Dass die Werke von Emerson um 1830 und in Amerika entstanden sind, hast du bestimmt schon gegoogelt, Thule.
Ich staune immer wieder, dass dieser Mensch Natur und Gefühl so gut zusammenkriegt, wie ich.
Zum Beispiel wenn er schreibt:
"Alle Schönheit ist organisch.
Die Katze und der Hirsch können nicht unelegant gehen oder sitzen.
Der Tanzmeister kann einem schlecht gebauten Menschen niemals einen anmutigen Gang beibringen.
Die Farbe der Blume steigt aus ihrer Wurzel
und der Glanz der Seemuschel beginnt bei ihrer Geburt zu leuchten.
Schönheit beruht auf Notwendigkeit.
Die Linie der Schönheit ist das Ergebnis einer vollkommenen Ökonomie.
Die Bienenzelle ist genau in dem Winkel gebaut, der ihr die grösste Festigkeit und den geringsten Aufwand an Wachs ermöglicht.
Die Knochen oder der Kiel des Vogels ermöglichen die grösste Flugkraft beim geringstem Gewicht.
"Kunst ist die Ausscheidung alles Überflüssigen", sagt Michelangelo.
In den Gebäuden der Natur kann kein Teil entbehrt werden."
Mein Eindruck ist nicht nur Gleichgültigkeit und Oberflächlichkeit, sondern dass wir auch unterschiedlich in Sachen Wahrnehmung begabt sind.
Meine Nachbarn haben einen Garten, der wie "geleckt" ist. Sie verbringen Stunden um Stunden mit Rasenmähen, Unkrautbekämpfung, Heckenschneiden um ihn so zu haben, wie er ihnen gefällt. Mähen gar den Graben zwischen Strasse und Garten unter erschwerten Bedingen., also im Abstand zu ihrem Grundstück - vorbeugend. Staun.
In meinem stehen dieses Jahr auch ein paar Brennesseln, wilde Möhren, Disteln, weil ich hoffte, ein paar Schmetterlinge mehr mögen auftauchen.
Das hat aus irgendwelchen Gründen nicht geklappt.
Aber - jetzt, wo die wilden Möhren samen, kommt manchmal eine kleine Truppe
winziger bunter, noch nie gesehener Vögel, und lässt es sich schmecken.
Und ich freue mich.
