Liebe, Angst, Kälte, Einsamkeit.
Es gibt Momente im leben wo man einfach nur so dasitzt, den Kopf voller gedankten, ungeordnet, planlos.
Schwermütige Gedanken teils, sie wollen einen nicht in Ruhe lassen, immerfort wiederkehrend, mal in kürzeren, mal in längeren Abständen.
Was macht man damit? Lässt man sie sich ausbreiten, oder schließt man sie schnellstens weg, auf das sie nicht die Harmonie des Tages stören?
Aber welche Harmonie ist gemeint? Meine eigene innere, die äußere, die angepasste, mich am wenigsten mit meiner sozialen Umwelt kollidieren lassendste? Oder stören diese gedankten gerade mein Phlegma?
Dann kommen jedoch so tage wie heute, nein so lange hält es nicht an, sagen wir Momente die so stark sind das man diesen gedankten nicht ausweichen kann, sie wollen verarbeitet werden. Aber wie? Ja, es sind meine gedankten, meine ureigensten, was soll ich diese dann nach außen tragen, andere damit belästigen.
Aber ich denke gerade diese Angst vor Belästigung, die Angst vor Blamage, was will der denn jetzt von mir, lässt uns zu oft alleine, sorgt letztendlich dafür uns vollkommen in uns zurückzuziehen. Fehlende soziale Nähe jedoch ist der anfangs vom Ende eines Menschen.
Wie oft beklagen wir dass unsere Welt so kalt ist, ohne Wärme welche aus dem Innersten eines Menschen kommt. Wir unterdrücken Emotionen, Wut, Angst, liebe, Freude nur weil wir unsicher sind, Angst haben nicht verstanden zu werden, belächelt zu werden, nicht in diese Gesellschaft zu passen. Jedoch, so frage ich mich, sind wir auch bereit uns der Gefühlswelt eines anderen zu stellen, wir müssen nicht einmal eine antwort haben, nein - nur da sein, zuhören, ohne zu bewerten, zu verurteilen. Wie oft stelle ich fest das nur beim reden über eine Sache sich dinge ordnen, sich erschließen welche vorher scheinbar ungeordnet, nicht greifbar durch meinen Kopf schwirrten.
So überlege ich was mich manchmal eine doch nicht unerhebliche Zeit hier an dieses Forum bindet, klar, man erledigt nebenher noch andere Sachen, jedoch schleicht man immer wieder an dem Kasten vorbei, ein schneller Blick, hat jemand geantwortet, schließlich habe ich nicht geschrieben um die Zeit totzuschlagen, sondern um eine Reflexion auf meine Gedanken, Ideen zu bekommen.
Es ist eine suche nach Nähe, die Bestätigung von Anderen an das eigene ich. Der Eine braucht etwas weniger, der Andere eben etwas weniger, aber ganz ohne geht nicht.
Was bewegt nun einzelne den Anderen, jemanden den ich kaum kenne zu verletzen, ihn einfach anzugreifen, ja manchmal zu erniedrigen. Es ist nicht des Menschen ureigenste Eigenschaft, diese Boshaftigkeit, sie ist das Ergebnis einer langen Entwicklung, von einschneidenden Momenten im leben der betroffenen von dem sie manchmal selbst nichts wissen.
Es gab eine zeit da selten Tabus gebrochen wurden, erst nach langer zeit und die zeit dafür reif war. Heute ist es schon fast massensport sich über regeln hinwegzusetzen um zu zeigen das man anders ist, unangepasst, einzigartig, einzigartig blöd. So auch hier, es wird verletzt, gestichelt wo man nur kann. Hier werden Tabus gebrochen ohne nachzudenken, Dinge getan und geschrieben welche man selbst jedoch in dieser form nicht erleben möchte, ja man sich sogar ausdrücklich verbittet.
Warum verweigern wir uns heutzutage der Liebe zu unserem Nächsten? Für mich ist nicht der Hass die dunkle Seite, für mich ist es die angst welche uns daran hindert offen und ehrlich miteinander umzugehen, den anderen so zu akzeptieren wie er ist, ihm zur Seite zu stehen oder ihm einfach nur zuzuhören. Der Mensch braucht wärme, soziale Wärme, das Gefühl gebraucht zu werden, egal ob von einzelnen, so in einer Beziehung, als auch in der Gesellschaft. Wenn dieses " Glücksgefühl " sich nicht einstellt erkaltet er innerlich, sein Herz friert.
Aber was lässt dieses herz wieder auftauen, kann nur die Liebe sein, verbunden mit dem Gefühl gebraucht zu werden, ein nützliches Mitglied einer Gemeinschaft zu sein, und sei es nur hier im Forum, ernst genommen zu werden mit seinen Sorgen und Nöten, seinen Gedanken, so verquer sie uns auch erscheinen. Ich weiß aber auch dass es ein weiter Weg ist vom Erkennen bis zum Handeln. Das sollten wir nicht vergessen und uns dabei gegenseitig Hilfe geben und das nicht nur hier im Forum.
Dies waren dann so einmal meine ungeordneten Gedanken heute Morgen welche ich durch Aufschreiben versucht habe zu ordnen.
Dazu hörte ich, wie oft in letzter zeit
Ana Gabriel A Pesar De Todos
Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag
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