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Beitragvon RainmanImKleppergummimantel » 18.07.2011, 23:52

... oder ist es tatsächlich so, dass die Schar der Sonnenanbeter/innen unermeßlich ist und wenn ein Mensch, wie ich es bin, sagt, eine Regenstimmung ist auch ein sehr intensives und auch schönes Naturerlebnis, dass ich diese Empfindungen lieber für mich behalte sollte, weil ich sonst eher Gefahr laufe als Außenseiter abgestempelt zu werden - zugegebenermaßen stört mich das nicht sonderlich, aber ab und zu freut sich die Seele auch, wenn sie darin von Menschen, die einem symphatisch sind, auch mal "verstanden" wird - man kann ja auch mal zu zweit einen Regenspaziergang genießen.
Regen ist eigentlich für die meisten Menschen sogenanntes Schlechtwetter - ich sehe es genau umgekehrt - einzige Ausnahme ist nur sinflutartiger Regen oder kalter bzw heißer Regen (so um den Gefrierpunkt rum oder bei 30 Grad) - jede andere Form von Regen empfinde ich nicht nur als erfrischend, sondern auch als angenehm, weil man weder schwitzt, noch Kälte ertragen muß - natürlich ist es etwas anderes, ob man an einem See oder am Meer baden kann oder ob man in der Stadt ist - beim Baden ist Sonne fast immer ein positiver Nebeneffekt, weil man dabei ja auch kaum Kleidung anzieht.
In der Stadt oder auch in der Natur können sogenannte Sonnenwochenenden nicht nur langweilig, sondern auch aufreibend sein - alles ist dann voll und alles freut sich, bevölkert die Straßencafes, dass man sich fast wie eine Sardine fühlt, eng aneinandergepfercht muß man sich auch alles anhören, was die Tischnachbarn halt so herumlabern - es ist auch für viele ein Anlass zu sehen und gesehen zu werden - wer hat das tollste Outfit oder die Brille, die gerade angesagt ist, geht man bei uns in Hamburg an solchen WE´s an die Alster, hat man das Gefühl, dass Menschen wie eine Herde sich fast vorantreiben, weil sonst ein Stau unausweichlich wäre.
Für mich hat aber sowohl die Stadt als auch die Natur in einer Stadt ein anderes Flair wenn sie von einer Regenstimmung gezeichnet wird - mir ist bewußt, dass ich damit nicht gerade auf Begeisterung stosse, aber das ist auch keineswegs der Grund, warum ich diesen Beitrag schreibe.
Was hat Regen zu bieten - im Sommer riecht alles anders und auch die Natur macht einen intensiveren Eindruck, der Himmel zeigt meist ein ständig sich abwechselndes Bild, wenn Wolken vorrüberziehen, der Wind sorgt auf seine Art und Weise, dass man die Luft besser wahrnehmen kann und nicht einer oft stickigen Luft ausgesetzt ist - hat man noch das Glück, dass die Sonne mal kurz hinter den Regenwolken hervorschaut, entstehen dann die einzigartigen Regenbögen - ein besodners Schauspiel der Natur.
Ende meines doch sehr subjektiv gestalteten Beitrages - ich würde es toll finden, wenn dieser Beitrag keinen Anlass bildet, ihn in der Luft zu zerreissen, weil er ja nicht an die Mehrzahl der Menschen (sprich Sonnenanbeter/innen) gerichtet ist, sondern an die Minderheit der Menschen (sprich Regenliebhaber/innen) und in jedem Forum sollte auch die Möglichkeit bestehen, dass auch eine Minderheit seine Meinung vertreten kann.
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RainmanImKleppergummimantel
 

Beitragvon Lesezeichen » 19.07.2011, 9:53

Ich denke mal, es ist nicht notwendig Dich als Minderheit zu bezeichnen :D
Regen ist was ganz unglaublich Schönes, zu jeder Jahreszeit, auch wenn ich,
wenn ich wählen dürfte einen warmen Sommerregen vorziehe.
Ich mag den Regen selbst, aber auch sehr die Zeit davor und die Zeit danach.
Ich kann den Regen riechen wenn er noch gar nicht da ist, ich spüre wie die Blätter
der Bäume sich ausbreiten und jeder Grashalm sich in Erwartung aufrichtet um nur
genügend von dem herrlichen Nass aufzunehmen.
Es gibt nichts schöneres als warmen Sommerregen auf der aufgeheizten Haut,
oder eine warme Stube und viele Regentropfen am Fenster die phantasievolle
Gebilde malen.
Am Feldrand stehen und die geraden Striche des Regens beobachten der mit dafür sorgt,
dass das Korn reift.
Lange Spaziergänge und dabei wie ein Kind durch die Pfützen stapfen.
Die nach dem Regen saubergewaschene Luft tief einatmen und das viel grünere Grün
bestaunen.
Ja, Regen ist schön.
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Lesezeichen
 

Beitragvon Ruhrhexe » 19.07.2011, 10:54

Ach, wer sich vom Regen gestört fühlt, ist doch eigentlich nur unflexibel. Klar ist es ärgerlich, wenn der geplante Ausflug an den See im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fällt - und das schon zu Hause! Muss man halt schnell umswitchen... Ich ärgere mich grundsätzlich nicht über Dinge, die ich nicht ändern kann, und da gehört das Wetter natürlich dazu.

Im letzten Jahr im Urlaub in Norwegen hat es fast zwei Wochen am Stück geregnet und dabei war es so windig, dass das Wasser fast waagerecht am Fenster vorbeiflog. Ok, mit rausfahren und fischen war es da natürlich nix, aber mit Gummistiefeln und Regenjacke draußen rumlaufen und zusehen, wie die Wasserfälle immer mächtiger wurden und außerdem noch neue entstanden, das war eine spannende Sache. Aber es gab auch völlig unerwartete Wolkenlücken und das Sonnenlicht stellte Regenbögen zum Greifen nah in die Landschaft. Ich bin trotzdem sehr erholt nach Hause gefahren...

Vielleicht sollte sich mancher einmal die existenzielle Notwendigkeit von Regen vor Augen führen. Das trockene Frühjahr führt in manchen Gemeinden hier schon dazu, dass die vorhandenen Quellen für die Wasserversorgung der Bevölkerung nicht mehr ausreichen und Trinkwasser in benachbarten Orten zugekauft werden muss. Und zur Erinnerung: es gibt Gegenden auf dieser Welt, da ist der Regen nicht nur in diesem Frühjahr ausgeblieben, nein, dort wartet man seit Jahren auf ergiebige Niederschläge!
Als Kinder sind wir doch alle sehr gerne durch die Pfützen gepatscht - haben dass denn alle vergessen? Ich empfinde Regen nur als unangenehm, wenn ich ihn aus dem Keller pumpen muss, das hatte ich an meinem alten Wohnort schon zweimal. Jetzt wohne ich am Berghang, kann weit ins Land schauen und mich vom Wolkenbild unterhalten lassen. Was da teilweise heranzieht ist atemberaubend! Momentan sind es meist dicke schwarze Wolkenwände, an deren Ränder mächtige Regenfahnen zu sehen sind. Und wenn sie dann vorbeiziehen und es wider Erwarten vor der eigenen Tür trocken bleibt, ist das auch wieder schön (auch wenn ich dann im Garten gießen muss) :lol:
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Ruhrhexe
 
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Beitragvon Diandra59 » 19.07.2011, 10:56

ja, Regen ist schön! So sehe ich das auch, allerdings NUR, und ich betone NUR wenn es nicht wie hier seit Wochen fast ohne Unterlass es von oben runterregnet! Das geht einem aufs Gemüt! Ansonsten liebe ich schon Platzregen, aus sichere Warte gesehen :roll: Normaler Regen gerne auch draußen, Was ich nicht mag ist dieser Fieselregen, der dringt überall durch,
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Diandra59
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Beiträge: 288

Beitragvon Humbel » 16.08.2011, 13:57

Ich mag den Regen und all seine Begleiterscheinungen auch

Und Eure schön gezeichneten Stimmungsbilder auch :D

Als ich einmal in der freien Natur weinen musste, fing es auch noch an, aus allen Kübeln zu regnen. Ich war dem Wasser schutzlos ausgesetzt und absolut nicht in der Lage, ihm zu entfliehen. Plötzlich hatte ich das Gefühl, das ganze Universum weine mit mir. Da fühlte ich mich tief aufgehoben. Pflotschnass wie ich war :D
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Humbel
 

Beitragvon Monet55 » 16.08.2011, 23:58

Also ich liebe die tropfenden Geräusche wenn es regnet und ich bei offenem Fenster im gemütlichen Zimmer bin. Keiner mag es natürlich wenn ihm kalt ist, deswegen kann mir Regen und auch Schnee gestohlen bleiben, wobei das beim Regen nur im Winter gilt...und eigentlich auch nur dann wenn ich unterwegs bin. Ich kann ein schönes Gewitter, wenn es wie aus Kübeln regnet gern genießen, mag aber einen warmen Sommerregen viel lieber, da störts mich auch nicht, wenn ich nass werde...
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Monet55
 
Beiträge: 5

Beitragvon Renate17 » 30.08.2011, 20:53

Hier mal aus der Sicht eines Liedermachers


Das Sauwetterlied Reinhard Mey

Ich steh‘ am Fenster und seh‘, wie der Regen fällt,
Da gibt es kein Zurück, da gibt‘s nichts, was mich hält!
Wenn man keine Hundeseele vor die Türe jagt,
Das ist genau die Art von Wetter, die mir zusagt.
Wenn es Blasen regnet, wenn man in die Pfütze tappt,
Wenn es in den Schuhen quietscht und der Schirm überklappt,
Wenn der Bus mich im Vorbeifahr‘n mit einer Fontäne überzieht,
Dann summ‘ ich stillvergnügt mein Sauwetterlied:

Das ist ein schlichtes und ergreifendes Sauwetterlied
Über den Tiefdruckwirbel Helga, der vorüberzieht.
Ein Lied, das nichts bewirkt und keinen Anspruch stellt,
Das sich nur daran freut, daß der Regen fällt.
Die ganze Botschaft ist: Ich mag‘s, wenn‘s nieselt,
Wenn es tropft und wenn es schüttet, wenn es schifft und pieselt,
Wenn es trommelt oder prasselt, und es ist mir ein Fest,
Wenn es pladdert, wie wenn eine Kuh das Wasser läßt.

Alle maulen, alle meckern übers Wetter, ich nicht,
Wenn das Wetter nicht so wird wie im Wetterbericht.
Ob du meckerst oder jubelst, deprimiert bist oder froh,
Ist völlig wurscht, denn das Wetter kommt sowieso.
Und dann sehe ich es lieber schon als Optimist
Und ich freue mich, daß überhaupt noch Wetter ist.
Und um die Sonne zu mögen, gehört nicht viel,
Aber das Sauwetter zu lieben, ehrlich, das hat Stil!

Das ist ein schlichtes und ergreifendes Sauwetterlied
Über den Tiefdruckwirbel Helga, der vorüberzieht.
Ein Lied, das nichts bewirkt und keinen Anspruch stellt,
Das sich nur daran freut, daß der Regen fällt.
Die ganze Botschaft ist: Ich mag‘s, wenn‘s nieselt,
Wenn es tropft und wenn es schüttet, wenn es schifft und pieselt.
Wenn es trommelt oder prasselt, und es ist mir ein Fest,
Wenn es pladdert, wie wenn eine Kuh das Wasser läßt.

Wenn mein Körper an der Nordseite schon Moos ansetzt,
Fühl‘ ich, wie mich plötzlich etwas nach Mallorca hetzt.
Da lieg‘ ich dann wie tausend links und rechts von mir auch,
Und verseng‘ mir Nase, Hintern, Haxen und den Bauch.
Dann sehn‘ ich dunkle, schwarze Wolken und den Heimflug herbei,
Große, grüne, nasse Wiesen und ich atme frei.
Endlich setzt der Flieger auf, die Erwartung ist groß:
Erst geht die Flugzeugtür auf und der Wolkenbruch los!

Und ich summe mein ergreifendes Sauwetterlied
Über den Tiefdruckwirbel Helga, der vorüberzieht.
Ein Lied, das nichts bewirkt und keinen Anspruch stellt,
Das sich nur daran freut, daß der Regen fällt.
Die ganze Botschaft ist: Ich mag‘s, wenn‘s nieselt,
Wenn es tropft und wenn es schüttet, wenn es schifft und pieselt,
Wenn es trommelt oder prasselt, und es ist mir ein Fest,
Wenn es pladdert, wie wenn eine Kuh das Wasser läßt.
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Beitragvon RainmanImKleppergummimantel » 31.08.2011, 14:54

.. beinhaltet einiges, was auch empfinde, vor allem er auch drückt er aus, dass die sogenannte Sonnenanbeter/innen Gesellschaft meist auch "massenhaft" über alles, was Natur oder auch was Plätze in Städten zu bieten hat, herfällt und dadurch einem auch all dem die Ruhe und auch mal Momente der Stille mit der Möglichlichkeit innezuhalten oder einfach nur zu genießen, genommen wird.
Die meisten übersehen das entweder oder sie fühlen sich "mitten drin" wohl - ich bin da eben annders, was ja auch den Grund hatte, diesen Beitrag zu schreiben, um zu sehen, ob ich ein Außerirdischer oder einfach nur ein Einzelgänger bin, der mit diesem Gefühl nicht alleine da steht, smile - geht oder sitzt.
LG
Marcel
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RainmanImKleppergummimantel
 

Beitragvon sarajane1 » 05.12.2011, 11:27

Heute Vornittag nach einem Schauer brach die Sonne hervor, dabei
konnte ich eine Farbenpracht von Regenbogen in westlicher Richtung sehen.

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Beitragvon RainmanImKleppergummimantel » 07.12.2011, 15:47

... schade, dass Du mich nicht sehen konntest, weil weit hinter diesem Regenbogen stand ich ganz alleine im Regen und wartete ..........


sarajane1 hat geschrieben:Heute Vornittag nach einem Schauer brach die Sonne hervor, dabei
konnte ich eine Farbenpracht von Regenbogen in westlicher Richtung sehen.

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Beitragvon ginger_55 » 07.12.2011, 16:19

Ein schöner warmer Landregen, wenn man den Duft der Erde ganz intensiv wahrnehmen kann - den liebe ich besonders.
Aber auch heute, wo richtiges Sauwetter ist, der Regen kalt und der Wind heftig - man ist ganz allein beim Hundelauf, kann sie von der Leine lassen. Wieder zurück, prickelt die Haut wie Champagner, wir fletzen uns vor den Kamin und dösen vor uns hin - also wir Drei finden es einfach nur schön.
Muss mal meine Hunde fragen, ob sie das abartig finden - ich glaube, eher nicht. :wink:
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ginger_55
 
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Beitragvon RainmanImKleppergummimantel » 07.12.2011, 21:04

ginger_55 hat geschrieben:Ein schöner warmer Landregen, wenn man den Duft der Erde ganz intensiv wahrnehmen kann - den liebe ich besonders.
Aber auch heute, wo richtiges Sauwetter ist, der Regen kalt und der Wind heftig - man ist ganz allein beim Hundelauf, kann sie von der Leine lassen. Wieder zurück, prickelt die Haut wie Champagner, wir fletzen uns vor den Kamin und dösen vor uns hin - also wir Drei finden es einfach nur schön.
Muss mal meine Hunde fragen, ob sie das abartig finden - ich glaube, eher nicht. :wink:


... das stimmt, beim Landregen hört sich die Regenbogen- und Kaminromantik doch auf, die so viele Menschen antworten, wenn man sie fragt, ob sie Regen mögen und vor allem auch, was sie damit für Gefühle verbinden - im seltensten Fall ist es der Regen, den sie spüren möchten, sondern sie sehen im Regen einfach nur einen Grund, es sich zu Hause gemütlich zu machen und (endlich) mal das tun, wofür sonst, wenn man draußen ist, keine Zeit ist.
Im Regen aber spazieren zu gehen und das auch noch genießen, kommt den wenigsten Menschen in den Sinn.
LG
Marcel
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RainmanImKleppergummimantel
 


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