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Multi-Dilettanten

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Beitragvon hansolafpaul » 12.11.2011, 22:06

Im Angesicht des aktuellen Zustandes unserer Welt, beschäftigt mich schon seit längerem die Frage, ob wir von Multi-Dilettanten beherrscht werden.

Was ist ein Multi-Dilettant?
"Ein Dilettant (italienisch dilettare aus lateinisch delectare „sich erfreuen“) ist ein Nicht-Fachmann, Amateur oder Laie. Der Dilettant übt eine Sache um ihrer selbst willen aus, also aus privatem Interesse oder zum Vergnügen." (Quelle: Wikipedia)

Diese Definition ist ja schon mal sehr aufschlußreich.

Desweiteren beschäftigt mich die Wahnsinns-Idee, zu diesem Thema im Politik-Forum einen Themenstrang zu eröffnen. Bevor ich das tue, muss ich mich natürlich fragen, ob ich masochistisch veranlangt bin :wink:

Dann beschäftigt mich noch die Frage, warum ich tue was ich tue, z. B. diesen Themenstrang zu eröffnen und ob Philosophie auch Spass machen darf. Nebenbei bemerkt, ich hab da mal in einer Talk-Show einen studierten Philosophen gesehen, der war besser als alle Comediens zusammen. Nur mal nebenbei bemerkt.

Also noch mal die Frage: Sind Politker nichts anderes als Multi-Dilettanten und wie lange muss man sich das noch bieten lassen?
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Beitragvon silviaanna » 12.11.2011, 23:01

ja, philosophieren darf spass machen.

schau, in dilettant versteckt sich talent, der rest ist dti oder idt oder dit.
talent(e) kann überdurchschnittliche begabung sein oder eine kartoffelsorte oder antike währung oder gewichtseinheit.

also steckt in einem politiker ein dilettantisches multitalent, schwarzenegger-syndrom oder ronald regan?
ich glaube dass es auch politiker gibt, die mit einer guten vision ihr amt antreten und dann in einen sog geraten.

wir müssen (?) uns das gefallen lassen weil wir, glaube ich, selten die wahrheit erfahren,
weil das volk fehlinformiert und manipuliert wird, weil wir uns predigen lassen wenn es einen butterberg gibt, dass butter gesund ist und bonbons glücklich machen und aids von den affen kommt ... ..... autos produziert werden, die 200 kmh fahren oder mehr, aber wenn ich über 130 erwischt werde, strafe zahlen muss .... null promille für autofahrer (ist ok,.), aber psychopharmakabetäubt darf man ganz legal hinters steuer ....
wie lange muss man sich das noch bieten lassen?
:?: du weißt ja, abenteuer sind im kopf und sind sie nicht im kopf, dann sind sie nirgendwo (songtext), frau muss ja froh sein, dass sie "schon" (wie lange 100 jahre? oder mehr? in der schweiz glaube ich noch kürzer) wählen darf ... eine wirklich antwort fällt mir nicht ein.
außer vielleicht anworten, die das volk in der geschichte und gegenwart schon gab, im schulterschluss auf der straße.
und die "aufdecker" werden als verschwörungstheoretiker abgetan und letztendlich weiß man wieder die wahrheit nicht.

trotzdem, ein guter gedanken-anstoß in deinem themenstrang :lol: :lol:

lb gr
silviaanna (ohne anspruch auf richtigkeit :wink: )
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Beitragvon Rahel3011 » 16.11.2011, 11:53

ja sind sie, es ist eine Vetterngesellschaft, die Abgeordeten nehmen die aus der Familie f+r ihre Nebenjobs, aber gut bezahlt, alles ist nur Geldorierntiert, und alle korrupt, nur das darf man ja hier nicht sagen. Danke Deutschland, hast du eine große Klappe kommst du weiter.
hansolafpaul hat geschrieben:Im Angesicht des aktuellen Zustandes unserer Welt, beschäftigt mich schon seit längerem die Frage, ob wir von Multi-Dilettanten beherrscht werden.

Was ist ein Multi-Dilettant?
"Ein Dilettant (italienisch dilettare aus lateinisch delectare „sich erfreuen“) ist ein Nicht-Fachmann, Amateur oder Laie. Der Dilettant übt eine Sache um ihrer selbst willen aus, also aus privatem Interesse oder zum Vergnügen." (Quelle: Wikipedia)

Diese Definition ist ja schon mal sehr aufschlußreich.

Desweiteren beschäftigt mich die Wahnsinns-Idee, zu diesem Thema im Politik-Forum einen Themenstrang zu eröffnen. Bevor ich das tue, muss ich mich natürlich fragen, ob ich masochistisch veranlangt bin :wink:

Dann beschäftigt mich noch die Frage, warum ich tue was ich tue, z. B. diesen Themenstrang zu eröffnen und ob Philosophie auch Spass machen darf. Nebenbei bemerkt, ich hab da mal in einer Talk-Show einen studierten Philosophen gesehen, der war besser als alle Comediens zusammen. Nur mal nebenbei bemerkt.

Also noch mal die Frage: Sind Politker nichts anderes als Multi-Dilettanten und wie lange muss man sich das noch bieten lassen?
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Beitragvon Seesternle » 22.11.2011, 22:32

Jedes Volk soll von den Multi-Dilettanten regiert werden , die es mit seinen dilettantisch
vergebenen Wählerstimmen gewählt hat.

Allerdings befürchte ich , dass auch ein Studium der Politikwissenschaften bei der nächsten Wahl für die Entscheidungsfindung nicht besonders hilfreich sein würde.
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Beitragvon buscador » 23.11.2011, 7:48

@Seesternle

Euer Attraktivität braucht doch keine Entscheidungsfindung, auch
kein Studium der Politikwissenschaften!

Einfach Anarchistin werden, alles ablehnen und weiter Tee trinken.

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Beitragvon Seesternle » 23.11.2011, 12:41

Wer auf äuß're Schönheit legt zu hohen Werth,
Zeigt, daß er der Seele Schönheit ganz entbehrt.

Heinrich Martin
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Beitragvon bonsaifreak » 18.12.2011, 20:32

es herrscht eine zunehmende "Politikverdrossenheit", heißt es. Das ist m.E. falsch, sondern müsste "Politikerverdrossenheit" heißen. Und damit bin ich schon beim Thema.
Wir haben eigentlich eine sogenannte repräsentative Demokratie, d.h. also nicht "Herrschaft des Volkes", sondern werden von gewählten Politikern repräsentiert.
Als ob wir alle oder mehrheitlich ein Volk von Juristen, Beamten, Partei- und Gewerkschaftsfunktionären oder ehemaligen Politologie-Studenten wären. Von den Politikern wird mittlerweile auch nicht mehr bestritten, dass es den Berufspolitiker gibt.
Prima! Auf die Frage: was sind sie von Beruf, antwortet der folglich: Repräsentant.
Doch nun stelle ich mir die ketzerische Frage: Wer geht denn schon in die Politik?
Könnte doch jeder von uns tun! Aber wer tut sich das an? Opfert viel Freizeit, Familienleben, muss die "Ochsentour" durch die Partei machen , bis er sich endlich nach oben gearbeitet hat.
Wer macht das schon? Ich meine (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel) Das sind m.E. mehrheitlich bestenfalls durchschnittliche Typen, die sich mit einem wahnsinnigen Selbstbewußtsein total überschätzen und es wohl auf anderen Gebieten nicht all zu weit gebracht hätten.
Dafür erhalten sie allerdings( leistungsgerecht) einen recht miesen Stundenlohn. Über das Gehalt eines Ministers würde ein Top-Manager in der sogenannten Freien Wirtschaft nur müde lächeln.
Kann mich noch erinnern, wie sich Altkanzler Helmut Schmidt darüber ärgerte, dass der Intendant des WDR (öffentlich rechtlicher Rundfunk) wohl ca. das Doppelte erhielt wie der Bundeskanzler.
Wenn ein Top-Manager sein Unternehmen an die wand fährt wird er mit dem "goldenen Handschlag" verabschiedet. Wenn ein Politiker Mist macht passiert zunächst einmal gar nichts. Wenn das aber zu lange dauert und immer wieder publik gemacht wird, und auch alles Aussitzen nichts geholfen hat, muss er schließlich seinen Hut nehmen. Hat er lange genug "ausgesessen" rettet er sich in eine schnell "verdiente" Pension. Ehemalige Spitzenpolitiker bekommen vielleicht noch einen Beratervertrag in der Wirtschaft. Da muss ich am meisten lachen. Berater! Das klingt, als ob sie Ahnung hätten. Aber damit belohnen Lobbyisten nicht nur, sondern nutzen auch noch die "Connections" derer, die mal an der Hebel der Macht waren. Nur ein Beispiel: Schröder - Putin.
Aber wir sind es ja selbst Schuld. Gehen wir in die Politik, wenn wir meinen, wir könnten es besser.
Noch einen schönen 4. Adventssontag
wünscht bonsaifreak
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Beitragvon Katharina88 » 18.12.2011, 22:59

bonsaifreak hat geschrieben:es herrscht eine zunehmende "Politikverdrossenheit", heißt es. Das ist m.E. falsch, sondern müsste "Politikerverdrossenheit" heißen. Und damit bin ich schon beim Thema.
Wir haben eigentlich eine sogenannte repräsentative Demokratie, d.h. also nicht "Herrschaft des Volkes", sondern werden von gewählten Politikern repräsentiert.
Als ob wir alle oder mehrheitlich ein Volk von Juristen, Beamten, Partei- und Gewerkschaftsfunktionären oder ehemaligen Politologie-Studenten wären. Von den Politikern wird mittlerweile auch nicht mehr bestritten, dass es den Berufspolitiker gibt.
Prima! Auf die Frage: was sind sie von Beruf, antwortet der folglich: Repräsentant.
Doch nun stelle ich mir die ketzerische Frage: Wer geht denn schon in die Politik?
Könnte doch jeder von uns tun! Aber wer tut sich das an? Opfert viel Freizeit, Familienleben, muss die "Ochsentour" durch die Partei machen , bis er sich endlich nach oben gearbeitet hat.
Wer macht das schon? Ich meine (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel) Das sind m.E. mehrheitlich bestenfalls durchschnittliche Typen, die sich mit einem wahnsinnigen Selbstbewußtsein total überschätzen und es wohl auf anderen Gebieten nicht all zu weit gebracht hätten.
Dafür erhalten sie allerdings( leistungsgerecht) einen recht miesen Stundenlohn. Über das Gehalt eines Ministers würde ein Top-Manager in der sogenannten Freien Wirtschaft nur müde lächeln.
Kann mich noch erinnern, wie sich Altkanzler Helmut Schmidt darüber ärgerte, dass der Intendant des WDR (öffentlich rechtlicher Rundfunk) wohl ca. das Doppelte erhielt wie der Bundeskanzler.
Wenn ein Top-Manager sein Unternehmen an die wand fährt wird er mit dem "goldenen Handschlag" verabschiedet. Wenn ein Politiker Mist macht passiert zunächst einmal gar nichts. Wenn das aber zu lange dauert und immer wieder publik gemacht wird, und auch alles Aussitzen nichts geholfen hat, muss er schließlich seinen Hut nehmen. Hat er lange genug "ausgesessen" rettet er sich in eine schnell "verdiente" Pension. Ehemalige Spitzenpolitiker bekommen vielleicht noch einen Beratervertrag in der Wirtschaft. Da muss ich am meisten lachen. Berater! Das klingt, als ob sie Ahnung hätten. Aber damit belohnen Lobbyisten nicht nur, sondern nutzen auch noch die "Connections" derer, die mal an der Hebel der Macht waren. Nur ein Beispiel: Schröder - Putin.
Aber wir sind es ja selbst Schuld. Gehen wir in die Politik, wenn wir meinen, wir könnten es besser.
Noch einen schönen 4. Adventssontag
wünscht bonsaifreak

Hallo,bonsaifreak,
natürlich wird in diesem Kontext nicht primär die Politik kritisiert,sondern jener, der in diesem gemeinschaftsbezogenen Aktivitätennetz  notwendiger Funktionsträger ist.
Ebenso natürlich ist,dass jede Körperschaft des öffentlichen oder privaten Rechts Handlungsorgane benötigt,um nach innen und außen  Vertretungsmacht zu haben.Wenn diese Organe nicht gewählt werden ,kann keine rechtliche Wirksamkeit entfaltet sein.
Das gilt alles auch für Gebietskörperschaften (z.B.NRW). Hier werden die Abg. von den Wählern auf befristete Zeit gewählt und haben dieses Mandat im Sinne ihrer Klientel wahrzunehmen.
Deine Definition "repräsentative Demokratie" will ich hier nicht einer wertenden Beurteilung unterziehen.Lies doch bitte mal Art.20(2)GG!!
Zurück zur Wahl.Wenn nun die Gewählten von den Wählern kritisiert werden, dann darf das durchaus auch als Kritik an sich selbst gewertet werden.Erfolgt bei der nächsten Wahl wieder die Berufung des Kritisierten,dann muss das als Dummheit des  Wählers betrachtet werden.
 Darauf sollten sich Politiker nicht verlassen,denn nicht alle Wähler sind dumm,bei der nächsten Wahl kann die Quittung eine  unliebsame sein.Das zwingt zur Vorsicht. Du hast Recht,wenn Du aufforderst,solche Positionen im Regelwerk zu übernehmen.Ohne solche kann ein Gemeinwesen nicht funktionieren .Die Amtsträger  sollen und müssen kritisiert werden ---von Beschimpfungen kann man Abstand nehmen.
Guten Abend!
Katharina 
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Beitragvon parove » 19.12.2011, 14:14

Zitat: "Im Angesicht des aktuellen Zustandes unserer Welt,
beschäftigt mich schon seit längerem die Frage, ob wir von
Multi-Dilettanten beherrscht werden."

Die Herrschenden in einem Land, sind, wenn sie demokratisch,
oder zumindest innerhalb einer Pseudo-Demokratie gewählt wurden,
immer Spiegelbild der jeweiligen Gesellschaft. Insofern sollte die Frage
eher lauten, sind wir vielleicht - aufgrund des, Zitat: "aktuellen
Zustandes unserer Welt" - alle als Multi-Dilettanten zu bezeichnen?

lg Roland

http://www.50plus-treff.de/forum/die-gl ... 44322.html
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Beitragvon bonsaifreak » 19.12.2011, 18:34

@katharina 88
mir ging es vorrangig gar nicht um das Prinzip gewählter Repräsentanten, sondern unter dem Titel "Multi-Dilettanten" mehr um deren Kompetenz bzw. Qualität.
Als Nachtrag zum Gestrigen fällt mir noch ein eklatantes Beispiel ein:
Der Kanzleramtsminister Profalla beschimpfte aufs primitivste den Abgeordneten und Parteifreund Bosbach sinngemäß, er könne dessen Fresse nicht mehr sehen und seinen Scheiß nicht mehr hören.(Natürlich hat er sich am nächsten Tag entschuldigt.)
Aber es war in diesem Zusammenhang für mich ein Brüller als ich las, dass Herr Profalla von Beruf/Studium her eigentlich Sozialpädagoge ist! Kann sich jemand diesen Mann in diesem Beruf vorstellen?
Um mit der Kanzlerin zu sprechen: Statt den erlernten Beruf auszuüben war für ihn der Wechsel in die Politik alternativlos.
Hat das nun etwas mit Beschimpfung zu tun?
fragt bonsaifreak
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Beitragvon Katharina88 » 19.12.2011, 18:52

hansolafpaul hat geschrieben:Im Angesicht des aktuellen Zustandes unserer Welt, beschäftigt mich schon seit längerem die Frage, ob wir von Multi-Dilettanten beherrscht werden.

Was ist ein Multi-Dilettant?
"Ein Dilettant (italienisch dilettare aus lateinisch delectare „sich erfreuen“) ist ein Nicht-Fachmann, Amateur oder Laie. Der Dilettant übt eine Sache um ihrer selbst willen aus, also aus privatem Interesse oder zum Vergnügen." (Quelle: Wikipedia)

Diese Definition ist ja schon mal sehr aufschlußreich.

Desweiteren beschäftigt mich die Wahnsinns-Idee, zu diesem Thema im Politik-Forum einen Themenstrang zu eröffnen. Bevor ich das tue, muss ich mich natürlich fragen, ob ich masochistisch veranlangt bin :wink:

Dann beschäftigt mich noch die Frage, warum ich tue was ich tue, z. B. diesen Themenstrang zu eröffnen und ob Philosophie auch Spass machen darf. Nebenbei bemerkt, ich hab da mal in einer Talk-Show einen studierten Philosophen gesehen, der war besser als alle Comediens zusammen. Nur mal nebenbei bemerkt.

Also noch mal die Frage: Sind Politker nichts anderes als Multi-Dilettanten und wie lange muss man sich das noch bieten lassen?

Salve,HOP,
ja, Philosophie kann Spaß machen.Nimm einige Synonyme für Spaß machen: erheitern,anregen,erfreuen und meinetwegen auch beglücken.Philosophie ist nicht durchgängig ein tiefes und dunkles Loch,das Menschen ängstigt und letztlich verschlingt.Sie kommt nicht immer daher in selbstverliebter und kryptischer  Wortdrechselei."Entfernen besagt ein Verschwindenmachen der Ferne,das heißt Entfernung von etwas-Näherung!"(Heidegger)Da macht sie keinen Spaß.
 Sie kann aber Freude machen beim Lösen der Rätsel dieser Welt,sie kann spannend sein bei Fragen nach Freiheit,Tod,Unsterblichkeit,Glück ---aber auch erheiternd ,wenn es um Essen und
 Trinken geht(Epikureer).
Wir leben nicht nur in dieser irdischen Welt ,sondern in einem Spannungsfeld zwischen hier und dort.Goethe sagt:"zwei Sellen wohnen,ach in meiner Brust........"Raabe gab den Hinweis,"Sieh auf zu den Sternen,hab` Acht auf die Gassen!"
Standhaftigkeit und Trittsicherheit hier unten und der suchende Blick auf unbekannte Sphären .
Du solltest solche Themen nicht um jeden Preis im Forum Zeitgeschichte publizieren.
Du müsstest sonst bezüglich der Reaktionen stoische Gelassenheit zeigen und die Erkenntnis haben,dass alles fließt und nichts besteht(Heraklit).
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Beitragvon Katharina88 » 19.12.2011, 19:21

bonsaifreak hat geschrieben:@katharina 88
mir ging es vorrangig gar nicht um das Prinzip gewählter Repräsentanten, sondern unter dem Titel "Multi-Dilettanten" mehr um deren Kompetenz bzw. Qualität.
Als Nachtrag zum Gestrigen fällt mir noch ein eklatantes Beispiel ein:
Der Kanzleramtsminister Profalla beschimpfte aufs primitivste den Abgeordneten und Parteifreund Bosbach sinngemäß, er könne dessen Fresse nicht mehr sehen und seinen Scheiß nicht mehr hören.(Natürlich hat er sich am nächsten Tag entschuldigt.)
Aber es war in diesem Zusammenhang für mich ein Brüller als ich las, dass Herr Profalla von Beruf/Studium her eigentlich Sozialpädagoge ist! Kann sich jemand diesen Mann in diesem Beruf vorstellen?
Um mit der Kanzlerin zu sprechen: Statt den erlernten Beruf auszuüben war für ihn der Wechsel in die Politik alternativlos.
Hat das nun etwas mit Beschimpfung zu tun?
fragt bonsaifreak

Hallo,bonsaifreak,ich denke,dass der Dialog jetzt etwas aus dem Focus gerät--durchaus verständlich!
Ich beziehe mich auf parove und seinen Hinweis"  Spiegelbild der  Gesellschaft."
Vielleicht noch deutlicher:Die Gesellschaft ist wie ein Spiegel,wenn ein Affe hereinschaut,kann kein
Apostel herausschauen.(frei nach Lichtenberg).
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Beitragvon yacare » 19.12.2011, 19:24

Vielleicht kann dieser kleine Beitrag etwas zur Erhellung des Problems beitragen:
" Das Halbwissen ist siegreicher als das Ganzwissen: es kennt die Dinge einfacher, als sie sind, und macht daher seine Meinung fasslicher und überzeugender."
Friedrich Nietzsche
Ich glaube, allen Dilettanten ist damit Tür und Tor geöfnet.
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Beitragvon Katharina88 » 20.12.2011, 0:08

[quote="yacare"]Vielleicht kann dieser kleine Beitrag etwas zur Erhellung des Problems beitragen:
" Das Halbwissen ist siegreicher als das Ganzwissen: es kennt die Dinge einfacher, als sie sind, und macht daher seine Meinung fasslicher und überzeugender."
Friedrich Nietzsche

Hallo,yacare,
mir fehlt schlicht und ergreifend die Motivation,mich mit diesem Ausspruch von Nietzsche auseinanderzusetzen.Das resultiert primär aus der Tatsache,dass die Bildungsinhalte sich im Kontext
 mit der  Berufs- und Arbeitswelt sowie gesellschaftlichen Umbrüchen stark verändert haben.
Das Bildungsprivileg genossen bestimmte soziologische Schichten--die anderen waren ausgeschlossen.Die Bildungsinhalte waren mehrheitlich schöngeistiger Natur und hatten mit der Realität der Berufs-und Arbeitswelt wenig gemein.
Der galt als gebildet,der die griechische Mythologie kannte,die lateinische Sprache beherrschte,
in der frz.Grammatik bewandert war  und von  der  italienischen Opernwelt wusste.
 Mit der Industrialisierung und dem Aufkommen eines starken Bürgertums fand eine Verlagerung
statt. In jener Zeit wurden die nun auch gebildeten Bürger von den Trägern des bisherigen Bildungsprivilegs noch teilweise als halbgebildet bezeichnet.
Die aktuellen Erfordernisse des Berufs-und Arbeitsmarktes brauchen vermehrt den Spezialisten,
der in seinem Fach effizient ist.Der Generalist vergangener Zeiten,der von allem wenig wusste,hat weniger Chancen als der Spezialist,der von einem alles weiß.
Wenn nun beide  Gruppen sich über dieses notwendige Wissen zur Ausübung des Berufs hinaus mit
zusätzlicher Bildung auf schöngeistigen Ebenen  befassen,dann verliert der hämische Begriff "Fachidiot" seine Berechtigung.
Was  bleibt jetzt noch zu den obskuren Begriffen "Halbbildung" (Viertelbildung ) zu sagen?
Guten Abend!
Katharina 
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Beitragvon yacare » 20.12.2011, 12:20

Katharina88 hat geschrieben:
yacare hat geschrieben:Vielleicht kann dieser kleine Beitrag etwas zur Erhellung des Problems beitragen:
" Das Halbwissen ist siegreicher als das Ganzwissen: es kennt die Dinge einfacher, als sie sind, und macht daher seine Meinung fasslicher und überzeugender."
Friedrich Nietzsche

Hallo,yacare,
mir fehlt schlicht und ergreifend die Motivation,mich mit diesem Ausspruch von Nietzsche auseinanderzusetzen.Das resultiert primär aus der Tatsache,dass die Bildungsinhalte sich im Kontext
 mit der  Berufs- und Arbeitswelt sowie gesellschaftlichen Umbrüchen stark verändert haben.
Das Bildungsprivileg genossen bestimmte soziologische Schichten--die anderen waren ausgeschlossen.Die Bildungsinhalte waren mehrheitlich schöngeistiger Natur und hatten mit der Realität der Berufs-und Arbeitswelt wenig gemein.
Der galt als gebildet,der die griechische Mythologie kannte,die lateinische Sprache beherrschte,
in der frz.Grammatik bewandert war  und von  der  italienischen Opernwelt wusste.
 Mit der Industrialisierung und dem Aufkommen eines starken Bürgertums fand eine Verlagerung
statt. In jener Zeit wurden die nun auch gebildeten Bürger von den Trägern des bisherigen Bildungsprivilegs noch teilweise als halbgebildet bezeichnet.
Die aktuellen Erfordernisse des Berufs-und Arbeitsmarktes brauchen vermehrt den Spezialisten,
der in seinem Fach effizient ist.Der Generalist vergangener Zeiten,der von allem wenig wusste,hat weniger Chancen als der Spezialist,der von einem alles weiß.
Wenn nun beide  Gruppen sich über dieses notwendige Wissen zur Ausübung des Berufs hinaus mit
zusätzlicher Bildung auf schöngeistigen Ebenen  befassen,dann verliert der hämische Begriff "Fachidiot" seine Berechtigung.
Was  bleibt jetzt noch zu den obskuren Begriffen "Halbbildung" (Viertelbildung ) zu sagen?
Guten Abend!
Katharina 

Oje, Katarina, da habe ich ja mit meinem Halbwissen einen delittantischen Beitrag zum Delittantismus geliefert. Ich hoffe aber, dass es als extrem delittantisches Beispiel doch seine Berechtigung hat.
Allerdings, dein geschichtlicher Diskurs war noch nicht vollständig. Bei Stupidedia habe ich gefunden - und nun siehst du, woher ich meine Bildung habe, - " Halbwissen trat zuerst 908 auf, als Cäsar die Gallier besiegen wollte, und nur das sogenannte Halbwissen über den Zaubertrank hatte."
Da wir ja beide " Krieg und Frieden " als Lieblingsbücher angegeben haben, hoffe ich, dass doch eher Frieden als Krieg in unseren Beiträgen herrscht.
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