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Regionale Schmankerln

19 Beiträge
Forum der Themengruppe Reisemobilfreunde

Moderator: reisekater123

Beitragvon reisekater123 » 02.09.2010, 20:47

damit wir mal von der Weltanschauung "Schäufele" wegkommen.

Da jon mer in ne annere Kaschemm, in et Rheinland, janz noh bi Kölle
Da jibbet lecker rheinische Sauerbraten.

Rheinischer Sauerbraten (Original)

Zutaten
500 ml Rotwein (trocken)
125 ml Rotweinessig
1 Bund Suppengrün
2 x Zwiebeln
3 TL Pfefferkörner
2 x Lorbeerblätter
4 x Wacholderbeeren
2 x Pimentkörner
2 kg Pferdefleisch
30 g Schweineschmalz
100 g Pumpernickel
3 EL Rosinen
125 ml Gemüsebrühe
1 x Salz


Rotwein und Essig mischen. Das Suppengrün putzen, waschen und kleinschneiden. Die Zwiebeln pellen und halbieren. Das Gemüse zusammen mit den Pfefferkörnern, Lorbeerblättern, dem Wacholder und Pimentkörnern in den Rotweinessig geben. Den Pferdeschmorbraten in die Marinade legen und vollständig bedeckt mindestens 2 Tage an einem Kühlen Ort ziehen lassen.

Am besten das Fleisch mit der Marinade in eine große Plastiktüte füllen, die Luft herausdrücken und verschweißen!

Am Tag der Zubereitung das Fleisch aus der Marinade nehmen, trockentupfen und rundherum mit Salz einreiben. Anschließend das Fleisch in dem Schmalz rundherum kräftig anbraten. Mit einem kleinen Teil der Marinade ablöschen. Um die Marinade etwas abzuschwächen (die spätere Soße wird dadurch milder) den Rest mit der Gemüsebrühe zu gleichen Teilen mischen. Diese Mischung nach und nach in den Geschlossenen Topf gießen und den Inhalt für 45 Minuten schmoren lassen. Das Fleisch wenden, den Pumpernickel zerkleinert hinzufügen und alles zusammen für weitere 30 Minuten bei milder Hitze schmoren. Das Fleisch immer wieder mit dem Sud übergießen.

Abschließend das Fleisch herausnehmen und warm halten. Die Soße durch ein Sieb streichen (passieren). Rosinen hinzufügen und kurz aufkochen lassen. Das Fleisch in Scheiben schneiden und auf einem Teller anrichten. Die Soße getrennt dazureichen.

Dazu passen Semmel- oder Kartoffelknödel, Apfelkompott und, ganz wichtig, frisch gezapftes Kölsch. (um Jottes wille blos kin Düsseldorfer Alt, Todsünde

Natürlich kann man statt Pferdefleisch auch zartes Rinderfleisch nehmen aber original ist nun mal Pferdefleisch.
Im Umland, vor allem so in Richtung Westfalen gibt es statt Apfelmus auch Rotkraut. Die richtige Zubereitung von Rotkraut ist auch eine Sache für sich.
Unter anderem kommen Äpfel,roter Johannisbeergelee, Schmalz, Nelken und Loorbeerblätter dazu.






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Beitragvon gelika57 » 02.09.2010, 20:55

:cry:
Pferdefleisch :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?:
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gelika57
 
Beiträge: 5845

Beitragvon reisekater123 » 12.09.2010, 23:07

Heute mal eine Spezialität aus dem Norden

friesischer Butterkuchen.


500 g Weizenmehl 405er
1 Pk Trockenhefe
250 g lauwarme Milch, laktosefrei (z.B. -L)
etwas Salz (soviel wie zwischen Daumen u. Zeigefinger passt
50 g Zucker
1 St Ei
150 g laktosefreie Butter (z.B. von -L)
100 g Zucker
1 TL Zimt

Aus den ersten 6 Zutaten einen Hefeteig zubereiten. Alles zusammenkneten, bei Trockenhefe ist ein Vorteig nicht nötig. Die Teigkugel an einem warmen Ort zugedeckt ca. 1 Std. ruhen (gehen) lassen.

In der Zwischenzeit die Butter mit Zucker u. Zimt verkneten (geht am besten, wenn alles Zimmertemperatur hat). Wer keinen Zimt mag- einfach weglassen, evtl. 1 Pk. Vanillezucker stattdessen untermischen.

Auf eiinem gefetteten Kuchenblech den Teig gleichmässig ausrollen. Mit einer Gabel Löcher reinstechen. Die Butterflöckchen drauf verteilen.

Backofen auf 160 Grad (Heissluft) oder 200 Grad (normal) vorheizen, den Kuchen auf die mittlere Schiene einschieben. Ca. 20 Minuten backen, aufpassen, dass der Hefeteig nicht zu sehr bräunt. (einfach immer mal nachschauen, bei mir war er z.B. schon nach 15 Min. im Heissluftofen fertig).

Blech rausnehmen u. ein Weilchen abkühlen lassen, bis die Butter nicht mehr ganz so flüssig ist. Noch warm in Stücke schneiden und zu Tee servieren.
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Beitragvon reisekater123 » 12.09.2010, 23:12

Nochmal aus der Region um Bremen

Altländer Hochzeitssuppe


Zutaten für 4 Portionen
1 1/2 kg mageres Rindfleisch
300 g Markknochen
2 l Wasser
80 g Butter
80 g Mehl
1 Prise Salz, Muskat, gemahlener Ingwer(zum Abschmecken der Brühe)
2 St Eigelb
1/2 St Sellerieknolle
2 St Petersilienwurzeln
2 Stg Porree
200 g Rosinen

Zunächst die Brühe zaubern: Dazu Rindfleisch, einen Teelöffel Salz, Knochen und Wasser in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Das Ganze muss dann etwa 90 Minuten auf kleiner Flamme köcheln und sollte zwischenzeitlich immer mal abgeschäumt werden. Anschließend Suppe durch ein Sieb abgießen und Fleisch in Würfel schneiden.

Jetzt die Butter in einem Topf erhitzen, Mehl anschwitzen, mit der Fleischbrühe ablöschen und aufkochen lassen. Fleisch in die Suppe geben und mit Muskat, Ingwer und Salz abschmecken. Anschließend Eigelb unterziehen.

Dann das Gemüse: Waschen, putzen, würfeln und in einem anderen Topf in Salzwasser etwa zehn Minuten garen. Anschließend in die Suppe geben. Rosinen heiß waschen, mit Wasser bedecken und aufkochen, fünf Minuten ziehen lassen.

Das Besondere: Zur Suppe werden die Rosinen, frisches Rosinen- oder Weißbrot und ein eisgekühlter klarer Schnaps serviert.
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