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NATUR

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Beitragvon institoris » 02.09.2010, 10:42

Der Mensch ist auch Teil der Natur.
Wer in Diskos, Fußballstadien oder Einkaufszentren geht hat mehr Biomasse in seiner Umgebung als ein Bergwanderer oder Segler.
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Beitragvon Gast » 02.09.2010, 10:45

Hallo Institutoris,
Da magst du schon recht haben mit der Biomasse, aber das ist vom Menschen gemachte Natur, die nichts mit der wirklichen Natur zu tun hat.
Grüße
Werner
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Beitragvon institoris » 02.09.2010, 11:05

Schwindeggerbua hat geschrieben:Hallo Institutoris,
Da magst du schon recht haben mit der Biomasse, aber das ist vom Menschen gemachte Natur, die nichts mit der wirklichen Natur zu tun hat.
Grüße
Werner


Wenn ich dich recht verstehe, meinst du die unberührte Natur.(4 selbstgemachte Fotos davon habe ich in meiner Galerie).
Die wird weniger, weil die Menschen immer mehr werden.
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Beitragvon ashoggi » 02.09.2010, 15:42

Natur ist eigentlich alles das, was uns umgibt und auch wir sind Natur, also gehören dazu. Insofern ist auch unser Denken und unsere Sprache ein natürlicher Vorgang, ohne uns, gäbe es das nicht, also ist es die Verfeinerung der Natur.
Allgemein versteht man darunter eher die Pflanzen und die Tierwelt, aber schon das Wort "Frohnatur" sagt doch, dass das nur ein Mensch sein kann.
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Beitragvon Chri51 » 02.09.2010, 19:22

Schwindeggerbua hat geschrieben:Und wenn Natur überlebenswichtig für den Menschen sein sollte, warum zerstört er sie in großem Stil? Der Politik scheint die Natur völlig egal zu sein, sonst würde nicht wieder über eine Laufzeitverlängerung der Atommeiler diskutiert werden. Hier werden Wirtschaftsinteressen vor die Natur gestellt .


Natürlich (was für ein Wort in diesem Zusammenhang! :D ) werden diese Interessen vor die "Natur" gestellt! Und viele verdienen daran sehr gut...
Aber dieses Geschäft funktioniert doch nur deshalb, weil wir alle es gerne so annehmen! Und möglichst preiswert, zumindest im Moment...
Der Mensch will Komfort, Bequemlichkeit, Mobilität und Überlegenheit.
Deshalb kauft und bezahlt er alles, was aus Forschung, Chemie und Technik zur Verfügung gestellt wird.

Wir alle benehmen uns wie Viren, bzw. wie Krebszellen:
egoistisch wird der "Wirt" ausgebeutet und zugrunde gerichtet und die Viren und die Zellen sterben mit ihm.

Und vieles, was sich jeder Einzelne von uns einredet, was er "Gutes tut" , um die Welt zu retten, sind einfach nur Alibierklärungen. Die braucht man, um in diesem gemeinsam veranstalteten Wahnsinn seelisch überleben zu können.

Die Erde wird aber höchstwahrscheinlich stärker sein und wird sich dagegen wehren...
...gegen ihr Sterben!
Der Mensch benutzt Antibiotika und Chemotherapie, die Erde hat andere Mittel, um sich der Plage Mensch zu entziehen.
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Beitragvon Chri51 » 02.09.2010, 19:34

Eben habe ich Stuß geschrieben:

Antibiotika helfen ja nicht gegen Viren!
Aber ich denke, einige verstehen schon, was ich meine... :roll:
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Beitragvon Gast » 03.09.2010, 9:29

Dass die Werke von Emerson um 1830 und in Amerika entstanden sind, hast du bestimmt schon gegoogelt, Thule.
Ich staune immer wieder, dass dieser Mensch Natur und Gefühl so gut zusammenkriegt, wie ich.
Zum Beispiel wenn er schreibt:

"Alle Schönheit ist organisch.
Die Katze und der Hirsch können nicht unelegant gehen oder sitzen.
Der Tanzmeister kann einem schlecht gebauten Menschen niemals einen anmutigen Gang beibringen. :wink:
Die Farbe der Blume steigt aus ihrer Wurzel
und der Glanz der Seemuschel beginnt bei ihrer Geburt zu leuchten.
Schönheit beruht auf Notwendigkeit.
Die Linie der Schönheit ist das Ergebnis einer vollkommenen Ökonomie.
Die Bienenzelle ist genau in dem Winkel gebaut, der ihr die grösste Festigkeit und den geringsten Aufwand an Wachs ermöglicht.
Die Knochen oder der Kiel des Vogels ermöglichen die grösste Flugkraft beim geringstem Gewicht.
"Kunst ist die Ausscheidung alles Überflüssigen", sagt Michelangelo.
In den Gebäuden der Natur kann kein Teil entbehrt werden."

Mein Eindruck ist nicht nur Gleichgültigkeit und Oberflächlichkeit, sondern dass wir auch unterschiedlich in Sachen Wahrnehmung begabt sind.
Meine Nachbarn haben einen Garten, der wie "geleckt" ist. Sie verbringen Stunden um Stunden mit Rasenmähen, Unkrautbekämpfung, Heckenschneiden um ihn so zu haben, wie er ihnen gefällt. Mähen gar den Graben zwischen Strasse und Garten unter erschwerten Bedingen., also im Abstand zu ihrem Grundstück - vorbeugend. Staun.
In meinem stehen dieses Jahr auch ein paar Brennesseln, wilde Möhren, Disteln, weil ich hoffte, ein paar Schmetterlinge mehr mögen auftauchen.
Das hat aus irgendwelchen Gründen nicht geklappt.
Aber - jetzt, wo die wilden Möhren samen, kommt manchmal eine kleine Truppe
winziger bunter, noch nie gesehener Vögel, und lässt es sich schmecken.
Und ich freue mich.

:)
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Beitragvon Tarantel60 » 03.09.2010, 9:34

Was ist aber schön!?
Eben!
Nicht wahr.
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Beitragvon Gast » 03.09.2010, 9:46

Hallo Chri51,
Die Natur wehrt sich bereits gegen die Plage "Mensch", die schweren Unwetter und Naturkatastrophen nehmen zu und vernichten die Spezies Mensch auf ein erträgliches Maß, welches die Natur ohne Probleme verkraften kann.
Hallo Renate7 Emmerson war einer der großen amerkanischen Romantiker neben Henry David Thoreau und Walt Whitman, Ich lese im Moment eine Anthologie in english von Emmerson, wunderbare Einsichten in das Wesen der Natur.
Die Pseudonatur die der Mensch sich erschafft, ist hingegen nur wie ein Krebsgeschwür in der perfekten Schönheit der Natur.
Grüße
Werner
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Beitragvon Gast » 03.09.2010, 9:55

Jetzt wollt ich noch meine Fehler korrigieren, egal.
Ich finde auch nicht das Wort für Natur, Fagus.
Lt. Wiki sind Natur und Kultur quasi Gegensätze.
Das trifft es auch.

Als eher Gefühlsmensch kann ich nur umschreiben, oder z. B. aus der Desiderata zitieren,
dass es beides ewig geben wird, die Liebe und das Gras.
Damit ist aber wirklich gut mit den "fremden Federn". :wink:
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Beitragvon Tarantel60 » 03.09.2010, 10:09

Ich finde, das klingt all zu sehr nach "Strafe Gottes".
So hatte man das noch vor nicht allzu lange Zeit gesagt.
Ich erinnere mich noch genau, als beim Gewitter meine
Oma ununterbrochen gebetet hat und etwas von der
"Strafe und Verdorbenheit der Menschen" murmelte.
Das war vor ca. 50 Jahren.


Der Postmoderne mag aber Gott nicht mehr überall erwähnen,
Klimaschutz und Umweltschutz klingen schon sehr viel wissender, nicht wahr.
Ja... und Schwindeggerbua war das nicht schon immer so,
dass die irdische Bevölkerung immer mal dezimiert wurden?
Sei es durch lange Kriege, unheilbare Krankheiten oder eben durch
Klima Veränderungen.

Schau doch mal eben über den Tellerrand.
Auf Java oder meinetwegen gleich Indonesien.
Der Zivilisation kannst du wirklich nicht vorwerfen,
warum dort ein Vulkan nach dem anderen spuckt und das täglich...
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Beitragvon FagusW » 03.09.2010, 11:29

renate7 hat geschrieben:Ich finde auch nicht das Wort für Natur, Fagus.
Lt. Wiki sind Natur und Kultur quasi Gegensätze.

wir sehen an den Beispielen eine ziemliche Bandbreite -
@ashoggi hat das Wort ja auch im Sinne von "wahrer Eigenschaft" verwendet.

Insgesamt scheint sich das Wort "Natur" jedoch einer festen Definition zu entziehen,
allzu oft wird Natur durch sie selbst erklärt.
Letztendlich läuft es aber, wie Du bzw. Wiki schreibst,
auf den Dualismus zwischen Natur und Mensch hinaus.

Natur ist die Gesamtheit aller Kräfte, die ohne menschlichen Willen wirken.
Man kann sie sich zu Nutzen machen.
Sie haben aber Risiken und Nebenwirkungen, die z.T. erst nachfolgende Generationen spüren.
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Beitragvon ashoggi » 04.09.2010, 7:00

so empfinde ich nicht, also ich sehe nicht in Kultur und Natur unbedingt Gegensätze. Für mich ist die Kultur eher gelebte Natur, oder eine Form von weiterentwickelter Natur - da denke ich jetzt an die Malerei, an die Bildhauerei oder auch an Opern und Inszenierungen von Menschen allein.
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Beitragvon Tarantel60 » 04.09.2010, 14:28

Ein Beispiel:


es gibt natürliche Schönheiten, natürliches Lächeln, natürliches Gebaren wie Stimme zB.

und dann gibt es das Gegenteil davon, alles Fake, weil gekünstelt, nicht wahr.
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Beitragvon Burgell » 04.09.2010, 16:07

[quote="renate7"]Dass die Werke von Emerson um 1830 und in Amerika entstanden sind, hast du bestimmt schon gegoogelt, Thule.
Ich staune immer wieder, dass dieser Mensch Natur und Gefühl so gut zusammenkriegt, wie ich.
Zum Beispiel wenn er schreibt:

"Alle Schönheit ist organisch.
Die Katze und der Hirsch können nicht unelegant gehen oder sitzen.
Der Tanzmeister kann einem schlecht gebauten Menschen niemals einen anmutigen Gang beibringen. :wink:
Die Farbe der Blume steigt aus ihrer Wurzel
und der Glanz der Seemuschel beginnt bei ihrer Geburt zu leuchten.
Schönheit beruht auf Notwendigkeit.
Die Linie der Schönheit ist das Ergebnis einer vollkommenen Ökonomie.
Die Bienenzelle ist genau in dem Winkel gebaut, der ihr die grösste Festigkeit und den geringsten Aufwand an Wachs ermöglicht.
Die Knochen oder der Kiel des Vogels ermöglichen die grösste Flugkraft beim geringstem Gewicht.
"Kunst ist die Ausscheidung alles Überflüssigen", sagt Michelangelo.
In den Gebäuden der Natur kann kein Teil entbehrt werden."



Ich finde das wunderbar gesagt....aber es macht mich auch traurig,

ist der Mensch nicht auch ein Teil der Natur,

warum kann nicht auch jeder Mensch,majestetisch wie ein Hirsch,oder elegant wie eine Katze daherkommen,
sind wir überzüchtet?,wo liegt der Fehler,?
Denn Sehnsucht nach Schönheit haben wir alle :idea:
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