. : Service und Hilfe

Beitragvon Mountain_Cometh » 27.09.2011, 22:30

Astronomen der US- Weltraumbehörde NASA beobachten seit einiger Zeit mit Sorge eine riesige Sonnenflecken- Region namens AR1302 (das AR steht für "aktive Region"), die in den vergangenen Tagen für mehrere massive Sonneneruptionen (Flares) der höchsten Kategorie "X" verantwortlich war.

"Sie (AR1302, Anm.) ist groß, sie ist böse und sie richtet sich auf die Erde aus", titelte das Goddard Space Weather Laboratory der NASA jetzt in einer Presseaussendung.

http://www.krone.at/Wissen/NASA-Astrono ... ory-297475

Hier wird zwar von Satellitenausfall und des Navigationssystems GPS gewarnt, aber wenn man in die Vergangenheit ähnlich großer Magnetstürme zurückschaut, etwa dem von 1859, könnte man schon viel ärgere Auswirkungen erwarten.

>Darin wird gesagt:
Bereits 1859 beobachtete der englische Astronom Richard Carrington einen starken Magnetsturm, der einem Flare auf der Sonne folgte. Dieser Carrington-Flare war der erste jemals beobachtete Materieauswurf der Sonne und das erste anerkannte Weltraumwetter-Ereignis. Eine Gruppe aus Wissenschaftlern des British Geological Survey (BGS), des British Antarctic Survey und der Universität von Otago (Neuseeland) um Ellen Clarke schätzten die Stärke dieses Flares. Dabei setzten sie küzliche Flares mit bekannter Emission von Röntgenstrahlung in Beziehung zur magnetischen Schwankung (Solar flare effect) in geomagnetischen Aufzeichnungen. Der Solar Flare Effekt des Carrington-Ereignisses war aus Beobachtungen der Observatorien von Greenwich und Kew bekannt, die im BGS Archiv in Edinburgh liegen. Mit diesem Wissen schätzten sie, dass der Fluss der Röntgenstrahlung doppelt so groß war als der größte, der in den vergangenen zehn Jahren beobachtet wurde und der das schwedische Stromnetz angriff. Vor 150 Jahren war der Schaden noch auf ein Chaos in den Telegrafenleitungen beschränkt. Doch heute würde ein Sturm dieser Größenordnung wesentlich größeren Schaden anrichten und hunderte Transformatoren unbrauchbar machen. Die US National Academie schätzten ihn auf 1 - 2 Trillionen Dollar. Eine vollständige Wiederherstellung würde vier bis zehn Jahre dauern.

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Gefahren außerhalb der Atmosphäre:


elektrische Aufladung von Satelliten durch hochenergetische Elektronen. Das kann zu Defekten oder Ausfällen führen.Es sind bereits Satelliten ausgefallen und waren nicht zu reparieren. Im Januar 1997 wurde ein Telekommunikationssatellit mit einem Wert von 200 Millionen Dollar das Opfer. 1998 ließ ein Kurzschluß in einem anderen Satelliten das US-amerikanische Telefonnetz zusammenbrechen und führte zu Schäden in Höhe von mehreren Milliarden Dollar.
magnetische Bahnstörungen von Satelliten
Störungen und Fehler in Computern und Speichern von Satelliten durch hochenergetische Protonen Halbleiterbauteile wie Computer-Prozessoren haben heute derart filigrane Strukturen, dass sie anfällig für Teilchenbeschuss sind.
Beschädigungen von Solarzellen und Wänden von Satelliten durch hochenergetische Protonen
gesundheitliche Auswirkungen auf Astronauten
Aufheizung der Atmosphäre. Diese dehnt sich bis in Satellitenbahnen aus und kann sie durch höheren Luftwiderstand auf eine andere Bahn oder zum Absturz bringen.
Der Solarwind kann das Magnetfeld so weit eindrücken, dass sich hochfliegende Kommunikations- und Wettersatelliten auf ihren Bahnen außerhalb des Feldes befinden und erhöhter Teilchenstrahlung ausgesetzt sind.
Die erhöhte Zahl freier Elektronen beeinflusst die Geschwindigkeit von Signalen, die von Navigationssatelliten wie denen des GPS-Systems ausgehen. Es wird dann unzuverlässig.
Schwankungen im Magnetfeld der Erde (geomagnetische Stürme

Gefahren innerhalb der Atmosphäre;
- Störungen des Radioempfangs und Funkverkehrs
. Störungen der Signalübertragung zu Satelliten durch Plasmawolken
- Strahlenbelastung der Besatzung und der Passagiere von Verkehrsflugzeugen. Ihr Erbgut ist in Verbänden aus vielen Atomen gespeichert, der DNA. Verbunden sind sie durch Elektronen. Hochenergetische Teilchen können diese Elektronen entfernen und die DNA schädigen. Starker Sonnenwind kann auf dem Mond oder im All sogar zum Tod führen. Ein Raumanzug oder die zwangsläufig leichten Raumfahrzeuge schützen kaum dagegen.
Auslösung von Regen
Der Orientierungssinn von Zugvögeln wird gestört.
Ob auch das Erdklima beeinflußt wird, ist noch nicht abschließend geklärt.

Gefahren an der Erdoberfläche


Störungen und Beschädigungen im Stromnetz und in Kabelnetzen der Telekommunikation. Es kommt zu Geomagnetisch induzierten Strömen (Geomagnetic Induced Currents, GIC). Induktion kann einen Stromfluß anregen und so zu Spannungsspitzen (Störspannungen) führen. In Stromnetzen ist es jedoch wichtig, dass ein gleichmäßig starker Strom fließt. Sicherheitsabschaltungen können ein ganzes Stromnetz lahmlegen. 1989 fiel für sechs Millionen Kanadier neun Stunden lang der Strom aus. GICs sind auch verantwortlich für Stromausfälle (Blackouts) in Schweden und werden verdächtigt, in niedrigeren Breiten Umspannwerke zu beschädigen. Auch in Schottland sind große GIC registiert worden.
Durch Induktion können Ströme zwischen Erde und Metallrohren von Pipelines fließen und zu Korrosion führen.
Elektrische Ströme im Erdboden
Stürme im Erdmagnetfeld beeinflussen Kompasse
Fernsehkameras geraten ins Szintillieren.

http://www.biosphaere.info/biosphaere/i ... tnr=000393
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Beitragvon krabbelkaefer » 27.09.2011, 22:56

Und nu?? :shock:
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Beitragvon Arive05 » 27.09.2011, 22:59

und jetzt :?:

Interessiert habe ich alles gelesen. Mein Fazit, wer weiß schon was wirklich daraus wird?? Keiner!
Es sind alles Berechnungen von Menschen erstellt.

Um ehrlich zu sein, tangiert das mich gleich Null. Das ist ähnlich einer Schreckschusspistole. Das Leben geht weiter.

:wink:
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Beitragvon Renate17 » 27.09.2011, 23:00

Einer Institution, die Derartiges schreibt:

"Sie ist groß, sie ist böse und sie richtet sich auf die Erde aus"

glaube ich kein weiteres Wort mehr. (Einfärbung von mir)

Und selbst wenn die Eruptionen, die anschließende Strahlung oder weiß der Bäcker was, die Erde so nachhaltig schädigen würden, dass fast alles Leben auf der Erde ausgelöscht würde, und die armen Überlebenden in den folgenden fünfzig Jahren qualvoll zu Grunde gehen würden, wäre der auslösende Himmelskörper immer noch nicht "böse".

"Böse" ist ein moralischer Begriff und hat in einer wissenschaftlichen Äußerung nichts verloren. Das ist höchst unseriös.

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Beitragvon FagusW » 28.09.2011, 9:24

"It's Big. It's Bad. And It's Coming Our Way."

Bad kann man mit böse übersetzen, muss man aber nicht. Es kann auch schlecht bedeuten; ein Schwabe könnte im vorliegenden Fall auch von oogünschdig sprechen.
Oder schlicht und einfach Schxxxe
Tatsache ist, dass diese Flecken vom "Rand" der Sonne in Richtung Mitte kriechen, wo sie dann auf die Erde fokussiert sein werden.

Links zum Thema:

http://apod.nasa.gov/apod/ (aktuelles Bild vom 28.09.2011)
http://asterisk.apod.com/viewtopic.php?f=29&t=25405
http://www.nasa.gov/mission_pages/sunearth/news/News092511-ar1302.html

Man darf gespannt sein, aber viel mehr als abwarten kann man wohl nicht.
Kann sein, dass in den nächsten Tagen ein paar Sachen nicht wie gewohnt funktionieren.
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Beitragvon Compart » 28.09.2011, 12:41

Hallo Werner,

du machst mit Recht auf dieses "Naturschauspiel" aufmerksam.
Tatsächlich gibt es auch Auswirkungen auf Weltraummissionen, nicht nur auf solche, die schon oben sind, auch auf solche, die noch nicht fliegen. Die werden zurückgestellt.
Es gibt ein paar Bereiche im Orbit, die ganz besonders anfällig sind, die sind auch besonders von diesem Magnetsturm betroffen und man ist besorgt, ob die angenommenen 300 krad ausreichen.
Insbesondere die Elektronik ist hier das Thema, die Bordrechner sind schließlich das einzige, womit man mit dem Satelliten kommunizieren kann, wenn der ausfällt, dann gibt es keine Telecommands, keine Signale und auch keine Manöver mehr, auch keine Ausweichmanöver, die angesichts des ständig wachsenden Weltraummülls immer häufiger nötig werden. Letzte Woche ist so ein busgroßer Klumpen runtergefallen und eben nicht vollständig verglüht. Wenn die ISS getroffen würde und abstürzte, 350 km ist nicht eben hoch, dann wären die Trümmer schon anständig groß....
Was unseren Freunden von der Ignoranten-Fraktion möglicherweise nicht ganz klar ist: wir reden hier über harte oder Röntgenstrahlung, die macht Krebs, auch ohne Zugarettenschachtel, wo das aufgedruckt ist. Aufenthalt außerhalb von Faradayschen Käfigen bedarf da mangelnder Kenntnisse, besonderen Mutes oder einer Portion Masochismus, Lebensmüdigkeit reicht da nicht, man stirbt langsam 5...

:twisted: Compart :twisted:
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Beitragvon krabbelkaefer » 28.09.2011, 23:00

Hallo Compart,
muss ich ab jetzt wegen der harten und Röntgenstrahlung bis an mein bitteres Ende in einer Rüstung herumlaufen?
Und was heisst Ignoranten-Fraktion?
Wir können an dieser kosmischen Situation, wenn sie denn eintreten sollte, nichts ändern und müssten es, so wie es kommt, hinnehmen.
Soll die Menschheit deshalb ab sofort nur noch jammern und wehklagen?
Es gibt jetzt schon genug Elend auf der Welt, das von Menschen verursacht wird, da macht der Rest aus dem Kosmos den Kohl auch nicht fetter. :mrgreen: :mrgreen:
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Beitragvon Sally57 » 02.10.2011, 18:31

und den Weltuntergang 2012 müssen wir auch noch überstehen, das kommt ja wieder mal richtig dicke. :?
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Beitragvon scherzkeks77 » 02.10.2011, 20:21

wann issn der genau??????
nich, daß ich da unterwegs bin, dann find ick nich mehr heim :shock:
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Beitragvon stillwater » 02.10.2011, 20:35

Fernsehkameras geraten ins Szintillieren.


DAS wäre mir jetzt schon am liebsten,bei den Programminhalten !
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Beitragvon Mountain_Cometh » 05.10.2011, 1:54

Sally57 hat geschrieben:und den Weltuntergang 2012 müssen wir auch noch überstehen, das kommt ja wieder mal richtig dicke. :?


Das Risiko, dass es zu Störungen in der Energieversorgung wie auch in den Kommunikations- Infrastrukturen kommen kann, sollte man nicht verharmlosen. Soviel ich weiß kann bei einem sehr starken Sonnensturm das komplette Netz verbrennen. Das heißt das alle Kabel und vor allem Spulen der Transformatoren so überladen das sie durchbrennen. Das würde jahrelangen Stromausfall bedeuten weil kein Generator und auch kein Motor mehr läuft. Die AKW würden alle hops gehen. Was hat dies alles mit einem Weltuntergang 2012 zu tun?
Laut NASA wird 2012/2013 die Sonnenaktivität ihren Höhepunkt erreichen.
Ende 2010 etwa wurde bei einer Sonnenaktivität das Plasma Richtung Erde geschleudert, wo dabei ein kurzzeitiger Riss im Erdmagnetfeld die Folge war, aufgrund dessen möglicherweise das rätselhafte Massentiersterben von Fischen und Vögeln rund um den Erdball einsetzte. Ein bischen gar traurig ..... aber bitte!
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Beitragvon oldyman75 » 09.01.2012, 16:25

ich habe schon mehrere Weltuntergänge überlebt.
Nach Darwin bin ich also dagegen resistent.

Vielleicht entwickelt jemand ein Magnetsturmüberlebenskit als neues Marketingkonzept, wie 1999 die Notrationen in Dosen, wenn die PCs ausfallen.

Wenn so viele Spannungen in allen Gartenzäunen und Stromnetzen induziert werden, kommt vielleicht jemand auf die alte Idee von Überspannungsableitern

Man redet von jahrelangen Stromausfällen, wenn ein Trafo durchbrennt, und erst wieder einer gewickelt werden muß?
Warum gibt es keinen Ersatztrafo
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Beitragvon Auschra » 09.01.2012, 16:29

Renate17 hat geschrieben:Einer Institution, die Derartiges schreibt:

"Sie ist groß, sie ist böse und sie richtet sich auf die Erde aus"

glaube ich kein weiteres Wort mehr. (Einfärbung von mir)

Und selbst wenn die Eruptionen, die anschließende Strahlung oder weiß der Bäcker was, die Erde so nachhaltig schädigen würden, dass fast alles Leben auf der Erde ausgelöscht würde, und die armen Überlebenden in den folgenden fünfzig Jahren qualvoll zu Grunde gehen würden, wäre der auslösende Himmelskörper immer noch nicht "böse".

"Böse" ist ein moralischer Begriff und hat in einer wissenschaftlichen Äußerung nichts verloren. Das ist höchst unseriös.

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dieser Aussage schließe ich mich vollinhaltlich an..



moralische Urteile haben in der Darstellung naturwissenschaftlicher Ereignisse nichts zu suchen ... sie sind quasi " unmoralisch" ...
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Beitragvon hansolafpaul » 09.01.2012, 23:56

@Mountain_Cometh schrieb:

Ende 2010 etwa wurde bei einer Sonnenaktivität das Plasma Richtung Erde geschleudert, wo dabei ein kurzzeitiger Riss im Erdmagnetfeld die Folge war, aufgrund dessen möglicherweise das rätselhafte Massentiersterben von Fischen und Vögeln rund um den Erdball einsetzte. Ein bischen gar traurig ..... aber bitte!


Ist das wissentschaftlich belegt oder eine reine Vermutung von dir?
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