofgestaltung aufgenommen und mit einer aufwändiger Dachkonstruktion überspannt. Als Fahrgast kann man sogar einen kurzen Blick "nach draußen" werfen. Die Bahnsteighalle wird geprägt durch eine weite, geschwungene Öffnung in der Decke, die sich in der südwestlichen Seitenwand fortsetzt und durch eine muschelförmige Glaskuppel überdacht ist. Die beidseits des Mittelstücks liegenden Bereiche der Bahnsteighalle erhalten ihre großzügige Raumwirkung durch mattiert reflektierende Deckenpaneele. Die rauhe Oberflächenstruktur der Außenwände bleibt unverhüllt sichtbar und zeigt eindrucksvoll die säulenartige Konstruktion von überschnitten angeordneten Bohrpfählen. Der für den Bahnhof charakteristische blaue Farbton kommt in der Schalterhallenwandverkleidung und in der Unterschicht der großen Deckenöffnung des dortigen Treppenabganges zum Bahnsteig zur Geltung.

10. Haltestelle Hasenbergl U2
In diesem Bahnhof sind Sperrengeschosse und Bahnsteighalle lediglich durch Treppenanlagen und verglaste Galerien voneinander getrennt, ansonsten aber zu einer kontinuierlichen Einheit zusammengefasst. Freie Durchblicke, gradlinige Raumstrukturen ohne Stützen und dunkle Ecken ergeben ein besonders übersichtliches Bauwerk. Auffälligstes Gestaltungselement ist das blattförmige Deckensegel aus perlmuttartigen Blechpaneelen vor nachtblauem Hintergrund über dem Bahnsteig. Parallel dazu verlaufen unterhalb dieser Konstruktion angeordnete Lichtelemente, wodurch die Decke wie ein großer Reflektor wirkt und so zur optimierten Ausleuchtung beiträgt. Die Seitenwände der Bahnsteighalle bestechen durch ungewöhnliche Spiegelungs- und Lichteffekte des hier verwendeten Materials - Glaspaneele mi Glasgespinst in Edelstahlrahmen - an den Wänden. Als Kontrast hierzu erscheint der Bodenbelag aus großformatigen Steinplatten in geometrischer Verlegeart. Alle übrigen Flächen sind in dezentem Dunkelblau gehalten.

11. Haltestelle Messestadt West U2
Die vom Rohbau bestimmte Raumstruktur des ersten Messebahnhofs ist gekennzeichnet durch eine hohe, stützenfreie und damit sehr übersichtliche Bahnsteighalle, in die am Ostkopf ein weitläufiges Sperrengeschoss mit Ausgang zur Messe integriert ist. Zusätzlich reizvolle Lichteffekte ergeben sich durch neun kreisrunde, mit befahrbarem Glas versehene Öffnungen in der Bauwerksdecke. Die eigentliche Bahnhofbeleuchtung entspricht einem auf reine Zweckmässigkeit und Funktionalität reduzierten Konzept: zwei längslaufende, doppelreihige Lichtbänder über den Bahnsteigkanten sind relativ hoch angeordnet, um nicht nur den Bahnsteig zu beleuchten, sondern auch einen Teil der Seitenwände zur Geltung kommen zu lassen; ihre Behandlung mit unterschiedlich lasierendem Farbauftrag zeigt einerseits das Prinzip des veredelten Rohbaus in seiner klarsten Form, verfolgt aber andererseits auch noch eine weitere Absicht: Durch die Einfärbung in abgestuften Rottönen werden die inneren Strukturen des Betons hervorgehoben und ihre unterschiedlichen Körnungen mit Poren und Schlieren optisch verstärkt. Bei der Wandgestaltung wurden, passend zum Thema Messe, handwerkliche Vorgänge dokumentiert. Eine breite Freitreppe nach Süden führt nach Neu-Riem, während der gegenüberliegende Ausgang den Weg zum Haupteingang der Neuen Messe eröffnet.

Quelle: Öffentliche Informationen des MVG
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Beitragvon Gast » 01.02.2010, 12:18

Ich bin fast ein bisschen neidisch, wenn ich das hier lese. ich kann Euch den häßlichsten U-Bahnhof nennen: Neuperlach Zentrum! Da wo ich immer ein- und aussteigen muss. Das gehört schon längst renoviert. Aber, daran denkt keiner.
Vielleicht sollten sich ein paar "Hobbykünstler" einfinden und heimlich, so kurz vir dem Morgengrauen, wenn alles schläft, zumindest die grauen Säulen bunt bemalen :D :D :D
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Beitragvon Doosie » 01.02.2010, 13:25

jaja. Malaika - nicht alle U-Bahnhöfe sind sehenswert,
und manche ....
"die sind aussen trist, und wenn man drinnen ist, sind die auch innen trist"
:lol: :wink:
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