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Beitragvon Schwindeggerbua » 29.06.2011, 9:08

Hallo Marcella,
Ich denke die Krux mit der Wissenschaft ist, dass man nur noch auf Fördergelder schaut und die sind an Bedingungen geknüpft, dass sie mit den herkömmlichen Theorien vereinbar sind. So kann man auch Kreativität und unorthodoxes Forschen abwürgen. Da gibt es keine großen Innovationen mehr.
Die russische Akadmie der Wissenschaften forscht z.B. an dem sogennanten SEG Generator, V.Rotchin hat damit das Experiment von John Searl aus den 1960er Jahren bestätigt. Jetzt sind sie dabei dieses Mornigstar Energy Box genannte Gerät zu entwickeln, obwohl es gegen die physikalische Gesetze verstößt. Trotzdem funktioniert dieses Gerät und liefert elektrische Energie die nichts kostet.
Das ist der Supergau in unserer Forschung.
Grüße
Werner
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Beitragvon Marcella. » 29.06.2011, 10:12

Schwindeggerbua hat geschrieben:Hallo Marcella,
Ich denke die Krux mit der Wissenschaft ist, dass man nur noch auf Fördergelder schaut und die sind an Bedingungen geknüpft, dass sie mit den herkömmlichen Theorien vereinbar sind. So kann man auch Kreativität und unorthodoxes Forschen abwürgen. Da gibt es keine großen Innovationen mehr.


Hallo Werner, in diesem Punkt muss ich dir leider zustimmen! Forschung ist leider nicht mehr nur der Hort unvoreingenommen erworbenen Wissens, sondern auch ein Feld, das zunehmend dem Einfluss wirtschaftlicher und (hochschul-)politischer Interessen unterliegt. Und es muss ja nicht einmal "unredlich" geforscht werden, es reicht schon, wenn die Ergebnisse von Studien einfach nicht veröffentlicht werden, wenn sie dem Auftraggeber nicht gefallen, was zu einer Verzerrung führt. So geschehen im großen Stil (jedoch dann durch eine Meta-Studie aufgedeckt) bei der Erforschung der Wirksamkeit von SSRI (Antidepressiva). Von daher ist für mich auch der allgemeine, nicht näher belegte Hinweis, dass etwas "wissenschaftlich bewiesen" sei, schon lange kein wirkliches Argument mehr. "Trau, schau wem...".

Marcella


Nachtrag, damit kein Missverständnis entsteht: Natürlich gibt es aber auch weiterhin eine seriös betriebene Wissenschaft. Nur finde ich es zunehmend wichtiger, immer auch nach den Auftraggebern einer Untersuchung und nach der Herkunft der Geldmittel zu schauen. Und um das Vertrauen in diese Art von Wissenschaft zu erhalten, sehe ich auch die Reaktionen im Fall der prominenten Plagiatoren als angemessen an.
.
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Beitragvon Schwindeggerbua » 29.06.2011, 15:55

Hallo Marcella,
Da muß man immer genauer hinsehen, denn es gilt bei uns schon lange der Grundsatz : Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.
Deshalb sind Forschungsarbeiten immer nach diesem Grundsatz zu überprüfen
Grüße
Werner
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Beitragvon GertraudXXL » 08.07.2011, 17:12

Ich denke das gleiche Problem gilt auch für die Universitäten bzw. Studenten. Die Studiengänge werden immer weiter kommerzialisiert und internationalisiert, ganz im Sinne des Bologna-Prozesses. Diese Krux der Wissenschaft rieselt also schön auf die zukünftigen Wissenschaftler ab und so entsteht ein Teufelskreislauf von weiteren Fachidition oder euphemistisch ausgedrückt Spezialisiten, die nicht über den Tellerrand hinweg schauen können.

Das ist nicht nur ein Problem der Naturwissenschaften, sondern eins der Wissenschaften allgemein. Die Finanzkrise kann auch auf unfähige Wirtschaftswissenschaftler zurückgeführt werden, die an so tolle Sachen wie das Modell des homo oeconomicus glauben.
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Beitragvon Visurgis » 09.07.2011, 23:08

Das Ziel und Ergebnis abhängige studieren und forschen ist der Totengräber der freien Forschung, weil dann mit Scheuklappen nur auf ein kommerzieelles Ergebnis hin geforscht wird, werden die Freiheitsgrade zielstrebig gekappt !
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Beitragvon buscador » 10.07.2011, 3:11

@GertraudXXL
@Visurgis


Der heutige Wissenschaftsbetrieb ist
die Hure der Habsucht, also der Wirtschaft
.

Link:...
http://www.haus-des-verstehens.ch/index.php?option=com_content&view=article&id=103&Itemid=34&lang=de

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Beitragvon ClausJuergen » 10.07.2011, 19:09

Visurgis hat geschrieben:... der Totengräber der freien Forschung, ...
... was hindert Dich am freien Forschen?
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Beitragvon Schwindeggerbua » 11.07.2011, 21:11

Hallo zusammen,
Der Ergebnis orientierte Druck der Wirtschaft und deren Interessenverbände auf die Wissenschaft und Forschung lähmen die Forschung derart, dass keine Neuen "wirklichen" Innovationen mehr gemacht werden. Es wird nur erforscht, was sich später auch zu Geld machen lässt. Neue Ansätze und Innovationen bleiben da auf der Strecke.
Grüße
Werner
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Beitragvon Visurgis » 11.07.2011, 22:38

Claus Jürgen wenn ich mit 62 den Ring der forscher betreten will, dann hätte ich etwas grundlegend falsch gemacht, ich habe mir keinen Dr. Titel geschweige denn irgend einen Titel ergaunert !

Liegt wohl dran, dass ich parteilos bin ! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Beitragvon ClausJuergen » 12.07.2011, 16:38

Visurgis hat geschrieben:Claus Jürgen wenn ich mit 62 den Ring der forscher betreten will, dann hätte ich etwas grundlegend falsch gemacht, ...
... das meine ich auch.

Zu diesem Thema, was ja eigentlich nur eine laxe Behauptung ist, meine ich, dass wohl Keiner von uns eine Beurteilung liefern kann.

Grundlagenforschung ist teuer, wird immer teurer, ein gutes Mikroskop reicht heute nicht mehr, um Neuigkeiten zu entdecken und in die richtigen Zusammenhänge zu bringen.

Natürlich wird in Deutschland sehr viel Geld, auch Steuergeld, dafür zur Verfügung gestellt, sehr viele private Spenden und Förderungen ebenso – wer, @Schwindegger, wagt das zu bewerten?

Selbstverständlich werden von der Industrie Aufträge an Institute vergeben, die in eine ganz bestimmte Richtung zielen, verbunden mit Fördergeldern – das ist seit Jahrhunderten so, ohne Förderer keine Forschung!

Ich sehe in der Frage, so wie @Schindegger sie stellt, einfach nur das übliche „Heute-ist-Alles-Scheiß-Gejammer“, ohne jeglichen Hintergrund, die Frage, die „Spektrum der Wissenschaft“ formuliert, steht dazu in keinerlei Zusammenhang und sie ist gewiss nicht an uns Laien gerichtet.
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Beitragvon Henning50 » 15.03.2012, 13:21

Schwindeggerbua hat geschrieben:Hallo zusammen,
Diese Frage stellt "Spektrum der Wissenschaft" in seiner Juni Ausgabe. Trotz massiver Förderung der Grundlagenforschung scheinen einige festversprochene Ergebnisse auszubleiben. Viele fundamentale Fragen bleiben daher ungelöst. Woran liegt das?
In der Physik und Kosmologie bleiben die Ergebnisse aus. Die personalisierte Medizin, die man großspurig nach der Entzifferung des menschlichen Genoms versprochen hatte, bleibt aus.
Riesige Maschinen wie das Large Hadron Collider (LHC) verschlingen Unsummen, aber bringen nur dürftige Ergebnisse.
In diesem Sinne betrachtet, scheint diese Frage berechtigt. Fehlen hier in der Wissenschaft und Forschung die Querdenker, wie es damals auch Einstein war? Damals vor Einstein riet man Studenten ab, Physik zu studieren mit der Begründung, es sei in der Physik schon alles entdeckt.
Ist es wieder notwendig Querdenker zu finanzieren, damit sich etwas in der Wissenschaft und Forschung bewegt?
Grüße
Werner



“Wissenschaftlern jeglicher Couleur möchte ich Folgendes sagen: Ihr könnt Zeitungen nicht davon abhalten, Schwachsinn zu drucken, aber ihr könnt eure eigene Vernunft dem Cocktail beifügen.” - (Ben Goldacre) :idea: :wink:
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Henning50
 
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